Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Professor Covid

Im Facebook am 15.06.2020 veröffentlicht. 

Wie ein strenger, anspruchsvoller Lehrer treibt uns das Coronavirus an, unsere Denkweise zu ändern. Indem es uns nicht zu unserer früheren Lebensweise zurückkehren lässt, zwingt es uns, eine neue Lebensweise aufzubauen, bei der wir uns weniger auf materielle, unmittelbare Befriedigung als mehr auf dauerhafte, soziale Befriedigung konzentrieren, die sich aus positiven Verbindungen mit anderen ergibt.

Wir müssen nicht darauf warten, dass das Virus sich untereinander in Verbindung setzt. Wenn wir das tun, werden wir in der Tat noch bitterer als jetzt unter der strengen Hand des unsichtbaren „Lehrers“ leiden. Stattdessen müssen wir unsere Verbundenheit anerkennen, dass wir alle in jedem Aspekt unseres Lebens voneinander abhängig sind, und unsere Gesellschaft entsprechend strukturieren.

Die neue Lebensweise wird eine neue Art des Denkens erfordern. Wenn wir zum Beispiel das Gefühl haben, gesund und stark zu sein, neigen wir dazu, keine Masken zu tragen, weil sie unbequem sind. Aber dadurch könnten wir andere Menschen mit dem Virus infizieren, weil wir asymptomatische Überträger sein könnten. In dem neuen Denken werden wir Masken tragen, um andere nicht mit dem Virus zu infizieren, eben weil wir nicht wissen, ob wir Träger des Virus sind oder nicht.

Dasselbe gilt für Lebensmittel. In naher Zukunft könnte es eine Situation geben, in der die Nahrungsmittelknappheit uns alle betreffen wird. Wenn wir alle versuchen, so viel wie möglich zu ergattern und nur an uns selbst zu denken, werden wir Chaos und Gewalt erzeugen. Aber wenn wir nur das nehmen, was wir brauchen, damit auch andere das Ihre haben, wird es genug für alle geben, und ein Gefühl der Wärme und des Vertrauens wird sich in der Gemeinschaft ausbreiten. Auf diese Weise wird uns das Virus allmählich lehren, dass sich gute Verbindungen viel besser anfühlen und viel lohnender sind als unser bisheriges Leben mit brutalem Wettbewerb und übermäßigem Konsum. Die Frage ist nur, wie schnell wir es lernen werden.

 

Immer mit mir – Teil 83

Der Fehler

Wir haben ihn so gesehen, wollten so sein wie er, unsere ganze Gruppe. Deshalb hatten wir es eilig und machten Fehler.

Ich erinnere mich, wie ein paar Leute aus der Gruppe vorschlugen, um mit dem Aufbau einer Kommune zu beginnen. Ich wehrte mich, ich dachte, es sei künstlich, vorzeitig, ich wusste, dass die Absichten gut waren, aber ich war dagegen.

Ich wurde gefragt: ”Wofür studieren wir Kabbala denn, wofür studieren wir RABASH Artikel über die Nächstenliebe, warum werden wir Freunde, Brüder genannt?!”

Kurz gesagt, wir haben uns entschieden, mit dem Einfachsten zu beginnen. Also wir dachten wir legen alle Gehälter in eine Kasse und das Geld verteilen wir gleichmäßig.

Am nächsten Tag, nach dem Freundes Treffen, gingen wir mit RABASH spazieren, und ich erzählte ihm davon, ich konnte das einfach nicht verschweigen.

Ich hatte eine solche Reaktion nicht erwartet.

Er blieb mitten auf der Straße stehen, errötete, fragte erneut: Was?!

Ich wiederholte, stotternd, ich hatte ihn lange nicht mehr so gesehen.

Um die Liebe der Freunde zu zeigen, begann ich.

Wer gab euch das Recht, das zu tun?! Schrie er.

Erst jetzt wurde mir klar, dass etwas schreckliches passiert war.

