Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die Ewige Phase der Verbreitung [116708]

Frage: Werden Sie wieder über die Verbindung sprechen, nachdem die Verbreitungsphase zu Ende ist?

Meine Antwort: Die Verbreitungsphase kann nicht enden. Baal HaSulam schreibt in einem seiner Briefe: „Ich bin sehr erleichtert, in einer Zeit geboren zu sein, in der es erlaubt ist, die Weisheit der Kabbala zu offenbaren“.

Die Weisheit der Kabbala ist die Enthüllung des Schöpfers an alle Menschen dieser Welt und nicht nur an die, die vor mir sitzen. Enthüllung ist für uns die Verwirklichung des Schöpfungsplans in unserer Welt, weil wir seine Werkzeuge und seine Vermittler sind.  Dementsprechend sind wir für die Offenbarung der Kabbala eine Voraussetzung, sie wird aber nicht durch uns enthüllt.

Wenn wir über die Offenbarung des Schöpfers in unserer Welt sprechen, meinen wir explizit die Enthüllung und Weitergabe an die 99% der gesamten Menschheit. Das bezeichnen wir als Kabbala! Die Verlangen der gesamten 99% sind unsere Seele, unsere Gefäße. So beginnen wir, den Schöpfer zu erlangen.

Wenn wir heute innere Arbeit vollziehen, in einem geschlossenen Raum, bereiten wir uns nur vor auf die Realisierung, aber wir können auf diese Weise den Schöpfer nicht vollständig offenbaren. Unsere Aufgabe besteht darin, die Verlangen und Wünsche der Massen einzusammeln, um sie zum Schöpfer zu erheben und um ihre Erfüllung zu bitten. Das Höhere Licht wird nicht an dir vorbei, sondern durch dich hindurch zu den Massen strömen, um sich in ihnen auf die gewünschte Weise zu enthüllen. Dadurch enthüllst du den Schöpfer.

Der Schöpfer enthüllt sich den Massen auch nicht direkt. Sie werden nur merken, dass sie sich durch die Einheit wohl fühlen und sich immer weiter entwickeln. Schritt für Schritt werden sie bemerken, wie gut ihnen die Verbindung tut, und dadurch wird sich ihre Einstellung verändern: „Einheit flößt uns Leben ein, hilft uns und gibt uns die Möglichkeit, uns selbst und unsere Familien besser zu organisieren. Verbindung ist einfach wunderbar.“

Sie werden anfangen, die Einheit selbst zu bewundern, sie und die Kraft zu respektieren, die sich durch sie manifestiert und nicht das Ergebnis. Nicht den Umstand, dass ich mich wohler fühle, sondern das Mittel, durch welches es mir nun gut geht. Durch die Einheit und durch die Anwendung dieser Kraft, die sich in ihr offenbart. Ich respektiere nun diese Kraft. Ich liebe sie und suche sie.

Daher entsteht ein Verlangen nach der Kraft der Einheit – der Punkt im Herz! Durch die Erfahrung fühle ich mich wohl und beginne, mich damit zu identifizieren, weil sie mir gut tut. Am Anfang mag es egoistisch motiviert sein (bei uns ist es am Anfang genauso), dennoch ist man bereits verbunden mit dieser Kraft und sehnt sich danach, sie weiter zu forcieren. All das beeinflusst mich stetig und transformiert mich nach und nach zu einem wahren Altruisten. So funktioniert es.

Allerdings befinden sich die Massen eine Stufe unter uns, deshalb beginnen sie mit einem einfachen, selbstsüchtigen Kli (Gefäß), in welchem nach einer gewissen Zeit der Punkt im Herzen aktiv werden wird. Wir beginnen mit dem Punkt im Herzen und einem egoistischen Kli. Die untere Stufe, also alle Menschen, die sich unter uns befinden, müssen wir in uns entwickeln, denn nur dann werden wir aufsteigen. Diese spezielle Voraussetzung ist uns gegeben!

Auszug aus dem Unterricht  „Fragen und Antworten“, 25.08.2013

Beitrag teilen:


Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken               

Kommentare geschlossen.