Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der doppelte Irrtum einer Marionette

Frage: Ich verstehe nicht, wie ein spiritueller Parzuf berechnet werden kann, bis zu welcher Grenze er Licht empfangen kann, wenn ihm ständig ein neuer Zustand offenbart wird, welchen er niemals zuvor empfand?

Meine Antwort: Der spirituelle Parzuf empfindet ständig neue Zustände, so wie gesagt ist: „Lass jeden Augenblick einen neuen sein“. Aber der Parzuf kann die Handlung aufgrund seiner früheren Erfahrungen erfühlen. Er bittet den Höheren, diese Handlung auszuführen!

Auch in unserer Welt geschehen alle Handlungen durch den Höheren, auch wenn du es nicht ahnst und dir es so vorkommt, als ob du alles selbst in deinem Leben regeln würdest. Aber alles regelt das höhere Licht, und zwar trotz deinem doppelten Irrtum, welcher als die zweifache Verhüllung bezeichnet wird.

In Wirklichkeit vollbringst du keine einzige Handlung selbst. Keine Tat gehört uns und alles geschieht nur gemäß der Gnade des Schöpfers. Wir sind nicht die Herren unserer Handlungen, Lösungen und Absichten.Es ist als ob du daran zweifeln würdest, wie genau du in der Spiritualität handeln sollst, weil du dich daran gewöhnt hast, dich in dieser Welt als Herr zu fühlen, von dem alles abhängt. Aber in der Spiritualität entscheidest und handelst nicht du selbst, sondern der Höhere.

Alles, was du fühlst, entscheidest oder umsetzt, ist eine fiktive Arbeit, sie erfolgt nur zum Schein. In deinem Inneren befindet sich eine Hand, wie in einer Handpuppe, die für dich alles regelt.

Also kannst du dich jetzt beruhigen.

Auszug aus dem Unterricht nach der „Lehre der zehn Sefirot“, 13.02.2012

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