Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfer'

An den Schöpfer denken

Frage: Was bedeutet es, über den Schöpfer nachzudenken?

Antwort: An den Schöpfer zu denken bedeutet, die einzelne Kraft zu sehen, die sich dir hinter allen Objekten, Handlungen, Gedanken und Ereignissen präsentiert.

Die ganze Welt, alles, was deine fünf Sinne betrifft, alles, was du vor deinen Augen hast, ist der ganze Schöpfer. Er offenbart sich dir einfach auf diese Weise, um dich mit allen Sinnen auf Ihn einzustellen.

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Aus der Kabbala-Lektion auf Russisch 2.3.19

Warum können wir nicht die Essenz des Schöpfers spüren?

Frage: Warum können wir nicht dieses Unbegreifliche spüren, das als die Essenz des Schöpfers bezeichnet wird?

Antwort: Wir können die Essenz des Schöpfers nicht begreifen, da wir nicht über die entsprechenden Werkzeuge verfügen.

So wie ein Tier nicht die Stufe des Menschen verstehen kann, so kann auch der Mensch die Stufe des Schöpfers nicht erfassen. Wir haben nicht die notwendigen Werkzeuge dafür, d.h. die Eigenschaften.

Unsere Eigenschaften, die auf dem Plus und Minus aufbauen, werden vom Schöpfer so weit erschaffen, dass wir ihn begreifen können, aber nur auf der Grundlage der Eigenschaften, in denen er uns erschaffen hat. Wir können nicht darüber hinausgehen.

Frage: Ist das tatsächlich so oder gibt es etwas anderes?

Antwort: Vielleicht gibt es noch etwas anderes.

Wenn wir am Ende von 6000 Jahren und vielleicht sogar früher, unsere Eigenschaften vollständig korrigieren und sowohl positive als auch negative Eigenschaften richtig einsetzen, dann werden wir endlich die Stufe erreichen, die der Schöpfer für uns bestimmt hat: Ihn in diesen 6000 Jahren zu verstehen.

Dann ist es durchaus möglich, dass wir die darauf folgende Ausdehnung, die nächste Leere, die wir begreifen können, offenbaren. Noch wissen wir nichts darüber. Es gibt einige Vermutungen, aber das sind nur Vermutungen.

 

Aus dem Unterricht, 24.02.2019

Der Genuss an Verbindung.

Frage: Es gibt auf der Welt viele Gruppen von Menschen, die einen Genuss an der Verbindung bekommen. Wie unterscheiden sich diese Gruppen von kabbalistischen Gruppen?

Antwort: In der Welt gibt es wirklich viele Gruppen, die sich mit verschiedenen Methoden der Verbindung beschäftigen und große Freude daran haben. Menschen besuchen Karaoke, gehen tanzen, singen zusammen usw.. Du siehst das und bist beeindruckt, wie gerne sie zusammen sind.

Wie kann man eine kabbalistische Gruppe von einer anderen Gruppe die sich verbindet und davon einen Genuss erhält unterscheiden?

Das Ziel von gewöhnlichen Gruppen ist es, sich zu amüsieren.

Der Sinn der Verbindung einer kabbalistischen Gruppe ist es, dem Schöpfer Freude zu bereiten. In dem Maß wie sie danach streben, werden sie sich auf die Stufe des Schöpfers erheben.

Aus dem Unterricht 20.01.2019

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Die einzige Kraft, die für alles Verantwortung trägt

Frage: Wenn der Schöpfer die gesamte Realität einbezieht, ist Er dann für das Chaos auf der unteren Stufe unserer Welt verantwortlich?

Antwort: Niemand trägt eine Verantwortung außer dem Schöpfer. Der Schöpfer beginnt alles und führt es aus. Er trifft alle Entscheidungen und erzielt Ergebnisse. Es ist die gleiche Kraft.

Diese Kraft führt uns durch alle Wechselfälle und Probleme des Lebens, drängt uns in alle Richtungen, führt uns in alle möglichen Konflikte.

Wir sind in diesem Leben verloren, so dass wir durch diese Umstände, dieser Achterbahnfahrten, die immer auf und ab gehen, in einen Zustand kommen können, in dem wir uns entspannen, uns dem Fluss hingeben müssen, der uns trägt. Wir wünschen uns nur eines- mit dieser Kraft, die alles regiert, in Verschmelzung zu sein. 

Kann ich das erreichen oder nicht? Wenn ja, dann brauche ich nichts anderes, denn alles wird plötzlich statisch, ruhig, gelassen. Es gibt nur einen Gedanken – den Schöpfungsgedanken und diese Idee ist in uns verankert. 

Dieser Gedanke zeichnet in mir alle möglichen Veränderungen meiner Wahrnehmung auf. Dieser Film, der in mir gespielt wird, wird von mir als eine Welt wahrgenommen, die außerhalb von mir liegt. Sie existiert nicht wirklich, alles geschieht in mir.

