Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Mann, der den Weg in die Freiheit eröffnete [116947]


Kürzlich feierten wir das Andenken an unseren großen Lehrer, Baal HaSulam, der uns in unseren Tagen das Licht von Oben brachte. Er enthüllte unserer Generation die Weisheit der Kabbala, damit wir mit ihrer Hilfe von der tierischen Stufe auf die menschliche aufsteigen können und wissen, wie all die Handlungen zu vollführen sind, die uns die Augen öffnen. Dies ist der einzige Weg. Ohne dieses Wissen erkennen wir nicht, in welchem Zustand wir uns befinden.

Baal HaSulam war so ein bedeutender Mensch, dass wir nicht einmal annähernd die Tragweite seines Wirkens überblicken und ihm angemessen danken können. Wir stehen betreffend unsere spirituelle Entwicklung ähnlich tief in seiner Schuld wie wir es bezogen auf die körperliche Ebene unseren Eltern gegenüber sind. Jedoch ist es das spirituelle und nicht das körperliche Leben, mit welchem wir Ewigkeit und Vollkommenheit erreichen und in die Höheren Welten vordringen – ein Zustand, den wir uns noch nicht einmal richtig vorzustellen vermögen.

Baal HaSulams Anstrengungen waren enorm. Er schrieb unzählige Artikel, arbeitete duzende Stunden ohne Pause, bis seine Finger erlahmten und er kaum den Stift loslassen konnte. Er schlief höchstens drei Stunden pro Nacht und eine halbe Stunde am Nachmittag, gerade soviel, um seine Konzentration aufrecht erhalten zu können. Den Rest der Zeit verbrachte er mit Arbeit. Und so war es sein ganzes Leben lang.

Während des Krieges  war er gewillt, all seine Erkenntnis zu opfern und er bat den Schöpfer, ihn von seiner hohen spirituellen Stufe zu entheben, nur um unglücklichen Menschen helfen zu können, die in dieser Welt litten und noch nicht einmal den Grund dafür kannten. Der Schöpfer erhörte sein Gebet und half ihm. Nicht einmal Moses wurde diese Bitte gewährt, als er den Schöpfer ersuchte, ihn – Moses – anstelle seines Volkes zur Verantwortung zu ziehen und von einer Bestrafung des Volkes abzusehen.

Baal HaSulam befand sich auf einer so hohen Stufe, dass der Schöpfer ihm sagte: „Keiner in der ganzen Menschheit steht Mir näher als du.“ Er war ein wahrer Gigant. Lasst uns hoffen, dass wir in der Lage sind, seine Größe und Wichtigkeit in ihrer Tiefe zu erfassen. Den einerseits war er mit dem Schöpfer verbunden und andererseits konnte er sich jedem Menschen zuwenden und wahrnehmen, in welcher Form dieser am besten seine Erklärungen aufnehmen würde. Er konnte so ausgesucht schreiben, dass er weder Religiöse noch Säkulare beleidigte und er war imstande, letztere einander näher zu bringen als je einer zuvor.

Sein Vermächtnis wurde in unsere Hände gelegt. Wir erhielten all das Rüstzeug durch Rabash, welcher Baal HaSulams Methode für die Arbeit in der Gruppe anpasste.

Im Laufe der Jahre kontinuierlichen Studiums und Arbeit begannen wir langsam zu verstehen, was in seinen Werken geschrieben steht. Wir konnten es umsetzen, den Gruppen näher bringen und dadurch lernten wir diesen ungeheuren Menschen und seinen gewaltigen Beitrag für die Welt erst richtig kennen und schätzen. Er war der erste der Kabbalisten, der den Zustand der Freiheit enthüllte.

Auszug aus einem Gespräch während der Mahlzeit zum Gedenken an Baal HaSulam, 15.09.2013

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