Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Ergreife das Ende des Fadens, das zum Schöpfer zurückkehrt

Tora, Deuteronomium 17, 8-10: Wenn dir eine Sache unbekannt ist für den Rechtsspruch, zwischen Blut und Blut, zwischen Recht und Recht, und zwischen Schaden und Schaden, von den Streitsachen in deinen Toren; so mache dich auf und gehe nach dem Orte, den der Herr, dein Gott erwählen wird. Und begib dich zu den Priestern, den Leviten oder zu dem Richter, der in selbigen Tagen sein wird, und frage nach, dass sie dir künden den Ausspruch des Rechts; Und du tue gemäß dem Ausspruch, den sie dir künden werden von dem Orte aus, den der Herr erwählen wird, und beachte zu tun, ganz so wie sie dich unterweisen.

Ein Mensch kann sich niemals selber entscheiden wie er handelt. Die Lösung des Problems kann nur auf der nächsten Stufe gefunden werden: entweder auf der Stufe der Leviten (Aufstieg zu Bina), oder auf der Stufe von Cohanim (Aufstieg zu Chochma). Dies ist der einzige Weg, auf dem wir Stärke für unsere eigene Korrektur ansammeln können.

Es steht geschrieben: „Wenn dir eine Sache unbekannt ist für den Rechtsspruch, zwischen Blut und Blut, zwischen Recht und Recht, und zwischen Schaden und Schaden…“ Es geht dabei um die Überprüfung der Eigenschaften eines Menschen; schließlich weiß er nicht, was ihn antreibt: richtige oder falsche Eigenschaften, oder richtige oder falsche Gedanken. Es ist nicht bekannt, wo sich sein Egoismus verbirgt, wie er ihn anstiftet und ihm eine Art von Bestechungsgeschenk gibt.

Deshalb sollte jeder immer auf solch eine Stufe aufsteigen, wo er über seine Taten und Absichten mithilfe eines äußeren Maßstabs entscheiden könnte. Dafür ist eine besondere Kraft erforderlich: die nächste Stufe, der Aufstieg zu ihr, die Akzeptanz ihrer Eigenschaften und Ratschläge, sodass sie den Menschen ändern, erproben und unterwerfen möge. Dann wird er sicher sein, dass er sich korrekt fortbewegt.

Auf diese Weise schreiten wir voran in einem ständigen Widerspruch „zwischen Blut und Blut, zwischen Schaden und Schaden“. Wie sonst? Wenn ein Mensch von Beginn der Schöpfung bis zu ihrer vollständigen Korrektur ein Egoist ist, dann wird ein immer größerer Egoismus in ihm enthüllt.

Sagen wir, du hast dich selbst zu 90% korrigiert, aber die enthüllten 91%, die korrigiert werden müssen, sind größer als alle vorausgegangenen. Deshalb kannst du dich auf nichts verlassen, und jedes Mal befindest du dich in einem absoluten Unverständnis, wunderst dich, und bist über alles, was dir passiert, erstaunt.

Jedes Mal verschwindet der einzigartige, freundliche Schöpfer völlig aus deinen Sinnen, und an Stelle von Ihm gibt es eine Vielzahl aller möglichen Hasser, Verräter und boshaften Hunden. All dies musst du wieder in Beziehung mit dem Schöpfer bringen, um wegen des Mangels an Verbindung mit Ihm aufzusteigen. Das heißt, dies sind Eigenschaften, die eigens in dir erschaffen sind, damit du näher zum Schöpfer kommen mögest. Du hast keine Wahl.

Alles ist so erstaunlich angeordnet, dass du widerwillig, bewusst oder unbewusst, oder als Ergebnis von großen Problemen, Sorgen, schlaflosen Nächten, Suchen und inneren Kämpfen mit dir selbst, schließlich das Ende dieses Fadens ergreifst, das dich zur Einzigartigkeit des Schöpfers und Seiner absoluten Güte zurückbringt.

Derart ist der Weg der Bewusstwerdung – einerseits beängstigend und andererseits schön – weil du auf der Stufe des Schöpfers geboren bist und Ihm ähnlich wirst.
Aus KabTV “Geheimnisse des Ewigen Buches” 8/24/16

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