Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Bewässere das Feld, welches sich nach Regen sehnt

Frage: Wie soll heute, angesichts des Kongresses in der Wüste und der Massenverbreitung weltweit, die richtige Bitte von uns an den Höheren aussehen, damit sie erhört wird?

Meine Antwort: Auf dem Kongress in der Wüste müssen wir die erste Stufe unserer Verbindung wahrnehmen und in deren Innerem das Streben nach dem Geben an den Schöpfer enthüllen, damit dieses Geben an Ihn uns vor Augen führt, dass wir nur innerhalb der Verbindung einen stärkeren Einfluss auf Ihn ausüben können.

Noch sind es für uns Dinge, die nichts miteinander zu tun haben: die Notwendigkeit der Verbindung mit den Freunden und die Möglichkeit, dadurch die Verbindung mit dem Schöpfer zu erlangen. Wir nehmen die Verbindung mit den Freunden als eine geschriebene Wahrheit, als eine Belehrung für brave Kinder wahr. Sich aber mit dem Schöpfer zu verbinden ist eine andere Sache – dazu ist jeder bereit.

Wir verbinden jedoch diese beiden Bedingungen nicht miteinander: das eine ist das Gefäß und das andere das Licht, welches es erfüllt. Das Gefäß ist die Verbindung zwischen uns, und das sich darin enthüllende Licht ist der Schöpfer. Wollen wir hoffen, dass sich uns dort enthüllt, wie eng diese Bedingungen miteinander verbunden sind.

Das wird bereits eine Spur in uns hinterlassen, die uns erlauben wird, auf eine richtige Art und Weise weiter zu machen. Denn unsere Arbeit bleibt unvollendet. Wir strengen uns an, unsere Anstrengungen beschränken sich jedoch auf einen Teil des Ganzen: auf die Hälfte oder auf ein Viertel. Doch die Anstrengungen in vollem Maße, wenn auch nur in Bezug auf ein Gramm, gelten mehr als die Anstrengungen in Bezug auf ein einen Teil von Kilogrammen oder Tonnen.

Denn wenn es keine vollen zehn Sefirot gibt, dann arbeitest und schreist du zwar, aber nicht an der richtigen Stelle! Wie der Regen, der sich in einer toten Wüste umsonst ergießt. Was hat man davon, wenn es in Strömen gießt, das Wasser aber durch den Sand sickert? Hätten sich aber nur 10% von diesem Regen hier, auf dein Feld ergossen, hätte er dir Nahrung und Leben schenken können!

Das Gleiche geschieht mit uns. Wir schreien zum Schöpfer, jedoch nicht durch die Verbindung zwischen uns – und darum werden all diese Schreie nicht erhört. Wir wären längst in der Welt der Unendlichkeit bei solchen Schreien und Verlangen – das Problem besteht nur darin, auf eine richtige Art und Weise zu schreien. Wir müssen uns sehr fein einstellen, dann wird dieser Schrei erhört.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot, 09.02.2012

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