Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Fotos im Herzen Teil 1 (12)

 

                                      Die Schüler von Baal HaSulam

Frage: Wie hat sich Rav gegenüber den Schülern von Baal HaSulam verhalten? Und umgekehrt, wie haben sich die Schüler gegenüber Rabash als Rav verhalten?

Ehrlich gesagt, existiert in der kabbalistischen Umgebung immer das Problem, welches absichtlich von oben geschickt wird. Nach dem der Rav gestorben ist, zerstreuen sich normalerweise seine Schüler. So war es auch mit den Schülern vom Ari. Und wie uns bekannt wurde auch noch in manchen anderen Gruppen. Bis ein Chassidut gebildet wurde. Aber auch da erfolgte eine Teilung in mehrere Gruppen.

So wurden auch die Schüler von Baal HaSulam zerstreut. Sechs von ihnen besaßen die spirituelle Offenbarung, konnten aber dennoch nicht zusammenhalten. Jeder von ihnen hat sich von den anderen getrennt und Rav blieb auch allein. Es gab noch ein paar Schüler, die er unterrichtete in seiner Gruppe aus der Anwesenheit von Baal HaSulam. Natürlich blieben diese Schüler bei ihm.

Als ich zu Rav kam, ungefähr im Jahre 1979, hat er den Ilel Gelbstein als Lehrer für mich ausgesucht. Das war sein Schüler seit den Zeiten von Baal HaSulam. In seiner Gruppe befand sich auch Menachem Eidelschein. Es kam so, dass sie manche Unterrichte von Baal HaSulam besuchten, grundsätzlich aber bei Rabash studierten.

Frage: Wie haben sie sich gegenüber Rabash im Vergleich zu Baal HaSulam verhalten?

Ich habe sie in dieser Zeit nicht erlebt. Sie haben sich voll vor ihm annulliert. Das heißt, dass alles, was er geschrieben hat, hat bei ihnen keinen Zweifel hervorgerufen, keinen Streit. Sie strebten nur dazu, so gut wie möglich das Geschriebene zu verstehen, zu realisieren und voll und ganz damit zu verschmelzen.

Und gegenüber Rav haben sie sich so verhalten, dass ich das nicht verstanden habe. Von Außen hat man keine Ehre oder Zittern gespürt. Ich bin mir sicher, dass es innerlich so war. Aber damals, in meinen ersten Jahren, konnte ich das nicht erkennen. Später stand ich Rav so nah, dass ich keine Aufmerksamkeit mehr dem Äußeren schenkte.

Man muss verstehen, dass ich in den ersten sechs Monaten bei Ilel Gelbstein und dann, nach zwei Monaten, habe ich die Unterrichte von Rabash gehört. Er hat mich zu seinem Unterricht eingeladen, obwohl ich nicht daran gedacht hatte bei ihm zu studieren. Weil Ilel die ganze Wissenschaft der Kabbala wunderbar unterrichtete. Wahrscheinlich hat Rabash in mir etwas gesehen, das er mehr entflammen konnte. Deswegen zog er mich an sich heran. Ich habe angefangen bei ihm zu studieren, zu ihm um 3 Uhr nachts zu kommen (aus Rechowot, wo ich damals lebte).

Ungefähr zwei Monaten danach hatte er die Probleme mit dem Ohr. Ich fuhr ihn zum Arzt und der Arzt hat uns sofort ins Krankenhaus verwiesen. Das geschah zufällig, nach dem Morgen Unterricht. Der Älteste von Beit Knesset hat mich gefragt, ob ich  Rav zum Arzt fahren könne und ich bin gefahren. Der Arzt sagte, dass etwas mit dem Ohr nicht in Ordnung sei und hat uns ins Krankenhaus geschickt. Da sind wir sofort hospitalisiert worden (ein Tag vor Schawuot).

Wir haben gefragt: “Können wir vielleicht in zwei Tagen wieder kommen, nach dem Schawuot? Weil zu diesem Fest viele Menschen kommen“. Die Ärzte haben uns diese Möglichkeit genommen. Deswegen war ich gezwungen mit ihm ins Krankenhaus zu gehen. Ihm wurde ein Zimmer zugewiesen und ich musste bei ihm bleiben. Ich war den ganzen Monat lang mit Rav. Genau dieser Monat hat die besondere Nähe zwischen uns erschaffen…

Nach dem Tod von Rabash mussten alle seine Schüler Beit Knesset verlassen. Er gehört der Familie und der Chassidim, die in der Nähe wohnten, sie kamen dorthin um zu beten. Alle Schüler haben im laufe der Jahre bei anderen Menschen „Zuflucht“ gefunden. Einige hier und andere dort. Die Mehrheit hat sich dem Abraham Gottlieb angeschlossen. Er war einer der Schüler, die mit ihnen bis zu heutigem Tag studieren. Mir ist auch bekannt, dass Abraham Sinai auch eine Gruppe gründete, die er die Gruppe „Sulam“ nannte. Ich glaube, er unterrichtet auch, obwohl er erst im letzte Jahr vor dem Tod von Rabash, zu ihm kam. Vor allem hat er nicht bei Rabash studiert, sondern separat als Anfänger (wie ich damals bei Ilel Gelbstein). Währenddessen ist Rabash gestorben und er hat von ihm nichts übernehmen können.

Es könnte sein, dass noch einige Gruppen existieren. Ich kenne sie aber nicht, weil ich in meine Sachen vertieft bin. Ehrlich gesagt, würde ich mich sehr freuen, wenn mehr und mehr Schüler neue Lerngruppen aufmachen würden, die, die Wissenschaft der Kabbala für die Massen offenbarten. Weil Baal HaSulam darüber so viel nachgedacht hat?! Wir hoffen, dass im Endeffekt dies alles geschieht. Wir haben aber kein Kontakt miteinander.

Kabbala Akademie

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