Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wirklichkeit'

Lass das Herz zum Schöpfer klopfen

Frage: Wie kann ich an die Korrektur denken, die uns das Buch Sohar bringt, wenn ich negative Emotionen, so wie Hass, empfinde?

Meine Antwort: Das Gebet ist das, was das Herz fühlt. Wenn es jetzt mit Hass erfüllt ist, ist das mein Gebet: „Ich will ihn zunichte machen“.

Um die Kraft, die sich im Buch Sohar, in dem gemeinsamen Lesen des Buches,verbirgt korrekt anwenden zu können, muss ich zuerst mein Herz darauf vorbereiten. So das mein Herz dasselbe wie der Schöpfer wünscht.

In der Tat der Schöpfer antwortet auf jedes Gebet, auf jeden Wunsch unseres Herzens. Deshalb ist unsere Welt so schlecht!

Aber, anderseits, es steht doch geschrieben, dass er nur auf das Gebet antwortet, das durch die „Tore der Träne“ kommt. Antwortet er nun wirklich auf jedes Gebet, sei es die flüchtige Laune eines Kindes oder üble Machenschaften eines Bösewichtes?

Ja, sagen die Kabbalisten, die das System unserer Beziehungen mit dem Schöpfer entdeckt haben. Ein Dieb, der eine Beute gefunden hat oder ein Räuber, der einen Verbrechen geplant hat, und bereit zu töten ist, sie wollen auch ihr Ziel erreichen und ihr Gebet wird auch angenommen. Denn es geht um das Verlangen von Malchut der Welt Azilut. Und alles was sich unterhalb von ihr befindet, einschließlich unserer Welt, gehört zu ihr.

Warum sagen wir dann, das ein Verlangen erhebt sich manchmal zur Welt Azilut, aber manchmal auch nicht? Es liegt daran, dass zwei Arten von Wünsche existieren:

– Manche sind in die gleiche Richtung gerichtet, wie der Willen des Schöpfers. Da vereinigen sie sich mit dem höheren Verlangen und werden wie eine Fülle von Oben wahrgenommen.

– Die anderen entsprechen nicht dem Willen des Schöpfers. Sie rufen auch eine Antwort von oben, wie die positive Wünschen, aber werden von den negativen Verlangen negativ wahrgenommen, wie eine negative Reaktion.

Sie korrigiert den Menschen, indem sie ihn durch den langen und schwierigen Weg der Leiden führt, statt den kurzen und leichten Weg, wenn seine Wünsche und die Wünsche des Schöpfers miteinander übereinstimmen.

Deshalb sollen wir uns auf das richtige Gebet vorbereiten. Und mit diesem Gebet sich zum Sohar wenden. Denn der Mensch kann nicht auf dem Unterricht ohne jegliche Wünsche anwesend sein.

So oder so er will etwas und wenn sein Verlangen, vorher vorbereitet wurde und in die richtige Richtung gerichtet, dann, beim Lesen vom Sohar schreitet er schnell und leicht voran. 

Und außerdem müssen wir daran denken, dass wir uns in der Gruppe befinden und mit ihrer Hilfe, unseres Gebets verstärken. Also wenn die Gedanken des Menschen nicht zum Ziel gerichtet sind, befindet er sich in einer Konfrontation mit der Gruppe und empfindet noch stärker die scheinbar negative Reaktion von oben.

Also, unsere ganze Arbeit besteht in der Vorbereitung auf den Unterricht, im Lesen vom Sohar und anderen kabbalistischen Bücher. Und wenn wir uns schon im Unterricht befinden, ist es schwierig etwas zu ändern. Denn das Herz des Menschen ist schon auf irgendwelche Wünsche eingestimmt.

Deshalb ist es äußerst wichtig mit welchen Gedanken ich schlafen gehe, wie bereite ich mich auf den Unterricht morgen. Diese Minuten spielen eine entscheidende Rolle. Man muss auch die physische Vorbereitung nicht vergessen, damit der Körper nicht im Schlaf versinkt.

