Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Schwarzer Freitag, Teil 1

Frage: Wir leben in der Welt, die radikale Veränderungen in Gesellschaft, Politik, Psychologie und insbesondere in der Verbraucherpsychologie durchmacht.

Es gibt eine außergewöhnliche Aufregung um den 25. November, genannt „Black Friday“; dies ist ein Tag, an dem Waren in Amerika und vielen anderen Ländern für einen speziellen vergünstigten Preis verkauft werden. Einkaufen wird zur Unterhaltung und das Empfangen wird zur Erfüllung. Die Menschen verhalten sich verrückt, sie stehen in langen Schlangen vor den Geschäften an, schlafen in Zelten und warten darauf, dass die Geschäfte öffnen. Im Jahr 2008 wurde ein Mitarbeiter einer Geschäftskette zu Tode getrampelt, als kaufwütige Menschenmassen ein Einkaufszentrum stürmten.

Einkauf und Anschaffung wurden zum wichtigsten Wert in der modernen Gesellschaft und Kultur. Was verursachte solch ein Konsumdenken in der modernen Welt?

Antwort: Die Tatsache, dass wir es gewöhnt sind, einen Menschen nach seinem Reichtum zu beurteilen: wie viel ist er wert, wie viel besitzt er. Wir schauen auf das Äußere eines Menschen, wie er gekleidet ist, wie er sich verhält, welches Auto er fährt, in welchem Haus er lebt, wer seine Frau und Kinder sind und welche Position er in der Gesellschaft hat. Wenn auch in unserer Zeit, die äußere Form an Bedeutung verloren hat. Es war einmal sehr wichtig, jeder musste genau gemäß seinem Status auftreten. Ein Mensch wurde nach seiner Erscheinung beurteilt und sie legte fest, wer er war und welcher sozialen Schicht und Klasse er angehörte.

In unserer Zeit trifft das nicht mehr zu.

Wenn wir einen Mann in einem strengen, schwarzen Anzug, einem weißen Hemd und Krawatte sehen, denken wir wahrscheinlich, dass er ein Anwalt ist. Aber auch unter Geschäftsleuten wird diese Kleidung nicht mehr als zwingend angesehen. Als ich mich mit Wissenschaftlern traf, waren sie sehr locker in Pullover gekleidet. Die Menschen legen weniger Aufmerksamkeit auf die Kleidung.

Das Interesse am Einkauf ist aber immer noch sehr stark, da sich ein Mensch sicherer fühlt, wenn er für seinen Egoismus etwas Angenehmes kauft. Wenn ich einen vollen Kühl- oder Kleiderschrank und ein Auto habe, bedeutet es, dass mit mir alles in Ordnung ist. Das Vertrauen der Menschen in das Leben wird durch diese Werte gemessen. Amerikaner fühlen sich zum Beispiel sicherer, wenn sie mehrere Waffen im Haus haben, „nur für den Fall“. Reiche Menschen bauen dazu Bunker. Andere züchten in ihren Gärten Gemüse, damit sie im Notfall etwas zum Essen haben.

Heutzutage haben die Menschen so viel Stress, dass sie Angst vor der Zukunft haben. An solchen Tagen wie dem „Schwarzen Freitag“ breitet sich diese Hysterie auf die ganze Welt aus. Für den modernen Menschen ist Konsums sehr wichtig. Mit zunehmender Entwicklung legen wir weniger Wert auf die äußere Schönheit, schätzen aber bequeme Kleidung, den Komfort zu hause und in allen anderen Dingen umso mehr.

Besonders die junge Generation scheint weniger an ihr gutes Aussehen zu denken als an den Komfort. Immerhin beschäftigen sich viele schon mit den Fragen nach dem Sinn des Lebens; sie schieben das materielle Leben in den Hintergrund.

Frage: Es gibt doch ein übertriebenes Interesse am Einkaufen, es könnte mit einer Bulimie verglichen werden. Ein Mensch kauft Sachen und bringt sie dann wieder in das Geschäft zurück. Woher kommt dieses Leiden?

Antwort: Ein Mensch fühlt eine innere Leere, die er mit Einkaufen zu füllen hofft.

Selbst wenn er einen Beruf wählt, achtet er nicht auf seine natürliche Neigung, sondern überlegt, wie und womit er mehr Geld verdienen kann, um sich mehr leisten zu können. Unser natürliches Bedürfnis ist der Wunsch zu genießen und zu empfangen. Die Menschen streben immer nach dem, was ihnen fehlt. Jeder hat ein Standard-Set von Wünschen, die er zu befriedigen sucht: Nahrung, Sex, Familie, Geld, Ehre und Wissen. Sie sind in jedem in verschiedenen Anteilen vorhanden. Jeder benötigt eine andere Füllung. Alle diese Füllungen sind Aneignungen, durch die wir uns zu befriedigen hoffen.

