Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ein Röntgenbild der Integralen Welt

Frage: Ich weiß nicht, ob ich Schläge aufgrund eines Mangels an Korrektur erhalte, wenn ich in einer integralen Welt lebe. Vielleicht weil ich den Pfad entlang streune und der Schöpfer mich auf diesem Wege zurückholt, vielleicht sind es einfach Probleme der gesamten Generation. Wie kann der Mensch sich überprüfen, um sicher zu sein, dass er seine Arbeit korrekt verrichtet?

Antwort: Die integrale Welt ist eine Reflexion der Welt von Ein Sof (Unendlichkeit). Wir befinden uns bereits in Ein Sof, jedoch ist es vor uns verhüllt. Wir orientieren uns an Ein Sof, wie geschrieben steht, “Das Ende der Handlung liegt im ursprünglichen Gedanken.“ Das bedeutet, dass man verstehen muss, dass man eine zerbrochene Realität sieht, da man sie individuell durch die eigenen Sinne wahrnimmt. Aber tatsächlich existiert nur eine Realität, da es nur eine Seele gibt, die mit Licht erfüllt ist, und eine Kraft, die alles in perfekter Einheit aufrechterhält.

Also, wie kann ich dies durch meine Anstrengungen in jedem Moment meines Daseins fühlen?

Ein Mensch erhält kleine Probleme, die er bewältigen muss und die er verkraften kann. Es gibt auch größere globale Probleme, die er momentan nicht lösen kann. Es ist einem Röntgenbild vergleichbar. Man wird geröntgt, und man sieht Sterne und Planeten, die Erde und verschiedene Geschöpfe auf ihr: Bewegungslos, pflanzlich, tierisch und sprechend. Irgendwo in weiter Ferne gibt es Galaxien, die explodieren. Die Erde glüht innerlich und wir leben auf ihrer dünnen Kruste, die spärlich mit Vegetation bewachsen ist, wie Haare auf einem Kopf.

Wie auch immer, man sagt mir, dass ich mir über das große Gesamtbild keine Sorgen machen soll und dass ich die Sterne und die Erde mit ihrer Vegetation hinter mir lassen soll und mich auf meine eigenen Kräfte der Korrektur konzentrieren soll. Dann höre ich auf, mir Sorgen über die ganze Welt zu machen, da ich ohnehin keine Werkzeuge besitze, um sie zu korrigieren. Es macht keinen Sinn über Situationen zu weinen, die in Honolulu passieren.

Zuerst bekomme ich eine Gruppe von Zehn Personen, da ich nicht mehr als Zehn mit meinem Verstand wahrnehmen kann. Ich lasse mich auf diese Gruppe von Zehn ein und entwickle meine Einstellung zur ganzen Welt, so wie ich es auf dem Röntgenbild sehe. Durch die Gruppe von Zehn kann ich auf sie fokussiert bleiben. Wenn ich mit der Gruppe verbunden bin, kann mich auf alles korrekt beziehen, was sich außerhalb der Grenzen der Gruppe befindet.

Ich muss davon überzeugt sein, dass wenn ich die richtige Einstellung innerhalb der Gruppe habe, ich auch die richtige Einstellung zur gesamten Welt erlangen werde.

Folglich betrachte ich die äußere Realität und die Welt auch immer durch die Gruppe. Wenn ich durch die Gruppe auf Probleme stoße, dann betreffen diese natürlich die gesamte Menschheit oder den gesamten Planeten, aber ich muss verstehen, dass sie mir enthüllt werden, da ich aufgrund meiner Verbindung mit der Gruppe in der Lage bin, mich darauf zu konzentrieren. Sie sind bereits in dem Bild verkörpert, das ich durch das Vergrößerungsglas meiner Wahrnehmung sehen kann. Dies bedeutet, dass dieses Vorkommnis sich bereits in meinem Blickfeld befindet.

So entwickle ich mich. Ich kann in der Zwischenzeit nicht die ganze Welt berücksichtigen und mir über alles Sorgen machen. Ich weiß nur eines: Wenn ich mich entsprechend meiner Stufe über die Dinge sorge, wird es mein positivster Einfluss auf die Welt sein. Dies ist alles was ich tun kann, und es wird nicht mehr als das erwartet – wie von einem kleinen Kind nur erwartet wird, was seinem Alter entspricht. [119248]

Aus dem 1 Teil der Morgenlektion 10/28/13, Shamati#70, Mit starker Hand und mit überströmendem Grimm.

 

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