Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Information = Reshimo

Frage: Was ist der richtige Begriff für das Feld um uns herum – das Feld der Information oder das Feld des Bewusstseins? Hier gibt es eine große Verwirrung. Manche Wissenschaftler sprechen vom Feld des Bewusstseins was offenbar dasselbe bedeutet; manche sprechen vom Feld der Information.

Antwort: Es kommt darauf an, welche Stufe wir als Information betrachten. Sie kann physisch, wissenschaftlich, materiell, spirituell, sinnlich sein. Es ist das Problem, welchen Rahmen wir ihm geben.

Wir stecken Informationen in bestimmte Objekte, verbinden sie mit bestimmten Handlungen und dann erhalten wir die entsprechenden Ergebnisse. Die Information allein sagt noch nichts aus. Es ist nicht einmal ein Datensatz, sondern, wie man in der Kabbala sagt, eine Information oder Reshimo.

Wenn diese Informationsaufzeichnung in ein bestimmtes spirituelles Objekt eintritt und dort neue Bedingungen schafft, dann können wir bereits von den Eigenschaften dieser Information sprechen. Ohne dem ist es nur eine Aufzeichnung.

Frage: Wenn diese Information durch Reshimo mit uns in Kontakt tritt und wir beginnen, sie zu fühlen, zu strukturieren, – wird sie dann zur Information?

Antwort: Reshimo und Information sind ein und dasselbe. Die Informationen, die in uns eingebettet sind, werden Reshimo genannt. „Roshem“ kommt von dem Wort „Aufzeichnung“.

Die Hauptsache ist, diese Aufzeichnung zu realisieren, das heißt, sich in einen bestimmten Zustand zu bringen oder festzustellen, was auf mich wirkt, welche Informationen ich erhalten habe.

Nur durch die Aufzeichnung von Informationen kann ich keine Aussage treffen. Ich muss sie in mir umsetzen und dann werde ich zum Objekt dieser Information, sie wirkt in mir und macht aus mir das, was in ihr steht.

Wenn ich zum Untersuchungsobjekt werde, zum Endergebnis dieser Informationsaufzeichnung, dann können wir feststellen, was sie in sich getragen hat. So funktioniert es.

Aus dem Fernsehprogramm, „Begegnungen mit der Kabbala“, 22.3.2009

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Neues Leben 1296 – Ein Botschafter der Verbindung

Neues Leben 1296 – Ein Botschafter der Verbindung

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum Ben Moshe

Als Botschafter der Verbindung lehren wir, dass wir, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, lernen müssen, uns zu verbinden. Schon allein die Gedanken eines Menschen beeinflussen seine Umgebung, von seinen Handlungen ganz zu schweigen. In einer Familie beispielsweise, die sich verbinden möchte, handeln alle mit Offenheit und es besteht der gegenseitige Wille zu helfen. Wir erörtern, wie gut es sich anfühlt, ein gemeinsames Mahl zu genießen, und überlegen, wie wir das Gefühl der Verbindung zwischen uns steigern können. Wir versuchen anhand der Negativität, die zwischen uns auftritt, etwas über positive Verbindung zu lernen. Um auf jemanden einzuwirken, müssen wir uns zuerst mit ihm verbinden.

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Aus KabTVs  „Neues Leben 1296 – Ein Botschafter der Verbindung“,

Ein Erzeuger oder ein Empfänger von Gedanken?

Frage: Bin ich ein Erzeuger oder ein Empfänger von Gedanken? Was ist meine Freiheit in Bezug auf Gedanken?

Antwort: Niemand ist ein Erzeuger von Gedanken. Gute und böse Gedanken kommen nur von oben.

Wir sind nur kleine Konsumenten am Ende der Kette, aber unsere Reaktion auf sie hängt davon ab, wie wir die bösen oder guten Signale, die wir empfangen, widerspiegeln. Dies ist unsere Aufgabe.

Frage: Können sich Gedanken gegenseitig überschneiden, verstärken oder unterbrechen?

Antwort: Ja, wenn sie nicht um der Einheit willen sind. Aber wenn es Gedanken für die Einheit sind, werden sie im Zentrum der Gruppe verschluckt und die Gruppe kann wachsen.