Rabasch schreibt in seinem Artikel 36 aus Dargot HaSulam: Es steht geschrieben: „Das Gebet Hörender“. Warum das Gebet im Singular? Hört der Schöpfer nicht alle Gebete? Es handelt sich darum, dass wir nur ein Gebet hochheben sollen: um die Schechina aus dem Staub zu erheben.

Ein Gebet um die Schechina aus dem Staub zu erheben bedeutet ein Verlangen den Schöpfer bzw. die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zum Nächsten in mir, zu offenbaren, zu wollen, sich darin dem Schöpfer anzugleichen. Und wenn wir alle unsere Kräfte nur auf eines richten, klopfen wir an die Tore, die sich unbedingt öffnen werden.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 7.12.2010

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Der Schöpfer ist unsere innerste Verwirklichung

Der Schöpfer ist unsere korrigierte Eigenschaft. Der Schöpfer wird innerhalb des Geschöpfs enthüllt, deshalb wird er im Hebräischen „Bo-re“ genannt („komm und sieh“).

Man muss einen korrigierten Zustand, das eigene korrigierte Selbst erreichen und kann dann die korrigierten Eigenschaften sehen und diese „den Schöpfer“ nennen. Den Schöpfer enthüllt man nur in sich selbst, innerhalb der eigenen korrigierten Gefäße der Wahrnehmung. Außerhalb von einem selbst fühlt man nichts.

Die gesamte Wirklichkeit, alles, was existiert nehmen wir in uns selbst wahr, in unseren Wahrnehmungen. Deshalb steht im Buch des Sohar, dass alle Welten und alles was diese ausmacht, den Schöpfer eingeschlossen, im Menschen existieren. Das liegt daran, dass sie im Inneren eines Menschen gefühlt werden. Alles scheint außerhalb von uns zu existieren. Diese Illusion wird uns mit Absicht gegeben, damit wir durch den Gegensatz des „Außen“ und „Innen“ die Fähigkeit erlangen, die Welt, uns selbst und den Schöpfer sowohl von Außen als auch von Innen zu sehen. Wir werden dann in der Lage sein, die Schöpfung so zu fühlen, wie er es tut: vor der Schöpfung, im Prozess des geschaffen Werdens und in den zukünftigen „höheren Zuständen“.

Die spirituelle Wahrnehmung basiert darauf, dass man in sich die Wünsche der Anderen fühlt, die man sich dadurch zu eigen macht, dass man ihnen geben und sie lieben möchte. Auf diese Weise wächst das eigene Verlangen und in dem Maße, wie man sich mit den anderen Verlangen verbindet, enthüllt man eine größere und ausgedehntere Wirklichkeit.

In unserer Welt enthüllen wir die Welt der Assiya, wo jeder Mensch in seinem eigenen egoistischen Wunsch von den anderen abgetrennt ist. Wenn man jedoch beginnt sich mit der Gruppe zu verbinden, die dem eigenen Wunsch nach dem Schöpfer ähnlich ist, dann wird man im selben Maße, wie man sich mit ihrem Wunsch verbindet die Welt von Yetzira enthüllen.

Indem man sich mit dem Umfeld zu einem einzigen Verlangen verbindet, entdeckt man die Eigenschaft des Gebens, die man erlangt hat und diese wird der Schöpfer genannt. Die Erscheinungen, die man in den eigenen korrigierten Wünschen aufdeckt, werden das innere Licht und ihre innerste Quelle wird der Schöpfer genannt.

Danach wird ein noch größerer egoistischer Wille in einem selbst aufgedeckt und indem man versucht sich über diesen egoistischen Wunsch hinweg mit der Gruppe zu verbinden, erreicht man die Welt von Bria.

So entdecken wir alle fünf Welten. Baal HaSulam schreibt in der „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“, dass alle Welten im Inneren einer Person existieren. Die Wissenschaft der Kabbala ist die Enthüllung des Schöpfers an die Geschöpfe und zwar innerhalb des Geschöpfes, innerhalb seiner korrigierten Wünsche (Sinne). Durch die Aufdeckung der Eigenschaft des Gebens erreichen wir auch ihre Quelle, ihren Erschaffer. Diese innerste Verwirklichung wird der Schöpfer genannt.