Normale Anschaffungen werden durch einen natürlichen Wunsch und den Einfluss der Umwelt verursacht. Wenn andere die Geschäfte stürmen, motiviert mich das auch zum einkaufen, da wir uns im selben Bereich der Wünsche befinden, die miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Bei jedem Modetrend werde ich genauso davon angezogen.

Wenn an diesem Tag Waren mit großer Ermäßigung verkauft werden, warum machen wir dann keine Liste für die wirklich notwendigen Dinge, die wir im Voraus vorbereiten? Weil wir am Schwarzen Freitag wir unseren Verstand verlieren und nicht kaufen, was auf unserer Liste steht, sondern nach allem grabschen, was auch die anderen haben wollen. Es ist die Folge eines Gruppenzwangs.

Damit ein Mensch versteht, wie es funktioniert, kann ihn nur eine spezielle Ausbildung etwas mehr erheben. Es bedarf einer psychologischen Vorbereitung, die ihm ermöglicht zu verstehen, warum etwas so geschieht, woher es kommt und wie er etwas auf vernünftige Weise erreichen kann. All die Aufregung wird künstlich angeheizt und die Menschen für die Werbung verkauft.

Als Ergebnis zahlt ein Mensch mehr Geld als erwartet. Er kauft sich das Gefühl, dass er nicht schlechter als alle anderen lebt und im Leben erfolgreich ist. Er sieht, dass er in gleicher Weise wie die anderen handelt und sogar etwas mehr gewonnen hat als sie. Es gibt hier einen Wettbewerb, die Erfüllung für unseren Egoismus ist dort größer als üblich. Infolgedessen stopfen wir die Welt mit Dingen voll, die wir nie brauchen und die schnell am Müll landen: Nahrung, Gerätschaften, ungetragene Kleider und Schuhe.

Auf diese Art beschränken wir uns. Schließlich werden wir, wenn wir der Menge, der Mehrheit folgen, nichts Besonderes erreichen. Um ein besonderes Ziel zu erreichen, müssen wir uns von der Masse und der „Massenkultur“ trennen und uns darüber erheben.

Von Kab TV „Neues Leben“ 24/11/16

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Wohin führt uns das Programm der Entwicklung?

Teil 3

 Frage: Wie wird die Verbindung  im Kreis die Gefühle der Menschen beeinflussen ihnen Glück und Zufriedenheit bringen?

Antwort: In ihrer Verbindung werden die Menschen das Leben auf der ganzen Welt auf einer höheren Stufe spüren, wie geschrieben steht: „Du wirst deine Welt in diesem Leben sehen“

Noch während wir in dieser Welt in einem physischen Körper leben, gelangen wir zu einer Empfindung, zu einer neuen Realität in der wir sofort anfangen, eine neue Stufe, über unseren Körper hinaus zu empfinden. So gehen wir von den Empfindungen dieser Welt zu den Empfindungen der höheren Welt über. Irgendwann hat unser Körper wie bei jedem Tier, seinen Zweck erfüllt und stirbt, doch der Mensch in uns erreicht das spirituelle Leben. Das ist das Ziel der Weisheit der Kabbala, das ein Mensch nicht selbst erreichen kann. Wir müssen diese Methode von Oben, von der nächsten Stufe erhalten.

Frage: Warum müssen wir, um ein spirituelles Leben zu erreichen, in dieser Welt, in unseren physischen Körpern, einen so langen Entwicklungsprozess durchmachen?

Antwort: Wir müssen eine spirituelle Stufe für uns selbst erreichen. Wenn wir uns natürlich, intuitiv, wie das Pflanzliche aus dem Unbelebten, oder das Tierische aus dem Pflanzlichen entwickeln würden, wären wir innerhalb der Natur geblieben. Der Mensch hat die Möglichkeit, gegen seine Natur zu gehen und etwas zu konstruieren, was ihr entgegengesetzt ist. Die ganze Natur ist egoistisch, in ihr existiert alles nur für ihre oder seine Sache. Wir wollen eine neue Existenzform enthüllen. Dies ist die spirituelle Form des Menschen. Adam, ähnlich (Domeh) zu der höheren Kraft der Natur, die das reine Geben und Liebe ist.

Frage: Was ist die Beziehung zwischen der Wirklichkeit, die wir jetzt empfinden und dem spirituellen Zustand, in den wir uns einkleiden sollen? Werden wir weiterhin ein normales Leben in dieser Welt führen?

Antwort: Das ist eine absolut andere Form der Existenz, in einer anderen Dimension. Es ist ewig und vollkommen, jenseits aller Einschränkungen und Grenzen. Diese Form wird in der Kosmologie und Einsteins Relativitätstheorie erwähnt. Die Wissenschaften berühren ganz entfernt die Begriffe, die sich jenseits von Zeit, Bewegung und Raum befinden. Die menschliche Psychologie ist von allen diesen Einschränkungen befreit. Wir wechseln zu einer neuen Psychologie: vom Introvertierten zum Extrovertiertem, zu den Empfindungen außerhalb von uns.

