Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Körper und Seele'

Wohin geht die Seele des Menschen nach dem Tod?

Frage vom Facebook an Dr. Laitman: Wenn ein Mensch stirbt, wohin geht dann seine Seele?

Meine Antwort: Die Seele geht nirgendwohin, weil es sie nie gab. Die Seele ist die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Also die Verlangen in mir, die ich so formen kann, dass sie in einem gewissen Ausmaß dem Schöpfer ähnlich werden, nennt man die Seele. Das ist die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zu allem, was sich außerhalb von mir befindet.
Mit anderen Worten: wenn du aus dem Rahmen deines Egoismus zum Geben und zur Liebe hin austrittst, zur Anteilnahme gegenüber denjenigen, die in dein Ego überhaupt nicht eingraviert sind, dann nennen sich deine Eigenschaften, die sich in diesem besonderen Moment zusammen organisiert haben (weil sie sich ständig verändern), „die Seele“.

Antwort: Wenn man das hört, dann werden die Menschen, die sich der Existenz ihrer Seele sicher sind und die meinen, solch ein Verhältnis zu ihrer Umgebung zu haben, betrübt sein. 

Meine Antwort: Bei dem einfachen Menschen gibt es keine Seele. Der Mensch an sich ist einfach ein Tier. Er hat einen vitalen Bestandteil, der zusammen mit den Zellen seines tierischen Körpers stirbt.
Die Seele aber muss man innerhalb eines Lebens erlangen. Uns wird dieses Leben oder andere Zustände (also die nächsten Leben) dazu gegeben, damit wir unsere Seele erlangen.

Frage: Ist das der Sinn des Lebens eines Menschen?

Meine Antwort: Der Sinn des Lebens eines Menschen besteht nur darin, aus seinen egoistischen Verlangen altruistischen Verlangen zu erschaffen, die sich dann die Seele nennen werden.

 

Aus dem TV Program “Neuigkeiten von Dr. Michael Laitman” 4/17/18

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Was war zuerst da: Form oder Materie?

Frage: Was ist aus Sicht der Kabbala ursprünglich entstanden, Form oder Materie?

Antwort: Natürlich Materie (Wunsch). Das Verlangen entwickelt sich bis seiner egoistischen Form, und dann durchläuft diese Form bestimmte Entwicklungsstufen. Mir wird bewusst, dass ich das Gegenteil des Schöpfers bin. Dann gelange ich zur Korrektur bis zur vollständigen Ähnlichkeit mit Ihm. Es ist alles eine Form.

Baal HaSulam hat einen sehr interessanten Artikel „Materie und Form in der Wissenschaft der Kabbala“ geschrieben. Ich rate dir, ihn zu lesen.

Frage: Sie sind also ein Materialist?

Antwort: Wir sind unfreiwillig Materialisten, weil wir mit der Materie arbeiten, mit dem Wunsch zu empfangen und zu genießen.

Bemerkung:  Spirituellen Praktiken, Kabbala usw. scheinen für den Menschen von der Materie losgelöst zu sein. Und plötzlich….

Antwort: Weil dies keine spirituellen Praktiken sind. Das ist vom Menschen eine gewisse Vorstellung von inneren psychologischen Phänomenen, nicht mehr.

 

Aus KabTV: “Neues mit Michael Laitman” 3/20/18

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Wie können Emotionen mit dem Verstand abgestimmt werden?

Frage von Facebook:

Wie können wir Emotionen mit dem Verstand abgleichen, da unsere Emotionen als Antworten aus Lebenssituationen entstehen, die weit von der rationalen Art und Weise entfernt sind, wie unsere Welt läuft.

Antwort: Unsere Emotionen haben nichts mit unserer Intelligenz zu tun. Sie manifestieren sich, weil sie aus dem Verlangen hervorspringen. Und Verlangen ist unsere angeborene Natur.

