Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Verlangen, das die Wüste erblühen lässt

Frage: Ende Februar fahren wir erneut in die Arava-Wüste. Wie können wir dabei das, was wir beim ersten Mal erreicht haben, nicht verwischen lassen?

Meine Antwort: Dieser Durchgang unterscheidet sich vom letzten. Ihr werdet sehen, dass sich beim ersten Mal alles plötzlich ereignet hat, mit einer kindlichen, unbefangenen Naivität. Damals haben wir einen Erfolg erzielt, doch diesmal ist der Erfolg nur nach vielen Problemen, großen Überlegungen und Zweifeln möglich.

Denn das Verlangen wird mit jedem Mal größer und schlauer, leistet einen immer größeren Widerstand. Wie hoch du auch aufsteigen magst, dein böser Trieb erhebt sich über dich. Aus diesem Grund können wir das, was war, nicht wiederholen.

Das Wichtigste ist, uns damit zu beschäftigen, uns vorzubereiten, zu begreifen, dass wir uns verbinden müssen, dass es keinen anderen Ausweg gibt, dass es sich anderenfalls noch nicht einmal lohnt, damit anzufangen. Es macht keinen Sinn, in die Wüste zu fahren, wenn wir kein wahres Verlangen mitnehmen. Und ein wahres Verlangen entsteht in einem zerbrochenen Herzen.

In der Wüste gewinnt und rettet sich derjenige, der sich wirklich an dem Weg festhält. Einerseits fühlt er sich innerlich leer, andererseits hat er das Fadenende. Und dieses Fadenende ist die Verbindung mit Freunden. Denn letztendlich verlassen wir nicht die Wüste – sie verwandelt sich von allein in das Land Israel, fließt wie Milch und Honig. Die gesamte spirituelle Fülle erhalten wir „an Ort und Stelle“, wenn wir uns verbinden. Dann verwandelt sich die Wüste, die zwischen uns liegt, in das gelobte Land, in die Absicht, die zum Schöpfer gerichtet ist. Und dort werden wir Ihn enthüllen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Vorwort zum Buch Sohar, 03.02.2012

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