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Die Depression bei Frauen und der Sinn des Lebens“

In KabNet  am 16.10.2019 veröffentlicht.  

Depressionen sind eine globale Epidemie. Derzeit leiden weltweit über 300 Millionen Menschen an Depressionen. Bei Frauen wird sie fast doppelt so oft diagnostiziert wie bei Männern.

Warum gibt es zahlenmäßig auf der Welt, solch eine große Kluft zwischen den Geschlechtern depressiver Menschen? 

Im Vergleich zu den Männern hat Unzufriedenheit bei den Frauen eine tiefe spirituelle Wurzel. Sie gehört zur weiblichen Natur. 

Gibt es etwas, was eine Frau vollständig zufrieden machen könnte?

Nach der Kabbala ist es die spirituelle Verwirklichung.

Spiritualität wird erreicht, wenn die Frau – die weibliche Kraft – ihren tiefen Wunsch nutzt, den Mann – die männliche Kraft – voranzubringen, um ein höheres Lebensziel zu erreichen. Die Gegensätze der männlichen und weiblichen Kräfte ermöglichen es, Harmonie und Erfüllung miteinander zu erreichen.

Die Fähigkeit der Frau, die Welt auf eine höhere Stufe zu erheben, gilt als Grundlage der Menschheit. Wie das alte Sprichwort sagt: „Die Hand, welche die Wiege wiegt, regiert die Welt.“ Die Natur ist so konzipiert, dass die weibliche Fähigkeit bestimmt, wie die Welt richtig zu ordnen und zu lenken ist. Damit ist gemeint, wie  männliche und weibliche Kräfte sinnvoll miteinander kooperieren können, so dass beide unterstützend und harmonisch zusammenarbeiten.

Die Sehnsucht der Frauen ist offensichtlich weitaus größer als die der Männer. Ein Mann kann leichter durch irdischen Genuss befriedigt werden, z.B. indem er etwas mit seinen Freunden unternimmt.

Eine Frau wünscht sich mehr Tiefe. Sie möchte Wärme und Liebe. Sie sehnt sich nach mehr Verständnis und Unterstützung. Ihre Art sich zu füllen, ist viel komplizierter als bei Männern.

Alles beginnt und endet mit einer Frau. Sie fühlt sich als Zentrum der Wirklichkeit, als Königin der Welt. Ihre Wahrnehmung der Einzigartigkeit ist ein natürliches Gefühl, das sie zu Recht verkörpert. 

Warum es Frauen so gut wie unmöglich ist, sich wirklich zu verbinden?

Nach der Kabbala ist es für Frauen nahezu unmöglich, sich wirklich zu verbinden. Ihre Sehnsucht nach einer höheren Wahrnehmung nach Vollkommenheit entsteht nur dann, wenn sich entgegengesetzte Kräfte in einem empfindlichen Gleichgewicht unterstützen.

Damit eine Kraft zwischen ihnen entstehen kann, müssen männliche und weibliche Energien sehr genau miteinander abgestimmt werden. Es ist die Kraft der Liebe, des Gebens und der Verbindung. Das Studium der Kabbala befasst sich in erster Linie mit der Frage, wie diese Kraft angezogen werden kann, um Menschen zu verbinden und dadurch eine ewige und vollständige Wirklichkeit zu entdecken. Wenn wir diese Kraft anziehen, führt sie eine sogenannte „Korrektur“ unserer egoistischen Wünsche durch, sie widersetzt sich der natürlichen Tendenz, sich nicht verbinden zu wollen. Es fehlt noch der erforderliche Durchbruch, damit wir uns alle zu einem Ganzen verbinden und eine höhere Stufe der Wirklichkeit erleben können.

Es steht geschrieben: „Mann und Frau und die göttliche Gegenwart zwischen ihnen. „Die richtige Kombination und Funktion von männlichen und weiblichen Kräften ist:

  1. Die weibliche Kraft gleicht die männliche Kraft aus, indem sie die männliche Kraft, hin zur Verbindung aktiviert.
  2. Die männliche Kraft gleicht die weibliche Kraft aus, indem sie ihr Stärke, Verständnis und Unterstützung gibt, damit sie sich über ihre Natur erheben kann. Dies ist die gegenseitige Komplementarität, die es männlichen und weiblichen Kräften ermöglicht, harmonisch zu funktionieren. 