Die Vernunft ist ein zusätzlich erworbenes System, das entwickelt wurde, um Emotionen zu sammeln, sie auszusortieren, zu vergleichen, zu zügeln usw. Aber im Allgemeinen ist die Vernunft den Emotionen gegenüber schwach; gegenüber den Verlangen ist sie sekundär.

Frage: Ist es möglich, Emotionen zu zügeln?

Antwort: Es gibt keinen Grund dafür. Man muss einen Zustand der ausgeglichenen Emotionen erreichen. Schließlich können negative Emotionen mit positiven ausgeglichen werden und dann kann man sich mit ihnen wohlfühlen, weil beide, negative und positive Emotionen, zusammen auf ein hohes Ziel hinarbeiten werden.

Und man weiß, dass man das alles benötigt. Man kämpft nicht gegen seine Natur an oder gegen die Menschen um einen herum. Im Gegenteil, man tritt in einen Zustand ein, in dem man in Harmonie miteinander ist. Das Plus eines Menschen wird durch das Minus eines anderen kompensiert. Wir sind so erschaffen, dass, wenn sich jeder von uns auf richtige Weise mit den anderen verbindet, wir ein ideales System formen würden, und all unsere Plusse und Minusse würden perfekt zueinander passen.

Frage: Also sind die Plusse und Minusse auf der Welt verteilt, damit sie sich verbinden?

Antwort: Das ist das Problem. Wir haben keine andere Wahl.

Wir versuchen, etwas miteinander zu tun, wir werden entmutigt, weil nichts hilft, und schließlich sterben wir.

In der Tat müssen wir erkennen, dass wir selbst nichts tun können und wir den Schöpfer bitten müssen, uns zu helfen. Dann wird Er mit dem höheren Licht auf uns scheinen, unter dessen Einfluss wir uns schnell zu dem richtigen Mosaik zusammensetzen und einander vervollkommnen werden.

Dann werden wir die perfekte Kombination untereinander haben, jeder mit jedem. Alle positiven und negativen Emotionen werden ergänzt, jeder Mensch wird für den anderen notwendig sein.

So werden wir zur Perfektion gelangen.

 

Aus KabTV`s „Neues mit Michael Laitman“, 24.04.2018

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Der Sinn des Lebens besteht darin, seinen Sinn zu erlernen

Frage: Gibt es außer dem Hauptziel, die obere Welt zu erreichen, noch andere höhere Ziele, die mit natürlichen Begabungen und Eigenschaften eines Individuums zusammenhängen, die verfolgt werden sollten, obwohl sie noch nicht das Verlangen für die Suche nach der oberen Welt entwickelt haben?

Antwort: Und warum sollte sich das Individuum von irgendetwas verwirren lassen? Um ein großartiger Musiker zu sein? Sagen wir mal, ich beginne 12 bis 14 Stunden pro Tag mit dem Üben eines Musikinstruments, um schön spielen zu können. Ist das der Sinn meines Lebens?!

Was erreiche ich damit? Eine große egoistische Erfüllung. Sie verbeugen sich vor mir, respektieren mich, ich werde bekannt, ich verdiene viel Geld, ich gehe auf die Bühne, alle stehen auf und applaudieren!

Anmerkung: Nicht nur das. Die Leute hören der Musik zu und werden in gute Stimmung versetzt.

Mein Kommentar: Ja, die Leute schreien vor Freude, das ist schön und was dann? Am Ende werden ich und meine Zuhörer dennoch sterben und damit endet alles. Ist das der Sinn des Lebens?

Alle sind in einer solchen „Mausefalle“ gefangen. Aber es gibt Menschen, Kabbalisten, mit einem ungeheuren Verlangen, das Wesen der Existenz zu erfahren. Sie sagen: „Wir müssen den Schöpfer erreichen, weniger werden wir nicht akzeptieren! Den Sinn des Lebens, die Erlangung des Punktes, aus dem alles entsteht, und nicht weniger“.