Ich muss mich allmählich an diese Tatsache gewöhnen, gleichzeitig in dieser Welt so zu leben, dass es mich trotz der Wahrnehmungsfehler nicht stört. Es wird sich herausstellen, dass ich in zwei Welten existiere: eine davon ist die höhere Welt, die mir der Schöpfer zeigt, und die andere ist die, die mir mein immer noch verzerrtes Bewusstsein präsentiert.

Aus dem Unterricht, 27.1.2019

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Was ist Azmuto?

Frage: Existiert der Schöpfer in oder außerhalb von uns? Sie sagen, dass Er nur in uns existiert. Was ist dann Azmuto?

Antwort: Es gibt nichts, was „außen“, „innen“ oder „irgendwo“ existiert. Es existiert einfach und das ist alles.

Azmuto ist etwas, das wir nicht verstehen können. Wir verstehen einige Auswirkungen auf uns und nennen es „den Schöpfer“, weil Er erschafft. 

Ich werde das Geschöpf genannt, da Er mich erschaffen hat. Neben dem Schöpfer, der mich erschaffen hat, gibt es Seine höhere, innere Essenz, die Azmuto genannt wird, d.h. Er ist wie Er ist, ohne jegliche Beziehung zu mir.

Man kann sich vorstellen, dass Azmuto ein innerer Teil der höheren Kraft ist und seine Einstellung zu mir gehört zu seinem äußeren Teil, der Schöpfer genannt wird. Es gibt mich, der das wahrnimmt.

Aus dem Unterricht, 27.01.2019

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Sich mit dem Höheren Licht vereinen.

Frage: Wenn das Verlangen zu empfangen unsere Grundlage ist, was ist dann die Eigenschaft des Gebens und wie kann sie vom Verlangen zu empfangen getrennt werden?

Antwort: Wir haben nur eine Eigenschaft – die zu empfangen, das heißt alles was ich fühle, genieße ich im Egoismus. Wir wissen nicht einmal was es bedeutet, etwas nicht im Egoismus zu spüren. Wie kann das sein? Wo merke ich das?

Über uns wird eine völlig neue Eigenschaft, ein Gefühl, eine Empfindung aufgebaut, welche unserer Natur entgegengesetzt ist und die nur mit Hilfe eines höheren Lichts aufgebaut werden kann. Wir müssen alles tun was in unsere Macht steht, um das Licht anzuziehen, es auf uns zu richten und ihm näher zu kommen. Das ist es, was wir tun sollten.

Wenn ich selbst versuche, direkt das Höhere Licht zu spüren, werde ich scheitern. Ich werde eventuell zur Mystik, zu allen möglichen Heucheleien, Vereinbarungen, vielleicht zu religiösen Extremen gelangen.

Wenn ich wirklich anfangen möchte, das Höhere Licht zu empfinden, dann erfordert dies eine höhere Kraft. Ich muss den Schöpfer klar ansprechen und es von ihm fordern und das ist nur dann möglich, wenn wir uns zusammen an Ihn wenden.

Ich kann jahrelang die „Lehre der Zehn Sefirot“ oder die „Einführung in die Weisheit der Kabbala“ studieren, wenn ich mich nicht durch die Gruppe an den Schöpfer richte, werde ich versagen.

 

Aus dem Unterricht 04.04. 2019

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Neues Leben #240 – Glück und Buddhismus

Neues Leben #240 – Glück und Buddhismus

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

     

Zusammenfassung 

Der Buddhismus ist ein Glaube, der darauf abzielt, das menschliche Leiden zu beruhigen, indem er das Ego unterdrückt, anstatt sich darüber zu erheben.  Es ist eine individuelle Methode, die sich nicht mit der Reformation der Gesellschaft oder der Vereinigung der Menschen beschäftigt. Es ist das Gegenteil von Abrahams System, das ganz auf der Offenbarung des Schöpfungsgedankens, der Verwirklichung des Entwicklungsplans, der Korrektur des menschlichen Egos und der Verbindung zwischen den Menschen durch das Erreichen der höheren Kraft beruht. Wir müssen die Harmonie entdecken, die in der gesamten Natur funktioniert und mit ihr fließt. Wir tun dies, indem wir lernen, uns innerhalb einer Gruppe von Menschen in einem Kreis durch einen Workshop zu verbinden. Das ist der Weg zum wahren Glück.

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Aus KabTVs „New Life # 240 – Glück und Buddhismus“, 10.10.13

Kabbala und Aberglaube

Frage: Was sagt die Kabbala zum Aberglauben?

Antwort: Aberglaube ist eine Erfindung unserer Welt, der Psychologie und nichts weiter.

Die Kabbala ist völlig abstrahiert von allen Überzeugungen, Aberglauben und von allem, was mit der Mystik zu tun hat, das heißt von allem, was in dieser Welt ist.

Lasst es in Ruhe, widmet euch der Offenbarung der oberen Welt und des Schöpfers, und ihr werdet sehen, dass es alles für euch ersetzen wird. Du wirst  auf alle Fragen, konkrete und klare Antworten bekommen, und du wirst anfangen, mit deiner Seele zu arbeiten.

