Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

In einer interessanten Position

Wir befinden uns innerhalb sehr interessanter Beziehungen mit dem Schöpfer. Wenn der Mensch mit Ihm seine egoistischen Hoffnungen verbindet, wie es alle Menschen in dieser Welt tun, dann ist alles in Ordnung und alle glauben an den barmherzigen Gott, Der sich um sie sorgt. Und obwohl die Menschen leiden, finden sie immer eine Rechtfertigung für ihre Leiden. Wir sehen, dass es leicht ist, den einfachen Glauben zu praktizieren. Milliarden von Menschen glauben fest an die Existenz der höheren Kraft und sind bereit, für ihren Glauben zu kämpfen, sogar ihr Leben dafür aufzuopfern.

Es ist deshalb so einfach zu glauben, weil es von unserer Selbstsucht gerechtfertigt wird. Der Mensch verherrlicht den Schöpfer und strengt sich an, die religiösen Traditionen zu erfüllen. Wir sind dagegen überhaupt nicht fähig, an den Schöpfer zu denken, wir bezweifeln Seine Existenz, Seine Güte, wir empfinden nicht, dass alles von Ihm kommt. Das ist deshalb so schwierig, weil das nicht aus der Selbstsucht, sondern aus dem Punkt im Herzen kommt – und zwar in der entgegengesetzten Form im Vergleich zu der allgemeingültigen Beziehung zum Schöpfer.

Damit unsere Beziehung zum Schöpfer nicht auf der Selbstsucht, sondern auf der anderen Grundlage basiert, ist uns die Umgebung gegeben. Mit ihrer Hilfe können wir uns tatsächlich mit dem Schöpfer in dem Maß verbinden, in welchem die Umgebung uns Seine Wichtigkeit einflößen wird. Je wichtiger die Umgebung in unseren Augen sein wird, umso größeren Wert wird der Mensch auf alles in dieser Gesellschaft legen, einschließlich auf die Wichtigkeit des Schöpfers.

Wenn er die Umgebung mit dem Punkt im Herzen verbindet, dann wird der Schöpfer darin, innerhalb der Gruppe offenbart, und in den Menschen, in seinen Punkt im Herzen allmählich eingehen. Wir sollen gerade das von der Gruppe fordern. Anderenfalls gibt es nicht die geringste Chance, den Schöpfer zu offenbaren – nur indem man die Umgebung mit dem Punkt im Herzen verbindet, damit innerhalb ihrer Vereinigung zu einem Ganzen der Schöpfer offenbart wird.

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 23.04.2013

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