Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Spirituelle Sorgen schließen materielle nicht aus

Frage: Wie kann man einem Freund helfen, der nicht arbeiten will und dessen Familie deswegen leidet?

Antwort: Wir dürfen solche Menschen nicht innerhalb der Gruppe haben. Sie sollen dem Rabash nacheifern, der lebenslang arbeitete. Er wurde erst dann entlassen, als Baal HaSulam starb, und arbeitete davor ständig, wo immer es möglich war: als ungelernter Arbeiter beim Straßenbau, als Betonarbeiter, auf dem Bau usw.. er schonte sich nicht, sondern tat alles, um seine Familie zu ernähren.

Der Mensch ist verpflichtet, eine Familie zu gründen, zu heiraten und Kinder zu haben. Er soll sie zusammen mit seiner Ehefrau absichern, wobei er selbst die größte Verantwortung trägt. Baal HaSulam und Rabash nahmen als Schüler keine unverheirateten Männer auf. Sie forderten, dass der Mensch materiell war und seinen Platz im materiellen Leben hatte.

Obwohl wir heute an unsere Schülern keine solchen Forderungen stellen, um die Menschen nicht vor den Kopf zu stoßen, muss man dennoch danach streben. Wir müssen Familien gründen, Kinder gebären, arbeiten und uns außerdem mit dem Studium und der eigenen Entwicklung beschäftigen. Dabei muss man auch alle materiellen Pflichten erfüllen.

Diese Aufgabe ist zwar keine notwendige Bedingung für den Eintritt in die Gruppe, doch der Mensch, der sich schon in ihr befindet, muss sich mit der Familie beschäftigen und darf seine Pflichten nicht vernachlässigen.

Ich verstehe:  wenn der Kopf sich um das Spirituelle sorgt, dann arbeiten die Hände nicht, die Beine gehen nicht, der Mensch ist quasi von der Welt abgeschaltet. Ich verstehe euch sehr gut, ich habe all diese Zustände ein selbst durchlebt,

Sogar nach meinem Umzug zu Rabash sprach ich über meine Ersparnisse, die mir erlaubt hätten, eine bestimmte Zeit lang nicht zu arbeiten; aber er antwortete: „Niemand sagt, dass du viel verdienen sollst. Du bist jedoch verpflichtet, täglich 4-5 Stunden zu arbeiten“. Ich habe ihn vier Stunden am Tag gepflegt, vier Stunden gearbeitet, dreieinhalb Stunden hab ich abends und drei Stunden nachts studiert. Somit hatte ich täglich Arbeit und Studium. Er ließ es keinesfalls zu, dass ich die Arbeit aufgab. [119713]

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Gruppe und Verbreitung“, 20/10/13

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