Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was überliefert uns die Tora?

Es ist unmöglich, den Text der Tora unmittelbar zu verstehen. Deshalb erschienen Religionen und all ihre Verdrehungen aus ihrem Missverständnis, und sie wollen uns weismachen, dass wir ihre Regeln in unserem körperlichen Leben erfüllen sollten.

Und die Tora sagt, dass die von Abraham gegründete Gruppe nach Ägypten aufbrach, d.h., sie fühlten nun einen größeren Egoismus.

Dann entschlossen sie sich, den Egoismus zu verlassen, darüber zu steigen, was der Exodus aus Ägypten genannt wird. Sie sind dazu bereit, sich untereinander zu verbinden, um sich über ihren Egoismus zu erheben, mit anderen Worten, sie akzeptieren die Bedingung der gegenseitigen Bürgschaft.

Um jedoch diese Bedingung zu erfüllen und dann den Egoismus zu korrigieren, indem man ihn in der Absicht des Gebens und der Liebe realisiert, brauchen wir noch die höhere Kraft namens Tora, was Licht bedeutet. Und sie bekommen sie. Das Licht sollte in ihre egoistischen Wünsche eintreten, und deshalb bauten sie zwangsläufig das Goldene Kalb.

Moses ist der Teil, der sie vereint, sie über den Berg Sinai erhebt, was Berg des Hasses bedeutet. Er teilte das Licht und es tritt in ihre Wünsche ein, die das Goldene Kalb genannt werden, er vermischt sie, und erhält die Mischung von sehr starken, gegenseitigen, egoistischen Wünschen, in denen das Höhere Licht existiert.

Nun können sie anfangen, mit dieser schrecklichen Mischung zu arbeiten, indem sie nach und nach die erforderlichen Teile aus ihr extrahieren und sie mit dem korrekten System verbinden.

Das geschieht, wenn Moses zum zweiten Mal mit den neuen Bundestafeln von Jom Kippur (dem Tag der Buße) vom Berg Sinai herunterkommt, zehn Tage nach Rosh HaShanah (Neujahr), das heißt, nach der Realisierung der inneren Erhebung und dem Auftreten vollkommen anderer Ziele, Gedanken und Kräfte für die Korrektur – die Existenz eines neuen Systems.

Mit anderen Worten, in zehn Tagen, d.h. in zehn Sefirot nach Keter, erreichen sie Malchut, und sie erlangen vollkommen das System, in dem sie existieren. Deshalb beurteilen sie sich an Jom Kippur selbst, sie verstehen, was sie tun müssen, und sie entscheiden, wie sie weiter leben möchten. Und die tatsächliche Korrektur beginnt nach dem Tag der Buße.

Die ersten Bundestafeln sind das unveränderliche Licht von Chochma, das stärkste Licht, welches schließlich alle Wünsche erfüllen muss und den Zustand der Welt der Unendlichkeit erreicht, unendliche Erfüllung. Sie symbolisieren Zimzum Alef (die erste Einschränkung).

Die zweiten Bundestafeln sind nach der Bedingung von Zimzum Bet (die zweite Einschränkung) gebaut, wenn wir uns vollständig, furchtlos, ohne Fehler zu machen, korrigieren können, weil das Höhere Licht nicht mit derselben Kraft wie beim ersten Mal zu uns kommt, und dann fühlen wir, welche Wünsche miteinander verbunden werden können und wie wir uns selbst richtig korrigieren.

Mit anderen Worten, die zweiten Tafeln symbolisieren den kleinen Zustand, währenddessen wir unsere Natur durch graduelle Handlungen korrigieren. Die ganze Wanderung durch die Wüste spricht genau über diesen Weg.

Aus KabTV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 8/31/16

[200217]

Das Verlangen nach Genuss ist nicht gleichzusetzen mit dem Ego

Frage: Wenn uns der Schöpfer als ein Verlangen zu empfangen schuf und uns Zufriedenheit geben möchte, sind wir dann nicht grundsätzlich gegensätzlich zu Seinem Verlangen, indem wir uns wünschen Ihm ähnlich zu werden und zum Geben kommen?

Antwort: Da wir nicht auf den Wunsch verzichten, begegnen wir nicht Seinem Verlangen. Wir ändern nur dessen Absicht. Alle unsere Verlangen bleiben erhalten und arbeiten, um noch mehr zu empfangen. Ich ändere nur meinetwegen die Absicht für mein Ego, zu einer Absicht um der anderen willen. Insofern geht meine Absicht nach außen, da ein Wunsch selbst nicht das Ego ist.

