Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Leiden ist eine Prüfung der Liebe

Wir lieben den Schöpfer wie die Quelle, aus der wir den Genuss bekommen. Es ist klar, dass diese Liebe eigennützig und egoistisch ist. Wenn er im Gegenteil uns leiden lassen würde, dann hätten wir Ihm gegenüber nur den Hass verspürt.

Aber der Mensch, der die spirituelle Arbeit vollbringt und deshalb als „Arbeiter des Schöpfers“ genannt wird, bezieht die Leiden auf die eigene Selbstsucht und bemüht sich zum Schöpfer mit der Liebe zu verhalten. Das heißt, er teilt sich innerlich in zwei Teile: in den empfangenden und in den gebenden Teil. Im empfangenden Teil empfindet er die Leiden, aber er will sich darüber erheben. Dann wird seine Empfindung der Leiden nur in Form einer Prüfung wahrgenommen, die ihm bestätigen kann, dass seine Liebe alle Verbrechen abdeckt. Er kann sich also über alle Zustände, die ihm Leiden bereiten erheben.

Folglich kann er verstehen, erkennen und sich darin überzeugen, dass seine Beziehung zum Schöpfer keinesfalls von seiner Selbstsucht abhängt. Anderenfalls hat der Mensch keine Möglichkeit und kein Kriterium für die Prüfung.

Deshalb basieren die Wechselbeziehungen mit dem Schöpfer darauf, dass der Mensch sein Verlangen einschränkt, und Zwecks des Gebens empfängt, was für seine ursprüngliche Selbstsucht schlechter als Tod wahrgenommen wird. Nur dann kann er überzeugt sein, dass seine Liebe zum Schöpfer vollkommen ist und von keinerlei Bedingung abhängt.

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht 12.08.2012

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