Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Spirituelle Handlungen im alltäglichen Leben

Frage: Ich studiere mehr als fünf Jahre lang Kabbala und fühle, dass sich mein ganzes Leben in der Gruppe befindet. Im Laufe der letzten fünf Monate fällt es mir schwer, mit den Freunden vereinigt zu werden. Ich habe sogar im Materiellen alle Verlangen verloren, kann nichts realisieren. Wenn ich nicht physisch unter den Freunden bin, dann kann ich mich in meinem alltäglichen Leben nicht von der Stelle rühren.

Antwort: Du fühlst nicht, dass dein ganzes alltägliches Leben, auch außerhalb der Gruppe, zu deinem spirituellen Weg gehört.

Angenommen du arbeitest in einem Unternehmen, dann musst du verstehen, dass diese Arbeit – deine spirituelle Arbeit ist. Wenn du während der Arbeitszeit im Büro oder im Unternehmen gedanklich die Notwendigkeit des spirituellen Aufstiegs hervorhebst, dann führst du durch alle deine Bewegungen und Handlungen die persönliche spirituelle Energie durch. In dieser Welt  muss man so handeln, damit sie korrigiert wird.

Um miteinander durch unsere spirituellen Kräfte zu kommunizieren, ist unsere ganze Arbeit  in dieser Welt  vorbestimmt. Wenn du nach dem Unterricht zur Arbeit fährst und dort unter hundert fremden Menschen, die von der Spiritualität  fern sind, arbeitest, du jedoch dorthin mit der spirituellen Füllung kommst, dann führst du durch deine Arbeit, wie ein Geheimagent, die spirituelle Politik durch, damit deine Kollegen und durch sie – die ganze Welt, das Höhere empfindet.

Das ist unsere Arbeit auf dem spirituellen unbelebten Niveau. Wir sind auf diese Weise untereinander verbunden und erheben die ganze Welt, das ist für uns notwendig! Unsere Welt ist  so geschaffen, wir, jeder von uns  Kabbalisten,  soll darin arbeiten und ist deshalb verpflichtet, der äußeren Arbeit nachzugehen

Versucht mit dieser Absicht zu arbeiten. Ihr werdet erkennen, wie ihr auf der Arbeit vorankommen werdet, wie sich eure Arbeitskollegen anders verhalten werden und welche Erfolge ihr im Spirituellen haben werdet.

Ihr sollt eure spirituellen Handlungen und die Arbeit richtig kombinieren. Es ist nicht einfach, aber dafür erfolgt die Korrektur. Diese Handlungen sind das Wichtigste, was der Mensch in unserer Welt tun kann und nicht in den Wolken schweben, wenn er das Buch Sohar ließt. Das Lesen ist keine Korrektur.

Wir sind absichtlich so geschaffen, um uns täglich 10-12 Stunden mit dem Haushalt und der Arbeit zu beschäftigen. Heute urteilen viele so: „Zu heiraten,  Kinder zu bekommen – wozu?! Ich werde mit der Mutter leben, sie wird für mich kochen, und ich werde philosophieren.“ Das wollen die modernen Männer.

Man soll heiraten, gebären, arbeiten, lernen und darin die Realisierung des spirituellen Potentials erkennen, damit das Materielle zum Spirituellen wird! Damit du innerlich in der Gruppe, bei der Arbeit, im Studium, im Seminar, mit der Frau und mit den Kindern – an die höhere Energie angeschlossen wirst und dies nach unten zu allen Übrigen durchführst: zur Familie, zur Arbeit, zur ganzen Welt, egal wo du bist. [129314]

Auszug aus dem russischen Unterricht, 07/02/14

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