Welche Kraft aktiviert zuerst: die Männliche oder die Weibliche?

Es ist die weibliche Kraft. Aus dem Weiblichen entsteht immer das Bedürfnis und die Forderung nach Verbindung. Das unbefriedigte Verlangen nach einer tiefen Verbindung, der Seele, ist die Grundlage für die Unzufriedenheit und Depression jeder Frau.

Obwohl Männer glauben, aufgrund ihrer eigenen Fähigkeiten Fortschritte und Durchbrüche zu erzielen, sind alle Aktivitäten des Mannes für die Frau bestimmt, um in ihren Augen bedeutsam zu werden. Das ist unsere natürliche Veranlagung.

Dank der Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die sich zu einem Ganzen verbinden müssen, wird Perfektion möglich. In der Spiritualität kann das Ganze nur in gegenseitiger Ergänzung existieren, gemäß dem Grundsatz „Liebe wird alle Vergehen bedecken“.

Mit anderen Worten, anstatt die Unterschiede zwischen Männer und Frauen zu bekämpfen und uns darauf zu konzentrieren, sollten wir lernen, wie wir uns gegenseitig verstehen und unterstützen können. Dadurch erfahren wir eine viel größere Sinnerfüllung im Leben – die Offenbarung der Natur, wie sie auf der verbundenen Stufe funktioniert – wie wir unsere Beziehungen mit der Verbindung der Natur in Einklang bringen. 

Das Gefühl vollkommener Verbindung heilt Depressionen. Wir arbeiten mit dem Schlüssel, der gleichzeitig unsere negativen Empfindungen freisetzt und uns für die Erfüllung einer völlig neuen Dimension öffnet: das Gleichgewicht mit der verbundenen Form der Natur.

 

Damit man nicht umsonst arbeitet

Der Mensch sollte darauf achten, dass jegliche Anstrengung, die er unternimmt, nicht unentgeltlich bleibt. Wie wir in unserem Gebet fragen: „Damit wir nicht umsonst arbeiten.“ Aber wenn ein Mensch zu einer Versammlung geht, muss er dort die Kraft bekommen, um bis zum nächsten Treffen durchzuhalten. (Rabash, „Agenda der Versammlung“)

Tatsache ist, dass die Kräfte, die ein Mensch angeblich aus sich selbst, aus der umgebenden Natur, aus eigener Kraft herausziehen kann, keine spirituellen Ergebnisse sind. Ein spirituelles Ergebnis kann nur erreicht werden, wenn in einer Gruppe, in Verbindung mit den Freunden, man ein gemeinsames Verlangen mit ihnen erreicht und von dort aus die Kräfte zieht, die es ermöglichen, vorwärts zu gehen. 

Es stellt sich heraus, dass all seine spirituelle Arbeit auf Kosten der Kraft geht, die er bei dem Treffen mit seinen Freunden aufnimmt – von Treffen zu Treffen.

Frage: Es heißt: „….dass die Zeit, in der er sich anstrengt, nicht ohne Bezahlung bleibt“. Muss der Mensch sich darum kümmern, dass er für seine Bemühungen bezahlt wird?

Meine Antwort: Wie kann er kostenlos arbeiten, d.h. ohne sichtbare, greifbare Ergebnisse? Dann wird er nicht verstehen, ob er arbeitet oder nicht.

Es gibt Menschen, die bereit sind, alles zu tun und denken nicht über die Belohnung nach. Sie glauben, dass dies ein Zeichen ihrer Spiritualität ist, aber in Wirklichkeit ist es ein Zeichen ihrer Leichtsinnigkeit. Du musst dir sehr klar über deine Bemühungen sein, was versuchst du zu erreichen und was das Ergebnis ist.

