Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Schöpfer als gemeinsamer Nenner

Frage: Wir müssen uns innerlich, in unseren Verlangen, verbinden. Doch wie kann ich das Verlangen des Freundes erreichen?

Meine Antwort: Dir genügt sein Bestreben nach dem Schöpfer. Allein mit diesem Bestreben verbindest du dich, ohne zu versuchen, „tiefer zu graben“. Ihr beide versteht dieses Verlangen, welches der Schöpfer in jeden eingepflanzt hat, nicht. Doch genau das und nur das ist für dich an dem Freund wichtig – dieses „feine Bedürfnis einer empfindsamen Seele“.

Du liebst an dem Freund seinen spirituellen Funken, seinen Drang zum Schöpfer. Für dich sind seine Charaktereigenschaften, seine Gewohnheiten unwichtig – euch verbindet allein der Schöpfer, in dem sich „unser Herz erfreut“. Eben in Ihm. Ihr wollt euch im Schöpfer treffen.

Die gewöhnlichen Verlangen verbinden sich anders – sie bleiben in euch und suchen einfach gemeinsam nach der Erfüllung. In Wirklichkeit ist das keine Verbindung mit dem Nächsten, sondern seine Ausnutzung.

Wir jedoch verbinden uns nicht nur untereinander. Zu uns kommt das Licht, welches unsere Verlangen zum Vorschein bringt, uns verbindet – und in uns, in unsere Einheit einzieht. Und dann freuen wir uns gemeinsam, dass wir dem Schöpfer die Möglichkeit geboten haben, Sich zu enthüllen.

Also genügt dir das Bestreben nach der Wahrheit, nach dem Schöpfer, nach dem Ziel. Du weiß selber noch nicht einmal, wo du hingehst, doch es gibt bereits einen Impuls, und du musst ihn ständig hegen und pflegen. Wie? Durch die Verbindung mit den Freunden. Im Endeffekt werdet ihr ein ausreichend starkes Bestreben haben, damit das Licht euch korrigieren und zu einem großen Verlangen vereinen kann, in dem du den Schöpfer enthüllst und dich darüber freuen kannst…

Tag für Tag wird es immer klarer für dich, wie du alle möglichen Mittel nutzen kannst, um dich auf einen neuen Zustand vorzubereiten. Du wirst es nicht schaffen, es im Vorhinein zu verstehen, darum sollst du nicht nach dem Verständnis, sondern nach der Kraft des Gebens über dem Verstand verlangen. Gerade durch dieses Bestreben nach dem Geben über dem Wissen wird dein Wissen wachsen und sich entfalten.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash, 12.12.2012

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