Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Wenn man ein polarisierender Faktor ist, darf man sich nicht wundern, wenn man gehasst wird

 

Laut einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des American Jewish Committee (AJC) sind fast 90 Prozent der US-amerikanischen Juden über den zunehmenden Antisemitismus besorgt. Wie immer wenn es um Antisemitismus geht, glauben Juden nicht, dass sie ihn verdienen. Andererseits sind Juden federführend, wenn es darum geht, die Beteiligten gegeneinander auszuspielen. Niemand mag Kriegstreiber, vor allem keine jüdischen, da sie genau das Gegenteil tun sollten – Konfliktparteien zusammenführen, sie wieder versöhnen. Wenn die Juden also nicht rasch den Kurs ändern, werden sie den gleichen Preis dafür zahlen, den die Juden im Laufe der Jahrhunderte gezahlt haben, wenn nicht sogar noch mehr.

Das einzige, was das amerikanische Judentum heute jüdisch macht, sind Bräuche, mehr nicht. Es ist eine Kultur, die auf verblassenden Traditionen und dem Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft beruht. Aber warum macht es jemanden jüdisch, an Jom Kippur zur Synagoge zu gehen oder für wohltätige Zwecke zu spenden? Sie mögen ein Gefühl der Zugehörigkeit schaffen, aber sie fördern nicht das, wozu Juden berufen wären. [Rest des Beitrags lesen →]

Der nötigste Beruf

Frage: Was können Sie jungen Menschen, insbesondere für die Zeit nach dem Coronavirus, bezüglich ihrer Berufswahl raten? Welche Berufe werden bleiben und wo sollte man sich mehr engagieren?

Antwort: Ich denke, das Wichtigste wird das sein, was die Gesellschaft braucht, das wird man wahrnehmen.

Jeder sollte wissen, was die Gesellschaft braucht, um sich den richtigen Job, die richtigen Fähigkeiten und die richtige Ausbildung zu verschaffen. Deshalb gibt es nichts Wichtigeres, als die richtige Ausbildung zu erhalten und ein Mensch zu werden, der andere erziehen kann.

Anders gesagt, Öffentlichkeitsarbeit die darauf abzielt, alle Mitglieder der Gesellschaft zu konsolidieren und die Gesellschaft in ein integrales, korrektes System umzuwandeln, ist das Wichtigste. Solche Menschen werden immer gebraucht. Ich würde Menschen jeden Alters raten, genau das zu bewerkstelligen.

Dies ist ein Beruf, den jeder persönlich braucht, nicht nur für die Arbeit, sondern für eine angemessene Teilnahme und Integration für sich und allen anderen in der Gesellschaft.

Aus dem TV Programm „Die Zeit nach dem Coronavirus“, 04.06.2020

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Porträt eines erfolgreichen Mannes

 

Ein bekannter Psychologe nannte zehn Anzeichen für einen echten oder erfolgreichen Mann. Ich schätze die Psychologie, und umso interessanter war es, ihre modernen Konzepte eines echten Mannes mit der Sichtweise der Wissenschaft der Kabbala zu vergleichen.

Der hebräische Begriff des Mannes ist eng mit der Überwindung verbunden. Es ist kein Zufall, dass es sich um stammverwandte Wörter handelt, und es ist kein Zufall, dass ihre Verbindung im Allgemeinen mit unserer Logik übereinstimmt. Die Nuancen sind jedoch so bedeutend, dass sie das psychologische Porträt bis zur Unkenntlichkeit verändern können. [Rest des Beitrags lesen →]

Wenn alte Werte verschwinden, werden Neue geboren

Nichts war für uns wichtiger als das Zeug. Mit „Zeug“ meine ich nicht unbedingt Gegenstände oder Accessoires, sondern alles, was uns von anderen unterscheidet, was uns besonders und einzigartig macht. Als Covid kam, sperrte er uns in unseren Häusern ein, machte uns praktisch unsichtbar, oder besser gesagt, nur virtuell sichtbar, und machte fast alle unsere „Sachen“ bedeutungslos. Aber da wir ohne Werte nicht leben können, weil wir dann nicht anders sind als Tiere, haben wir begonnen, neue Werte zu entwickeln. Jetzt, allmählich, da wir gezwungen sind, auf das Vergnügen des Respekts und der Bewunderung zu verzichten, lernen wir, uns an positiven, wechselseitigen Verbindungen mit anderen zu erfreuen.