Frage: Das heißt, wenn wir sagen: „Wie ein Ochse unter einem Joch und wie ein Esel unter der Last“ – das bedeutet nicht, dass sich der Mensch gerade entschieden hat: „Ich investiere, und ich denke nicht daran dafür entlohnt zu werden, ich gehe einfach auf diesem Weg“?

Meine Antwort: Es gibt nichts Lobenswertes an diesem Ansatz. Nach seiner Natur kann der Mensch nicht anders, als an die Bezahlung zu denken. In diesem Fall sollte er darüber nachdenken, wie er die Offenbarung des Schöpfers erreichen kann, das bedeutet die Offenbarung der Eigenschaften des Gebens und der Liebe.

Frage: Ist das die Absicht des Menschen, zu einer Versammlung der Freunde zu gehen?

Meine Antwort: Absolut! Was ist ansonsten der Sinn seiner Existenz? Jeder von uns muss den höchsten Zustand erreichen.

Frage: Was gebe ich meinen Freunden von mir selbst?

Meine Antwort: Du gibst ihnen deine Teilnahme, deine Kräfte, deinen Geist, und sie geben dir ihre. Und wenn also jeder von jedem aufgeladen wird, bekommen wir eine sehr seriöse Einspeisung des ganzen Zehners, und jeder kann die Arbeit für zehn machen. So wird das Ziel erreicht.

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Blitzantworten eines Kabbalisten, 21.04.2019

Frage: Wie können wir die Freunde beeinflussen, um unsere Verbindung zu verbessern?

Antwort: Wir müssen ihnen ein Beispiel für eine gute Verbindung zeigen, das wird sie beeinflussen.

Frage: Wenn ich einen Wunsch habe, der nicht vom Lehrer erfüllt wird, wie kann er dann erfüllt werden? Muss ich dazu den Lehrer verstehen?

Antwort: Ihr könnt euch jedes Ziel setzen, alles mögliche verstehen, aber dieses Verständnis sollte im Zehner sein, dann werdet ihr durch nichts eingeschränkt und werdet keine Fehler machen. Erfasst den Lehrer, erfasst den Schöpfer – alles, was ihr möchtet – aber unbedingt im Zehner.

Frage: Woher weiß ich, ob mein aktueller Wissensstand, mit dem Stand meiner Seele übereinstimmt?

Antwort: Nein. Dein heutiger Wissensstand entspricht noch nicht der Wurzel deiner Seele. Die Wurzel aller Seelen befindet sich in der Welt von Azilut. Heute befinden wir uns nicht einmal in der Welt von BYA (Brija, Yezira, Asija). Ich hoffe das ihr noch im Laufe des Jahres fühlen werdet wie wir uns der Welt von Azilut nähern. 

Frage: Sind wir eine schlechte Kopie des Schöpfers oder sind wir Seine umgekehrte Form?

Antwort: Nein, wir sind keine schlechte Kopie, sondern eine völlig entgegengesetzte, in jeder Hinsicht verdorbene Kopie von Ihm.

Frage: Wenn ein Kabbalist diese Welt und das, was in ihr passiert betrachtet, sieht er dann darin den Kraftfluss, den Intellekt, den Gedanken des Schöpfers?

Antwort: Sicher. Er fühlt den Plan des Schöpfers, der sich allmählich in unserem Bewusstsein verwirklicht. Er erkennt, dass wir Sein Gedanke sind.

Frage: Befinden wir uns in dieser Welt „inmitten einer klaffenden Leere“?

Antwort: Je nachdem, wie man das wahrnimmt, im Prinzip ja.

Frage: Mit welchen Werkzeugen und Grundsätzen lenkt der handelnde, höhere Verstand die Welt?

Antwort: Das Werkzeug ist sehr einfach: Licht und Verlangen. Sie sind sich einander entgegengesetzt, aber das Verlangen hat die Möglichkeit, die Absicht vom Licht zu bekommen und sich dadurch dem Licht anzugleichen. Das Verlangen kann sich dann, bis zu einer vollständigen Verschmelzung, dem Licht annähern.

Frage: Wird es zu unserer Zeit das Ende der Tage geben? Wird das ein Ereignis werden?