Gedämpft stammelte ich: “Also, was machen wir jetzt?” Alle haben das entschieden…

Wer hat das entschieden?!

Alle.

Er drehte sich abrupt um, ging weg, dann plötzlich hielt er an und sagte zu mir: “Ich mische mich nicht ein, also ihr löffelt das selber aus!”

Ich ging sofort zu den Jungs zurück und erzählte ihnen von RABASH seiner Reaktion und wir stoppten alles.

Danach dacht ich, wie blind waren wir, wie konnten wir eine solche Entscheidung treffen, obwohl wir genau wussten, wohin all diese Revolutionen führen. Und vor allem bei mir. Ich habe das alles durchgemacht, ich erlebte es am eigenen Leibe, ich habe gesehen, was es bedeutet, wenn egoistische Menschen sich entscheiden, in brüderlicher Liebe zu leben. In der Folge davon übergießen sie alles um sich herum mit Blut.

Weil sie die List des Egoismus nicht erkannten, keine lange und gründliche Vorbereitung durch führten , keine neue Generation hervorgebrachten…Und alles versäumten.

Auch wir wären dabei gescheitert. RABASH sah dieses Scheitern der Gruppe voraus, in deren Gründung er so viel Mühe investiert hat. Auch ich sah den Hass voraus, der uns auseinander gerissen hätte. Er sah, dass wir nicht bereit waren, uns darüber, zur Liebe zu erheben.

Wir hatten Angst. Wir haben alles gestoppt. Gott sei Dank.

Wie Zufällig verließen diejenigen Initiatoren, die diese Entscheidung voran trieben, die Gruppe ein paar Wochen später. Sie wurden einfach von oben aus der Gruppe ausgestoßen…

…die Woche neigte sich dem Ende zu, und wir waren wieder auf dem Weg nach Tiberias.

Unterwegs fuhren wir fast immer nach Meron[1] zum Grab von RASHBI.

[1] der Berg Meron (hebräisch: מירון הר – der höchste Berg Galiläas in der Nähe der Stadt Safed (oder Zefat).

 

 [# 246568]

Fortsetzung folgt…

Immer mit mir – Teil 82

Wenn die Nacht kommt

Heute Abend, wenn die Nacht[1] kommt, erinnere ich mich immer daran, dass RABASH wie ein Felsen war. Ein Felsen! Und indem ich in mir das Gefühl der Zugehörigkeit zu diesem Felsen wecke, bekomme ich die Kraft. Er ist derjenige, der es mir gibt! Wenn nicht die Kraft, dann zumindest Geduld. Denn ohne sie hätte ich natürlich nicht weitermachen können.

Ich sah einen Mann, der sein ganzes Leben gegen die spirituelle Offenbarung eintauschte, der sich jeden Moment selbst opferte. Wenn es ein Problem gab, entweder äußerlich oder innerlich, war es nicht so, dass er lange darüber nachdachte und dann irgendwie reagierte. Er verband seine sofortige innere Reaktion mit absoluter äußerlichen Gelassenheit. Ruck, zuck! Er ging weiter und es gab keine Zweifel.

Er hat mir gezeigt, was eine wahre Arbeit bedeutet. Ein Rad zu sein, ohne nachzudenken! Sich so zu korrigieren, um sich zu gleicher Zeit, in die gleiche Richtung zu bewegen, wie das ganze System. Dies wird als „Sklave des Schöpfers“[2] bezeichnet. Ja, es sollte eine Analyse, eine Entscheidung geben, aber all dies geschieht in solchen Frequenzen, in so einem Tempo, in dem Anfang und Ende praktisch verschmelzen. So einer war RABASH.