Frage: Und wenn wir die Wissenschaftler berücksichtigen würden, die zum Beispiel Kriseninterventionen entwickelt haben, die Leben retten. Die Menschheit benutzt sie seit Jahrhunderten. Gibt es darin keine Bedeutung?

Antwort: Sie verbessern einfach das tierische Leben der Menschen. Es gibt keinen Sinn in unserer Welt, es besteht keine Notwendigkeit, danach zu suchen! Wir sehen was wir sind und wie alles endet. Menschen werden geboren, leben und sterben, und dies über Generationen, solange die Erde uns trägt. Es gibt nichts anderes. Ist es also sinnvoll, die Bedeutung der Existenz von Proteinen auf diesem Planeten zu diskutieren?!

Frage: Es stellt sich also heraus, dass der Sinn des Lebens darin besteht, seinen Sinn zu erfahren? Kabbalisten sagen, dass dieser in der Anhaftung an den Schöpfer besteht.

Antwort: Natürlich. In diesem Leben. In dieser Welt.
Du musst den Schöpfer erreichen, Ihn offenbaren, Ihn erfahren. Währenddessen erreichst du den Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit, ohne zu sterben, ohne dich mit dem Körper zu identifizieren, der als ein absolut unnötiger Teil übrig bleibt, ein gebrauchter Teil einer Rakete.

Du bist dazu verpflichtet, dies zu erreichen und es klar und deutlich zu erleben, wie ein Kind, das alles in den Mund steckt, denn nur durch den Geschmack kann es erfahren, was es ist. Deshalb wird dies Taamei Tora genannt, „Geschmäcker von Licht“.

 

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch 1/28/18

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Wie man einen Tunnel in die spirituelle Welt baut

Wir versuchen, die Kabbala den Menschen näher zu bringen und zu erklären, dass dies eine Wissenschaft ist, die uns unser Leben erklärt, die dazu beiträgt, Probleme mit der Gesundheit, der Erziehung  und allem anderen zu lösen. Aber das alles ist nur der äußerliche Aspekt.

In Wirklichkeit spricht die Kabbala einzig und allein von der spirituellen Welt und reißt auf der Ebene von Bina de-Malchut de-Malchut der Welt von Assija ab. Zwischen dieser Bina und unserem Zustand in dieser Welt, Malchut de-Malchut de-Malchut der Welt von Assija, gibt es einen Riss.

Diesen Abgrund können wir weder überspringen noch die Distanz verkürzen oder ihn mit etwas auffüllen. Solange bis du diesen Riss nicht übersprungen hast, wird dir die Kabbala wie eine abstrakte Wissenschaft, Philosophie oder Mystik vorkommen, das heißt, als etwas Unwirkliches. In Wirklichkeit nimmst du ausschließlich das wahr, was du sehen und in die Hände nehmen kannst. Was kann man dir aber geben, wenn man dir weder rote Bändchen noch „heiliges Wasser“ verkaufen kann?

Dieser Riss zwischen unserem gegenwärtigen Zustand und der nächsten Bina wird nur durch intensivierte Arbeit im Inneren des eigenen Materials überwunden – dem egoistischen Verlangen zu genießen. Ich versuche dies mit Hilfe einer Umgebung zu tun, die anfangs selber egoistisch ist, mit Hilfe des Studiums, welches ich ebenfalls für mich selbst mache – aber ich versuche, mit meiner ganzen Kraft, wie ein kleines Kind, zu wachsen und über mich selbst hinaufzusteigen.

Die Kabbala wird niemals in der Lage sein, sich direkt in die Materie unserer Welt zu kleiden – du wirst immer zu ihr hinauf springen müssen! Mit dem allerletzten ACHaP (der untere Teil des höheren spirituellen Objekts) wirst du nie etwas machen können  – du hast keine Galgalta we Ejnaim, mit denen du dich in ihn einkleiden könntest.