Antwort: Das Ende der Tage wird es dann geben, wenn ihr euch über unsere Welt erhebt. Dann werdet ihr diese Welt im spirituellen Kli ohne Zeit wahrnehmen. Dies wird als „Ende der Tage“ bezeichnet.

Frage: Warum ist das Ziel der Schöpfung verborgen, nicht greifbar und von mir nicht erwünscht? Andere irdische Ziele sind nicht verborgen.

Antwort: Das Ziel der Schöpfung ist nicht vor euch verborgen. Ihr seid es selbst, die es durch eure Eigenschaften verhüllt.

Das spirituelle Ziel ist höher als das irdische Ziel. Ihr habt dafür keine entsprechenden Sinnesorgane. Aus diesem Grund wird gesagt, dass es verborgen ist. Findet die entsprechenden, ähnlichen, gleichwertigen Eigenschaften und ihr werdet das Spirituelle wahrnehmen.

Frage: Wenn es unsere Welt nicht gibt, was bedeutet dann „Ewigkeit“ im Munde eines Kabbalisten?

Antwort: Die Ewigkeit ist die Welt der Unendlichkeit, in die wir gehen, wenn wir die Stufen aller Welten hinaufsteigen. Unsere Welt existiert nicht einmal. Dies ist der scheinbare Mittelpunkt aller Welten.

Aus dem Unterricht vom 21.04.2019

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Die Spiritualität der Frauen beginnt sich endlich zu offenbaren

Michael LaitmanFrage: Ich habe ein deutliches Wachstum in der Anzahl der Kabbala studierenden Frauen bemerkt und ehrlich gesagt: Das macht mich sehr glücklich! Geschieht das, weil ihre Verlangen zunehmen?

Antwort: Die Weisheit der Kabbala wurde jahrtausendelang vor der Menschheit verborgen, um damit der Menschheit die Möglichkeit zu lassen, ihren Egoismus zu entwickeln und schließlich den globalen Egoismus zu offenbaren – das „kleine Dorf“, in dem alle Menschen völlig miteinander verbunden sind. Solange die Kabbala verborgen war, wurde sie nur durch Männer überliefert, weil in unserer Welt der Mann die Qualität des Schenkens vertritt und die Frau – die Qualität des Empfangens.

Sobald wir jedoch das Niveau des globalen Egoismus erreichten – so wie u, das heißt, so wie unsere Seelen innerhalb des Systems der einzigen Seele von Adam verbunden sind – begann sich die Weisheit der Kabbala jedem zu offenbaren, weil es die Methode ist, unseren allgemeinen Egoismus zu korrigieren, der von den Frauen in unserer Welt repräsentiert wird.

Darum werden mehr Frauen als Männer vom Studium und der Anwendung der Kabbala angezogen. Jedoch kann das nicht ohne den männlichen Teil erfolgen, weil es gerade der männliche Teil ist, der den Einfluss des Lichts erweckt, allerdings nutzt er dazu das weibliche Verlangen und zieht folglich das Licht auf beide heran. Ähnlich wie eine Frau auf das Haus und die Kinder aufpasst, während der Mann die Mittel erwirbt, um die Wünsche der Frau zu realisieren.

 

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Beitrag der Frauen

Wenn ich alles habe, außer dem, was mir in diesem Moment als wichtig und teuer erscheint, dann habe ich nichts. Das ist das richtige Verlangen, welches Frauen haben und an welchem es Männern mangelt.

Und überhaupt, wenn das weibliche Verlangen nicht wäre, könnte der Mann nicht auf dem spirituellen Weg voranschreiten. Deshalb müssen wir die Arbeit zwischen Frau und Mann in jedem von uns durch den weiblichen und männlichen Teil der Menschheit im Allgemeinen ausgleichen.

Wir müssen uns um Frauen kümmern, die zu der Wissenschaft der Kabbala kommen – damit sie alles bekommen, was ihnen zusteht, mit dem Ziel, unsere gemeinsame Seele korrigieren zu können. Ohne sie werden wir nicht vorankommen können. Ein Mann kann ohne das Verlangen einer Frau nicht auskommen, ohne den Druck ihrerseits, ohne ihre Forderung danach, dass er das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzieht und es an sie weitergibt. Denn sie selbst ist dazu nicht in der Lage.