[1] „Nacht“ bedeutet, dass es plötzlich kein Verlangen gibt, die Gleichgültigkeit kommt, der Geschmack geht verloren. Es wird schwierig für uns, von der Arbeit des Menschen an seiner Korrektur zu hören, uns wird langweilig immer wieder über die Liebe zu Freunden und über die Verbindung zu sprechen. (Aus Michael Laitman Blog)
[2] Ein Sklave ist einer, der die Arbeit seines Herren ausführt, ohne diesen Plan zu ergründen, ohne ihn zu verstehen oder gar sich verstehen zu wünschen. Ein „treuer Sklave“ bedeutet, dass er hundertprozentig glücklich ist, dass er den Befehl erhält und ihn genau nach dem Wunsch des Herren erfüllen kann – in seiner reinen, vollständigen, vollkommenen Form, ohne Mängel, ohne Beeinträchtigung seines Verstandes, um ein Organ zu werden, das den Befehl über das Gehirn des Herren ausführt. Ich möchte mich selbst so korrigieren, um ein Rad zu werden, das sich im Einklang mit dem höheren System ohne jegliche Überlegungen bewegt! Das wird als „Sklave des Schöpfers“ bezeichnet, d.h. die vollständige Korrektur des Menschen. Dabei offenbare ich Ihn vollkommen – das System und die Kraft, die es regiert.

 

[#246518]

Fortsetzung folgt…

Erfolg hängt von der Frau ab

Die Vereinigung unter Frauen kann einen sehr starken Einfluss auf Regierungen, Staaten und die Welt im Allgemeinen haben. Denn in der Zeit der Coronavirus-Epidemie hängt alles von unseren Absichten ab, nicht von unserem Handeln.

Wenn Männer an die Front gehen und Frauen hinten zu Hause bleiben, denkt man, dass die Männer die Kraft waren, die für den Sieg im Krieg gesorgt haben. Aber das ist nicht wirklich der Fall. Es sind die Frauen, die mit ihren Absichten über den Erfolg des Krieges entscheiden.

Der Schirm und das reflektierte Licht hängt von Malhut, d.h. von einer Frau, von der Tiefe des Verlangens, ab. Es hängt also von der Absicht der Frau und von der Verbreitung von Informationen durch die Frauen ab, wie schnell wir die Virusepidemie beenden, uns zusammenschließen und die Endkorrektur erreichen können.

Schließlich ist diese Epidemie eine Folge dessen, dass wir uns auf der letzten Stufe der menschlichen Entwicklung befinden, die als „letzte Generation“ bezeichnet wird. Lasst uns also diese egoistische Entwicklung und unser bisheriges Leben beenden und uns auf eine höhere Existenzebene, die man Leben in der Hohen Welt nennt, begeben.

Aus dem Frauenunterricht „Fragen und Antworten“, 04.04.2020.

[#262864]

Immer mit mir – Teil 81

Die Annullierung vor dem Lehrer

Das ist die Hauptsache. Es wurde mir mein ganzes Leben lang neben RABASH erklärt. Um vom Lehrer zu empfangen, musst du dich vor ihm annullieren. Dies ist eine notwendige Bedingung.

Einmal, erinnere ich mich, fuhr ich Moshe Ashlag, RABASHs Bruder, nach Hause, wir redeten. Ich kam gerade erst zu RABASH, und plötzlich sagte Moshe einen Satz, der für immer in mir eingeprägt wurde, er sagte: „Nichts wird dir helfen. Du musst dich am Rebe anhaften.“

Es ist das Wort „Anhaften“, das mich beschäftigt hat. Ich träumte vom Gipfel der Verbindung zwischen mir und RABASH, ich habe mein ganzes Leben lang danach gestrebt. Ich habe viele Male mit ihm darüber gesprochen, vor allem in Tiberias. Über die „Mund-zu-Mund“ Verbindung. Immer hörte ich die gleiche Antwort. Die vollkommene Annullierung vor dem Höheren, ein gemeinsamer Schirm, wenn der Erwachsene auf die Ebene des Kindes kommt und einen spirituellen Eindruck in dir hinterlässt.