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Aus der Kabbala-Lektion auf Russisch, 23.12.18.

Warum hält man den Tag an dem die Tora übersetzt wurde für einen Trauertag?

Frage: Warum gilt der zehnte Tag des Monats Tevet – der Tag der Tora (Übersetzung aus dem Hebräischen in 70 Sprachen), als Tag der Trauer? Die Tora wurde an diesem Tag angeblich von ihrem Platz genommen. Was bedeutet das?

Antwort: Da dieser Übersetzung der Tora ihr wahres spirituelles Fundament, ihre wahre Erscheinung entzogen wurde. Es blieb nur eine oberflächliche Übersetzung übrig. Sie konnte nicht einmal methodisch korrekt sein, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass das Spirituelle in keine Sprache übersetzt werden kann.

Selbst das Hebräische ist keine Sprache, es ist ein Buchstabencode. Die Buchstaben folgen in einer bestimmten Reihenfolge und nach bestimmten Regeln aufeinander. Sie dürfen nicht geändert werden. Für jedes Wort gibt es eine bestimmte Wurzel aus zwei oder drei Buchstaben, den sogenannten „Binyan“ (“ Aufbau“).

Wenn man mit der Übersetzung des Hebräischen beginnt, wird das verworfen und es bleibt fast nichts mehr von der Sprache übrig. Man nimmt eine einfache Übersetzung dieses Wortes das typisch für unsere Welt ist. Es spricht überhaupt nicht über materielle Dinge, man gibt ihm irgendeine Ähnlichkeit aus unserer Welt.

Bemerkung: Es gibt viele Diskussionen darüber, dass die Frau angeblich aus der Rippe des Mannes gemacht wurde oder das bei Moses die Hörner geglüht hätten. Das alles kommt durch die fehlerhafte Übersetzung…

Antwort: Da kann man nichts machen. Das ist ein Problem.

Frage: Werden die Menschen, wenn sie in die spirituelle Welt zurückkehren, die Tora an ihren Platz zurückbringen?

Antwort: Wir haben nichts zurückzubringen! Die Tora ist nicht heruntergefallen, sie ist nicht zerbrochen, ihr ist nichts passiert.

Die Tora ist eine Beschreibung, wie die Höhere Welt aufgebaut ist. Wenn ein Mensch beginnt sich mit ihr zu beschäftigen, steigt er auf und erkennt den Aufbau.

Wenn der Mensch denkt, dass sich diese Struktur bereits in seiner Tasche in Form eines Buches befindet, die nicht einmal auf Hebräisch, sondern in einer Übersetzung geschrieben ist, die keine spirituelle Bedeutung hat, dann nimmt er die Tora als reine Geschichte wahr. Wenn er liest, dass Gott zuerst den Himmel und die Erde erschaffen hat, denkt er: „Ich kenne den Himmel, ich kenne die Erde, lasst uns weitermachen“.

Deshalb sollte man es einem Menschen, der sich nicht vollkommen auf die spirituelle Welt einlassen will, nicht erlauben.

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Aus dem Unterricht vom 06.01.2019

Wie kann man das Leben schöner machen?

Frage: Wie kann man 99% der Menschen erklären, was ein gutes Leben ist?

Antwort: Ein gutes Leben nennt man das, was einem gut tut.

Heutzutage sind wir schlecht mit anderen verbunden, daher kann es uns nicht gut gehen. Wir sehen, dass die Welt auseinander fällt. Sie spürt, dass das höhere Licht, welches hinabsteigt um die Menschen zu füllen, nicht diesem Licht entspricht.

Je näher sich unsere Welt dem spirituellen Wohl annähert, umso schlechter geht es uns. Die Abstimmung des höheren Lichtes gibt uns das Gefühl der Dunkelheit, da wir nicht korrigiert, sondern diesem Licht entgegengesetzt sind.

Um das Gute zu spüren und nicht in Krisen und Probleme zu versinken, müssen wir uns dem höheren Licht angleichen. Mit anderen Worten, wir müssen uns auf der Stufe dieser Welt verbinden.

Die Menschen sollten das Gefühl haben in Gefahr zu sein, als hörten sie zum Beispiel in den Nachrichten, dass ein Asteroid auf die Erde fliegt und die Erde in Bedrängnis ist,– das hohe Licht kommt uns nahe, da sich der Schöpfer in den Geschöpfen manifestieren möchte, deshalb werden wir „die letzte Generation“ genannt.

Wir sind in eine Phase eingetreten, in der auf uns der Druck zunimmt. Uns offenbart sich die Kabbala und erklärt, dass wir uns dem höheren Licht anpassen, ihm auf irgendeine Weise ähnlich werden müssen.

Wir sind ein Kli (ein Gefäß der Seele), der Schöpfer ist das Licht. Das Kli kann nur durch die Verbindung zwischen uns dem Schöpfer ähnlich werden. Mit anderen Worten, wenn wir eine bessere Zukunft wünschen, müssen wir uns verbinden.

 

Aus dem Unterricht, 11.02.2019