Die Atmosphäre auf den Straßen und in den Medien mag das genaue Gegenteil sein, aber es gibt neue Strömungen, die den Weg zu einer neuen Realität ebnen. Der Krieg im Aussen markiert die letzten Atemzüge der alten Welt, in der jeder für sich selbst war.

Kein Anfang ist leicht, schon gar nicht der Beginn einer neuen Realität. Aber je früher wir erkennen, dass wir nicht zurückgehen können, weder jetzt noch jemals, desto schneller und leichter wird der Übergang sein. Die alten Werte brachten uns Wettbewerb, Korruption, Ausbeutung und Umweltverschmutzung. Sie verursachten Depression, Besessenheit, Entfremdung und Isolation. Sie bescherten uns auch das Coronavirus.

Plötzlich müssen wir an andere Menschen denken, und sie an uns. Dabei entdecken wir, wie gut es ist, zu kommunizieren, statt zu konkurrieren, zu empfangen um zu geben und uns zu verbinden, statt uns zu entfremden.

Diejenigen, die derzeit für ihre eigenen Rechte kämpfen, werden verlieren. Diejenigen, die darum kämpfen, alle zu vereinen, werden über alle Unterschiede und alle Nöte triumphieren. Vielleicht nicht persönlich, aber der Weg der Verbindung wird den Weg der Trennung besiegen. Die Zeit dafür ist gekommen. 

Zusammen aber getrennt

Amerika ist gespalten, und dies ist erst der Anfang. Die Kluft darin vertieft sich von Tag zu Tag. Zwei politische Lager – Republikaner und Demokraten – beharren auf ihren Positionen und sind nicht bereit, nachzugeben.

Solche Spannungen gibt es heute nicht nur in Amerika. In vielen Ländern sehen wir die Unnachgiebigkeit verschiedener Parteien und Gesellschaftsbereichen. Die Konflikte sind tief, die Nerven sind am Limit, was sich manchmal sogar in bewaffnete Konflikte zwischen Ländern ausweitet.

Die gegenwärtige Weltlage ist eine direkte Folge unserer egoistischen Entwicklung. Das Verlangen nach maximalem Vergnügen auf möglichst geringen Kosten, das unsere Natur ist, hat dazu geführt, dass wir heute zunehmend Vergnügen auf Kosten anderer suchen. Und die Interessen dieser anderen werden von uns nicht berücksichtigt. [Rest des Beitrags lesen →]

„Das spirituelle Virus“ – Desinfektion unserer (sozialen) Umgebung

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Es wird eine Weile dauern, aber am Ende werden wir verstehen, dass Impfstoffe nicht das Heilmittel für Covid sind. Aus gutem Grund verändert sich das Virus ständig, es befällt uns immer wieder auf verschiedene Weise, und seine Auswirkungen werden immer gravierender. SARS-CoV-2, auch bekannt als das „neuartige Coronavirus“, ist kein gewöhnliches Virus. Es ist das erste „spirituelle Virus“ in dem Sinne, dass es vom Geist der Menschen erzeugt wird und sich von ihm ernährt. Je mehr Wut, Kämpfe und Ablehnung unter uns gedeihen, desto virulenter und aggressiver wird das Virus. Er gedeiht in einer Atmosphäre des Hasses.

Seit dem Aufkommen des Virus haben die Spannungen in der ganzen Welt zugenommen. Soziale Spannungen innerhalb der Länder haben sich zu gewalttätigen Zusammenstößen entwickelt, die internationalen Spannungen haben sich verschärft. Dies sind Leckerbissen für das Virus. Der Hass macht es unmöglich, ihn zu besiegen. [Rest des Beitrags lesen →]

Das Virus verbreitet sich durch Gedanken

21Wenn ich es zulasse, dass meine schlechten Gedanken über andere nach außen dringen, zum Ausdruck gebracht und dadurch auch gehört werden, so gebe ich ihnen die Chance, sich zu manifestieren. Solange sie sich in mir befinden, kann ich sie immer noch unterdrücken und verbieten, dass diese Gedanken aus mir herauskommen, d.h. ich reduziere sie auf meine ursprüngliche egoistische Natur.