Gerade an das weibliche Verlangen können Männer das Licht heranziehen. Und deshalb gibt es ohne den weiblichen Teil kein Vorankommen.

Frage: Obwohl das weibliche Verlangen stärker ist, sind in der Regel überall Männer zu sehen: als Regierungschefs, Generaldirektoren usw. Die Männer regieren scheinbar die Welt. Ist das Studium der Kabbala auf eine ähnliche Art und Weise aufgebaut?

Meine Antwort: Ja, natürlich. Eine Frau muss nicht im gleichen Umfang wie ein Mann studieren – denn sie kann das Licht nicht anziehen. Auf den Mann ist das Studium, die Vereinigung in der Gruppe und die Absicht zum Anziehen des Lichts, das zur Quelle zurückführt, auferlegt. Und die Frau muss sich mehr oder weniger mit der allgemeinen Sachlage, mit dem Prozess, den die Schöpfung durchläuft, auskennen, muss jedoch nicht systematisch, täglich studieren. Für sie reichen allgemeine Materialien, Artikel, mein Blog, das Fernsehen aus.

Ihr wichtigster Beitrag besteht in der inneren Fürsorge für die Arbeit der Männer und größtmögliche Hilfe, damit sie das Licht, das zur Quelle zurückführt, anziehen können. Der Druck auf die Männer mit der Forderung nach dem Licht – das ist das, was die Frauen sicherstellen müssen. Ohne dies können die Männer kein Licht anziehen und keine Korrekturen vollbringen.

Auszug aus dem Gespräch über Frauen, 06.03.2011

 

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Rat für Einsteiger – Finde die Antworten in Dir

LaitmanZwei Fragen, die ich über die Verwirrung, die man am Anfang des spirituellen Weges spüren kann, erhielt

Frage: Wo soll ich anfangen? Ich meine damit nicht, was zu studieren oder ähnliches, sondern eher, an welchem Punkt soll ich anfangen und mit welchen Fragen?

Meine Antwort: Das ist etwas, das man in sich selbst finden muss. Gewöhnlich ist es die Frage „Warum lebe ich? Was ist der Sinn meines Lebens und der Zweck allen Leidens? Ich kann oft keinen „Sinn oder Grund zum Leben finden“ usw. Am besten fangen Sie mit meinem Buch „Leben aus der Kabbala“ an.

Frage: Ich lerne jeden Tag und manchmal überkommt mich das Gefühl von Enttäuschung, weil ich keine Ahnung habe, wie ich ausführen soll, was ich gerade lese. Manchmal verstehe ich das Gelesene etwas, und kann es auch fühlen, und ein bisschen später vergesse ich wieder alles und habe keine Ahnung, was ich eigentlich lerne, was ich denke und wie ich handeln kann. Haben Sie irgendeinen Rat für mich?

Meine Antwort: Sie werden alles Gelernte vergessen, solange Sie das Material nicht aufnehmen, zu dem Ihren machen, und spüren, dass es zu Ihnen über Sie und das, was in Ihrem Innern ist, spricht. Dies ist jedoch nur eine Phase, die vorübergeht, weil Sie vom Umgebenden Licht (Or Makif), beeinflusst werden – und dann werden Sie das, worüber die Kabbalisten sprechen, in Ihrem Innern finden. Und danach wird „die Seele des Menschen ihn lehren“. Übrigens zeigt das Gefühl, dass Sie alles schnell vergessen, dass Sie schnell verschiedene Phasen durchlaufen und Sie sollten sich darüber freuen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere Seele wird es uns lehren
Bestellen von: Leben aus der Kabbala
 
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Leben und Tod sind ein Wechsel von Empfindungen

Frage: Was passiert nach dem Tod eines physischen Körpers? Verschwindet das Bewusstsein?

Antwort: Das Bewusstsein des tierischen Körpers verschwindet, und das Bewusstsein der Seele bleibt erhalten.