Ein egoistisches Verlangen ist ein Wunsch mit einer Absicht, die auf den eigenen Vorteil ausgerichtet ist. Ein altruistisches Verlangen ist der gleiche Wunsch, jedoch mit der Absicht um der anderen willen. Wenn ich alle meine Verlangen verwende und aus mir heraustrete, dann verwirkliche ich sie auf die richtige Weise.

Ein Mensch kann die Absicht nicht ändern, die Veränderung geschieht nur in einer Gruppe unter dem Einfluss des Or Makif (umgebendes Licht). Nur die richtige Methode fördert und ruft das Or Makif herbei, welches die Absicht um meinetwillen zu einer Absicht um der anderen willen ändert. Auf dieser Stufe beginnen wir die Welt, die sich außerhalb von uns befindet, wahrzunehmen.

Aus der Kabbala-Lektion auf russisch

18/8/16

(198628)

ALL AS ONE! Kabbalah-Kongress, 21.-23. Februar 2017, Tel Aviv

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Gedanken von Dr. Michael Laitman zum Thema Musik

Aus dem Buch „Die verborgene Weisheit der Kabbala

Lass die Musik sprechen

Essenz

  • Wenn Worte nicht ausreichen, greift man zur Musik
  • Die zwei Empfindungen (und Stimmungen) der kabbalistischen Musik
  • Musik und die kommende Welt

Für Kabbalisten war das Komponieren von Musik schon immer Teil ihrer spirituellen Ausdrucksform. Dies ist ein untrennbarer Bestandteil ihrer Spiritualität und ergibt sich unmittelbar aus ihrer spirituellen Stufe. Da es in den spirituellen Höheren Welten keine Worte gibt, füllt die Musik diese Lücke. Für musikalische Schüler kann dies nützlicher und mächtiger sein als jedes Buch.

Nicht nur durch Worte

Wenn der Kabbalist beginnt, die Höhere Welt zu offenbaren, betritt er eine neue Dimension. Eine neue Welt enthüllt sich ihm in vollem Ausmaß. Dies ist etwas, das nicht in unserer Welt existiert.

Der Kabbalist nimmt ein vollkommen anderes Bild wahr: Kräfte, die unsere Welt in Bewegung bringen, und Seelen, die nicht in Verbindung mit den Körpern stehen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind eins für Kabbalisten. Der Kabbalist erkennt all dies und lebt in einer ewigen und vollkommenen Empfindung, die das ganze Universum umfasst.

Worte reichen nicht aus, um diese tiefe emotionale Erkenntnis zu beschreiben. Wie beschreibt man etwas, das man nicht berühren kann? Die Welten der Kabbala müssen von Kabbalisten „gefühlt“ werden.

Wenn Worte fehlen, verschafft uns die Musik Erkenntnis jenseits unseres gewöhnlichen Verständnisses. Musik hat die Kraft, uns zu „bewegen“ und uns Dinge spüren zu lassen, die jenseits der Worte liegen.

Spirituelle Funken

Wenn die Niederen ihr Leben durch Lieder beginnen… wenn die Höheren ihnen mehr Kraft gewähren, damit die Niederen das Höhere Licht der Weisheit erhalten werden, welches sich im SoN der Welt Azilut enthüllt und in den Engeln, die ihm vorausgehen. Auf diese Weise erhöht der Niedere die Kraft und das Leuchten der Weisheit in den Höheren Welten.

Rav Yehuda Ashlag, Sulam Kommentar zum Buch Sohar

Musik- sie berührt, wo Worte es nicht können

Kabbalisten erklären anhand von Texten die Stufen der Spiritualität, die sie erreicht haben. In ihren Schriften leiten uns Kabbalisten jedoch nur an, wie wir einen Eindruck gewinnen, eine Wahrnehmung und ein Gefühl dieser Realität entwickeln können. Sie schreiben über die Art der Handlungen, die sie in ihrem Inneren vollziehen müssen, mit ihren Verlangen, ihrem Schirm und den Reshimot- mit allem, was in ihrer Seele ist.