Frage: Wie werden sich die Menschen untereinander verhalten, wenn sie über den künftigen Zustand der Menschheit sprechen?

Antwort: Jeder wird den anderen so behandeln wie sich selbst. Es wird eine Art Kreis sein, in dem alle gleichberechtigt sind.

Frage: Wenn wir nicht gleich sind, wie ist es dann möglich, dass jeder Mensch verbunden ist?

Antwort: Jeder ist von Natur aus einzigartig. Wir erreichen eine universelle Gleichheit, da wir einander lieben. Jeder entsprechend seiner Fähigkeiten.

Frage: Seit tausenden von Jahren spricht die Menschheit über die Nächstenliebe, aber sie hat sich nicht durchgesetzt. Wie kann das die Kabbala schaffen?

Antwort: Es stimmt, die Idee der Nächstenliebe gibt es schon lange. Wir haben in unserer Zeit den völligen Verdruss mit unserer Entwicklung und unserem Leben auf dieser Erde erreicht. Jetzt fragen sich die Menschen, „wofür leben wir und warum?“ Wenn früher ein Mensch mit dem beschäftigt war, was er kaufen und erwerben sollte, so fragt er heutzutage, was die Bedeutung seines Lebens ist. Angesichts des materiellen Reichtums fühlen die Menschen Verdruss und Leere, was sie noch weiter in sich selbst einschließt und noch mehr Trennung herbeiführt. Die zukünftige Form der Menschheit ist verbunden und integral, was genau das Gegenteil von unserem aktuellen Zustand ist. Deshalb ist dies die Methode, die eine besondere äußere Kraft anzieht, das Licht, das erneuert, die Macht des Lichts, welches auf uns wirkt und uns zusammenschweißt.

Ein Mensch muss nur wissen, wie sich alle miteinander verbinden können, um die höhere Dimension zu enthüllen.

Die Menschheit muss darin eintreten und in einer neuen Welt geboren werden. Deshalb wird das Wort „Krise“ als „Geburt“ übersetzt.

Aus dem Fernsehprogramm „Ein neues Leben“ 6/9/2016

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Eine Frau, die sich mit der Weisheit der Kabbala beschäftigt

Frage: Wird das Licht auf den Ehemann einer Frau wirken, die regelmäßig die Weisheit der Kabbala studiert, mit ihrem Mann über alles redet, was sie liest, und die ihre kabbalistischen Erfahrungen mit ihm teilt? Und wird er schließlich ein Kabbalist werden? Wenn ein Mann die Tatsache akzeptiert, dass sie Kabbala studiert, er aber mit Arbeit und Sorge um die Familie beschäftigt ist, wird dann ihr Studium seinen materiellen Erfolg beeinflussen?

Antwort: In der spirituellen Arbeit gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau; alles hängt nur von den spirituellen Handlungen eines Menschen ab. Der Mann kann sich um die Familie kümmern, und sie kann sich für den spirituellen Teil einsetzen.

Zum zweiten Teil der Frage kann ich sagen, dass ihr Studium den materiellen Erfolg ihres Mannes nicht beeinflusst, wenn sie ihn nicht stört. Sie sollte ihn nicht verärgern, indem sie versucht, ihm hartnäckig die Grundlagen der Weisheit der Kabbala beibringen zu wollen.

Sie muss ihn sein Leben in Ruhe leben lassen.
Aus der russischen Kabbalalektion 6/26/16

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Bewusst Mensch sein

Die Wissenschaft der Kabbala ist eine praktische Wissenschaft, die uns ermöglicht, die  Antriebskraft unserer Welt zu begreifen, den inneren Motor, all das, was unser Leben ausmacht, uns entwickelt und  zu einem bestimmten Ziel führt. Um zu verstehen, wie man lebt, wo wir sind, worin der Sinn des Lebens besteht, müssen wir dieses Programm offenbaren.

Wie Baal HaSulam schreibt, haben wir uns in dieser Welt verirrt. Als Ergebnis der persönlichen Entwicklung, die wir uns selbst ausgesucht haben, kamen wir in eine korrekt geplanten, Sackgasse, aus der wir jetzt entkommen müssen.

Die Weisheit der Kabbala bietet uns einen Weg aus der Sackgasse. Entweder wie bisher auf die gleiche Art und Weise weitermachen und aus eigenen Fehlern so lange lernen, bis man ans Ziel gelangt. Oder man wendet die Methode der Kabbala an und beginnt jetzt schon den Plan der Schöpfung zu begreifen, die Kraft, die unsere Welt lenkt,  die in jedem Augenblick des Lebens die Zukunft der Menschen bestimmt und unsere Gedanken, Verlangen und Entscheidungen formt.