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Du musst dich annullieren, den Lehrer „betreten“, voll in seine Hände gehen, und er wird aus dir deinen nächsten Zustand erschaffen. So wie ein Kind auf die Brust gelegt wird, solltest du dich auch annullieren, deinen Mund öffnen und vom Lehrer empfangen.

Das ist es, was ich verstanden und erlebt habe, klar und deutlich spürte.

Ich erinnere mich, dass ich anfangs nach einer Gelegenheit suchte, um neben RABASH unauffällig zu sein, ich träumte davon, in seine „Höhle“ zu kommen und neben ihm zu sitzen. Doch dann es ist schwieriger geworden, weil der Egoismus stetig gewachsen ist. Es wurde immer schwieriger mich zu annullieren, weil der Lehrer jetzt mehr geben wollte.

 

[# 246492]

Fortsetzung folgt…

Immer mit mir – Teil 80

Meine Abstiege

Wie kamen sie? Unerwartet. Plötzlich wurde die unbestrittene Größe von RABASH verletzt. Es war wie ein Sturz aus großen Höhen. Es schien mir, dass ich auf sie vorbereitet war, „abgedeckt“ von RABASH.

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Aber hier kam der Abstieg, und nichts konnte helfen. Ich fiel in das Minus der Unendlichkeit.

Einen dieser Abstiege vergesse ich nie. Damals war ich sehr sauer auf RABASH. Ich saß zu Hause und war nicht in der Lage, zu ihm zu gehen.

Erst später erzählte man mir, wie überrascht RABASH mit ausgebreiteten Armen mitten in unserem Studien Raum stand, und wiederholte: „Verlässt man so seinen Freund“?

Er sprach von mir als wäre ich sein Freund. Von mir! Dass ich derjenige bin, der ihn verlassen hat! Später, als ich das hörte, erstarrte ich und fragte mich, warum es mir nicht sofort ausgerichtet wurde, ich hätte alles stehen und liegen gelassen. Wäre zu ihm  zurückgekommen!.. Aber ich verstand gleich, dass ich mich, selbst wenn es ihm ausgerichtet worden wäre, nicht über mein Schmerz erheben konnte, ich wäre nicht in der Lage gewesen zu kommen. So lag ich zu Hause. Ich bin eine Woche lang nicht ausgegangen.

Als ein körperlich gesunder, starker Kerl, fühlte ich mich wie ein „Lappen“. Ich konnte mich nicht überwinden, ich konnte es einfach nicht.

Und plötzlich rief RABASH an:

– Was ist los mit dir, Michael?

– Ich kann nicht aufstehen.

– Steh sofort auf und komm her!

– Ich kann nicht!

– Komm her!

– Ich kann das Haus nicht verlassen. – Ich weinte plötzlich. Ich konnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal weinte, aber in dem Moment konnte ich meine Tränen nicht aufhalten!

– Rabbi, ich kann mich nicht bewegen! – sagte ich.

Und dann ertönte seine ruhige Stimme:

– Michael, hörst du mich?

– Ja.

– Ich warte heute Abend auf dich. Wir werden uns hinsetzen und ein Mahl haben. Ich verstehe dich.

Am Abend kamen Jungs zu mir, er schickte sie, sie brachten mich zur Mahlzeit. RABASH schenkte mir ein Glas Whiskey ein und sagte:

– Schau mal, jetzt bist du genauso ein „Lappen“[1] wie ich. Das ist eine gute Sache. Trink aus.

Ich trank aus. Es war unsere übliche ruhige Mahlzeit, mit innerem Gebet, und bereits dort kam das Gefühl – „Es hat funktioniert! Ich bin anders!“

Morgen früh saß ich wie immer neben RABASH, und er erinnerte mich weder mit Wort noch mit Tat daran, was geschehen war.