In der Tat sagen die Schriften: „Führen sie bestimmte Handlungen aus, und dadurch werden sie bestimmte Dinge entdecken.“ Sie beschreiben aber nicht, was wir fühlen werden, denn es ist unmöglich, Gefühle in Worte zu fassen.

Es ist, als ob man jemandem ein neues Gericht präsentieren würde und sagte: „Versuche es und du wirst wissen, was ich meine.“ Ob bitter oder süß- man kann nur erahnen, was ein Mensch verspüren und wie er dies erleben wird. Doch die Empfindung selbst wird nur der Mensch selbst spüren, der das Angebot annimmt, und niemand sonst. Die Kabbalisten haben es also sehr schwer, uns zu vermitteln, was sie fühlen, was sie erkennen und was sich vor ihnen enthüllt- was die verborgene Welt ist.

Nur ein Medium kann die Freude eines Menschen zum Ausdruck bringen, dem sich die Höhere Welt offenbart hat, und das ist die Musik. So schrieben die Kabbalisten neben Artikeln und komplexen Schriften auch Melodien und Lieder. Es ist eine weitere Möglichkeit für sie, ihre Empfindungen in klarer Weise zum Ausdruck zu bringen, von Herz zu Herz, durch Melodien, ohne Worte, damit diese Melodien unsere Herzen durchdringen und uns verändern- uns darauf „einstimmen“, die Höhere Welt zu erkennen.

Praktische Umsetzung

Selbst die Musik kann die Eindrücke der Höheren Welt nicht präzise vermitteln, weil wir nicht die gleichen Kelim (Gefäße), die gleichen Sinnesorgane oder die gleichen inneren Eigenschaften besitzen wie jene Kabbalisten, die die Höhere Welt erreichten und wahrnahmen. Dennoch gibt uns die Musik einen Eindruck der Höheren Welt, ein ähnliches Gefühl- und doch nur eine schwache Kopie.

Bade im Licht

Kabbalistische Musik drückt die spirituellen Zustände der Kabbalisten aus.

Die Melodien wurden komponiert, um zwei unterschiedliche Stufen in der Spiritualität zu beschreiben. Die erste ist das Leid, das daraus resultiert, dass man sich vom Schöpfer entfernt. Dieses Gefühl erzeugt traurige Musik, ausgedrückt durch ein Flehen nach Annäherung. Die zweite Emotion ist Freude, resultierend aus der Annäherung an den Schöpfer. Dieses Gefühl bringt fröhliche Musik hervor, ausgedrückt durch Dankesgebete. Wenn Sie kabbalistischer Musik lauschen, hören und fühlen Sie diese beiden unterschiedlichen Zustände in der Musik.

Diese beiden Stimmungen zusammengenommen beschreiben die Beziehung der Kabbalisten zum Schöpfer und ihre Vereinigung mit dem Schöpfer. Obwohl uns einige Melodien zu Tränen rühren, lieben wir sie, da sie das Leid ausdrücken, mit dem man umzugehen lernen muss, um zu einem guten Ergebnis zu gelangen. In der Kabbala wird dies „Versüßung des Urteils“ genannt.

Die Musik taucht den Hörer in ein wunderbares Licht. Wir müssen nicht alles darüber wissen, bevor wir sie hören, weil das Verborgene unbeschreiblich ist. Aber die Musik wirkt schnell und direkt in unseren Herzen. Sie immer und immer wieder zu hören, ist eine sehr besondere Erfahrung.

Wenn Sie die Musik fühlen, brauchen Sie sich nicht die verschiedenen Ebenen der spirituellen Welten vorzustellen, die in den Büchern beschrieben werden. Diese Stufen existieren nirgends, außer in Ihnen selbst, und verführen Sie daher.

Was ist also so besonders an dieser Musik, dass jeder sie verstehen kann, auch wenn er nicht die spirituelle Stufe des Komponisten erreicht hat? Von Kabbalisten komponierte Musik zu hören, verschafft uns die Möglichkeit, ihre spirituellen Empfindungen zu erkennen.

Melodien der kommenden Welt

Die Melodien der Kabbala können als Melodien der kommenden Welt beschrieben werden, weil sie dazu dienen, die Höheren Welten in diese Welt herabzubringen. Singen zieht Segen von Oben herab, der sich in allen niederen Welten manifestieren kann.