Wir müssen diese Höhere Kraft erforschen, die alles beinhaltet: jeden von uns und alles in Eine; sie zu verstehen und zu sehen, was der freie Wille bedeutet und ob wir überhaupt einen haben; oder sind wir wie Tiere, die durch Instinkte, Freude oder Strafe angetrieben  werden?

Es gibt nichts anderes, aber wir verstehen es nicht, und es scheint uns, als hätten wir die freie Wahl: ich wähle selbst und treffe selbst Entscheidungen. Wir verstehen nicht, dass wir von inneren Kräften der Natur gelenkt werden, und nur sie entscheiden alles.

Kabbala spricht über die verschiedenen Entwicklungsstufen, von der unbelebten bis zur pflanzlichen und tierischen, die wir innerhalb von Milliarden Jahren durchgelaufen sind. Und jetzt stehen wir vor der nächsten Stufe, wo wir die freie Wahl haben, sie zu erklimmen, ohne dass uns das Leid dazu zwingt.

Wir sollten uns wünschen, bewusster zu sein. Und das ist nicht einfach. Jeder von uns will in jedem Augenblick der Realität entfliehen, die Augen verschließen, sich entspannen, und gar nicht darüber nachdenken, was geschieht. Es ist einfacher und leichter. Aber das Leben zwingt uns dazu, dass wir uns selbst und auch unweigerlich unsere Gesellschafft weiter entwickeln.

Ob wir es nun wollen oder nicht, bekommen wir schwerwiegende Probleme, mit denen wir uns bewusster auseinandersetzen müssen, und nicht die Augen verschließen, wie ein Kind, als wäre nichts geschehen. Das ist unmöglich.

Kabbala bietet uns die Möglichkeit, das Problem des Lebens bewusst zu lösen, auf die nächste Entwicklungsstufe zu gelangen, die Höhere Kraft der Natur und uns selbst zu begreifen.

Kongress in Prag. Lektion Nr.1

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Die Jugend in Europa will nicht arbeiten

Kommentar: Immer mehr europäische Jugendliche arbeiten nicht, sie leben lieber von Sozialleistungen. Dies ist vor allem in Italien, Spanien, Zypern und Irland, verbreitet. Man dachte, dass die Wirtschaftskrise ineffiziente Menschen verdrängen würde und dabei die Jungen vorwärts kommen könnten. Sie würden studieren, Karriere machen und ihren Platz einnehmen. Tatsächlich ruht sich die Jugend lieber auf dem Gemeinwohl aus.

Mein Kommentar: Der Grund dafür ist nicht Faulheit an sich. Sie werden faul, da sie keinen Anreiz haben. Alles hängt davon ab, ob es etwas gibt, was ihren Egoismus erhellt. Geld und Karriere bieten einem Mensch keinen Anreiz mehr. Es ist nicht mehr das Bonbon, auf das er wie ein Kind zuläuft.

Frage: Was macht also ein Mensch, der dasitzt und von der Fürsorge lebt?

Antwort: Nichts, er sitzt sein Leben lang von morgens bis abends vor Facebook. Wir sehen, was dort passiert. Was geschieht, wenn das vorüber ist?! Es ist erschreckend, darüber nachzudenken! Wir können uns nur vorstellen, welch tiefer Schrei von Milliarden von Menschen aus der totalen Dunkelheit hervorbrechen wird. Nichts wird sie mehr füllen können.

Ich möchte nicht in dieser Zeit leben. Ein Mensch bewegt sich durch einen Zustand, in dem er nichts hören kann; er muss erkennen, dass er nichts mehr begreift. Er ist in sich selbst gefangen. Er verspürt keinerlei Wünsche. Er ist so ausgelöscht, dass er nicht einmal mehr Geräusche von außen aufnimmt. Unsere Zukunft könnte so dunkel werden.

Bevor dies geschieht, hoffe ich, dass die Menschen damit anfangen, die Weisheit der Kabbala zu studieren und dabei verstehen, dass sie darin den  Sinn des Lebens entdecken. Ich hoffe, dass ich den Nährboden dafür vorbereite, da dies das Heilmittel ist. Es ist wichtig, dass sich die Menschheit auf uns zubewegt. Sie darf sich nicht umdrehen. Sie wird zu uns kommen, am Tor stehen und schreien: „Gib“!

Von KabTV „Nachrichten mit Michael Laitman 5/9/16

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Das Paradies in Europa

Meinung: Auf der einen Seite ist der Lebensstandard in Europa ziemlich hoch und sozial abgesichert. Auf der anderen Seite gibt es auf dieser Ebene doch sehr viele Probleme und die Menschen sind mit ihrem Leben unzufrieden. „Es scheint, man hat ein Paradies erschaffen, wo alle leiden.“ Hier gibt es einen Widerspruch.

