Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Fundament meines Hauses

„Wenn der Schöpfer das Haus nicht baut, haben seine Bauleute vergeblich daran gearbeitet.“

Der Schöpfer und nicht wir erbaut die Struktur unserer Seele. Wenn das so ist, wie können wir dieses vom Schöpfer erbaute Haus betreten? Auf welchem Fundament steht es?

Mein Zehner bildet das gesamte Fundament dieses Hauses.

Ich muss dieses Fundament stärken, sodass es tief im Boden verankert ist, und mit Bodenplatten und Betonpfeilern stützen.

Sobald ich die Stützen, wie berechnet, erbaut habe, kann ich bereits Wände, Bodenplatten usw. dazwischen errichten. Das ist unsere Arbeit – sowohl im spirituellen als auch im materiellen Aufbau. In allen Welten gelten die gleichen Grundsätze.

Unsere Verbindung bildet die Säulen, auf der unser Gebäude steht. Wir sollten uns durch alle möglichen Arten von Beziehungen verbinden: das erste Mal gemäß den Eigenschaften eines Freundes, das zweite Mal gemäß den Eigenschaften eines anderen Freundes, das dritte Mal gemäß den Eigenschaften eines Dritten. So bauen wir das Gebäude aus den grundlegenden Zehn Sefirot auf.

Danach beginnen wir, innerhalb dieses Gerüstes Stockwerke zu bauen und Decken zwischen den Pfosten zu verlegen. Dies geschieht bereits durch eine einfache Verbindung zwischen uns, auf einer einfachen Stufe auf der jeder den anderen vervollständigt, indem er sich annulliert.

Darin sind viele Details enthalten, die aufgrund der Wirkung der spirituellen Wurzeln auch in unserer materiellen Welt vorhanden sind. Die Verbindung findet hauptsächlich durch verschiedene Formen unserer gegenseitigen Annullierung statt.

Eine Verbindung zwischen uns herzustellen, bedeutet den Tempel zu bauen: das Gebäude unserer Seele. Beim Versuch, diese Verbindung aufzubauen, stellen wir fest, dass wir dazu nicht in der Lage sind. Doch wir fangen jedes Mal von vorne an – mit einer neuen Ablehnung und Verzweiflung. Wir erkennen dann, dass die Kraft des Schöpfers nicht ausreicht, um uns zusammenzuhalten und das Gebäude zu stützen.

Wir verbinden das eine mit dem anderen, aber der Schöpfer muss diese Verbindung aufrechthalten. Wir brauchen Ihn als die Kraft, die uns zusammenhält, wenn wir versuchen, einander näher zu kommen.

Wir brauchen den Schöpfer als Grundlage für unsere Arbeit – dass Er uns organisiert, die erreichten Erfolge sichert und unsere Fehler korrigiert. Wir brauchen Ihn bei jedem Schritt auf dem Weg. Wir legen unsere Verlangen hinein, und der Schöpfer korrigiert sie, fügt alle Teile zu einem Ganzen und hält es zusammen.

Es ist unmöglich, etwas ohne Hilfe des Schöpfers zu tun; und ohne die Arbeit des Schöpfers wird nichts in der richtigen Form erbaut.

Aus dem Unterricht „Wenn der Schöpfer das Haus nicht baut, so arbeiteten seine Bauleute vergeblich daran.“, vom 30.08.2022

(302295)


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