Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was passiert mit dem Menschen beim Überqueren des Machsom? 

Frage: Was passiert mit dem Menschen beim Überqueren des Machsom?

Meine Antwort: Der Mensch löst sich in den anderen auf. Dabei verlässt er nicht den physischen Körper, sondern den inneren egoistischen Kern und beginnt im spirituellen Kern zu wachsen. 

Frage: Verliert er die Angst um sich selber?

Meine Antwort: Die Angst kommt beim Abstieg, und beim Aufstieg verschwindet sie, weil der Mensch wieder mit dem Schöpfer verschmilzt. Und so geschieht es die ganze Zeit. Der Zustand des Abschaltens vom Schöpfer heißt Abstieg. Der Zustand der Verschmelzung mit dem Schöpfer heißt Aufstieg.

 

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Warum gibt es keinen Zwang in der Spiritualität?

Frage: Wenn sich die materielle Welt unter der Macht der Spiritualität und ihrer Gesetze befindet, warum gibt es dann in der Spiritualität keinen Zwang, in der Materialität aber schon?

Antwort: Es ist unmöglich, in der Spiritualität jemanden zu zwingen, weil wir keine Chance haben, den Egoismus so zu beeinflussen, dass er auf den Genuss verzichten und sich korrigieren will.
So handelt alleine der Schöpfer.
Dieser Weg wird als der Weg des Leidens bezeichnet. Aber gleichzeitig zu diesen menschlichen Leiden, Kriegen, Problemen, allerlei Krankheiten usw. – findet der spirituelle Einfluss auf die Menschen statt.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 19.11.2017

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Traum oder kein Traum?

Frage aus Facebook: „Uns gibt es also nicht, und alles um uns herum ist nur ein Traum?“ Auch die Konzentrationslager?“

Antwort: In der Tat, wenn wir das wahre Bild einer ewigen Welt sehen, die von Vollkommenheit und Liebe durchdrungen ist, dann verstehen wir die Worte der Psalmen „wir waren wie in einem Traum“. Mit anderen Worten, in Isolation, in der Abtrennung von der Realität.
Alles was wir vor diesem Zustand wahrnehmen – all unser heutiges Leben, alles was wir durchgemacht haben und alles, was wir noch durchmachen werden – wird von unseren korrupten Eigenschaften angezogen. Wenn wir sie nicht korrigieren, stehen wir vor vielen schwierigen Problemen, seien es Kriege oder andere Katastrophen. Andererseits können wir das korrigieren, was in unserem Inneren ist – und damit die nächsten Stufen auf eine gute Art und Weise durchlaufen.
Im Großen und Ganzen „bereiten“ wir uns unsere Zukunft selbst vor – durch unsere unkorrigierten oder bereits korrigierten Eigenschaften. Sie müssen sich auf dem Hintergrund des weißen Lichts zeigen – der absoluten Liebe und Selbsthingabe. Wenn wir uns ihr nicht freiwillig nähern, werden wir über Umwege des Leidens hingeführt.

 

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 13.02.2018

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Wie prüft man sich selbst?

Frage: Wenn du einem Menschen die Kabbala erklärst und ihm sagst, dass man zur Nächstenliebe kommen muss, dann denken viele Leute, dass sie bereits alle derart lieben. Wie kann man sie zu irgendwelchen Zweifeln bringen?

Antwort: Sie können einem Menschen vorschlagen, zu prüfen, ob er es tut oder nicht. Lassen Sie ihn in die Gruppe kommen, an den Seminaren teilnehmen und nach ein paar Unterrichtsstunden wird er in der Lage sein, herauszufinden, ob er eine richtige Idee der Vereinigung hat, wie man in dieser Vereinigung den Schöpfer offenbart, die höhere Welt empfindet, die höheren Eigenschaften, die wir nicht besitzen.

Ein Mensch hat nicht genug Interaktion in der Gruppe. Nach einigen Tagen oder Wochen wird er dann verstehen, wie weit er von der Liebe entfernt ist. Schließlich enthüllen die Freunde unserer Gruppen die Wahrheit und beginnen einen riesigen Egoismus zu fühlen. Daher brauchen sie das höhere Licht, das nur die Kabbala ihnen bereitstellen kann.