Meine Antwort: Die Tatsache ist die: Ein Tier kann man füttern, anziehen, schlafen legen. Den Menschen in sich selbst kann man nicht ankleiden, füttern, schlafen legen. So wie ein kleines Kind, das am Abend nicht ins Bett gehen möchte. Er blickt auf sein Leben, sieht keinen Sinn und dass alles schlecht ist. Er verspürt keine Zufriedenheit.

Meinung: Früher war er zufrieden, heute nicht mehr.

Meine Antwort: Der Egoismus ist gewachsen.. Was kann man machen? Die Menschen sind reifer geworden. Lesen Sie Bücher, die vor 50 Jahren geschrieben wurden oder gucken Sie sich alte Filme an. Die sind nicht nur naiv, die sind anders. In der Menschheit gab es riesige Veränderungen! Europa befindet sich in einem Widerspruch zwischen dem materiellen Überfluss und der innerlichen Leere. Das ist das Problem unserer Zeit. Dieses Paradoxon führt zu Depressionen, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit usw.

So lange die Menschen nicht den Sinn des Lebens enthüllen, passiert nichts Gutes. Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Allerdings ist den meisten Europäern noch nicht ganz klar, warum es ihnen schlecht geht. Doch diese Frage wird in jedem immer deutlicher. Und sie sollten aufschreien: “Wofür ist das alles?“. Die Natur bringt uns zu diesem Schrei. Und dann werden wir ausgerechnet mit Hilfe von Leiden das Verlangen haben, die Natur zu begreifen und den Sinn des Lebens zu offenbaren.

Frage: Also ist es möglich, in das Paradies zurückzukehren, das sie aufgebaut haben?

Meine Antwort: Nein. Während sie ihr bürgerliches Paradies erbaut haben, wuchsen sie innerlich und haben jetzt andere Verlangen. Die alten Verlangen erfüllen sie nicht mehr.

Frage: Es sieht so aus, als wäre das Paradies auf Erden nicht möglich?

Meine Antwort: Nein. Wenn wir die Entwicklung des Menschen und seinen inneren Verlangen stoppen könnten, dann wäre es alle in Ordnung. Aber wir berücksichtigen nur das quantitative Wachstum. Wir geben dem Menschen mehr von dem und dem. Aber er braucht das nicht. Er verlangt nach der höheren Materie. Darum wird der Mensch weitersuchen und immer mehr verlangen, und das ist der Sinn des Lebens.

Aus der Sendung  „Nachrichten mit Michael Laitman“

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Wie wird man gegenüber äußeren Einflüssen unverwundbar?

Frage: Man findet keine Ruhe mehr, nicht mal in der eigenen Wohnung. In der Nachbarschaft wird renoviert, man hört und sieht Geschrei und Streitereien, Trinkerei. Auf der Straße, in Geschäften, an Urlaubsorten überall ist es dasselbe. Wie können wir Kraft, Güte, Freude und Glück empfinden? Wie kann man gegen die äußeren Einflüsse unverwundbar werden? Wie sollen wir weiterleben?!

Meine Antwort: Diese Fragen beantwortet die Wissenschaft der Kabbala: Wir brauchen eine Gesellschaft und eine Atmosphäre, in der man das Herz öffnen kann und man versucht, den anderen zu fühlen und mit ihm zusammenzuarbeiten. Es gibt nichts Schöneres, als wenn Menschen miteinander kommunizieren und sich in Gedanken und Gefühlen verbinden.  Aber wer träumt heute noch davon oder strebt danach?

Nur wenn wir zu dem Punkt gelangen, wo es gar nicht mehr geht, werden wir verstehen, dass es doch anders gehen muss! Und wir werden so eine Umgebung finden, wo wir alle unsere Enttäuschungen realisieren können. Das Ziel dieser Umgebung: Freundschaft, Verständnis, Liebe, gegenseitige Zugeständnisse, innige Verbindung zu einander. Kurz gesagt, all das, was viele Menschen zu Eins macht.

Damit beschäftigt sich die Wissenschaft der Kabbala, denn in der Verbindung zwischen den Menschen offenbart sich der Schöpfer; das ist die Höhere Kraft, die zwischen uns entsteht.

Frage: Wie kann die Kabbala helfen, wenn in der Verbindung zwischen den Menschen negative Gefühle wie Reizbarkeit und Hass entstehen? Kann man dann trotzdem Gefühle, wie Liebe und Freundschaft entwickeln?

Meine Antwort: Man muss trainieren, sich über seine Gefühle zu erheben und Konflikte für den eigenen spirituellen Aufstieg zu nutzen. Dann wird man in der Lage sein, aus allen möglichen positiven oder negativen Gefühlen, die in einem entstehen, eine besondere Verbindung zwischen einem selbst und der Höheren Lenkung aufzubauen.

