Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ein Kind fragt: Warum brauchen wir den Egoismus?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum gab uns der Schöpfer den Egoismus, wenn wir uns vereinen und ihn früher oder später los werden müssen?

Meine Antwort: Die Menschen lernen etwas über die Welt, indem sie Gegensätze miteinander vergleichen, wie heiß und kalt, schwarz und weiß und so weiter. Wir empfinden die eine Sache auf dem Hintergrund einer anderen. Wenn alles nur weiß oder schwarz wäre, würden wir überhaupt nichts wahrnehmen. Wir brauchen immer einen Kontrast, wie den Unterschied zwischen den Farben, den Empfindungen und Orten. Das, was wir tatsächlich spüren, ist die Kluft zwischen den Dingen und nicht die Dinge selbst.

Der Schöpfer ist die reine Eigenschaft des Gebens. Doch ich kann diese Eigenschaft nicht spüren, es sei denn, ich befinde mich im Gegensatz dazu. Dann werde ich zwei „Bewohner“ haben, die in mir leben: ein Monster mit dem Namen der Böse Trieb und im Gegensatz dazu – den wundervollen Schöpfer, den Guten Trieb. Der innere Gegensatz zwischen beiden wird es mir ermöglichen, beide voneinander zu unterscheiden.

Bevor ich den bösen Trieb in mir entdecke, kann ich von dieser Welt nur eine winzige Empfindung oder Wahrnehmung haben, die kleinstmögliche Empfindung. Doch wenn ich diesen Trieb enthülle, kann ich ebenfalls den Schöpfer enthüllen, der im Gegensatz zu meinem Egoismus steht.

Deshalb brauchen wir den Egoismus als unseren „Helfer“ von der entgegengesetzten Seite. Weil er sich im Gegensatz zum Schöpfer befindet, hilft er uns, Ihn zu erreichen und wahrzunehmen.

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