So sind alle Welten und die ganze spirituelle Leiter aufgebaut: GE des Unteren kleiden sich in ACHaP des Höheren ein und dann können sie von ihm empfangen. Möge eine völlige Dunkelheit im ACHaP des Höheren herrschen, es ist unwichtig, ich bin dennoch bereit, diese Dunkelheit mit meinen GE zu empfangen, sie zu akzeptieren, damit ich mich an den Höheren anheften kann. Ich bin bereit, diese Dunkelheit dem Licht vorzuziehen, welches ich jetzt in meinen GE habe.

 

                                              

Aber ich habe keine GE für den letzten ACHaP zwischen Bina und Malchut de-Malchut de-Malchut de-Assija! Immerhin befinde ich mich mit meinem Egoismus unter diesem ACHaP – ich habe nichts, womit ich mich in den Höheren einkleiden kann. Ich kann nichts tun, und deshalb ist die Kabbala für mich vorerst ein abstraktes Wissen.

Die Spiritualität endet in der letzten Bina, auf dieser roten Markierung. ACHaP des Höheren ist für mich eine undurchdringliche Finsternis.  Wenn ich aber in diesen Zwischenraum „Gruppe, Bücher, Lehrer“ hineingehe und beginne mit ihnen zu arbeiten, dann habe ich eine Möglichkeit, mich mit dieser Bina zu verbinden.

Das bedeutet, dass diese Gruppe sich nicht einmal im Spirituellen befinden muss. Aber diese Mittel (Gruppe, Bücher, Lehrer) besitzen so eine wundertätige Eigenschaft (Segula), dass sie sich in meiner Vorstellung auf einer höheren Ebene befinden. Wenn ich mich ihnen anschließen möchte und mein Ego sich vor ihnen verbeugt, dann kristallisiert sich ihre  spirituelle Komponente aus ihnen heraus. Durch sie dringt aus GE des Höheren das Licht zu mir durch.

Meinerseits  bringe ich das Verlangen (das egoistische Verlangen!) ein, als Antwort darauf kommt Licht zu mir. Wir treffen uns in dem Bereich, der „Lehrer, Bücher, Gruppe“ genannt wird. Es handelt sich dabei um einen qualitativen Begriff und nicht um physische Menschen oder Bücher. Es ist genau dieser Ort, an dem ich den ACHaP des Höheren, der spirituellen Welt offenbare.  

Deswegen muss ich mir vorstellen, dass sie erhaben und groß sind und dass sich in ihnen der Schöpfer befindet. Nur in dieser Form kann ich mir den ACHaP des Höheren vorstellen – eine höhere Stufe, und mich an ihr festhalten, denn ich habe weder GE noch eine andere Möglichkeit.

 

Aus der Lektion nach dem Artikel „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“, 26.01.2011

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Verbindung durch Unterschiede

Erfolg hängt von der Verbindung mit der Gruppe ab, da die Umgebung uns mit vielen inneren Wahrnehmungen versorgt, die wir nicht mehr selbst erleben müssen.

Das liegt daran, dass wir jeden in uns einschließen und wenn ich mit zehn anderen Freunden verbunden bin, nehme ich alle persönlichen Zustände jedes Freundes auf. So komme ich voran.

Unsere Verbindung spart uns nicht nur Zeit, ohne sie werde ich niemals die spirituelle Geburt erreichen. Beginnend mit einem Samentropfen, geschieht das Wachstum des Körpers durch die Vermehrung der Zellen und deren Verbindung miteinander. Wir nennen das Entwicklung oder Wachstum. Alles hängt von der Verbindung zwischen uns ab.

Es ist gut, dass wir alle unterschiedlich sind, anders wahrnehmen, verstehen und reagieren. Das gibt uns die Möglichkeit, über alle Unterschiede hinweg ineinander eingeschlossen zu sein und dadurch ein integrales Gefäß zu formen – das gemeinsame Verlangen, das in einer sehr komplexen, vielschichtigen Weise organisiert ist, bereit, das Höhere Licht zu empfangen.