Aus dem Unterricht auf Russisch, 18.03.2018

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Gründung einer Leitlinie für eine neue menschliche Gesellschaft

 

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Zusammenfassung

Was ist der Sinn der globalen Krise, welche nicht nur wirtschaftliche, sondern auch psychische Probleme schafft? Dies kann aufgehalten werden, wenn wir den Entwicklungsprozess, seinen Sinn und die Kräfte, die auf uns einwirken, erkennen. Das Netzwerk der gegenseitigen Verantwortung wird diese Probleme lösen. Wir sind alle Partner, die eine Leitlinie für eine neue Gesellschaft anfertigen.

Dieses Netzwerk der gegenseitigen Verantwortung wird eine Art von Profit sein, die man mit keinem Geld kaufen kann. Die Menschen werden das Leben anderer besser fühlen und ein inneres Gefühl  von Freiheit, Ausdehnung, Harmonie, Ruhe und Annehmlichkeit erfahren. Die angenehmen Beziehungen zwischen den Menschen werden die integrale Kraft stabilisieren und als Beispiel für die ganze Welt dienen.

 

Aus Kab TV „Neues Leben“ 9.8.12

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Woher kommt die Angst vor der Kabbala?

Frage: Warum entstehen Ängste, wenn du dich mit der Kabbala beschäftigen willst?

Antwort: Angst entsteht aus Unwissenheit gegenüber dem, was Kabbala ist.

Es gibt nichts Besseres, Praktischeres, Notwendigeres als die Korrektur der eigenen Seele. Es ist das, was vor deiner physischen Geburt in unserer Welt existierte, was nach dem Tod des Körpers bei dir bleiben wird, es ist dein unsterblicher Teil.

Du musst diesen Teil entwickeln, damit du noch in dieser Welt das höhere Licht in deiner Seele und nicht im Körper spürst und dich damit verbindest. Wir müssen dahin kommen. Da gibt es nichts Beunruhigendes.

Frage: Ist es möglich, vor Ängsten bewahrt zu werden, ein „Kopfkissen der Sicherheit“ zu bekommen, indem man eine besondere innere Verbindung mit anderen, die Kabbala studieren, eingeht?

Antwort: Vielleicht führen dich diese Menschen hindurch. Aber im Prinzip studieren sie Kabbala, um ihren Sinn zu verstehen. Auch das ist gut. Es kommt vor, dass Menschen aufgrund von Ängsten und Sorgen zur Kabbala kommen, um sich in dieser Welt, in diesem Leben zu festigen.

 

Aus dem russischen Unterricht, 18.02.2018
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Ich will die Wahrheit, keine Spiele

Frage von Facebook: Sie sprechen ständig von einem Spiel. Das Wort “Spiel“ ist mir zuwider. Ich möchte Wahrheit in einer Beziehung und kein Spiel. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Das Schicksal spielt mit dem Menschen. Der Mensch sollte aber verstehen, dass er mit sich selber spielen muss, damit er die höhere Kraft erweckt, die ihn verändert, ihn korrigiert.

Das Spiel ist nicht einfach ein Spiel, sondern die Überprüfung des Zustandes in jedem Moment der Gegenwart und der Ausrichtung auf die Zukunft. Da die Zukunft ungewiss und die Gegenwart nicht besonders klar ist, befinden wir uns immer wie in einem Nebel, in einem trüben Zustand: Wie sollen wir handeln?

Das richtige Verhalten eines Menschen gegenüber der Zukunft nennt sich “Spiel“. Wir selbst bestimmen nicht unsere Zukunft, wir bestimmen lediglich unsere Einstellung ihr gegenüber.  Unsere Einstimmung auf die richtige Einstellung zu einer guten Zukunft wird uns das Gute in der Gegenwart bringen. Und so werden wir voranschreiten.

Das ist eine ernsthafte Aufgabe. Da uns unser nächster Zustand nicht klar ist,  ähneln unsere Bewegung zueinander, die Einstellung zur Welt, zum Leben und sogar zum Schöpfer einem Bühnenspiel. Dort spielen wir den bestmöglichen Zukunftszustand, indem wir uns vorstellen, wie er sein könnte. Und wenn wir dahin streben, dementsprechend bekommen wir ihn von oben. Im Prinzip basiert das nur darauf, dass die Zukunft ungewiss ist. Sie und ihre Einstellung mir gegenüber, mein Einschalten in sie, kann ich mithilfe von Handlungen, die “Spiel“ heißen, bestimmen.

Frage: Ist Depression auch ein Spiel?