In den Worten von Rabbi Elazar Azikri (1533-1600): „Jene, die streben, sollen Lobpreisungen bis zu den spirituellen Höhen, bis zu den Höheren und niederen singen und damit alle Welten durch das Band des Glaubens zusammenhalten.“ (In der Kabbala bedeutet „Glaube“ Erreichung des Schöpfers)

Stimmen Sie Ihr inneres Instrument

Um zu verstehen, was der kabbalistische Komponist in der Melodie ausdrücken wollte, müssen Sie nur zuhören. Dadurch dass die kabbalistische Melodie einen Eindruck der spirituellen Welten vermittelt, berührt sie Sie wahrscheinlich bis zu einem bestimmten Grad.

In jedem von uns steckt eine Seele, und die Seele eines Kabbalisten ähnelt einem Musikinstrument, welches perfekt gestimmt ist und sich sauber anhört, gleich der biblischen Violine König Davids.

Dies war keine gewöhnliche Violine, sondern das innere Kli (Gefäß/Instrument) der Seele eines Kabbalisten. Darin fühlt der Kabbalist die Realität auf eine bestimmte Weise und drückt sie durch eine Melodie aus.

Spirituelle Funken

Wenn ein Mensch sich die Eigenschaft von Bina –Barmherzigkeit- aneignet, fühlt er sich ruhig und gelassen. Rav Baruch Ashlag verdeutlichte dies in seiner sanften Melodie zu den Worten des Psalms 116 „Denn du hast meine Seele befreit.“

Spirituelle Harmonie

Sie können die kabbalistischen Klänge nutzen, um sich mit den spirituellen Wurzeln zu verbinden, von denen sie geschrieben wurden. Entspannen Sie sich und hören Sie die Musik. Die Information liegt in den Noten selbst. Die Noten in der Kabbala sind nicht wahllos oder zufällig. Ihre Harmonien folgen kabbalistischen Regeln und sind entsprechend dem Aufbau der Seele ausgewählt. Sie stellen den Weg dar, der die Leiter hinaufführt. Sie (der Hörer) fühlen, wie die Melodie ungehindert und tief in Ihre Seele eindringt. Sie erkennen darin die Verbindung zwischen Ihrer Seele und den Wurzeln der Noten.

Spirituelle Funken

Singen ist der Ruf der Seele,…das Lied erweckt die Höheren und die niederen in allen Welten. Ein Lied ist wie eine Quelle von Oben, eine Ruhe des Höheren, die göttliche Barmherzigkeit. Das Lied schmückt den geheiligten Namen, Malchut, das Gefäß des Schöpfers. Und dies ist der Grund, warum es das Heiligste des Heiligen ist.

Rav Yehuda Ashlag, Sulam Kommentar zum Buch Sohar

Das Gleiche gilt für die Melodien. Musiker, die kabbalistische Musik zu spielen vermögen, sind dünn gesät. Der Unterschied zwischen dem, der „schön“ spielt, und dem, der „korrekt“ spielt, liegt im Verständnis für die wichtigen Dinge. Das Wichtigste liegt nicht in den Tönen, sondern in den winzigen Nuancen- im Beginn und im Ende des Klangs.

Ich hatte einen wundervollen Studenten, der Violine spielte. „Ich kann nur spielen, wenn du meine Hand halten wirst“, sagte er mir. Und er hatte Recht- kabbalistische Musik transportiert das richtige Gefühl und nicht die richtigen Noten.

Zusammenfassung

  • Musik ist ein weiteres Medium für Kabbalisten, um ihren spirituellen Zustand auszudrücken.
  • Kabbalistische Musik lässt Sie fühlen, was die Bücher durch Text ausdrücken
  • Kabbalistische Lieder drücken das Zusammenspiel zweier Stimmungen aus. Leid über die Entfernung vom Schöpfer und Freude über die Annäherung an den Schöpfer
  • Letztendlich müssen Sie sich nur entspannen, der Musik lauschen und dabei die Gefühle der Kabbalisten aufnehmen, die diese in ihrer Musik enthüllt haben.

 

Student und Lehrer, zwei Stufen

Frage: Wann kann ein Lehrer für den Studenten zum Überträger spiritueller Energie werden?

Meine Antwort: Das geschieht, wenn der Lehrer als Kanal dienen kann, durch den das höhere Licht zum Studenten weitergeleitet wird, oder man hilft dem Studenten zumindest dabei, sich mit einer Zehnergruppe zu verbinden, die dann das höhere Licht anzieht.