Es kommt nicht darauf an, über unsere zwischenmenschlichen Beziehungen zu sprechen – obwohl das auch wichtig ist. Aber wir sollten uns nicht nur mit Problemen beschäftigen, denn dann schaffen wir es nicht, uns zu verbinden.

Wir müssen verstehen, dass alles, was in dieser Welt erschaffen wurde, in uns, zwischen uns, außerhalb von uns, nur dazu dient, damit wir auf die höhere Entwicklungsstufe aufsteigen können. Auf die Stufe der Höheren Welt, von welcher aus unsere Welt gelenkt wird.

Unsere Welt befindet sich auf einer niedrigen Ebene und wird von der Höheren Stufe gelenkt.  Wie wir diese Stufe der Höheren Lenkung offenbaren können, das System der Handlungen und wie wir von unserer Stufe aus darauf Einfluss nehmen können – damit beschäftigt sich die Wissenschaft der Kabbala. Und das ist das Wichtigste.

Solange wir das nicht tun, solange wir keinen richtigen Kontakt mit der Höheren Welt haben, wird sie ständig Druck auf uns ausüben: durch Reiz, Ärger und alle möglichen negativen Gefühle. Und wir werden gar nichts dagegen machen können. Kein Coaching, keine Psychoanalyse werden helfen, weil wir alle der Höheren Lenkung unterliegen. Sie lenkt uns und zwingt uns zu Handlungen, damit wir mit ihr in Kontakt treten. Die Verbindung zwischen uns ist nur ein Mittel, um auf die Höhere Stufe aufzusteigen und von dort aus unsere Welt zu korrigieren.

Auf unserer Ebene können wir die Welt nicht ändern! Die Menschheit versucht das bereits seit Jahrtausenden ohne Erfolg.

Aus dem russ. Unterricht

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YNET: Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig? (Teil 2)

Eine Lektion in Verbindung

Wenn wir nicht eines Morgens aufwachen wollen, um festzustellen, dass wir eine ganze Generation verloren haben, schlage ich vor, einen Schultag so zu beginnen, wie es Baal HaSulam in seinem Artikel beschreibt: Nämlich mindestens eine Stunde täglich mit gemeinsamen Verbindungsaktivitäten zu verbringen. Wir sollten den Moment, wieder auf der Schulbank zu sitzen, nicht verpassen. „Wir, das Volk, müssen dafür sorgen, dass sich unter den Studenten eine „Kleingemeinschaft“ bildet, in der sich wie in einer kleinen Familie jeder um alle anderen kümmert. Das bereitet die Kinder auf eine warme, freundliche Verbindung vor. Diese wird über ihren Spannungen und natürlichen Konflikten stehen und all ihre verborgene Kreativität und Potentialem hervorbringen. („Bildung erschafft nichts Neues, bringt jedoch das hervor, was schon in einem Menschen steckt“, Rav Kook).

Während der „Verbindungsstunde“ halten die Lehrer die grundlegenden Werkzeuge, die für eine starke und gesunde Verbindung zwischen den Studenten wichtig sind, bereit. Die Lehrer bringen positive Beispiele für Vertrauen und Rücksichtnahme. Sie leiten die Schüler im Umgang mit einer globalen Welt an, die jeden Aspekt unseres Lebens beeinflusst.

Die Kinder werde in einem Kreis sitzen, in dem alle gleich sind, und wo sie sich gegenseitig zuhören und sehen können. Sie sitzen nicht hinter herkömmlichen Schulbank-Reihen. Sie lernen einander zuzuhören, ohne dabei gleich jedem ihre eigene Meinung aufzwingen zu wollen, bevor sie nicht ein allgemeines Verständnis erreicht haben. Allmählich lernen sie, ihre egoistische Natur zu überwinden und schließlich werden sie Partnerschaft, Verbindung und Liebe fühlen, wie geschrieben steht, „Liebe überdeckt alle unsere Sünden“.

Ein Lehrer fürs Leben

Der Lehrer wird selbst ein Teil des Kreises sein, mit den Kindern zusammensitzen und mit ihnen auf gleichem Niveau sprechen. Er wird seine Autorität und Überlegenheit kunstvoll durch wichtige Fragen ersetzen, die den Kindern helfen, mehr über ihre Kommunikation untereinander zu entdecken und darüber sprechen zu lernen.

Ein Kind, das in einer Umgebung aufwächst, die Erfolg entsprechend dem Maß an Rücksichtnahme gegenüber anderen und Teilnahme an der Vergrößerung gesellschaftlichen Miteinanders misst, wird sehr gut gedeihen und gebildet sein. Als Erwachsener wird es zweifellos eine erweiterte Perspektive der Welt haben und Verantwortung und Fürsorge in Bezug auf den Aufbau einer freundlichen, gleichberechtigten Gesellschaft übernehmen.