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Aus KabTV’s „Grundlagen der Kabbala“ 2/3/19

 

Neues Leben 1295 – Die Bande der Gruppen, denen wir angehören, vertiefen

Neues Leben 1295 – Die Bande der Gruppen, denen wir angehören, vertiefen

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Radfahrer können in einer Gruppe eine höhere, innere Stufe der Verbindung erreichen, wenn sie sich bemühen, sich in einem Herzen und einem Gedanken als ein Mann auf einem Fahrrad zu vereinen. Anführer werden das Gefühl vermitteln, dass es eine besondere Verbindung inmitten der Gruppe gibt und dann auf die natürlichen Reaktionen achten, die ohne künstlichen Druck hervorgerufen werden. Konflikte, die Teil des Lebens sind, werden genutzt, um die Verbindung zu steigern.

Wenn zum Beispiel jemand zu spät kommt, wird die Zeit genutzt, um über die Bedeutung der Verbindung, Zugeständnisse und das Aufsteigen über das Ego zu sprechen. Die Gruppe akzeptiert das verspätete Mitglied und verbindet sich durch sein Zuspätkommen noch mehr. Wenn die Gruppe darauf bedacht ist, die Verbindung zwischen sich zu erhöhen, werden sie wirklich gemeinsam in der Harmonie der Natur schweben und auf dem Weg zu Glück, Freude und Erfolg voranschreiten!

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Aus KabTVs „Neues Leben 1295 – Die Bindungen in den Gruppen, zu denen wir gehören, vertiefen“, 

Die richtige Einstellung zu den Quellen

Frage: Was ist der richtige Wunsch, wenn man sich in die Quelltexte, die Buchstaben, hinein vertieft, wie kann man sich gefühlsmäßig in sie hineinversetzen?

Antwort: Unabhängig davon, ob der Mensch Wissen hat oder nicht, etwas versteht oder nicht, die hebräische Sprache beherrscht, oder zu dieser Sprache keinerlei Beziehung hat, alles Gegebene ist notwendig, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden.

Wenn Quelltexte gelesen werden, auch während des Unterrichts, unabhängig davon, welchen Teil der Kabbala man studiert, man muss nur eines denken: „Wie kann ich wenigstens eine minimale Verbindung mit dem Schöpfer erreichen?“, ohne komplizierte Gedankengänge. Man wird sehen, dass eine einfache, ich würde sogar sagen eine naive, Herangehensweise an den Quelltext, funktioniert.

Es geht darum zu verstehen, dass wir zusätzliche Mittel nutzen können, um uns an die höhere Quelle anzuheften und diese, von allen Seiten, auf uns selbst auszurichten.

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Neues Leben Neues Leben 1294 – Prozess der Entscheidungsfindung

Neues Leben 1294 – Prozess der Entscheidungsfindung 

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Wir leben in besonderen Zeiten, in denen sich die Welt in Richtung Verbindung, zu einem Mechanismus entwickelt. Diese Erkenntnis sollte sich auf unsere Entscheidungsfindung auswirken. Um zu entscheiden, ob eine Entscheidung gut ist oder nicht, hängt davon ab, ob sie im Einklang mit der Entwicklung der Gesellschaft hin zu gegenseitiger Abhängigkeit und Ganzheitlichkeit steht.

Wir können eine Liste mit Vor- und Nachteilen erstellen, Experten sowie Familie und Freunde konsultieren oder unsere Intuition nutzen; wir müssen uns jedoch fragen, welchen Nutzen unsere Familie und die Gesellschaft von der Entscheidung haben. Um die richtige Entscheidung zu treffen, ist es hilfreich, widersprüchliche Meinungen von anderen mit einzubeziehen.

Die letztendliche Entscheidung sollte jedoch erst nach sorgfältiger Abwägung und in Übereinstimmung mit einer ganzheitlichen Entwicklung getroffen werden.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1294 – Prozess der Entscheidungsfindung“, 

Den Schöpfer erreichen

Frage: Worin besteht der Unterschied in der Wahrnehmung, vom Schöpfer geleitet zu werden, von dem, dass nur Er allein mich lenkt?

Antwort: Wenn wir uns dem Schöpfer nähern, müssen wir uns ständig auf diese einzigartige schöpferische Kraft ausrichten, „Es gibt niemanden außer Ihm“ und uns nur mit ihr solidarisieren und ihr alles zuordnen.

