Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Für ein gutes Jahr – Setzen Sie mit Ihren Glauben auf die menschliche Verbindung

Am Vorabend eines neuen Jahres sehnt sich die Welt nach Sicherheit. Sie sucht nach einer Quelle der Geborgenheit und klammert sich an den Glauben, dass eine höhere Kraft alles für eine bessere Zukunft regeln und gestalten wird. Die Menschen brauchen etwas, woran sie sich festhalten können, einen Anker, an dem sie Halt finden, um den starken Wellen zu widerstehen, die über den Planeten und ihr persönliches Leben hereinbrechen. Dieser sichere Hafen ist die Offenbarung einer starken Kraft. Sie ist es, die die Harmonie wieder herstellt und wir erreichen sie in der Verbindung zwischen uns.

Wenn ein Jahr zu Ende geht, wird ein neuer Anfang erwartet. Die Menschen blicken mit Spannung auf das kommende und hoffen, dass die Traurigkeit und Schläge des vergangenen Jahres weggespült werden und endlich die Sonne am Horizont aufgeht. Unser Blick in die Zukunft hängt davon ab, wie gut wir verstehen was mit uns geschieht und wie wir das Vergangene annehmen und verarbeiten und was wir aus dem machen, was vor uns liegt. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Augen zu öffnen und nach vorne zu schauen, im festen Glauben, dass alles für einen guten Zweck geschieht.

Die Kraft des Glaubens ist eine gewaltige Kraft. Tatsächlich lässt sie sich in zwei Arten des Umgangs mit der Welt um uns herum unterteilen: Erstens suchen die Menschen nach den Kräften hinter den unbelebten Elementen der Natur wie Bäumen, Bergen, dem Himmel, dem Mond, der Sonne, der höheren Kraft – etwas, das sie nicht wirklich kennen oder verstehen, aber eine bestimmte Vorstellung davon haben, das ihnen überlegen ist. Diese Art von Glaube liegt in der Größe des Unbekannten. Eine weitere Form des Glaubens ist die, bei der die höhere Kraft nicht wahrgenommen wird; es gibt nur ein Gefühl der Furcht und Angst vor Dingen, die wir nicht verstehen oder steuern können.

In Wahrheit bewerten wir, ob etwas gut oder schlecht, richtig oder falsch ist, nach unserem Egoismus. Unser Wunsch möchte nur für sich selbst empfangen und nimmt keine Rücksicht darauf, was es anderen nützt. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, wir sind Teil eines ganzen und perfekten Systems der Natur.

Aber die Gewissheit über die Ganzheit und Vollkommenheit der Wirklichkeit kommt nicht plötzlich, sie entwickelt sich in einem stetigen Prozess. Der Glaube umfasst viele Stufen. Er beginnt als Ungewissheit über etwas Größeres, die höhere Kraft, die wir nicht erfassen können, bis wir eine Beziehung zu ihr entwickeln. Durch diese Verbindung werden besondere Unterscheidungen erlangt. Wir beginnen, alles, was in der Realität geschieht, als mit der höheren Kraft verbunden zu betrachten, die als gut und Gutes tuend wahrgenommen wird. Dann schaffen wir Ganzheit und Vollkommenheit in allen Situationen in jedem Bereich des Lebens zu sehen.

Durch die Pandemie und all die globalen Probleme erreichten wir eine neue Stufe in unserer Entwicklung. Sie führt uns zu einer neuen Stufe unseres Lebens, einer neuen Weltsicht der Menschheit als eine Familie. All diese Probleme treiben uns voran und lassen uns entdecken, dass die höhere Kraft eine ist und für alle existiert. Die Menschheit entdeckt die Macht der Liebe, die sich in der Verbindung zwischen uns offenbart. Und wenn wir all unsere Trennungen überwinden und bereit sind, uns über unseren individuellen Egoismus zu verbinden, verbessern wir das Schicksal aller.

Wenn wir glauben, dass wir uns in einer guten Welt befinden und uns auf die Eigenschaften des Gebens einlassen, empfinden wir unsere Realität positiv. Es liegt nur daran wie wir uns ihr gegenüber verhalten. Wenn wir verstehen, was die höhere Kraft mit uns macht, dann können wir sie, in demselben Maße, fühlen und lieben. Hoffentlich entdecken wir in diesem neuen Jahr, wie unsere Realität in ihrer gesamten Vollkommenheit funktioniert.

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