„Es ist eine Schande, zuzugeben“, sagt Baal HaSulam im selben Artikel, dass „eine der wertvollsten und wichtigsten Eigenschaften, die wir während unserer Zeit im Exil verloren haben, unser nationales Bewusstsein ist. Damit ist ein natürliches Gefühl gemeint, dass jede Nation verbindet und aufrechterhält. Es geschah dadurch, dass der Faden der Liebe, die Verbindung des israelischen Volkes, aus den Herzen geschnitten wurde und verloren ging“. Unser Volk besitzt eine große Weisheit der Verbindung, eine Ideologie, die seit Generationen aufgebaut wurde. Alles was wir tun müssen, ist die Methode der Verbindung umzusetzen. Sie ist mit der barmherzigen Liebe Abrahams und zwischen unseren geliebten Kindern verwurzelt. Dies ist kein Traum, es ist genau hier, in den Beziehungen zwischen uns.

Vom Ynet-Artikel 31/8/16

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YNET: Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig? (Teil 1)

Aus meiner Kolumne auf Ynet: „Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig?“ Wenn wir nicht eines Morgens aufwachen und entdecken wollen, dass wir eine ganze Generation verloren haben, dann müssen wir das Bildungssystem ändern, damit es unsere Kinder so schnell wie möglich auf das Leben vorbereitet. Während alle Umfragen den Bedarf zur Veränderung zeigen, konzentriert sich das Bildungsministerium nur auf die Steigerung der Wissensvermittlung. Was ist die Lösung?

Wenn Sie einer der Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Dienst wären, was würden Sie zuerst verbessern? Die medizinische Betreuung, die nationale Sicherheit, die Gerichte oder das Bildungssystem? In einer Umfrage beantworteten hunderte von Israelis die Fragen des zentralen Statistikbüros. Die Ergebnisse wurden diese Woche veröffentlicht.

Wenn Sie zu den aufgeregten Eltern von Kindern gehören, die diese Woche ein neues Schuljahr begonnen haben, wissen Sie wahrscheinlich die Antwort auf diese Frage. Mehr als 30% der Bevölkerung sind der Meinung, dass sich das israelische Bildungssystem verbessern sollte; 48% der israelischen Eltern sind von der Tätigkeit dieses Systems enttäuscht; 60% suchen nach Alternativen; 81% der Eltern beschweren sich darüber, dass das Bildungssystem die Kinder nicht auf das Leben im 21. Jahrhundert vorbereitet. Der Kunde hat immer Recht und in diesem Fall sind es die Eltern. Mit welchen Werkzeugen werden unsere Kinder nach 12 Jahren Schule unsere Gesellschaft regeln? Welche Werte werden sie in der Schule lernen? Der Rassismus wächst, die Trennung im Land erweitert sich und der Diskurs in den sozialen Netzwerken wird immer heftiger. Wer bereitet unsere Kinder auf diese realistischen Probleme und vieles mehr vor?

Eltern, interessiert es Euch?

In dieser Woche wird die Schule wieder einmal zur zentralen Einrichtung, die das Leben und die Zukunft Ihres Kindes beeinflusst. Das öffentliche Bildungssystem wurde im 19. Jahrhundert während der Industriellen Revolution mit der Absicht eingeführt, möglichst viele Arbeiter auf die Fließbandarbeit vorzubereiten.

Seitdem hat sich nicht viel verändert… Der Schwerpunkt wurde auf das Unterrichten von professionellen Fertigkeiten, die das Wirtschaftssystem besser bedient und es unterstützt, gesetzt. So lange die Schulen damit fortfahren eine Fabrik zu sein, um gute und wettbewerbsfähige Bürger zu produzieren und Leistungstests das einzige Kriterium sind, um Erfolg zu messen, gibt es keinen Grund unsere Kinder in die Schule zu schicken.

Das Schulsystem sollte zuerst den Schwerpunkt auf das Übermitteln von Werten und nicht von Informationen legen. Die Verbesserung der Kernthemen und die steigende Zahl von Studenten, die das höchsteNiveau für Englisch und Mathematik als Abschlussprüfung wählen und Formulierungen von sozialen Studien umarbeiten, ist wichtig. Dies ist jedoch die Rolle des Informationsministeriums und nicht des Bildungsministeriums.

Vertiefte Umerziehung

Mittlerweile gibt es einen starken Rückgang bei den Jugendlichen, die in der Armee dienen möchten. Viele junge Menschen denken darüber nach, das Land zu verlassen. Wir werden täglich immer gleichgültiger gegenüber anderen. Um mit einem nationalen Problem fertig zu werden, das unbegründeter Hass genannt wird und dessen Samen bei der Zerstörung des Tempels gepflanzt wurde, müssen wir Maßnahmen ergreifen und den Grundsatz-Wert „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ lehren.