[1] Das Konzept des „Lappens“ hat viele Bestandteile: Ich bin zu nichts fähig, ich bin vom Schöpfer abhängig, ich bin froh, dass ich es entdeckt habe. So habe ich sowohl den Anfang als auch das Ende der Handlungen, und in jede Handlung muss ich Kräfte einsetzen, um zur Essenz des „Lappens“ zu gelangen, – und dann an den Schöpfer festhalten und Ihn zu etwas verpflichten. Der Zustand des „Lappens“ kommt also nach allen Bemühungen, nach dem Prinzip „gearbeitet – und gefunden“. Dies ist die letzte Etappe, eine wichtige Stufe, auf der ich verstehe: Ich habe nichts mehr übrig, ich bin bis zum Ende “ ausgepresst“, kraftlos, energielos, ohne treibende Kräfte – und verpflichtet, sie vom Licht zu bekommen. Ich kann keine Korrektur an mir selbst durchführen, ich kann die notwendigen Details der Wahrnehmung nicht alleine sammeln – aber ich kann von der Gruppe das Verlangen nach Anstrengung übernehmen. Ich wäre für immer auf der „tierischen“ Ebene geblieben, wenn der Schöpfer mir nicht die Möglichkeit gegeben hätte, auf die erhöhte Ebene zu steigen, über die Baal HaSulam schreibt. (Aus dem Blog von Michael Laitman.)

 

[# 246369]

Fortsetzung folgt…

 

Immer mit mir – Teil 79

Meine Geburt

Womit hätte ich ihm entsprechen können? Ich wusste, wie sehr RABASH wollte, dass sich die Kabbala für alle öffnet, also hatte ich bereits ein Buch konzipiert. Ich fragte ihn: „Soll ich in das Buch investieren oder nicht?“

“Unbedingt. Du bist verpflichtet es zu tun. Du musst es schreiben“, sagte er. Und danach hat er oft gefragt: „Wie ist das Buch?“ Und es wurde in mir auf eine natürliche Weise geboren, als wäre ich damit schwanger. Schließlich habe ich fast alles nach RABASH aufgeschrieben, war voller Zeichnungen, die er bei mir regelmäßig korrigierte. Ich war bereits in der Lage, das gesamte System der Welten in kurzer Form aufzuschreiben und zu skizzieren.

Heute wird mir vorgeworfen, die Kabbala für alle zu öffnen, alle zu unterrichten, mir sind Nationalität, Alter oder sonst etwas egal. Man sagt, dass RABASH es nicht zulassen würde. Was für eine Dummheit!

Ja, er wurde in einer orthodoxen Familie geboren, ja, er lebte sein ganzes Leben in einer religiösen Umgebung, aber wie sein Vater Baal HaSulam, hat er im Maßstab der ganzen Welt gedacht. Er wusste, dass dies die Zeit war, in der sich die Kabbala öffnen wird und er bereitete mich darauf vor. Deshalb unterstützte er das Schreiben von Büchern auf Russisch. Er verstand sehr wohl, dass sie in Russland nicht nur an Juden verteilt werden, er kümmerte sich überhaupt nicht darum. Als das Buch schließlich in mir reifte, setzte ich mich hin und schrieb es in nur zwei Monaten. Ich teilte es in drei kleine Bücher. Alles, was mich schmerzte, platzte aus mir heraus und ich wusste, dass wenn ich es nicht schreibe, würde ich vor Spannung platzen.

So habe ich es zur Welt gebracht. Man kann es nicht anders beschreiben.

Dann, als die Bücher bereits geschrieben und gedruckt waren, brachte ich sie zu RABASH und freute mich, als ich sah, wie er sie durchschaute, wie er die Zeichnungen überprüfte, er saß mit einer Zigarette zwischen den Zähnen, beugte seinen Kopf zur Seite und blätterte das Buch, blätterte.

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Dann fragte er:

– Wie viele Exemplare wirst du drucken? Welchen Preis dafür verlangen?

– Ich würde es umsonst weggeben“, sagte ich.

