Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Sprache, über die keine Zeit herrscht

Eine Frage, die ich erhielt: Was soll man lieber lesen während des Unterrichts: Primärquellen auf Hebräisch, ohne den Text zu verstehen, oder die Übersetzung?

Meine Antwort: Das ist eine große Frage. Eigentlich, ist das Vokabular von der Wissenschaft der Kabbala klein, so, dass der Schüler sich relativ schnell daran gewöhnen kann.

Es handelt sich um ca. 200 Wörter und wenn du dir diese merkst, wirst du auch den hebräischen Text verstehen. Wir sehen das am Beispiel der moskauischen Gruppe, welche die Primärquellen in Originalsprache liest.

Ich denke nicht, dass in der Zukunft jemand, der das Ziel erreichen will, Kabbala in einer anderen Sprache studieren sollte, denn das ist sehr schwierig. Wir haben uns ja mit dem Studium von hebräischen Buchstaben, ihrer graphischen Gestalt und inneren Sinn noch nicht befaßt.

Die Kenntnisse in kabbalistischer Sprache sind sehr hilfreich. Ich bin mir sicher, dass du auch so schon die Hälfte von Begriffen in hebräisch kennst. Ich glaube jedoch, dass man ohne Verständnis der Quelle nicht weiterkommt.

Stimmt, es ist nicht so einfach. Es handelt sich um eine besondere Sprache, die vom Lateinischen ziemlich weit weg ist. Aber was kann man hier tun, das Licht kommt von rechts nach links, deshalb hat Hebräisch diese Sprachrichtung.

Außerdem, das Schreiben Selbst wird von rechts nach links und von oben nach unten ausgeführt, entsprechend der Verbreitung der Lichter Chassadim und Chochma. Aus diesen Elementen bestehen alle Buchstaben. Ihre Form ist durch verschiedene Zusammensetzungen von den höheren Kräften bestimmt.

Die Sprachgesetzte und seine Grammatik haben auch eine spirituelle Grundlage. Diese sind auf der gegenseitigen Verbindung von Malchut und Bina aufgebaut. Im Hebräischen gibt es keine Regel, die von einem Menschen ausgedacht wurde.

Seit der Zeit von Adam, der vor 5772 Jahre geboren wurde, hat sich in dieser Sprache nichts geändert, weder in Schrift noch im mündlichen Sprachgebrauch. Wenn du einen Menschen treffen würdest, der vor Tausenden von Jahren in Ägypten oder Babylon lebte, würdest du dich mit ihm leicht verständigen können.

Hier hängt alles von der höheren Wurzel ab. Dieser ändert sich nicht. Die Gesetzte der Zusammenwirkung von Malchut und Bina sind ewig, von daher ändert sich die Sprache auch nicht.

Andere Sprachen transformieren sich, entsprechend der Mentalität und der Sitten. Vor tausend Jahren sprachen deine Vorväter eine Sprache, die du heute kaum verstehen könntest. Die Form der Buchstaben änderte sich ebenso mit der Zeit.

Aber Hebräisch ist keine menschliche Sprache, sondern eine Projektion (Abbildung) von höheren Kräften und ihrer Kombinationen. Und obwohl für uns moderne Menschen er manchmal unpraktisch erscheinen mag, wir haben keine Wahl. Die Kabbalisten können ihre Wissenschaft durch keine andere Weise vermitteln.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Religion und Ihr Ziel“, 15.11.2010

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