Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Kuchen mit Füllung

Frage: Es steht geschrieben: „Wer für den Freund bittet, bekommt als erster“. Doch wenn ich das im Vorhinein weiß, versinke ich im totalen, absoluten Egoismus, anstatt dem Geben entgegenzustreben…

Meine Antwort: Natürlich kommst du vorerst auf egoistische Art und Weise voran, und dein Egoismus wächst. Du siehst jedoch, wie das Herz des Pharao jedes Mal immer mehr verhärtet wird. Und das ist ein gutes Zeichen.

Frage: Wie kann ich vom Hass zur Liebe und nicht zur Selbstunterdrückung kommen?

Meine Antwort: Ohne Hass und Neid kann man keine Liebe erschaffen. Letztendlich werden alle negativen Einzelheiten der Wahrnehmung in Liebe umgewandelt. Und du brauchst sie alle. Auf welchem Boden soll die Liebe sonst wachsen? Auf welchem Fundament soll sie sich festigen? Sie erhebt sich über den Egoismus in den empfangenden Gefäßen zu der Wahrnehmung von Fremden als Nahestehenden.

Selbstannullierung bedeutet nicht, dass alles annulliert wird. Der Hass (Sina) verschwindet nie, er bleibt in all seiner Stärke erhalten – und gerade über ihm errichtest du die Liebe. Es ist so, als würdest du diesen ganzen „Berg Sinai“ mit „Creme“ bedecken, und es entsteht ein „Kuchen“ – die „Höhe der Heiligkeit“.

Auf diese Weise wird die Entfernung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung nicht annulliert – anderenfalls würde es die Schöpfung nicht geben.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 15.10.2012


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