– Nein. Es sollte verkauft werden und nicht billig. “Lege den Durchschnittspreis fest“, antwortete RABASH.

So habe ich es auch gemacht.

Während ich schrieb, während ich mich mit dem Buch beschäftigte, fühlte ich mich im Aufstieg. Sobald es aus mir herauskam, fühlte es sich an, als würde Luft herauskommen. Und obwohl du erkennst, dass Abstiege eine notwendige Bedingung auf unserem Weg sind. Und man ist sogar bereit dazu. Aber nichts hilft.

 

 [# 246364]

Fortsetzung folgt…

Immer mit mir – Teil 78

Meine Offenbarung

Viele Jahre sind seit diesem unvergesslichen Sukkot und unseren Tiberias vergangen, und heute verstehe ich sehr deutlich, dass jede Frage, die ich stellte, nicht von mir kam, sondern von ihm, dass jede Zeile, die er las, nicht für mich zum Lesen da war, jede seiner Erklärung, die er gab, nicht für mich waren. Besonders in Tiberias war es eine „Bluttransfusion“. Als er mir die Kraft gab, dem Einfluss von irgendjemandem nicht nachzugeben, um bis zum Ende bei ihm zu bleiben. Und nachdem er gegangen war, bei ihm zu bleiben.

Er schleifte mir seine Technik an, die so notwendig war, wie Luft für die „letzte Generation“[1]. Sie ist bereits da. Sie hat noch nicht erkannt, dass sie „die Letzte“ ist, aber RABASH wusste es, und er hatte es eilig. Er vervollständigte die ganze Kette – von Abraham über alle Generationen der großen Kabbalisten bis in die Gegenwart.

Ich fühlte es. Und ich wollte ihm auf irgendeiner Art und Weise wahrhaftig entsprechen.

[1] Die letzte Generation (Dor Acharon) ist die Generation, in der der Prozess der Korrektur des natürlichen menschlichen Egoismus beginnt.

 

 [# 246352]

Fortsetzung folgt…

Immer mit mir – Teil 77

WIR HÄTTEN DURCHBRECHEN KÖNNEN…

Aber eines Tages bekam die Gruppe die Chance zum Angriff. Es war am Sukkot[1]. Wir, die ganze Gruppe, haben unser Bestes getan, um uns auf den Feiertag vorzubereiten. Wir haben Sukka nach den strengen Regeln von RABASH gebaut. Er überprüfte alles gründlich, fühlte jede Verbindung und war zufrieden. Sie war aus Holz, ohne einen einzigen Eisennagel, mit einem besonders dichten Dach[2], das über die Wände der Sukka schwebte und das Licht fast nicht herein ließ.

Wir konnten vor Müdigkeit kaum auf den Beinen stehen, aber es herrschte eine Atmosphäre des Feierns, ein Aufstieg, den wir vorher nicht erlebt haben.

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 An diesem Feiertag gab RABASH spezielle Erklärungen in der Lektion, vielleicht weil wir mehr wahrnehmen konnten. Er war emotionaler denn je, war nicht geizig mit Erklärungen und führte uns zum Angriff.

„Wir verlassen jetzt das Haus, sagte er. Wir schließen die Tür zum Egoismus hinter uns. Wir werden nicht noch einmal dorthin zurückkehren.“

Wir hörten ihm zu, hielten den Atem an und folgten ihm.

“Es ist die erste Korrektur, eine Einschränkung meines Egoismus, ohne die es keinen Fortschritt gibt. Wir gehen in die Sukka hinüber, wir sind bereit, die ganze Zeit in temporärer Verbleibe zu leben, im ständigen Wechsel, in der Sorge um den Schirm. Da ist er, über uns, unser gemeinsamer Schirm, wir sind die ganze Zeit unter ihm! Und dann ist es ein echter Feiertag! Über eigene Verlangen hinauszuwachsen, dem Geben, dem Schöpfer zu gleichen, zu leben, als ob man in der Luft schwebt…”