Tun wir dies, werden wir tatsächlich lernen, alles uns Umgebende als Erscheinung einer einzigen Kraft zu erkennen, d.h. sie in verschiedenen, einander entgegengesetzten Erscheinungen wahrzunehmen.

In der unendlichen Vielfalt von Erscheinungsformen des Schöpfers beginnen wir Ihn als die Kraft hinter allem zu spüren. Das bedeutet, dass die Offenbarung des Schöpfers als den Einen und Einzigartigen, dank der Tatsache geschieht, dass wir Seine Anwesenheit in der Vielfalt seiner verschiedenen Eigenschaften, Kräfte und Auswirkungen erleben.

Frage: Bleibt dabei der Wahrnehmende bestehen?

Antwort: Natürlich, der Mensch verschwindet nicht und das ist seine Einzigartigkeit. Er wurde so erschaffen, dass, indem er für sich den Schöpfer offenbart, er Ihm gleich wird. Und er verschwindet nicht, weder wird er annihiliert, noch annulliert er sich selbst. In dem Ausmaß, wie der Mensch zunehmend den Schöpfer erhöhen kann, und in der Lage ist, gegensätzliche Erscheinungen in der Natur und in sich selbst als Eins zu sehen, kann er dem Schöpfer gleich, Ihm ebenbürtig werden.

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Neues Leben 1293 – Phasen des Umgangs mit Konflikten

Neues Leben 1293 – Phasen des Umgangs mit Konflikten

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Drehen Sie es um und machen Sie eine Kehrtwende! Konflikte gehören zum Leben und können uns helfen, neue Stufen des Genusses zu erleben, wenn wir wissen, wie wir sie richtig zum Wohle aller nutzen können. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir Konflikte so bewältigen können, dass alle zufrieden sein sollten. Zuerst müssen wir die Meinungsverschiedenheit beiseite legen und uns auf die Verbindung zwischen uns konzentrieren, so als gäbe es nichts, worüber wir streiten könnten.

Nachdem wir uns auf diese Weise gemeinsam über den Konflikt erhoben haben, kehren wir das Geschehen so um, dass es die Verbindung zwischen uns verstärkt. Mit anderen Worten stellt jeder die Verbindung untereinander an erste Stelle, über den Konflikt oder seine eigenen persönlichen Interessen.

Jeder lässt sich mit dem anderen auf eine Art Spiel des Kompromisses und der Gegenseitigkeit ein, so dass wir letztendlich miteinander verbunden sind. Meistens gibt es bei Konflikten keine materiellen Lösungen. Der Schlüssel dazu, liegt in der Fähigkeit, das zu genießen, was dem anderen Freude bereitet.

Es geht darum, die Art und Weise, wie wir denken, auf integrales Denken umzustellen. Während persönliches Vergnügen begrenzt ist, ist integrales unbegrenzt. Dadurch erreichen wir doppelt so viel Vergnügen in unbegrenzter Art und Weise!

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Aus KabTVs „Neues Leben 1293 – Phasen des Umgangs mit Konflikten“, 

Überprüfung der Richtigkeit der Kabbala

https://www.laitman.com/wp-content/uploads/2008/03/michael-laitman_28.jpgKommentar: Auf der einen Seite entdeckt ein Mensch, der zuvor andere Methoden ausprobiert hat und dann zur Kabbala gekommen ist, dass es keine andere Methode gibt, um Spiritualität zu erreichen. Auf der anderen Seite sagt Dr. Laitman ziemlich dogmatisch, es gäbe keine andere Methode, die einen Menschen zur Spiritualität führen kann, jedoch sagt er auch, das jeder Mensch alles für sich selbst prüfen müsse.

Antwort: Du hast recht. Wenn du modernen Wissenschaftlern erzählst, dass du die einzige wahre universelle Weisheit besitzt, werden sie nicht mehr mit dir sprechen. Der Grund dafür ist, dass moderne Wissenschaftler während des letzten Jahrhunderts erkennen mussten, dass nichts absolut ist. Die menschlichen Instrumente zur Erlangung der Erkenntnis sind begrenzt und erfassen nicht das komplette Bild der Schöpfung, sondern nur winzige Stücke und deswegen sind jegliche Schlussfolgerungen unmöglich. Kabbala enthüllt das Universum genauso in Stücken, aber als ein Hologramm, bei dem jedes Stück in sich das gesamte Universum enthält, auf einer kleineren Skala, in den gleichen 10 Sefirot, entsprechend dem Prinzip “Das Einzelne ist gleich dem Ganzen.”

