Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Milliardäre

Die Milliardäre Jeff Bezos und Richard Branson haben sich kürzlich auf eine neue Art der Raumfahrt eingelassen. Es hat den Eindruck erweckt, dass sehr reiche Menschen keine Grenzen kennen. Sie können nie mit dem zufrieden sein, was sie haben, und selbst der Weltraum ist für sie zu einem Ort des Wettbewerbs geworden.

Das menschliche Ego ist unbegrenzt. Es liegt jenseits der Kräfte der Natur. Das Ego will das Universum mit seinen Sternen, seinem Raum und allem anderen verschlingen, damit sich alles in mich hineinverlagert und es nichts mehr außerhalb von mir gibt.

In einer Petition, die von Hunderttausenden von Menschen im Zusammenhang mit dem Weltraumflug des Milliardärs unterzeichnet wurde, heißt es: „Wir brauchen keine Milliardäre, nicht auf der Erde und nicht im Weltraum. Aber wenn sie bereits beschlossen haben, ins All zu fliegen, sollten wir sie dort lassen“. Mit anderen Worten: Hunderttausende von Menschen sind der Meinung, dass wir die Türen schließen sollten, damit sie nicht zurückkommen können.

Dieser ganze Ansatz, selbst dieser Gedanke, ist meiner Meinung nach falsch. Milliardäre sind diejenigen, die Fabriken, die Gesellschaft und verschiedene andere Systeme in der Welt am Laufen halten. Wenn ich kein Milliardär bin und nicht großartig bin, dann deshalb, weil ich diese Qualitäten nicht habe und deshalb nicht verstehe, wie man auf meine und Deine Kosten zum Erfolg kommen kann. Sie haben einfach raffiniertere Wege gefunden, um uns in die Tasche zu greifen und von dort aus abzusaugen. Sie nutzen die menschliche Natur aus, um reich zu werden.

Jedoch, ohne derartige Benutzung der menschlichen Natur sind wir nicht in der Lage, die Menschheit weiterzubringen. Wir brauchen nichts an unseren Beziehungen zwischen den Milliardären und den Massen zu ändern.  Wir brauchen nur eine Veränderung durch Bildung. Wir alle, auch die Milliardäre, müssen die richtige Bildung erhalten, damit wir alle das System, in dem wir leben, verstehen können. Wir sind alle aufeinander angewiesen und voneinander abhängig. Nur durch ein solches Verständnis werden wir in der Lage sein, die Gesellschaft ins Gleichgewicht zu bringen, so dass für jeden genug Platz ist und niemand wird sich von einem anderen in seiner Existenz bedroht fühlen.


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