Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Wenn die Zeit verschwindet

„Vorwort zum Buch Panim Meirot“, Punkt 12: Das ist die geheime Bedeutung der Existenz von Zeit in unserer Welt.

Zunächst teilten sich die zwei oben genannten Gegensätze in zwei voneinander getrennte Wesen auf, also in ein System von reinen Welten und Sitra Achra, was der verborgene Sinn des Gesagten ist: „Eines gegenüber dem Anderen erschuf der Schöpfer“, in denen sich immer noch keine Korrektur verwirklichen kann, da sie sich in einem Träger befinden müssen – dem Menschen.

Somit brauchen wir die Existenz von Zeit, damit diese zwei Gegensätze im Menschen einer nach dem Anderen entstehen.

Es ist unmöglich, die zwei Gegensätze – die Eigenschaften des Schöpfers und der Schöpfung – sofort direkt miteinander zu verbinden.

Aus diesem Grund müssen wir uns schrittweise fortbewegen, indem wir zuerst in ein leeres Verlangen eintauchen und dann die Korrektur vornehmen und uns mit dem Licht erfüllen, und darauf folgen wieder die Leere, die Korrektur und das Licht.

Während wir auf diese Weise ab- und aufsteigen, kommen wir von unten nach oben voran, indem wir unser Verlangen vergrößern und es durch die Absicht zum Geben korrigieren.

Nur diese Veränderungen geben uns das Zeitempfinden. Und wenn sich das Verlangen und die Absicht in uns nicht verändern würden, hätten wir die Zeit nicht wahrgenommen und würden in einem unveränderlichen Zustand bleiben. Deshalb gibt es in der Welt der Unendlichkeit, wenn alles bereits korrigiert ist, keine Zeit.

Sich in dem spirituellen Raum zu befinden bedeutet, sich an einen Zustand, an ein Prinzip, das über allen Dimensionen liegt, anzuheften. Deshalb empfinden wir dort keine Zeit.

Dieser Zustand ist uns sogar aus dem alltäglichen Leben bekannt: wenn wir mit Spielen oder Arbeiten beschäftigt sind, merken wir nicht, wie die Zeit vergeht.

Wahrscheinlich durchlaufen wir eine Menge Zustände, doch darüber hinaus sind wir auf einen einzigen Punkt fixiert – dann nehmen wir die Zeit nicht wahr.

Das heißt, die Zeit hängt nicht davon ab, wie wir uns durch Auf- und Abstiege, durch Zustände des Klein- und Großseins bewegen, sondern inwieweit wir dieser einen Richtung, dem einzigen Punkt der Verschmelzung, trotz aller Schwankungen ergeben sind. Dann empfinden wir die Zeit nicht.

Deshalb erheben wir uns in der spirituellen Welt über die Zeit. Denn den Machsom zu durchqueren bedeutet, sich an dieses Prinzip zu halten. Dann fängst du an, wahrzunehmen, was es bedeutet, über der Zeit zu sein.

Hier gibt es nichts Mystisches – wir erheben uns in unseren Empfindungen über die Dimensionen, und aus diesem Grund verschwindet die Zeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 07.07.2010

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