„Derjenige, der sich um die Tage sorgt, pflanzt Weizen; derjenige, der sich um die Jahre sorgt, pflanzt Bäume und derjenige, der sich um die Generationen sorgt, erzieht Menschen.“ (Janusz Korczak)

Alle Eltern machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder und tun ihr Bestes, um die Verbindung innerhalb der Familie zu festigen. So sollten wir uns auch über die Zukunft der nächsten Generation sorgen.

Wir sollten die Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen fördern, um darin die Kraft der Einheit, Wohlstand und Sicherheit zu finden. Und das nicht erst aus einem falsch verstandenen Gemeinschaftsgefühl heraus, das oft in Krisenzeiten entsteht.

„Unsere einzige Hoffnung ist eine tiefgreifende Umgestaltung der Erziehung unserer Kinder, die natürliche Liebe zu erkennen und neu zu entfachen. Sie flackert in uns, wir sollten den nationalen Muskel wiederbeleben, der vor zweitausend Jahren inaktiv wurde“ (Die Schriften von Baal HaSulam)

Fortsetzung folgt..

Vom Ynet-Artikel 31/8/16

(192703)

Zwischen Hass und Liebe

Frage: Sie sagten, unser Leben verläuft zwischen Liebe und Hass. Doch inwiefern ist Liebe mit Hass verbunden und andersrum genauso?

Meine Antwort: Wenn es keinen Hass gäbe, würde es auch keine Liebe geben. Wenn ich keine Verlangen und keine Erfüllung hätte, woher wüsste ich, dass ich es liebe? Das Maß der Liebe, ihr Charakter und ihre Kraft hängen von Maß, Charakter und der Kraft des Hasses ab. Wenn ich etwas hasse, möchte ich mich davon distanzieren, oder wenn ich leide, hasse ich das Leid, denn ich will es nicht. Hass und Liebe beschreiben das ganze Spektrum der Beziehungen. Und es gibt nichts anderes, als das, was ich hasse und was ich liebe.

Wir wurden aus dem Wunsch zu genießen erschaffen, und darum gibt es Dinge, die ich hasse und von denen ich mich entfernen möchte, weil sie mein Verlangen zu genießen negativ beeinflussen. Umgekehrt ist es genau so, es gibt Dinge, die ich liebe und denen ich mich hingeben möchte, weil sie auf mich positiv wirken. Und zwischen den beiden befindet sich mein ganzes Leben: Es zieht mich etwas an oder stößt mich ab; ich pendle zwischen dem Hass für das Schlechte und der Liebe für das Gute hin und her.

Womöglich sollten wir uns selbst erziehen, und die Vorstellungen von dem, was schlecht und was gut ist, wovon wir genießen und wovon nicht überdenken. Und darum brauchen wir eine spezielle Bildung und damit einhergehend eine Veränderung in der Beziehung des Menschen zu dem, was ihm als gut und angenehm scheint und was er als schlecht und unangenehm empfindet.

Wir können unsere Einstellung dazu ändern und Wahrheit und Lüge, süß und bitter in unsere Betrachtungsweise einbeziehen. Immerhin gibt es Dinge, die man liebt, obwohl man weiß, dass sie schädlich sind. Und es gibt Dinge, die man hasst und verachtet, aber nichtsdestotrotz richtig sind. Und mit deren Hilfe man tatsächlich zum Guten kommen kann.

Das heißt, man sollte sein Leben nicht nach dem instinktiven oder erworbenen gesellschaftlichen Vorstellungen und Gefühlen von Gut und Böse betrachten, sondern eine Klärung im Verstand durchführen: was wirklich gut oder schlecht ist, und nicht was mir angenehm oder unangenehm erscheint oder was ich selbst als richtig oder falsch empfinde.

Dies ist möglich, weil der Mensch ein soziales Wesen ist und deshalb bestimmen kann, was gut und schlecht in Bezug auf die Gesellschafft ist. Die Gesellschaft respektiert mich oder verachtet mich. Und da ich sehr unter dem Einfluss der Gesellschaft stehe, kann ich meine Werte  ändern und etwas hassen, was ich früher geliebt habe und umgekehrt.

Früher verhielt ich mich zum Beispiel, wie es mir in den Sinn kam, und plötzlich in der neuen Umgebung merke ich, dass es gar nicht gut ankommt, ich werde missachtet, nicht respektiert. Weil ich mich vielleicht falsch benehme oder ungepflegt bin..

Ich sehe, dass ich gar keine Wahl habe und mein Verhalten korrigieren muss; ich erkenne den Einfluss der Umgebung, in der man klar nach gut und schlecht beurteilt wird. Ich fange an, die Missachtung der Umgebung als etwas Schlechtes zu sehen, das mir schadet und ich strenge mich an, mein Verhalten und meine Einstellung zu korrigieren. Meine Werte ändern sich.

So sind wir in der Lage, die Dinge zu ändern, die wir lieben und die wir hassen.

„Neues Leben“. Folge Nr. 692

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