Schließlich kann die Offenbarung des Schöpfers nicht in einem individuellen Verlangen geschehen: es ist zu primitiv, eindimensional und flach.

Daher verbinden wir viele verschiedene, entgegengesetzte Eigenschaften miteinander.
Aus dieser Vielfalt der Verbindungen und verbundenen Qualitäten (die ihre Einzigartigkeit erhalten wollen, während sie gleichzeitig, unabhängig von ihren Unterschieden, verbunden sind) erschaffen wir ein komplexes, spirituelles Gefäß, das es wert ist, den Schöpfer zu offenbaren.

Deshalb ist unsere Verbindung zueinander so wichtig: diese Verbindung erbaut das spirituelle Gefäß (Kli). Der Schöpfer, das Höhere Licht, füllt den gesamten Raum.

Das Problem besteht nur darin, wie wir aus unserem egoistischen Verlangen zur Ähnlichkeit mit dem Licht kommen und es entsprechend der Ähnlichkeit unserer Qualitäten annehmen können.

Dies wird gerade durch die Vielzahl der widersprüchlichen Qualitäten erreicht, die trotz ihrer Unterschiede mit einem gemeinsamen Ziel verbunden sind: den Schöpfer in unserer Verbindung zu offenbaren. Die Verbindung zueinander wird „der Schöpfer“ (Bore) genannt, das heißt „komm und siehe“ (Bo-Re).

Daher sollten wir die Vorbereitung, die die Natur geschaffen hat, wertschätzen, das heißt, das Zerbrechen der gemeinsamen Seele und die Möglichkeit, verschiedene Verlangen für ein Ziel zu vereinen: die Offenbarung des Schöpfers. Unsere Einheit erlaubt es uns, die Form der Verbindung zu schaffen, die der Schöpfer genannt wird.

 

Aus Teil 1 der täglichen Kabbala-Lektion 18.3.2018
Schriften von Rabash, Vol.2, Artikel 19, „Komm zum Pharao“

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Jerusalem ist die Hauptstadt der vereinten Menschheit

Jerusalem ist der Ort des Tempels und zugleich ein Ort des Zerfalls. Wir müssen den Zustand erreichen, wo Jerusalem, welches „die vollkommene Ehrfurcht“ bedeutet (Ira Shlema), in unseren Herzen und unseren Verlangen vorherrschen wird.  Mit dem Erlangen der Absicht des Gebens werden wir dort ein vollkommenes spirituelles Gefäß namens „Tempel“ errichten.

Das erste spirituelle Gefäß: Empfangen um zu Geben und das zweite: Geben um zu Geben, gehörten nur zum Kopf der gemeinsamen Seele. Das dritte Gefäß wird hingegen sowohl Geben um zu geben als auch Empfangen um zu Geben für alle Völker beinhalten, wie geschrieben steht: „Mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt“, was das komplette Verlangen nach Genuss bedeutet, erschaffen auf der menschlichen Ebene.

Es werden alle die Offenbarung der höheren Kraft in der gemeinsamen Vereinigung im gleichen Umfang erhalten. Der Unterschied zwischen den Menschen wird verschwinden und diese Welt wird am Ende der Korrektur auch verschwinden – so schreibt es Baal HaSulam. Es wird nur das gemeinsame Verlangen bleiben, in welchem alle in perfekter Einheit miteinander  verbunden sind, vollständig mit dem Höchsten Licht erfüllt.

Alle werden sich in vollkommener Erkenntnis der Höheren Kraft befinden, wie ein Herz, ohne einen einzigen Unterschied. Im Gegenteil, die frühere Trennung wird die Einheit stärken, wie geschrieben steht: „Alle Sünden werden mit Liebe bedeckt.“

So  muss das wiederhergestellte Jerusalem sein. In der Zwischenzeit sehen wir, dass es komplett in Trümmern liegt. In der ganzen Welt gibt es keine zweite Stadt mehr, die so uneinheitlich ist, zerrissen durch stärkste Konfrontationen und Widersprüche. All dies muss  sich als Material für die Korrektur enthüllen.

