Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Alle Verbrechen der Welt sind in einem Menschen

Frage: Was bedeuten die Definitionen „du sollst nicht stehlen, ehebrechen, töten“? Was oder wer ist damit gemeint?

Antwort: Es geht um jeden von uns, denn wir töten, stehlen, ehebrechen jede Sekunde.

Es ist eine Tatsache, dass wir uns in unserem egoistischen, unkorrigierten Zustand befinden, das bedeutet, dass wir diese Handlungen durchführen.

Wenn ich meine Eigenschaft „töte, stehle ehebreche“, nicht korrigiert habe, dann bin ich dabei.

Es spielt keine Rolle, ob ich es verwirkliche oder nicht. Die spirituelle Beurteilung bewertet einen Menschen nach seinem Potenzial. Wenn es eine Eigenschaft in dir gibt, dass du jemanden in irgendeinem Zustand noch töten willst, bedeutet es, dass du jetzt tötest, du bist ein potenzieller Mörder.

Im Spirituellen brauchen wir nicht absichtlich einen Menschen in diesen Zustand bringen. Du bist ein Mörder, ein Vergewaltiger, ein Dieb und alles andere.

Jetzt machst du dir keine große Sorgen darüber. Aber es wird die Zeit kommen, in der du alle potenziellen, nicht realisierten Eigenschaften als verwirklichend in dir fühlen wirst: Jetzt töte, vergewaltige, raube, betrüge ich. Dann bekommst du das Gefühl, dass du an all dem Leiden in der Welt schuld bist und das kannst du nicht mehr ertragen.

Entsprechend, wie das Licht auf einen Menschen einwirkt, wird ihm gezeigt, wer er wirklich ist. Gleichzeitig wird ihm enthüllt, von welcher Quelle das Licht kommt. Dieser Unterschied woher das Licht kommt- vom Schöpfer- zeigt ihm das er sich in all seinen schrecklichen Eigenschaften befindet und er spürt in sich einen schrecklichen Zustand der Scham.

Diese Scham, die dich verbrennt, wird Hölle genannt. Es ist die Hölle. Deswegen ist der Mensch bereit, sie loszuwerden, aber es ist nicht so einfach.

In der Hölle gibt es elf Monate, das sind spirituelle Stufen, in denen ein Mensch den Zustand, „das Gegenteil zum Schöpfer“ durchläuft. Diese schrecklichen Empfindungen seines Unterschieds zum Schöpfer, lässt ihn innerlich so sehr brennen, dass er nach diesen elf Monaten seinen Zustand zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer korrigiert und in den Zustand gelangt, der „Paradies“ genannt wird.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Sohar“ Nr. 9

(280260)


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