Frage: Was ist, wenn der Mensch die Seele noch nicht entwickelt hat?

Antwort: Dann muss er sich wieder in den tierischen Körper kleiden.

Frage: Heißt das, dass er nichts fühlt, als wäre er eingeschlafen?

Antwort: Nicht ganz.  Da der Mensch noch nicht aus seinem Egoismus herausgetreten ist, gibt es gewisse Empfindungen, sie sind aber sehr illusorisch. Er bemerkt in dieser Welt gewisse Schwankungen. 

Frage: Wenn er in einen neuen Körper gekleidet ist, weiß er dann nicht mehr, wer er in seinem früheren Leben war? Oder gibt es eine Möglichkeit, dies zu spüren? 

Antwort: Nein. Er spürt es nicht. Wir müssen Folgendes verstehen: die Begriffe wie Tod und Leben gibt es nicht. Es geht um einen Wechsel von Empfindungen, nichts weiter. 

Frage: Was bleibt vom früheren Leben übrig und was ist im neuen Leben los?

Antwort: Nichts.

Frage: Was geschieht mit den Erfahrungen, mit den Leiden und Vergnügen, die der Mensch in seinem Leben empfunden hat?

Antwort: Sie werden zusammengefasst und gehen von einem, zum anderen Zustand über. Nichts verschwindet! Grundsätzlich ändern sich die gesammelten Erfahrungen in der nächsten Generation. Aus diesem Grund ist jede neue Generation anders. Sie ist nicht nur weiter fortgeschritten, sie hat auch eine andere Art des Denkens.

 

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 11.12.2018

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Unsere Seele wird es uns lehren

LaitmanZwei Fragen, die ich über andere Lehren erhalten habe

Frage: Lieber Rav Laitman, ich bin sehr schockiert. Ich höre mir Ihren Unterricht an und möchte wirklich gerne etwas wissen: Welches Recht haben Sie, einerseits einem Menschen sein persönliches Verstehen über Gott abzuerkennen und wie können Sie andererseits behaupten, dass alle anderen Wege nicht die richtigen sind? Es steht doch klar geschrieben: „Ein Mensch studiert, wohin sein Herz ihn führt“ – Sie sind nicht der einzige, der Kabbala unterrichtet, was bezwecken Sie also damit – wollen Sie über die Welt herrschen? Meine Mutter war rechtschaffen und hat sich immer der Gesellschaft gewidmet, doch hat sie noch nie Kabbala studiert. Drum, was ist diese Weisheit wert, wenn es letzten Endes auch ohne sie reine Menschen gibt? Und wenn es nicht dazu gedacht ist, die Welt zu verbessern, dann kann sie doch nicht gut sein!?

Meine Antwort: Ich habe das Recht, meine Meinung zu bekunden und Sie haben das Recht, nicht mit mir übereinzustimmen. Ich beschwere mich Ihnen gegenüber auch nicht. Kabbala hat ihre Behauptungen und Sie haben Ihre. Solange Sie noch nicht herausgefunden haben, worum es bei der Kabbala geht, existieren ihre Behauptungen auch nicht für Sie und sie haben völlig Recht, diese abzuweisen. Wenn in Ihnen jedoch das Bedürfnis entsteht, zu enthüllen, was es mit der Kabbala auf sich hat und wenn Sie dann entdecken, worüber sie spricht, dann werden Sie Ihre Meinung ändern. Alles zu seiner Zeit.

Frage: Ich kann ohne einen Lehrer nichts erreichen. Wo finde ich einen, wenn ich in Baltimore lebe? Und warum erhalte ich keine Antworten, Hinweise und Erklärungen von Blavatsky, Levi, Jung, Platon und Pythagoras?

Mein Antwort: Machen Sie sich auf und wenn diese Lehren Sie zufrieden stellen, werden Sie dort Antworten erhalten. Ein Mensch sollte dem folgen, was sein Herz ihm sagt und er sollte das studieren, was sein Herz erfüllt.

Verwandtes Material:
Chapter 6 from the Book: The Kabbalah Experience: Soul
Lesson: Freedom of Will
 
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