Wir waren aufgeregt, wir lebten in einer Vorfreude, dass etwas passieren würde….. Etwas, wozu wir schon unser ganzes Leben lang kommen wollten…

Aber die Tage vergingen… Wir wussten, dass etwas nicht funktioniert… Am fünften Tag von Sukkot erinnere ich mich sogar daran, dass es so gegen 11 Uhr war. Wir gingen an der Küste entlang, ich konnte es nicht ertragen, hielt an und fragte RABASH: “Was fehlt uns?! Was?! Jeder will es so sehr, jeder ist so angespannt, wir waren die ganze Woche zusammen, wir kommen nicht aus Sukka heraus, und Ihr gebt uns solche Lektionen! Was fehlt uns für einen Durchbruch?!” Ja er fühlte, dass es nicht nur meine Frage war, sondern von uns allen.

Es fehlt an Angriff! Angriff! Wir werden herauskommen, wenn wir uns verbinden und er ging weiter.

Am Abend hat er uns eine unvergessliche Lektion gegeben. Darüber, dass das Volk nur durch die Vereinigung aus Ägypten kam. Nur wenn es sich vereint hat, kann es dem Schöpfer zurufen. Erst nach der Verbindung überquerte das Volk das Endmeer, eilte ins Unbekannte. Nur durch den Zusammenschluss konnte es ein Volk am Berg Sinai werden und die Bedingung des Schöpfers akzeptieren – entweder schließt ihr euch zusammen, oder es wird der Ort von eurem Begräbnis.

„Wenn ihr diese Bedingungen akzeptiert, werdet ihr im Stande sein, in der neuen Welt geboren zu werden“, sagte er.

…Wir waren damals nicht in der Lage, diese Bedingungen zu akzeptieren, wir konnten das nicht.

Und es hinterließ mir eine unheilbare Aufzeichnung in meinem Herzen.

[1] Sukkot ist ein Feiertag, der eine der Etappen auf dem Weg zur spirituellen Korrektur symbolisiert. Die Vorbereitung auf den Sukkot beginnt mit dem Bau einer speziellen Hütte, deren Hauptelement das Dach ist. Die Bedachung repräsentiert „Massach“, den Schirm – eine besondere Kraft, die Menschen erhalten, um ihre angeborenen egoistischen Eigenschaften zu überwinden.
[2] Eine Sukka zu bauen und ihr Dach abzudecken bedeutet nicht nur, sie äußerlich, sondern auch innerlich zu bauen. Es bedeutet, spirituelle Werte über egoistische zu erheben und sie zu den wichtigsten im Leben zu machen. Eine Sukka zu bauen ist eine unmögliche Aufgabe für eine einzelne Person. Man braucht die Hilfe der Freunde, der Umgebung.  Deshalb muss ein Mensch auf dem Weg zur Spiritualität eine solche Umgebung aufbauen.

 

[# 246267]

Fortsetzung folgt…

 

Qualitative Verbindung

Frage: Sie sagen, dass jetzt qualitative Verbindungen Vorrang vor quantitativen haben sollten. Was zeichnet eine qualitative Verbindung aus? Was sind die Eigenschaften und Merkmale, damit wir es leicht erkennen können?

Meine Antwort: Qualitative Verbindung ist, wenn wir emotionale, herzliche Beziehungen zwischen uns, sowie gegenseitige Unterstützung bevorzugen. Wenn wir das Ziel als ein gemeinsames Element und die universelle Verbindung als Mittel zur Erreichung dieses Ziels verstehen.

Wir müssen einen solchen Zustand zwischen uns aufbauen, dass es wie ein Netzwerk ist, in dem wir den Schöpfer finden. Die Schaffung eines solchen Beziehungssystems, in dem sich der Schöpfer entsprechend der Gleichwertigkeit der Form offenbart, sollte unsere Arbeit sein.

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Aus „Grundlagen der Kabbala“ der Kabbala, 22.3.20