Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Pandemie-Alpträume wegträumen

Ob wach oder schlafend, die Gedanken über die Pandemie verfolgen die gesamte Menschheit wie kein anderes Ereignis im letzten Jahrhundert. Covid-19-Alpträume auf der ganzen Welt sind eines der jüngsten Studienobjekte. Untersuchungen der Harvard-Universität bestätigten, dass die Menschen weltweit bemerkenswerte Veränderungen in der Häufigkeit und Art ihrer Träume als Folge des globalen Gesundheitsnotstands erleben. Dies bestätigt weiter, dass das Virus die Menschheit als einen einzigen Körper beeinflusst, und deshalb ist es höchste Zeit, dass wir beginnen, als solche zu handeln.

Die Auswirkungen des Coronavirus sind keine isolierten Vorfälle, sondern globale Ereignisse, die die gesamte Menschheit betreffen. Laut einer Studie der Harvard Medical School bleiben die Ängste und Sorgen über die Pandemie tagsüber in den Köpfen der Menschen und während der Nacht im Schlaf gefangen. Die Studie wertete Tausende von Antworten auf eine weltweite Umfrage aus, in der ähnlich bizarre Träume von Schwärmen von Killerwanzen und anderen Viren bezogenen Bildern erzählt wurden, unabhängig von Ort und Beruf der Menschen.

Träume werden aus einer Reihe von Gedanken und Wünschen konstruiert, die der Mensch im Laufe des Tages ansammelt. Auch wenn er sich ihrer vielleicht nicht bewusst ist, bleiben sie unter der Oberfläche in seinem Unterbewusstsein. Wenn der Mensch seinen Kopf auf das Kissen legt und einschläft, hat er keine Kontrolle mehr über seine Gedanken und verborgenen Wünsche. Während des Schlafes werden sie aus dem Gedächtnis des Menschen zurückgezogen und treten in Form von Träumen auf.

Wenn unsere Emotionen, Ideen, Empfindungen und Wünsche frei von Begrenzungen, frei von der Unterdrückung durch die Außenwelt und ohne physische Grenzen sind, verbinden und integrieren sie sich zu einem Traum und vermischen Elemente und Erfahrungen, die sich oft auf unlogische und bizarre Weise manifestieren. Dieser Prozess hat zu allen möglichen Theorien und Spekulationen über ihren Ursprung und ihre Interpretation Anlass gegeben. Aber Träume sind nichts anderes als ein psychosozialer und physiologischer Prozess. Was wir sind, ist letztlich Fleisch mit einem inneren Nervensystem, das uns ständig anspricht und uns auch im Schlaf nicht zur Ruhe kommen lässt, wenn unser Gehirn nicht mehr mit voller Leistung arbeitet.

Das Träumen ist ein wichtiger Mechanismus, der es uns ermöglicht, Bilder zu verarbeiten und uns von ihnen zu befreien. Manchmal sind Träume nicht einfach, sie können uns in unangenehme Situationen, Stress und Ängste versetzen. Es ist daher ratsam, vor dem Schlafengehen etwas Beruhigendes oder sogar Lustiges zu lesen. Auch das Lesen von Psalmen kann helfen, die Gedanken in eine gute Richtung zu lenken. Auch Sex kann Stress abbauen und den Körper von Spannungen befreien, die er über den Tag angesammelt hat.
Der Stress unseres täglichen Lebens ist seit dem Ausbruch des Coronavirus zu einem weltweiten Phänomen geworden. Nach der Weisheit der Kabbala ist dieser Zeitraum eine Phase, in der die Menschheit ihr Stadium der individuellen Entwicklung abschließt und in ein höheres und neues Stadium übergeht, in dem sich alle Individuen als ein Körper verbinden, um wie eine Familie, eine Seele zu sein. Daher ist es nur natürlich, dass selbst Albträume jetzt global ähnlich sind, da die Welt selbst global und rund geworden ist.

Wir sind alle miteinander verbundener geworden, wir teilen gemeinsame Herausforderungen und Erfahrungen. Wir machen die gleiche Pandemie durch und stehen im Wachzustand vor den gleichen Krisen. Obwohl jeder über sein persönliches Leben, über seine Familie und seine Arbeit nachdenkt, sind diese individuellen Gedanken jetzt im kollektiven Bewusstsein der Welt verschmolzen. So werden unsere Erfahrungen immer ähnlicher. Diese neuen Bedingungen bieten eine bemerkenswerte Gelegenheit, unseren Alptraum in den Traum einer angenehmeren Welt und eine lebendige Realität zu verwandeln.

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