Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Jeder hat einen Platz im gemeinsamen System von „Adam“

Frage: Sie haben gesagt, dass es sehr wichtig ist, die höheren Welten, die Struktur der Seele zu studieren, da dies im Spirituellen das Wesentlichste für unseren Fortschritt darstellt. Können Freunde in der Gruppe, die das nicht wollen, die uninteressiert sind, trotzdem vorankommen? Können sie, wenn sie kein Verlangen haben, in die Spiritualität eintreten?

Antwort: In unserer Welt gibt es sehr unterschiedliche Menschen und jeder von ihnen hat seinen Platz in der Endkorrektur. Jeder ist zwar materiell geboren aber in ihm existiert ein Punkt, der zur gemeinsamen Seele gehört. Du darfst deshalb keinen ablehnen. Keinen. Er kann der größte Verderber der Menschheit sein, dennoch muss er eine Korrektur durchlaufen und seinen Platz im gesamten System von „Adam“ – in der gemeinsamen Seele – einnehmen.

Wenn also ein Mensch nicht die Struktur der Seele studieren will oder kann, er nicht angezogen wird und nichts versteht, so schadet er keinem. In der Kabbala gibt es die Bedingung „wer nicht stört, der schadet nicht„.

Wenn er sich in der Gruppe ruhig verhält, dann lass ihn in Ruhe, damit er nicht verletzt wird. Solche Menschen sollen in der Nähe bleiben. Sie werden sich allmählich daran gewöhnen und entwickeln ein Gefühl dafür. Du kannst nichts tun. Es ist sehr schwierig. Mir ging es auch so: ich wollte es nicht, war nicht damit einverstanden, bis ich allmählich begriff, dass man nur auf diese Art vorankommen können.

Die Wege des Schöpfers sind geheimnisvoll, doch wir müssen sie gehen. Ich habe selbst verschiedene Zustände durchlaufen und sage deshalb: wir müssen Geduld haben. Wenn uns dieser Mensch nicht schadet, lasst ihn bei uns bleiben.

 

Aus dem Unterricht, 04.04.2019

 

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