Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

In den Traditionen des Höheren, das Gute zu schenken

Die ganze Arbeit besteht in der Erwerbung der Eigenschaft des Gebens über der Eigenschaft des Empfangens. Jeder Augenblick ereignet sich in der Wahrnehmung, dass alles, was in mir und um mich herum geschieht, in all meinen Gedanken und Verlangen, im ganzen Bild der Realität, nur vom Schöpfer kommt. Das kläre ich, ungeachtet aller kommenden Hindernisse, in mir auf. Die Welt erscheint mir so, als wenn es darin eine Menge verschiedener fremder Faktoren und Kräfte gäbe, die mich berühren und meinen Zustand bestimmen. Aber hinter allem soll ich den Schöpfer sehen.

Es ist einfacher, der Welt zu widerstehen, wenn sie mir feindlich erscheint und ich versuche, ihr zu entfliehen . Aber wenn ich stark und erfahren bin, dann werden mir vermeintlich gute Kräfte geschickt, die mich zu dieser Welt heranziehen. Dann soll ich diesen Kräften widerstehen und sagen, dass sie böse sind, noch schlimmer als früher.

Auf jeden Fall soll ich für das Schlechte wie für das Gute danken. Für die Leiden soll ich sogar noch mehr danken als für die Versuchungen, die mir die Welt schickt. Hinter allem soll ich nur den “das Gute gebenden” Schöpfer sehen.

Diese Arbeit wird die Arbeit des Schöpfers genannt. An ihrem Beispiel lerne ich, wie der Schöpfer mit mir umgeht, um mich in seinen „Traditionen“ zu belehren. Ich enthülle, dass der Schöpfer hinter dieser vorgestellten Realität steht, damit ich durch diese Welt, durch diese Realität jene Kraft offenbare, die mich lenkt und das ganze Weltbild für mich gestaltet.

Ich soll die ganze Zeit über diesen Zeigefinger des Schöpfers sehen, der mich zur richtigen Wahl ausrichtet, zum Verbleib in “Klipat Noga”, im mittleren Drittel von Tiferet. Ich erkenne, dass alles nur aus einer Quelle, aus Keter, von der Sonne kommt, und ich muss Ihm wie der Mond ergeben sein, um der Sonne – Ihm jenes Licht zurück zu geben, das ich von Ihm bekommen habe.

Aber für mich segne ich den Zustand des neuen Mondes, der vollkommen dunkel ist und nicht leuchtet. Mir reicht es, im Glauben über dem Verstand  zu bleiben, in der Eigenschaft des Gebens über dem Verlangen zu empfangen. Ich segne gerade diese Form, diesen Zustand, nach dem ich in meiner Arbeit strebe.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 24.04.2013

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