Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ein unzertrennliches Paar – das Licht und der Wunsch

Der Schöpfer hat etwas ganz Neues erschaffen, „aus dem Nichts“ (jesch mi-ain), d.h. den „Wunsch“. Folglich wissen wir nicht genau, was das ist, ob es die Empfindung irgendwelchen Mangels, oder das Bedürfnis ist? Und da der Schöpfer diesen Wunsch geschaffen hat, so ist er offensichtlich ein Bedürfnis, Ihn zu empfinden.

Und Seine Empfindung ruft in uns den Genuss hervor, worüber die Erinnerung bleibt, wonach der Wunsch schon selbst beginnt, danach zu streben.

So beginnt er sich selbst zu verstehen und sieht, wonach man zu strebt hat, was man zu wünschen hat – so fängt die Entwicklung des Wunsches aus diesem ersten Anfangsbedürfnis an, das vom Schöpfer geschaffen ist.

Das Geschöpf stellt eine ganz besondere Handlung dar, die nur der Schöpfer, nur die Kraft des Höheren Lichtes erfüllen konnte. Und der ganze nachfolgende Prozess stellt schon die Entwicklung dieses Geschöpfs bei der Wechselwirkung seiner zwei Teilnehmer dar: des Wunsches und des Lichtes, und darin entsteht nichts Neues.

Das Neue ist nur in diesem Punkt „der aus dem nichts“ („jesch mi-ain“) entstanden ist und das Geschöpf (Niwra) heißt, das vom Wort „Bar“ (außerhalb dem Schöpfer) kommt.

Alles, was wir hier, in dieser Welt und in den Höheren, Spirituellen Welten sehen, ist eine Arbeit desselben Wunsches, zu genießen.

Einerseits, wissen wir, dass die ganze Arbeit das Licht macht. Andererseits, ist gesagt, dass im Licht keine Veränderungen geschehen – es ändert sich nur der Wunsch, zu genießen.

Und hier muss man folgendes deutlich abgrenzen:

1. Die Veränderungen sind nur innerhalb des Wunsches, zu genießen möglich.

2. Die Handlung kann nur das Licht erfüllen.

Deshalb ist es eine gegenseitige Arbeit – der Wunsch gegen das Licht, wobei der Wunsch von Ihm bestimmte Handlungen fordern soll. Solange das Licht einwirken wird ,wird sich der Wunsch verändern, und solange der Wunsch nicht wollen wird, sich zu verändern , wird das Licht auf ihn nicht einwirken. Auf diese Weise arbeiten sie zusammen als Paar.

Durch die Verbindung zwischen dem Wunsch und dem Licht, klären sich alle Veränderungen und Beziehungen, welche es unter den Geschöpfen und dem Schöpfer, in den Höheren Welten und in dieser Welt gibt.

Uns scheint es so zu sein, dass wir uns aneinander wenden, aber jeder von uns ist doch ein Wunsch, zu genießen, der sich an den Schöpfer wendet. Er versteckt sich vor uns, wodurch wir allerlei Geschöpfe, Eigenschaften, Quellen des Leidens und des Genusses fühlen. Aber eigentlich, außer dem Menschen – gibt es nur den Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Freiheit des Willens“, 24.12.2010

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