Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Leichte Feder mit dem Gewicht von hundert Tonnen

Frage: Welche Anstrengungen genau dienen als Mittel zum spirituellen Vorankommen, und kann ich einem Freund bei diesen Anstrengungen helfen oder beraube ich ihn auf diese Weise seiner Arbeit?

Meine Antwort: Anstrengungen sind das, was über dem Menschenmöglichen liegt. Ich kann nicht dem Anderen helfen und die Arbeit für ihn erledigen, doch ich kann ihm ein Beispiel geben, damit es ihm leichter fällt, seine eigenen Anstrengungen zu unternehmen.

Auf diese Weise beraube ich ihn nicht seiner Arbeit, sondern helfe ihm im Gegenteil dabei. Je mehr wir durch das eigene Beispiel einander helfen, damit es dem Freund leicht fällt, die schwerste Anstrengung zu unternehmen, desto effektiver werden wir vorankommen.

Dadurch tauschen wir materielle Anstrengungen gegen spirituelle! Die materielle Arbeit erscheint unwahrscheinlich schwer, die spirituelle Arbeit ist dagegen sehr leicht, denn du fügst die Kraft der Gruppe hinzu. Du sollst also eine Last mit dem Gewicht von hundert Tonnen von einer Stelle zur anderen verschieben – und du verschiebst sie, denn dir zur Hilfe kommen eine Million Menschen, die sie mit dir zusammen schieben.

Du musst nicht das Gewicht dieser Last von hundert Tonnen, die vor dir liegt, spüren. Diese hundert Tonnen schwere Last brauchst du nur, um durch sie die Verbindung mit einer Million Menschen zu erreichen.

Deshalb braucht niemand unsere sinnlosen Leiden. Von uns wird nur verlangt, zu begreifen, warum wir leiden. Wenn du an irgendeiner Stelle Schwierigkeiten, Leiden, Abstoßung, Bitterkeit empfindest, dann bedeutet es, dass du nicht richtig arbeitest. Wie geschrieben steht: „Nicht, dass du mich hättest gerufen, Jakob“. Wenn du diese Last, die dir vom Schöpfer gegeben wurde, mit viel Mühe und schweißgebadet trägst, dann sind deine Anstrengungen nicht richtig und diese Last gehört nicht dem Schöpfer, sondern jemand anderem.

Der ganze Genuss bei der Arbeit kommt davon, für wen wir arbeiten.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 15.06.2012

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