Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Seminar im Kreis und die praktische Kabbala Teil 2

Frage: Worin verbirgt sich der Sinn des Seminars, der Besprechung im Kreis, als die Methode der praktischen Kabbala?

Meine Antwort: „Seminar“ ist eine gemeinsame Handlung zwischen zehn Männern oder zehn Frauen, welche Übungen durchführen. Diese Übungen wurden von den kabbalistischen Quellen empfohlen und werden unter der Leitung des Lehrers, wie die Sportler unter der Leitung des Trainers, durchgeführt.

Das sind keine physischen Übungen wie im Sport, sondern innere Übungen. Sie basieren auf den inneren Anstrengungen, sich miteinander bis zu einem Grad zu verbinden, damit sich innerhalb dieser Verbindung der Schöpfer offenbart.

Es wäre gut, wenn man das in einer Handlung realisieren würde. Normalerweise aber braucht man viel Übung über mehrere Monate oder sogar Jahre. Solch eine Übung mit dem Ziel, zwischen uns eine besondere Verbindung zu erschaffen, innerhalb welcher wir die höhere Kraft des Gebens und der Liebe spüren werden, heißt „Seminar“.

Es gibt viele verschiedene Arten von Seminaren. Üblicherweise aber werden sie als Vorbereitung zum Studium der Kabbala durchgeführt. Im Seminar überprüfen wir die Verbindungen zwischen uns, inwieweit sie mit der Natur des Schöpfers (dem Geben und der Liebe) übereinstimmen. Nachdem wir im Seminar dieses Geben und die Liebe erreichen, oder umgekehrt nicht erreichen können, sondern unsere Entgegengesetztheit offenbaren, kommen wir zum Studium.

Dann, mit Hilfe des Studiums, erbitten wir von oben die Kraft des Gebens, das Licht, das zur Quelle zurückführt. Also die Kraft, die in der Tora steckt. Das bedeutet die Tora zu studieren, worüber es heißt: “Ich habe den bösen Trieb erschaffen“, welcher uns im Zehner trennt, „und als Gewürz dazu habe Ich die Tora erschaffen, das Licht, welches zur Quelle zurückführt“.

Wenn wir im Zehner Kabbala  studieren, um uns einander anzunähern und uns dadurch miteinander zu verbinden, dann können wir die Kraft der Tora nutzen. Während des Studiums erlernen wir was es heißt verbunden zu sein. Wie sind die spirituellen Objekte (Parzufim) aufgebaut, die Welten, die Leiter der spirituellen Stufen, wie wird das alles verbunden und bindet uns darin ein?

In diesem Fall ziehen wir auf uns eine besondere Kraft heran, welche „die Tora“ heißt, „das umgebende Licht“ oder „das Licht, das zur Quelle zurückführt“, welches auf uns einwirkt und uns einander annähert.

So bilden wir ein Netz der Verbindungen, in welchem wir letztendlich diese besonderen Ereignisse sehen. Sie sind Ausdruck der höheren Kraft, der Offenbarung des Schöpfers.

 

Fortsetzung folgt…

Aus dem 885. Gespräch über das Neue Leben  20/07/2017

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