Der Tag Jerusalems erinnert uns an die Korrektur, die wirklich notwendig ist. Folglich besteht dieser Feiertag keinesfalls zu Ehren der Stadt selbst, sondern zu Ehren der Gelegenheit, die uns für die Erlösung gegeben wurde.

Genau dies  feiern wir: der Tag Jerusalems als einen Ort für die Arbeit, der uns gegeben wurde, und einen Ort, an welchem in Zukunft die Korrektur stattfinden wird. Dann werden sich das Volk Israel und alle anderen Nationen, sowie das Land Israel und die ganze Welt in Verschmelzung mit dem Schöpfer offenbaren.

Dadurch wird Israel seine Bestimmung, das Licht für alle Völker zu werden, erfüllen.  Die Mission vom Volk Israel als spiritueller Parzuf in Bezug auf den Körper, besteht darin, die gesamte Menschheit zu korrigieren. Die Korrektur muss sich aber auf alle Völker ausweiten und die Enthüllung des Schöpfers in seiner ganzen Macht findet genau im Körper der gemeinsamen Seele statt, nämlich in den Völkern der Welt.

Es steht geschrieben, dass sich am Ende der Korrektur das Land Israel auf die ganze Welt ausweiten wird. Das bedeutet, dass sich das Verlangen nach Genuss, welches der Erkenntnis des Schöpfers angehört, auf das gesamte Universum ausweiten wird. Alle werden sich miteinander verbinden und werden zum Volk des Schöpfers, wie geschrieben steht: alle werden mich erfahren, von Groß bis Klein“.

Jerusalem bezieht sich nicht nur auf die Vereinigung von Israel, sondern auf die Vereinigung der ganzen Menschheit.  Das ist ein besonderer Punk,  diese Stadt gab es schon bevor unsere Vorfahren ins Land Israel kamen, sie erschufen sie nicht von Grund auf neu.

Die Tatsache, dass die Völker der Welt, wie die USA und andere, ihre Botschaften nach Jerusalem verlegen,  ist ein Symbol. Aber das führt keinesfalls die eigentliche Korrektur herbei – die Korrektur ist dem Volk Israel auferlegt. Jetzt ist die Zeit für alle gekommen, die sich auf der Stufe von Israel (Yashar-Kel) befinden, diejenigen, die nach der Offenbarung des Schöpfers streben, sich untereinander und mit dem Schöpfer zu verbinden, indem sie zum Kopf des spirituellen Parzufs werden. Das Wichtigste ist unsere Verbindung. Es gibt nichts Wichtigeres.

 

Lektion von Baal HaSulam nach dem Artikel „Ein Gebot“, 13/05/2018

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Liebe zur Liebe

Frage:  Liebe ist das stärkste Gefühl, wofür es sich zu leben lohnt. Wie fühlen Sie sich dabei?

Antwort:  Positiv. Für eine Weile füllt es den Menschen.

Frage: Also kann die Liebe nicht der ewige Sinn des Lebens sein?

Antwort: Natürlich nicht. Das Leben endet und die Liebe endet auch. Hormone verändern sich und es verändert sich das Objekt der Liebe. Jeder Mensch kann im Laufe des Lebens viele solcher Hobbys haben.

Frage:  Ist die Liebe das größte Vergnügen, stärker als  Macht und Geld usw.?

Antwort: Kommt darauf an, manche lieben mehr das Geld, manche die Musik und andere lieben mehr die hormonelle Liebe; es geht dabei um den inneren Wunsch des Menschen.

Anmerkung: Der Wunsch des Menschen geliebt zu werden ist stärker als selbst zu lieben.