Frage: Aber bindet der Lehrer nicht den Studenten an sich?

Meine Antwort: Das kann in der Weisheit der Kabbala nicht passieren! Ich erinnere mich an meinen Lehrer Rabash, den letzten großen Kabbalisten. Seine Größe und enorme Wichtigkeit zeigte er nie. Heute lesen wir seine Artikel, die in meiner Gegenwart geschrieben wurden. Ich erinnere mich an alles, was damals geschah, bis ins letzte Detail, an die Jahreszeit, als wir im Park auf einer Bank saßen, als er schrieb. Ich erinnere mich an alles ganz genau, sogar an die Hintergrundgeräusche und die Stimmen um uns herum. Wenn ich heute seine Artikel wieder lese, dann stelle ich fest, dass ich sie tiefer verstehe als in der Vergangenheit, obgleich seither so viele Jahre vergangen sind.

Es ist nicht möglich, einen Lehrer sofort wertzuschätzen, obwohl er seine innere Welt nicht versteckt. Niemand versteckt irgendetwas vor uns. Damals dachte ich mir: „Ich trete in seine Nähe ein. Ich werde an seiner Seite sein, und dann werde ich ihn schütteln und alles aus ihm herausholen, was er hat!“

Da gibt es überhaupt nichts herauszuschütteln. Der Lehrer ist bereit, alles weiterzugeben. Alles hängt nur von der Stufe ab, auf der ihn der Student verstehen kann. Student und Lehrer sind zwei Stufen. Aber wie kann sich ein Student dem Lehrer annähern, von ihm empfangen, absorbieren und von ihm übernehmen? Das ist eine andere Sache und sie ist nicht einfach.

Aus der russischen Kabbalalektion 8/7/16

[198911]

 

Zwei Sprachen und ihre Höheren Wurzeln

Frage: Was ist so besonders an der hebräischen und der aramäischen Sprache, das in anderen Sprachen nicht existiert? Wie ergänzen sie sich gegenseitig?

Antwort: Nehmen wir an, dass es möglich wäre, die gesamte Weisheit der Kabbala in die englische Sprache zu übersetzen und sie in dieser Sprache zu erlernen, da es die am weitesten verbreitete Sprache ist, die wir heute benutzen. Es wäre sicher viel einfacher und leichter für alle auf der Welt, da dann grundsätzlich Millionen Menschen die Weisheit der Kabbala lernen könnten.

Das wäre jedoch nicht erfolgreich, weil es eine große Verwirrung zwischen den spirituellen Wurzeln und deren Abkömmlingen gäbe. Es gibt keine Sprache auf der Welt, die mit den höheren spirituellen Wurzeln verbunden ist, außer der Hebräischen und der Aramäischen. Alle Sprachen haben sich in ihrer Entwicklung verändert, außer den beiden.

Wenn jemand aus dem modernen Griechenland jemanden aus dem antiken Griechenland träfe, dann würden sie sich nicht verstehen. Selbst das mittelalterliche und das moderne Französisch sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Und so ist es mit allen Sprachen, außer der Englischen, die nicht solche abrupten, revolutionären Veränderungen durchlaufen hat, weil die Briten konservativer sind.

Die hebräische Sprache stammt vollständig von spirituellen Wurzeln ab, daher ist sie unverändert. Wenn wir heute einen Menschen von vor 3000 Jahre träfen und mit ihm sprächen, dann würden wir mit ihm im selben Hebräisch sprechen.

Natürlich würde er Neologismen wie Flugzeug, Hubschrauber, Pistole usw. nicht verstehen. Aber alle Worte aus den spirituellen Wurzeln sind absolut identisch geblieben. Die Sprache und die Grammatik haben sich im Laufe der Zeit nicht verändert.

Wir lesen Bücher, die vor 3000 Jahren geschrieben wurden, z.B. Sefer Yetzira von Abraham, das vor 3500 Jahren geschrieben wurde, die Tora wurde vor 3000 Jahren geschrieben und der Babylonische Talmud vor 2500 Jahren. Nichts hat sich darin verändert. Wir lesen sie und alles ist verständlich.
Aus der russischen Kabbalalektion 7/24/16

[198775]

Kabbala Blitz Tipps

Frage: Was bedeutet das hebräische Wort „Babylon“?

