Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wenn sich die Kompensation verspätet

Wir wissen schon, dass man die gebenden Gefäße Galgalta we-Ejnaim (GE) als „Israel“ bezeichnet, und die empfangenden Gefäße ACHaP als „Völker der Welt“. Demzufolge sind die Gefäße Israel verpflichtet, sich zuerst zu korrigieren und das Licht den Völkern der Welt zu geben. Diese Aufgabe ist Israel von Oben   auferlegt, d.h. jedem in der Welt, der das Erwachen mittels des Punktes im Herzen (•) erlangt – des Funkens des Verlangens, der darin plötzlich aufflammt. Und außerdem gehören zur Kategorie „Israel“ die Nachkommen der Einwanderer aus dem altertümlichen Babylon, die in der Vergangenheit einen Punkt im Herzen hatten.

Somit ist „Israel“ ein komplizierter Sammelbegriff. Und gerade auf diesen Menschen liegt die Pflicht, sich zu korrigieren, um zum „Licht für die Völker“ zu werden – mit anderen Worten, die Methode der Korrektur zu verbreiten, Hilfe und Unterstützung allen übrigen Menschen zu gewährleisten, vor allem jenen, bei denen der Punkt im Herzen noch verborgen ist.

Nach dem Zerbrechen der Seelen und deren Vermischen ist dieser Punkt in jedem vorhanden, aber in der Kategorie „Völker der Welt“ schläft er noch, so dass sie nicht „direkt zum Schöpfer“ gerichtet sind (Jashar-El), sie empfinden noch kein solches Verlangen. Deshalb existiert das Übergangsglied – Galgalta we-Ejnaim, Israel, die Gefäße des Gebens. Ihre Natur gleicht sich der Natur des Lichtes (OR) an, und sie können dieses Licht an die Völker der Welt weitergeben, und zwar in der passenden Form, damit die Völker begreifen, wie man aus der gegenwärtigen Krise herauskommen kann.

Hier gibt es ein sehr wichtiges Moment. Der Schöpfer, das umgebende Licht (Or Makif – O“M), leuchtet auch allen Völkern. Dadurch empfinden alle Menschen das Negative – Leiden und Probleme (–). Jedoch fühlen sie nicht, dass sie fähig sind, mit diesem Minus, mit diesem unerfüllten Verlangen (Chissaron) zu arbeiten. Sie bekommen keine Hilfe und keine Unterstützung von Oben. Das Positive wird nicht empfunden, es gibt keine Methode dafür. Und deshalb herrscht unter den Völkern der Welt der Hass gegenüber Israel, das sie bei jedem Unglück beschuldigen.

Es geht hier um die Gesetze und die Kräfte der Natur. Man kann nichts tun, denn sie haben auf diese Weise Geltung. Solange es Israel nicht gelingt, die vom umgebenden Licht aufgewachten Verlangen der Völker mit dem inneren Licht des Schöpfers auszugleichen, solange „das Minus“ der Völker nicht mittels des „Pluses“ seitens Israel neutralisiert wird, werden sie es ständig hassen und in allem beschuldigen – sei es in der Abwesenheit der Unterstützung, von deren Notwendigkeit sie vielleicht noch nicht wissen oder in allen empfundenen Leiden. An den Naturkatastrophen, Hunger, Krankheit – an allem werden die Juden schuldig sein, so wie es oftmals schon gewesen war. Alles entspringt dem Ungleichgewicht zwischen diesen Kräften, die wir harmonisieren sollen, damit wir nichts Negatives empfinden, sondern nur das Positive, was zum wirksamen Medikament gegen Leiden wird.

Eigentlich dreht sich alles nur um dieses Schema. Wenn in der Welt etwas Schlechtes passiert, dann sind daran tatsächlich diejenigen schuldig, die zur Kategorie Israel gehören, da sie der Welt kein kompensierendes Licht geben – und als Folge, zulassen, dass die schlechten Kräfte in unsere Welt wirken.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Notstand“, 28.01.2013

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