Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Dem Lehrer zu glauben ist eine Freude

Es kommen solche Zustände, wenn der Schüler denkt er sei klüger als der Lehrer, dass er etwas weiß was der Lehrer nicht weiß, dass er eine eigene Meinung von der spirituellen Arbeit haben kann.

Er vergisst dabei, dass „die Fehler von Weisen konstruktiv, die Schlüsse von den Jüngeren aber, zerstörend“ sind. Dem Schüler scheint es, dass er aus rationalem Gesichtspunkt Recht hat und der Lehrer viele Fehler macht, oder vielleicht einfach nicht genügend informiert ist.

Aber das Spirituelle unterscheidet sich vom materiellen und der Mensch, der im Spirituellen ist kann sich nicht irren.

Auch wenn es dir heute so erscheint, dass der Lehrer sich irrt, in der Perspektive ist es nicht so. Das Kind mag denken, dass der Schneider den Stoff verdirbt, wenn er ihn in kleine Teile schneidet, wer aber versteht, dass daraus Kleidung entstehen kann, denkt: „Was kann man mit diesem Kind machen?“.

Der Mensch der Fortschritte machen will muss mit dem Glauben über dem Verstand gehen, obwohl er die Fehler in der Handlungen des Höheren sieht.

Denn die ganze Natur ist in Stufen unterteilt und der, der sich auf der höheren Stufe befindet hat sicherlich Recht. Und die Fehler des Lehrers sind in der Tat deine Fehler!

Deshalb brauchen wir den Glauben. Der Glauben bedeutet, dass ich nicht mit meinem Verstand arbeite, sondern mit dem Verstand vom Höheren. Ich annulliere mich vor ihm und empfange mit Freude was zu mir kommt. Vielleicht scheint es mir auf meiner Stufe falsch zu sein, aber wenn ich mich auf eine höhere Stufe erhebe, enthülle ich dass dies die Wahrheit ist.

Alles hängt davon ab, ob der Mensch bereit ist, das anzunehmen. Manche werden dadurch stärker, weil sie verstehen, dass dies ein gutes Zeichen ist und man muss der Höheren Lenkung zustimmen. Andere können ihren Egoismus nicht beherrschen und entfernen sich vom Ziel. So steht es geschrieben: „Dort wo der Rechtschaffene fortschreitet, geht der Sünder zurück“.

Es ist unmöglich auf eine höhere Stufe aufzusteigen, wenn du sie nicht mit dem Glauben über dem Verstand annimmst, bezüglich des Lehrers und der Gruppe. Ich nehme alles an, was sie haben, indem ich mich annulliere – das nennt sich „Chafetz Chessed“, wenn man nichts für sich will – das ist die erste Korrektur. Von der unteren bis zu der höheren Stufe muss du immer fortschreiten, indem du die Stufe „Chafetz Chessed“ bezüglich der höheren Stufe erlangst. Das nennt sich, mit dem Glauben über dem Verstand fortschreiten.

Ein Merkmal des Glaubens ist die Freude! Du bist mit deinem Schicksal zufrieden und willst nur dem Lehrer, dem Schöpfer und der Gruppe zustimmen, mehr nicht! Du freust dich, weil du mit ihnen einverstanden bist, das heißt, du hast eine Korrektur erreicht und kannst auf eine höhere Stufe übergehen. Dein Egoismus hat sich beruhigt, und jetzt muss du zusätzliche Hindernisse bekommen, um indem du sie korrigierst, das Licht Chochma darin zu empfangen und das ist schon viel schwieriger. Jetzt muss du beginnen zu geben, nicht einfach dem Lehrer und der Gruppe zustimmen, sondern mit ihrem Verlangen, statt mit dem eigenen zu arbeiten. Dein Verlangen muss ihrem Verlangen dienen und das widerspricht immer deinem eigenen! Wir müssen jetzt einige innere Umwandlungen in deinem Egoismus durchmachen! Deshalb, wie das Ausmaß des Glaubens an den Lehrer, die Höhe der Stufe des Schülers bezeichnet.

Aus einem Unterricht über einen Schamati Artikel, 26.11.2010

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