Meine Antwort: Babylon stamm von dem Wort „Bavel“, was bedeutet-„vermischen“. Die Rede ist von der Vermischung aller Stämme zu einem Stamm, und anschließend deren Aussiedlung aus dem alten Babylon.

Frage: Ist es für die, die Hebräisch können, einfacher, Kabbala zu studieren?

Meine Antwort: Im Prinzip ja. Aber es spielt keine große Rolle, weil das Erlangen der Höheren Welt von den Anstrengungen abhängt. Ein gewöhnlicher Student, der nur ein wenig Hebräisch versteht, kann sich anstrengen und dadurch die Höhere Welt erklimmen. Andererseits kann irgendein Professor für Linguistik an der Universität in Israel die Kabbala studieren und nichts erreichen.

Frage: Ich habe festgestellt, dass  Menschen mit bestimmten Namen wie Michael, Adam, Rebekka, Sarah oder David mehr nach Spiritualität streben. Warum?

Meine Antwort: Ich glaube nicht, dass Sie Recht haben. Wenn wir eine Statistik der Namen meiner Schüler durchführen, ist es unwahrscheinlich, dass wir viele mit gleichen Namen finden.

Frage: Wie kann man den Sprachencode entschlüsseln? Kann man die Sprache der Tiere und Vögel verstehen?

Meine Antwort: Das weiß ich nicht, mit Tieren spreche ich nicht. Obwohl ich es mein ganzen Leben lang versuche, sie verstehen mich nicht. 

Meinung: Man sagt, Abraham konnte die Sprache der Tiere und Vögel verstehen.

Meine Antwort: Ein Mensch, der die Spiritualität erlangt hat, versteht alles, was auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe geschieht, das heißt den Ausdruck des Egoismus auf diesen Stufen der Natur.

Frage: Welche spirituelle Bedeutung haben die hebräischen Buchstaben?

Meine Antwort: Es hängt davon ab, worauf sie sich beziehen. Der wichtigste Buchstabe ist der erste im Alphabet: der Buchstabe Alef. Die Buchstaben verlaufen von oben nach unten, von Bina und bis Malchut. 

Frage: Können Buchstaben und Wortkombinationen das Schicksal des Menschen vorprogrammieren, enthalten sie Lebenskraft?

Meine Antwort: Nein. Die Lebenskraft trägt nur der Mensch in sich. Glauben Sie nicht an die Buchstaben und schenken sie ihnen keine große Bedeutung. Meditieren Sie nicht, beten Sie sie nicht an und bitten Sie um nichts. Sie enthalten nichts!

Aus dem russ. Unterricht 10.07.2016

198678

Wer hat den Schöpfer erschaffen?

Frage: Was macht den Schöpfer aus und wer erschuf Ihn?

Antwort: Der Schöpfer entstand wie eine große, warme Mutter aus dem Wunsch zu geben, zu genießen, zu lieben. Niemand erschuf den Schöpfer. Er existiert die ganze Zeit, jenseits von Zeit, Bewegung und Raum. Was von ihm geschaffen wurde, existiert vorübergehend. Jeder von uns kann seinen eigenen Schöpfer haben, bis wir uns vereint haben und erkennen, dass alles eine einzige Kraft ist. Auf diese Weise existiert die Welt.

Wir müssen den Schöpfer entdecken und mit Ihm in direkten Kontakt kommen. Dann werden wir sehen, wer und was Er ist. Die anderen, die einen direkten Kontakt zu Ihm erreicht haben, entdecken, wer und was er ist. In der Verbindung zwischen uns können wir gemeinsam klären, ob es für uns alle derselbe Schöpfer ist oder nicht. Es wird uns klar werden, dass Er Eins ist.

Von KabTV „Nachrichten mit Michael Laitman 30/11/16

(198314)

Direkt auf das Ziel zugehen

Tora, Deuterononium 13:06: Der Prophet oder Traumseher aber soll mit dem Tod bestraft werden.

Der Mensch kann keiner seiner Eigenschaften und Sinne trauen: Weder Gedanken noch Berechnungen. Er sollte sich annullieren, an die höhere Lenkung anhaften und beginnen, alles von dort zu empfangen. Die Enthüllung der höheren Lenkung geht schrittweise in sein System ein, und nur in diesem Ausmaß kann sich der Mensch der höheren Kraft anpassen. Er ist bereit, mit dem Geben zu arbeiten, und dann mit den Wünschen zu empfangen.

