Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Womit beginnt der Kongress?

Frage: Ist es richtig, den Kongress mit dem Gefühl der Angst, dass wir die Einheit nicht spüren werden, zu beginnen?

Meine Antwort: Nein, das ist nicht richtig.

Wir können niemals auch nur einen Zustand bestimmen, wenn dieser nicht unter dem Einfluss der Vereinigung und des Lichtes zu uns kommt. Das Fehlen der Verbindung können wir erst dann spüren, wenn wir sie anstreben und feststellen, dass es sie nicht gibt, d. h. wenn das Licht es uns anzeigt und nicht dass wir von alleine darauf kommen. Denn wenn ich jetzt anfange, darüber zu sprechen, dass ich mit niemandem verbunden bin und nichts will, und wozu brauche ich das alles überhaupt, dann wird es aus meiner tierischen Stufe hervorgehen, die unter der Null liegt. Wir aber müssen uns erheben und selbst in den negativen Zuständen, selbst darin, dass wir uns nicht verbinden wollen, dem entgegen wirken und unter dem Einfluss des Lichts gehen, damit das Licht den Zustand des Bösen in uns bestimmt.

Wir müssen damit beginnen, dass wir vollkommen miteinander verbunden sind, uns in einem vollkommen korrigierten Zustand befinden und diesen jetzt enthüllen müssen. Unser Bestreben besteht immer nur in einem: Wir durchlaufen keine persönlichen Stadien, sondern nur ein Stadium – ich muss mich jetzt in der vollständigen Korrektur, in der vollständigen Enthüllung des Schöpfers, in der vollständigen Vereinigung, im vollkommen korrigierten Zustand bestimmen. Und dann beginne ich, durch diese Zustände zu gleiten.

Wir verbinden uns, um diese Kraft in uns zu enthüllen. Mit wessen Hilfe sollen wir diese Phasen durchlaufen? Mit wessen Hilfe sollen wir die Gestalt „Mensch“ in uns erschaffen?

Wir sind alle den Tieren ähnlich, ohne freien Willen, ohne nichts. Doch nur wenn wir beginnen, uns mit aller Kraft miteinander zu verbinden, zum gemeinsamen Zentrum, zur Gruppe zu streben, können wir die Einwirkung der Höheren Energie auf uns hervorrufen, und sie beginnt, uns zu entwickeln und allmählich entlang der fünf Stadien voranzubringen. Das, was wir ursprünglich gelernt haben: fünf Entwicklungsphasen des Verlangens, Zimzum/Einschränkung usw. – das alles müssen wir jetzt auf dem Kongress durchlaufen.

Das wird nur auf der Gefühlsebene verlaufen, weil gerade aus der Verbindung heraus der Mensch beginnt, Gefühle wahrzunehmen – keine Gedanken, keine Verlangen, keine Kräfte, sondern eben seine inneren Gefühle, mit denen er sich in die Verbindung einfügt. Das ist unerlässlich.

Wir alle sind auf der Empfindung aufgebaut, weil unsere Materie das Verlangen zu genießen ist. Davor können wir nicht weglaufen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.07.2012

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