Meine Antwort:  Die Depression ist auch ein Spiel, weil wir  uns das Zukunftsbild als düster, neblig, ungewiss und erschreckend ausmalen. Im Prinzip spricht die Kabbala nur davon, wie wir eine echte, wahre, richtige Zukunft erreichen können. Wir sollen sie erschaffen, dann erschaffe ich die Zukunft, ich baue sie mit Lego-Steinen. Und das ist das Spiel.

Ich spiele ständig, ich baue etwas auf. Wenn wir richtig verstehen wie wir spielen und aus “Lego Steinen“ unsere Zukunft aufbauen, wie soll sie aussehen, wie verbinden wir diese Bausteine, was sollen wir uns vorstellen: das Wichtigste liegt in den Beziehungen zwischen uns, in der Welt, die wir wunderschön machen können. Wir können die Welt nicht erschaffen, deswegen sollen wir spielen lernen.

#230292

Die Kabbala duldet keine Meditationen

Frage: Die Meditation ist auch eine innere Kontemplation. Wie unterscheidet sie sich von der kabbalistischen Meditation?

Antwort: In der Kabbala gibt es keine Meditation. Manchmal wird ein Gebet als Meditation bezeichnet, d.h. eine Bitte, ein Streben von der niedrigeren zur höheren Stufe. Eine solche Bitte zwingt die höhere Stufe, der niedrigeren Stufe zu helfen. Dies wird Gebet genannt. Es gibt keine andere Meditation.

Ich habe viel über Meditation gehört. Man hat sogar versucht, sie mir beizubringen. Aber all dies war schnell vorbei, weil ich nur die klassische Kabbala lerne und nur sie unterrichte.

Etwas, das der Mensch erfunden hat und ihm scheint, dass es existiert, ist kein Beweis für mich. Deshalb verstehe ich nicht, wie man meditieren kann, d.h. seine Phantasie bis zu dem Punkt zu entwickeln, dass sie auf ihn zu wirken beginnt: man wird in einen gewissen Zyklus eingeschlossen, wo man angeregt und angeblich in einen anderen imaginären Raum übergehen wird. Die Kabbala duldet das nicht, weil sie eine Wissenschaft ist.

Aus dem Unterricht in Russisch, 01.04.2018
[230808]

Über die Liebe

Frage: Viele suchen den Sinn des Lebens in der Liebe, und ich glaube, dass der Sinn des Lebens die Liebe ist. Und was glauben Sie?

Antwort: Es kommt darauf an, welche Liebe gemeint ist. Unter Liebe versteht man eine Verbindung des Menschen mit irgendeinem Objekt, oder irgendeiner Kraft, oder mit etwas Existierendem, das unvergänglich ist.

Weil die Liebe an sich eine Verschmelzung mit dem anderen einschließt, gibt sie beiden den Zustand der Ewigkeit, des unendlichen Begreifens des ganzen Lebens in dieser Verschmelzung.

Das heißt, es kann diesen Zustand nicht geben, wenn der Mensch die Eigenschaft des Gebens nicht begreift. Die Liebe kann nur dann und nur so sein, dass ich aus mir austrete und mich vollständig in den anderen einkleide und er sich in mich einkleidet und wir uns zusammen, ich in ihm und er in mir,  in ein einheitliches Ganzes verwandeln, wo es unmöglich ist, weder ihn noch mich zu unterscheiden.

Dieses einheitliche Ganze gehört schon zur nächsten Kategorie, zur nächsten Stufe. Und genau diese nächste Stufe heißt „die Liebe“. Und der Sinn des Lebens liegt im Begreifen eines solchen Zustandes.

 

Aus dem TV-Programm „Neuigkeiten mit Michael Laitman“, 20.06.2018  

#230994

Die zukünftige Welt

Frage: Was bedeutet in der Kabbala die nächste oder die zukünftige Welt?

Antwort: Die zukünftige Welt ist die, die ich begreifen werde, wenn ich Kabbala praktiziere. Sie heißt die nächste Welt, weil sie sich auf der nächsten Wahrnehmungsebene befindet.
Aber das ist eine reale Welt. Ich muss nur ein wenig meine Eigenschaften vom Nehmen zum Geben ändern, und dann werde ich eine umgekehrte Welt sehen.

 

Aus dem Unterricht auf russischer Sprache, 04.03.2018

[#228548]