Antwort: In unserer Welt wird die Befriedigung von hormonellen Wünschen Liebe genannt. Alles beginnt und endet mit dem Menschen. Es geht nicht um jemanden außerhalb.  Wenn ich bezüglich dieses „Externen“ einen hormonellen Wunsch habe, dann bin ich davon angezogen, und wenn nicht, dann nicht.

Daher hat die Liebe auf der materiellen Ebene nichts mit dem Spirituellen zu tun. In der Kabbala ist die größte Freude die Liebe zum Schöpfer.

Frage:  Wenn nach der Kabbala der Sinn des Lebens darin besteht, die Eigenschaft der Liebe für den Nächsten zu erlangen, bedeutet das, dass die Liebe der Sinn des Lebens ist?

Antwort: Nein. Der Sinn des Lebens ist das Verstehen der Liebe zur eigenen Wurzel. Und dies geschieht durch die Liebe zum Nächsten und weiter von der Liebe zum Nächsten zur Liebe zum Schöpfer.

Den Schöpfer zu lieben heißt zu genießen, dass er dich füllt.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 28.01.2018

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Je höher der Aufstieg, umso geringer das Unbehagen

Frage: Ist die Geburt der Seele von körperlichem Unbehagen begleitet?

Antwort: Physisch durchläuft der Mensch viele Zustände. Aber je weiter du vorankommst, desto weniger Unbehagen gibt es, weil du anfängst zu verstehen, dich daran gewöhnst und sogar aufgrund deiner Erfahrung errätst, welche Handlungen dir auferlegt werden.

Deshalb gehst du ruhig weiter, wissend, dass es wieder einen Abstieg geben wird. Das Licht „geht aus“, du fällst durch alle Stufen des Aufstiegs, wie in einem Aufzug, der nach unten fliegt, und kommst dann allmählich wieder zur Besinnung.

Zuerst verstehst du nicht, wo du bist und was du bist, wenn alle Verbindungen abbrechen und das Gefühl der oberen Welt verschwindet. Du bleibst nur in der Wahrnehmung dieser Welt, verstehst nicht wirklich, was hier passiert, welche Art von Menschen dich umgeben und was sie hier tun.

Dann beginnst du durch eine noch größere Verbindung mit der Gruppe wieder aufzusteigen, aber die extremen Zustände sind erstaunlich.

In der Tat ist nichts beängstigend. Im Gegenteil, du spürst die ungeheure Kraft des Lebens, der Welt, der Natur, des Schöpfers, und du selbst bist darin wie ein Komplize.

Du siehst gleichzeitig mit Bedauern, wie die Menschen in dieser Welt leben, weil sie eine großartige Gelegenheit haben, sich mit der ganzen Schöpfung zu füllen, von Anfang bis Ende, und sie sind mit etwas Kleinem, Unbedeutendem beschäftigt und vegetieren auf diese Weise dahin. Wir müssen alles tun, um ihnen zu helfen. Indem du ihnen hilfst, hilfst du dir selbst und umgekehrt.

 

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch 1/14/18

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Der physische Körper und die Seele

Frage: Ist der physische Körper des Menschen ein Teil des Geschöpfes?

Meine Antwort: Der physische Körper ist kein Teil des Geschöpfes und hat keinen Bezug zur Seele. Ihr könnt mit eurem Körper alles machen, was ihr wollt, die Seele aber entwickelt sich nach ihren eigenen Gesetzen.

Frage: Was ist damit gemeint, wenn man sagt, dass die Funken in diese Welt gefallen sind und sich von dem Körper gelöst haben?

Meine Antwort: Unter dieser Welt wird nur der Egoismus verstanden. Deswegen sind die Funken der Seele nicht in diese Welt und nicht in die Körper dieser Welt gefallen, sondern in den Egoismus.

Unser Körper und das, was wir betrachten, sehen, mit unseren fünf Sinnesorganen wahrnehmen, befindet sich auf dem tierischen Niveau. Die Kabbala spricht nicht von dem tierischen Niveau.

 

[#225586]