Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ersatz für das Geld

Frage: Die Zeitungen schreiben, dass der Terrorist, der das schreckliche Verbrechen in Norwegen begangen hat, eine Leidenschaft für brutale Computerspiele und Sendungen über Serienmörder hatte. Warum versteht man in der Welt solche einfachen, trivialen Sachen nicht: die modernen Medien erschaffen selbst diese Mörder und setzen in ihre Köpfe psychopatische Gedanken . Das ist doch offenkundig….

Meine Antwort: Die Welt wird von denjenigen regiert, die es verstehen, Geld zu verdienen. Dieselben Menschen herrschen über Gerichte, Bildungs- und Erziehungssysteme, Regierungen. Da sie Geld verdienen, wollen sie dem Treiben kein Ende setzen. Es lohnt sich für sie, die Gelbe Presse und Sensationen zu produzieren, welche den Menschen nur durcheinanderbringen. Es lohnt sich für sie, über Terroristen zu schreiben und die Terroropfer abzuhören, um an ihnen zu verdienen. Es lohnt sich für sie, möglichst viele Waffen zu produzieren und zu verkaufen, weswegen sie weltweit Kriegsherde und Spannungen aufrechterhalten. Es lohnt sich für sie, die Sonderübertragungen über Tragödien und Katastrophen auszustrahlen.

Nichts kümmert sie – jeder will nur auf seine Weise verdienen. Der eine stellt Waffen her und verkauft sie, der andere organisiert das Abhören und Sammeln von Materialien, um Informationen jeglicher Art zu verkaufen, selbst wenn sie schockierend und für das breite Publikum nicht geeignet sind.

Hinter allen derartigen Dingen steht Profit, reiner Profit von jemandem. Die Menschen, die diese Profite bekommen, regieren die Massenmedien, die Regierungen, das Business – und als Ergebnis sieht unsere Welt so aus, wie sie aussieht.

Denn in ihr gibt es eine riesige Anzahl an Menschen, deren Gedanken ausschließlich um das Geld kreisen. Alles andere fühlen sie nicht. Hier geht es nicht um Zynismus – ein Zyniker ist sich über das Vorhandensein von etwas Größerem bewusst, verachtet es jedoch. Und derjenige, der Profit macht, verachtet nichts – er ist einfach nicht informiert, sein Wahrnehmungsspektrum ist sehr eng, er ist voll und ganz von einer Sache eingenommen, etwas anderes existiert für ihn nicht.

Und darum sind diese Menschen sehr stark. Denn im Grunde genommen haben sie nur ein Verlangen. Wenn eine Einwirkung seitens der Regierung notwendig ist, um an die Gewinne heranzukommen, dann dringen sie in die Regierung ein. Wenn die Armee notwendig ist, dann dringen sie dort ein. Wenn die Polizei notwendig ist, dann dringen sie in die Polizei ein. Und wenn sie eine zentrale Zeitung brauchen, die für sie immer das schreiben soll, was sie brauchen, dann kaufen sie sich diese Zeitung. Hinter den Kulissen gehört ihnen alles.

Also, diese Menschen brauchen eine Umgebung, wie sie heute existiert, mit allen ihr zugeflüsterten Genüssen. Genau diese Menschen formen die öffentliche

Meinung, wobei sie sie in Richtung Brutalität, Drogen, Prostitution, Terror usw. lenken. Es ist nicht so, dass die Regierungen sie nicht unter Kontrolle bringen würden – sie handeln einfach zusammen.

Es geht ums Geld, und Geld ist Macht. Wir werden sehen, wie sehr dessen Schwäche jetzt zum Vorschein kommt. Aber was wird das Geld ersetzen können? Für den Einsatz und den Erfolg des Menschen ist eine Währung, ein Wertgegenstand, eine Maßeinheit nötig.

Was wirst du den Menschen als Ersatz für „hartes Geld“ geben, womit sie alles messen?! Es ist das Äquivalent und Kriterium für jegliche Anstrengungen.

Also werden wir eine „spirituelle Währung“ brauchen, eine Maßeinheit des Gebens, eine Maßeinheit der Nähe zum Schöpfer. Mit ihr werden wir unseren Einsatz und unseren Gewinn messen. Und alles Materielle wird sich auf das Notwendigste reduzieren.

Um dazu überzugehen, muss sich die Welt umdrehen. Für diejenigen, die heute das Ruder führen und an der Spitze der Gesellschaft stehen, stellt das Herstellen von Waren zwecks eines Profits das Hauptziel dar. Sie werden von ihrem Olymp fallen müssen – oder sie korrigieren sich und nehmen die neue Währung als Zahlungsmittel an.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 25.07.2011

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