Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Um nicht beim zerbrochenen Trog zu landen

Frage: Wenn ich in der Familie zustimmen und einräumen soll, dann genügt es jedes Mal, einfach einen Kompromiss einzugehen?

Meine Antwort: Nein, der Kompromiss nützt nichts. Den Kompromiss erlangt man unter dem Druck der äußeren Kraft: Es bleibt ihnen nichts übrig, sie haben keine Wahl, weshalb sie schon notgedrungen diese Handlung ausführen. Diese falsche Lösung basiert auf der Existenz der egoistischen Zustände, die zwischen den Menschen entstehen.

Sie sollen darüber nach dem Prinzip „zeige mir alle deine Verlangen, und ich werde sie allmählich erfüllen“ hinaufsteigen. „Und wenn du willst, dann kann ich dir von meinen Wünschen erzählen“.

Frage: An der Stelle erinnere ich mich an das Märchen „Über den goldenen Fisch“ – an die Alte, die nur an die Erfüllung der eigenen egoistischen Verlangen gedacht hat.

Meine Antwort: Lasst uns in der Familie etwas anderes vereinbaren. Die Familie ist im Prinzip etwas sehr Nahes, Intimes, Geschlossenes, und nicht die riesige Gesellschaft, in der wir unter dem Druck der Natur die guten Beziehungen mit allen Übrigen schaffen sollen. Lasst uns wenigstens in der Familie diese Einstellung umzusetzen. Wir könnten einach die Gegenseitigkeit vorspielen: Ich fülle deine Verlangen aus, du füllst meine Wünsche aus, wir machen es so, dass jeder mit dem anderen zufrieden ist.

Sie werden erkennen, inwiefern dabei ihre gegenseitigen Forderungen sinken werden: Sie werden plötzlich fühlen, dass sie auf Vieles verzichten können, da es dafür keine Notwendigkeit gibt; sie werden sogar bereit sein, allem zuzustimmen, wobei es ihnen dennoch gut und komfortabel gehen wird.

Auszug aus dem Gespräch über die integrale Erziehung, 08.07.2012

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