Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wer wird mir helfen?

Eine Frage, die ich erhielt: Mich verwirrt das Prinzip der spirituellen Arbeit „Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“, weil es dem anderem Prinzip – „Es gibt niemanden außer Ihm“ und der Vereinigung mit der Gruppe widerspricht …

Meine Antwort: Wir sagen: „Wenn ich mir nicht helfen werde, dann wird mir niemand helfen, den Schöpfer zu enthüllen“ – weil man damit den Wunsch meint, den Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens zu enthüllen.

Niemand kann mir darin helfen. Ich kann tausende Bücher lesen und tausende Vorlesungen anhören, aber schließlich ist die Entwicklung des Wunsches meine innere Arbeit.

Und nur dann, wenn ich das spirituelle Leben (in der Eigenschaft des Gebens) erreichen möchte, werde ich es anstelle dieses Lebens (in der Eigenschaft des Erhaltens) offenbaren.

Wir sollen von niemandem die Hilfe warten! Ich bin verpflichtet, einen solch starken Wunsch zu erreichen, worin „der Tod besser, als ein solches Leben ist!“. Denn dieses Leben ist in Wirklichkeit kein Leben ist. Ich bin verpflichtet, die Spiritualität zu erreichen!

Folglich gilt hier nur das Prinzip „Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“. Denn der Schöpfer wird niemals auf diese Bedingung verzichten, Er wird uns nie gewaltsam den Wunsch aufdringen. Er gibt uns die Füllung (Genuss), und nicht den Wunsch. Es gibt keine Gewalt in der spirituellen Entwicklung.

Aber kaum das Prinzip „Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“ zur Vollendung kommt, das heißt ich begreife, dass alles nur von mir abhängt, decke ich sofort auf, das ich es nicht erreichen kann.

Ich hasse den Egoismus und ich fürchte ihn, wie Mosche, den Pharao fürchtet. Folglich begreift man die Aussage „Sie haben infolge dieser Arbeit geschrieen“, weil sie sich von der Macht der Selbstsucht befreien wollten, worin ihnen niemand helfen konnte.

Wenn wir zwei diese Empfindungen, die Abwesenheit der Hilfe von innen und von außen erreichen, dann erlangen wir den Zustand „der letzten Geburtswehen“.

Dann bricht die Verzweiflung aus der Tiefe des Herzens und die Höhere Kraft, das Licht (GAR de Chochma) werden geöffnet, die den Menschen in der spirituellen Stufe gebärt. Danach kommt schon das Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm “ zur Geltung.

Deshalb gibt es zuerst die Etappe “ Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“, und dann die Etappe „Es gibt niemanden außer Ihm“. Somit kann ich das Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“ erst dann enthüllen, wenn ich das Prinzip “ Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“ vollständig begriffen habe.

Aus dem 4. Kongressunterricht, 10.11.2010

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