Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wen bitten wir am Tag des Gerichts um Vergebung?

Eine Frage, die ich erhielt: Wen soll ich an Yom Kippur um Vergebung bitte, wenn wir in der Wissenschaft der Kabbala lernen, dass es niemanden außerhalb von mir gibt?

Meine Antwort: Zuallererst müssen wir unsere Freunde um Vergebung bitten. Wenn ein Mensch nicht von allen Vergebung hat, dann hat er nichts, womit er sich an den Schöpfer wenden kann. Doch was ist Vergebung in der Spiritualität?

Vergebung ist die Enthüllung meines gegenwärtigen Zustandes, den ich korrigieren kann, im Gegensatz zu den Verlangen, bei denen ich nicht verstehen kann, wie ich mit ihnen umgehen und um ihre Korrektur bitten soll.
Ich muss meine Verlangen Schritt für Schritt unterscheiden und allmählich voranschreiten.

Vergebung (Slichot) und Yom Kippur (der Versöhnungstag) bedeutet die Enthüllung unseres zerbrochenen Gefäßes (Kli) oder Seele. Wir prüfen es und vergleichen es mit dem Zustand der vollständigen Korrektur – Purim. Deshalb nennen wir den gegenteiligen und unkorrigierten Zustand, den wir enthüllen Ki-Purim – Wie Purim.

Daher symbolisiert Yom Kippur eine Zeit, in der ein Mensch um Vergebung für alle seine „Sünden“ bittet. Aber er will das nicht, weil es irgendwo geschrieben steht, sondern weil er enthüllt, wie entgegengesetzt er dem Endzustand ist, den er sich vorstellen kann. Dieser Zustand ist die Vereinigung aller Seelen um der Gleichheit mit dem Schöpfer willen, der Kraft und dem Verlangen zu lieben und zu geben.

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