Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Der Bereich, der vor der Selbstsucht gereinigt ist.

Frage: Es steht geschrieben, dass „es diesen Wunsch jederzeit in den Herzen der Söhne Israels gibt und, wenn sie stark gebeten hätten, könnten sie Shechina empfangen“. Was bedeutet es, stark zu bitten?

Antwort: Ein starkes Verlangen bedeutet, dass wir nur das wollen und nichts mehr: nur uns alle zusammen einer an den anderen reihen, damit es in der Verbindung zwischen uns keinen freien Platz mehr gibt, sondern ein “spirituelles Vakuum” entsteht. An diesem leeren Platz ersehnen wir leidenschaftlich, dass  sich dort nur der Schöpfer manifestieren möge. Zwischen uns offenbart sich ein Bereich, der keinem von uns und gleichzeitig allen gehört. Dort gibt es nichts von unserem Egoismus. In der Verbindung zwischen uns offenbaren wir eine höhere Dimension.

Unsere Selbstsucht bleibt draußen, und wir versammeln uns im Inneren so, dass im Zentrum ein leerer Platz entsteht , den es zuvor nicht gab. Es gibt keinen leeren Platz, hier aber entsteht einer und wir fühlen, dass es in ihm nichts gibt, nicht einmal einen Schöpfer .

Wir konnten diesen Bereich deshalb erschaffen,  weil wir unsere Selbstsucht hinausgeworfen haben, und unsere Verlangen sich  eines  zum anderen reihen und sich in reiner Absicht  –  die mangelnde Bereitschaft zur Bekämpfung des Egos  zu behandeln – verbinden. Und weil dieser Ort leer wird,  gehört er schon zu einer anderen Dimension.

Der Raum, an dem wir uns befanden, gehörte zum tierischen Niveau,  der leere Raum jedoch ist der Ort der Erschaffung des Menschen (Adam). Dort offenbart sich bereits der Schöpfer: die ersten 10 Sefirot, auf denen wir – jene, die sich  an dieser Verbindung beteiligt haben – schon existieren . [136613]

 Auszug aus der Lektion nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 03.06.2014

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