Der Prozess der Evaluierung von Lehrmeinungen, Methoden, Philosophien und Religionen – sie durch einen Forscher, welcher subjektiv ist und genauso persönliche Transformationen erlebt, filtern und vergleichen zu lassen – ist endlos.

Oder vergiss alle anderen Lehrmeinungen, Mystiken, Philosophien und Religionen dieser Welt und beginne ein analytisches Studium der Kabbala, als ein Wissenschaftler/Forscher und als ein Kabbalist, z. B. um die höhere Welt genauso zu begreifen, wie du unserer Welt begreifst. Dann kannst du für dich selbst prüfen, ob du dieselben Stufen durchlaufen hast, wie sie in den kabbalistischen Büchern beschrieben werden, in genau derselben Reihenfolge. Sicher könnten diese Stufen unangenehm sein – Zeiten der Frustration, Gleichgültigkeit. Finde den Roboter, den Egoisten und das Tier in dir selbst und lass aus ihnen ein menschliches Wesen entstehen!

Die Reihenfolge der Entwicklung dieses menschlichen Wesens in dir ist authentisch und zu allen Zeiten der Geschichte nachprüfbar.

Gleichzeitig wirst du anfangen zu verstehen, wie dein Bewusstsein, deine Erkenntnis und die Wahrnehmung der dich umgebenden Welt ausschließlich von deinen Eigenschaften abhängig ist und sich alles gemäß diesen Eigenschaften verändert. Zusammengefasst wird sich entweder die Welt weiter verschlechtern, da dein Ego wächst, oder wir werden uns selbst ändern und die Welt wird sich zum Guten wenden.

Kabbala Akademie

Die Bestimmung der Frau

Frage: Für eine Frau ist es wichtig, etwas Eigenes zu haben. Ein Mann dagegen duldet keinerlei Einschränkungen. Warum ist das so?

Antwort: Auch eine Frau neigt zum verlassen ihrer Rahmenbedingungen. Früher war die größte Bedeutung für sie das Haus, die Familie, Kinder und Ehemann. Es war nicht einmal nötig, das Haus zu verlassen.

Frage: Wurde sie vielleicht durch ihre Umgebung dazu gezwungen?

Antwort: Nein, sie wurde von niemandem zu etwas gezwungen. Das war tatsächlich so. Wenn eine Frau Kinder hatte und in ihrer Familie alles gut lif, bestand darin der Sinn ihres Lebens.

Heute erhält sie keine Erfüllung von ihren Kindern, ihrem Mann oder ihrer Familie. Ein Mensch muss immer noch für etwas existieren, man muss Freude empfangen. Deshalb geht eine Frau, die sich nicht erfüllt fühlt, in die Außenwelt hinaus, ich würde sagen, aus Verzweiflung, weil sie in der Familie keine Befriedigung findet.

Erwiderung: Studien sagen, dass verheiratete Frauen eine sehr instabile Psyche haben. Sie sind gezwungen, ständig einen Psychologen zu konsultieren.

Antwort: Das ist furchtbar. Eine Frau sollte für ihre Familie und Kinder da sein. So ist es immer gewesen, vor allem in der jüdischen Gemeinschaft, wo man sich darum kümmerte, dass kein Mädchen ohne Bräutigam blieb, und auch, dass ein Brautpaar wenigstens ein minimales Auskommen hatte. So ist es uns vorgeschrieben.

Die Gesellschaft ist verpflichtet, eine Frau nicht allein zu lassen, für sie die Umgebung zu schaffen, die ihrer   Natur   entspricht.   Deshalb   hatte   die   Brautwerbung   eine   wichtige   gesellschaftliche   Bedeutung, daneben auch die Pflegschaft, die Fürsorge für junge Paare. Die Gesellschaft überließ das nicht nur den Eltern. 

Die Brautwerbung ist nicht nur eine interessante Tätigkeit, sondern sie soll vielfältige soziale Probleme lösen. Diese Institution der Fürsorge besteht schon seit der Antike, seit Jahrtausenden. Sie basiert auf sehr ernsthaften Motiven. Keinen einzigen Menschen allein zu lassen, ohne dass er in seiner wohlgeordneten Familie aufgehoben ist, in der er existieren sollte. 

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