Deshalb steht geschrieben: „Töte den Träumer“ in dir. Er wird dich ständig dazu verleiten, in eine andere Richtung zu gehen. Du solltest alle Eigenschaften, die dich vom Weg abbringen, ausrotten. Träume sind die Basis eines Mangels an Vertrauen in den Schöpfer, in den Glauben über dem Verstand. Schließlich können sich alle Gedanken, alles Wissen und alle Erfahrung sehr schnell ins radikale Gegenteil verwandeln, bis zu einem solchen Ausmaß, dass es kaum zu glauben ist.

Zum Beispiel beweisen bereits die Ergebnisse der modernen Entdeckungen in der Quantenphysik, dass es keine Zeit, keine Bewegung, keinen Raum usw. gibt. Alles in diesem Film geschieht solcherart, dass ein Mensch in seinem Makrokosmos absolut nicht mit dem Mikrokosmos übereinstimmt. Trotzdem muss er zustimmen, weil ihn die Grenzexperimente mit dem Mikrokosmos dazu zwingen.

Er kann diesen Ergebnissen nicht entkommen, und deshalb akzeptiert er sie, obwohl er sie nicht versteht. Und später versucht er, auf logische Weise seinen Verstand den Ergebnissen anzupassen. Er ist jedoch nur teilweise erfolgreich und nur für kurze Zeit. Die Wissenschaftler gelangen langsam in eine Sackgasse und verstehen, dass sie auf diesem Weg nicht mehr weiterkommen. Schließlich können wir uns mit unseren Sinnen keine Ereignisse vorstellen, die außerhalb von Zeit und Raum stattfinden. Wir sind eng miteinander verbunden, obwohl wir Billionen von Lichtjahren voneinander entfernt sind.

Es ist ein schrecklicher Zustand, wenn man das ganze kosmische Bild siehst und es mit dem Irdischen vergleicht: Was haben wir hier mit unserem kleinen Tier namens Egoismus gemacht?
Aus KabTV “Geheimnisse des Ewigen Buches” 7/13/16

[197784]

Empfangen um zu geben

Frage auf Facebook: Ich bin ein ganz normaler Mensch, der nur für sich selbst empfangen will. Was bedeutet, empfangen um zu geben?

Meine Antwort: In der Tat, ein normaler Mensch empfängt für sich selbst. Aber es gibt die Wissenschaft der Kabbala, die sagt, dass das Empfangen für sich selbst auf Grund der Evolution in dieser Welt nicht mehr geht. Heute befindet sich die Welt in so einem Zustand, in dem das Empfangen für sich selbst einfach nicht mehr möglich ist; es wird alles runder, wir sinken auf die tierische Stufe ab und damit berauben wir uns selbst. Wir können keinen Sinn im Leben erreichen, sehen keinen Ausweg aus unserer animalischen Existenz, erfinden irgendwelche technologischen „Spielzeuge“, Mode und alles Mögliche, um irgendwie unsere Existenz zu füllen, die eigentlich absolut leer ist.

Wenn wir die richtige Berechnung machen, wie viel Freude und Genuss wir im Leben bekommen haben und im Vergleich dazu sehen, wie viel Kraft, Energie, Leiden und Anstrengungen wir investiert haben, dann wäre es tatsächlich einfacher gewesen, gar nicht zu leben. Das ist allen klar, und nur unsere primitive Angst vor dem Sterben hält uns zurück. Wir müssen verstehen, dass es im Leben vollkommen andere Berechnungen gibt; es ist nicht das Ziel, gegen unseren Willen zu existieren. Denn wenn wir für uns den Sinn des Lebens offenbaren, werden wir sehen, dass wir in diesem Leben und darüber hinaus unendlich glücklich sein können.

Und die Methode, wie man dieses Glück erreicht kann, heißt „die Wissenschaft der Kabbala“. Sie lehrt darüber, wie man zu einem wahrhaftigen Genuss kommt, nicht nur in diesem vergänglichen Leben, so lange unser Körper existiert, sondern auch darüber hinaus, in dem wir das ewige Leben erlangen, während wir noch in dieser Welt leben. Und dies ist die Bedeutung von empfangen, um zu geben.

Wenn man die Stufe des Gebens erlangt, existiert man in dem Zustand weiterhin außerhalb des Körpers.

Von der TV-Sendung „News mit Michael Laitman“ 2016.11.09

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