Ein negativer Gedanke über den Nächsten ist wie eine Handlung. Ich kann einen Gedanken einfangen und verhindern, dass er auftaucht und anderen schadet. Ein Gedanke löst eine Handlung aus, wenn auch keine materielle. Wenn ich böse Gedanken frei fließen und handeln lasse, ohne zu versuchen, sie zu kontrollieren oder zu unterdrücken, schade ich dadurch meinem Nächsten und setze schlechte Handlungen in die Welt. [Rest des Beitrags lesen →]

Wie kann Verbindung unsere Probleme beheben?

Soziale Unruhen, Naturkatastrophen, eine Pandemie, die mit einer Wirtschaftskrise einhergeht und die ganze Welt trifft. Zum ersten Mal in der Geschichte, sind die Schläge so global, dass sie uns unabhängig von Herkunft, Nationalität, Geschlecht oder Status treffen. Und sie werden sich so lange immer weiter zuspitzen, bis wir die in ihnen liegende einmalige Gelegenheit nutzen und erkennen, dass wir das Ganze nur gemeinsam und miteinander verbunden überstehen können. 

Hunger, Kriege und Naturkatastrophen sind vorhergesagt. Niemand verspricht, dass das Schlimmste bereits hinter uns liegt. Im Gegenteil, alles deutet darauf hin, dass die Welt noch lange nicht geheilt ist. Inmitten der gegenwärtigen Krise und der düsteren Vorhersagen herrscht in den Menschen ein Gefühl der Müdigkeit. Gerade hatten wir begonnen, uns von den weitreichenden Auswirkungen von Covid-19 zu erholen, da bricht eine weitere Welle aus, mit neuen Blockaden, die Wirtschaft weiter schrumpfen lässt und die Versorgung mit dem Notwendigsten zunehmend erschwert. [Rest des Beitrags lesen →]

Unabhängig von Wahlergebnissen kann Israel, wenn es sich vereinigt, sein Schicksal selbst bestimmen

Überall auf der Welt schauten die Menschen gespannt auf die Stimmenauszählung in Amerika. Wenn es um die Vereinigten Staaten geht, hat jeder Interesse. Auch in Israel ist die Gesellschaft hinsichtlich der Zustimmung zu den Kandidaten gespalten. Doch Israel ist anders als der Rest der Welt. Wenn es der israelischen Gesellschaft gelingt, sich über ihre inneren Gegensätze und Abneigungen hinweg zu vereinen, wird sie sich nicht entscheiden müssen, welcher Präsident besser für sie ist; alle, einschließlich der gegenwärtigen Feinde, werden Israel helfen wollen.

Statt in Übersee nach Erfüllung oder Enttäuschung zu suchen, sollten die Israelis sich gegenseitig anschauen und untereinander Frieden schließen. Nichts schadet Israel mehr als sein innerer Hass. [Rest des Beitrags lesen →]

Unser ganzer Planet ist nicht größer als ein Haus!

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_27.gif“Und so machte ich eine andere entscheidende Entdeckung: unser ganzer Planet ist nicht größer als ein Haus!”

(Antoine de Saint Exupéry, Der Kleine Prinz)

 

Von einem CNN Nachrichten Blog: Der Beweis für sechs Grade der Trennung

„In einer Forschungszeitschrift vom Juni 2007, mit dem Titel Worldwide Buzz: Planetary-Scale Views on an Instant-Messaging Network (PDF) analysierten Eric Horvitz von Microsoft Research and Jure Leskovec von der Carnegie Mellon University 30 Millionen Unterhaltungen zwischen 240 Millionen Menschen, die den Microsoft Instand Messenger im Juni 2006 benutzten. Sie fanden heraus, dass die durchschnittliche Weglänge, oder der Grad der Trennung unter den anonymen Nutzern 6.6m betrug.

Sechs Grade der Trennung bedeutet, dass eine Person einen Schritt von Personen entfernt ist, die sie kennt, und zwei Schritte von den Leuten, die diejenigen kennen, die sie kennt – so ergibt sich die magische Zahl 6.“ [Anmerkung des Übersetzers: Man ist im Durchschnitt 6 Schritte von jeder Person auf dem Planeten entfernt] [Rest des Beitrags lesen →]