Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Eine Bitte, die man nicht ablehnen darf

Ein Gebet soll direkt zum Ziel gerichtet sein und von keinen speziellen Bedingungen abhängen, mit deren Hilfe ich mehr Hindernisse überwinden kann, stärker und konzentrierter arbeiten kann. Wenn ich beginne, meine Bitte so zu formulieren, dann sind meine Gedanken bezüglich des Ziels unrein, weil ich eben irgendwelche Bedingungen aufzähle. Eigentlich brauche ich nur das Eine: mich selbst zu annullieren, die Stufe des Embryos zu erreichen, damit mein altes „Ich“ verschwindet.

Ich verwandle mich in den Samentropfen, aus welchem ich mich einst entwickelt habe. Ich will solchen Zustand erreichen, in welchem von mir nichts übrig bleibt, außer diesem spirituellen Gen, das aus der höheren Stufe hinuntergestiegen ist. Ich will mich daraus, aus dem Punkt im Herzen, aus der Wurzel meiner Seele entwickeln, die nicht mehr egoistisch oder zerbrochen ist.

Heute ist sogar mein Punkt im Herzen zerbrochen, weil meine Bestrebung zum Schöpfer egoistisch ist, ich handele, um Ihn zu begreifen, um zu gewinnen, zu verstehen, zu fühlen. Aber ich wünsche, dass meine Herangehensweise sich verändert und mein Punkt im Herzen den anderen Charakter erwirbt, nur für das Geben arbeitet. Darum bitte ich.

Das heißt, ich will keine bestimmte Form annehmen: ich fordere weder die Kraft noch das Verständnis oder die Sensibilität. Ich bitte nur um die minimale Verschmelzung! Ich danke dem Schöpfer für meine Erschaffung und für die gegebene spirituelle Bestrebung, ich flehe ihn an, damit meine spirituellen Gene (Reshimot), dieser Punkt, der Tropfen, sich an Ihn anbindet und entwickelt.

Alle übrigen Bitten sind schon überflüssig und werden niemals richtig formuliert sein. [121368]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 25/11/13

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