Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Bildung in der Kabbala

Frage: Ich habe von Ihnen oft gehört, dass eine korrekte Bildung notwendig ist. Was ist Bildung in der Kabbala? Kann Egoismus gebildet werden oder brauchen wir einen gebildeten Egoisten?

Antwort: Unter der kabbalistischen Bildung ist die Bildung mithilfe des höheren Lichtes gemeint. Das heißt, dass ich gemeinsam mit meinen Freunden, durch verschiedene Handlungen, die in der kabbalistischen Methode beschrieben sind, das Licht anziehe. Das Licht beeinflusst uns und führt zur Vereinigung in der sich der Schöpfer offenbart und wir dadurch alle zusammen ein gemeinsames Ganzes bilden. Zu diesem Zustand müssen wir kommen.

Kabbalistische Bildung übernimmt die Aufgabe, uns unter dem Einfluss des höheren Lichtes zu verbinden und dann wird in der Vereinigung zwischen uns und dem Licht seine Quelle – der Schöpfer – offenbart.

Aus dem russischen Unterricht, 29.04.2018

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Der Unterschied zwischen den Zielen der Kabbala und der Psychologie 

Frage: Die Ziele der Kabbala und der Psychologie sind verschieden. Das Ziel der Kabbala ist die Offenbarung des Schöpfers, das Ziel der Psychologie ist ein besseres Zurechtkommen in unserer Welt. Aber die Mittel sind ziemlich ähnlich, beide nutzen die Gruppenarbeit, die Einwirkung der Umgebung usw. Was gibt es in der Kabbala, was es in der Psychologie nicht gibt?

Antwort: Die Gruppenpsychologie befasst sich mit dem Studium, wie alle Menschen in einem einzigen Kollektiv verbunden werden können. Das wird überall gebraucht: in Unternehmen, Schulen, Regierungen und sogar in der Familie. Aber sie beschäftigen sich mit der Verbindung auf dem Niveau der gewöhnlichen Psychologie.

Erstens fordert die kabbalistische Psychologie, dass es in der Gruppe nicht mehr als zehn Menschen gibt. Zweitens ist es wünschenswert, dass die Gruppen nach dem Geschlecht arrangiert werden: entweder Männer oder Frauen. Drittens, die Vereinigung  der Menschen wird nicht durch eine typische Gruppenpsychologie, sondern mit Hilfe des höheren Lichts erreicht.

Eine solche Vereinigung geschieht auf einem ganz anderen Niveau, nicht auf dem psychologischen, sondern vielmehr auf dem spirituellen Niveau.

Der Unterschied liegt darin, dass die Verbindung auf dem psychologischen Niveau auf dem Vorteil beruht, den man durch die Vereinigung mit anderen Menschen erhält, da eine solche Verbindung dem Menschen helfen kann hinsichtlich Entspannung, Sicherheit, Unterstützung, Gesundheit, einem besseren Familienleben, einer besseren Arbeitssituation, in der Schule und so weiter. Dies kann im Leben eines Menschen einen großen Unterschied machen und sein Leiden mindern.

Auf der andern Seite ist die kabbalistische Psychologie nach einer anderen Methode aufgebaut: auf der Anziehung des höheren Lichtes. Wir versuchen nicht, uns miteinander zu verbinden, vielmehr rufen wir das höhere Licht an, das uns über unserer Selbstsucht in altruistische Beziehungen miteinander verbindet.

Das heißt, ich  verbinde mich nicht mit dir, damit wir unser kleines Business miteinander machen. Wir bauen die gemeinsame Vereinigung über uns mit Hilfe des höheren Lichtes, der besonderen spirituellen Energie, die in unserer Umwelt existiert. Wir rufen sie mit  bestimmten Handlungen herbei, damit diese Energie, das sogenannte Umgebende Licht (Or Makif), das unsichtbar ist und von uns nicht wahrgenommen wird, auf uns einwirkt und uns über unserer Selbstsucht vereinigt.

Dann wird unsere Vereinigung altruistisch, spirituell und darin werden wir beginnen, die höhere Welt und den Schöpfer zu empfinden.

Frage: Welche Empfindung hat ein Mensch, wenn er das höhere Licht anruft?

Antwort: Wie gesagt: „Wir leben ohne die Erde unter uns zu spüren…“ Du dringst in deine Freunde ein, hängst an ihnen. In ihnen ist deine Rettung vom Egoismus, aber wenn das eintritt, bist du schon kein Egoist mehr.

Die Kabbala und die Psychologie unterscheiden sich nicht nur im Ziel, sondern auch in den Mitteln seiner Erlangung. Wir nehmen nichts von dieser Welt.

 

Aus dem russischen Unterricht vom 03.09.2017

[#218780]

Die Offenbarung des Bösen ist kein Anlass zu trauern

Frage: Es wird gesagt, dass ein Gebet mit der Dankbarkeit anfangen soll. Gibt es die Dankbarkeit in den Gebeten am Tag der Sühne (Jom Kippur)?

Meine Antwort: Vor allem sind die Gebete am Tag der Sühne mit den Gebeten zum jüdischen Neuen Jahr (Rosh haShana) verbunden, die dazu berufen sind, den Schöpfer, wie den König der Welt „zu krönen“. Dadurch erheben wir das Ziel, das Geben, die Liebe, die großen Eigenschaften, die wir erreichen sollen. Sie lenken die ganze Welt, halten sich überall auf, und herrschen über alles.

Der Schöpfer ist gerade die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Er hat keine andere Gestalt, so kleidet Er sich in die Gefäße ein, und so erkennen wir Ihn, die Kraft, die mit dem Geschöpf verbunden ist. Wir respektieren, schätzen und erhöhen diese Eigenschaft über alles.

Die Bedeutung des Neuen Jahrs: wir rühmen „den Kopf“ (Rosh) – die Eigenschaft des Gebens. Sie ist das Wichtigste und lenkt alles in uns, sie zieht uns an und wir wollen sie erlangen, ihr gleich werden, uns ihr anschließen.

Der Tag der Sühne zeigt uns, wie weit wir davon noch entfernt sind. Wir prüfen uns nach und bringen die eigenen Mängel an den Tag, wir sehen, dass es uns an den Korrekturen mangelt, um die vollwertige, vollkommene Eigenschaft des Gebens zu finden. Wir bedauern es, und bereiten unsere Mängel für die nächste Korrekturarbeit vor.

Dann folgen die Tage der Korrektur, die mit Purim beendet werden.

Frage: Gibt es am Tag der Sühne nur das Bedauern darüber, dass wir noch nicht korrigiert sind?

Meine Antwort: Das ist eben die große Freude. In Wirklichkeit freue ich mich und bin nicht am Weinen. Denn mir werden die zerbrochenen Gefäße offenbart, die ich jetzt korrigieren kann.

Mein Bedauern, meine Buße ist mit der Freude verknüpft: endlich habe ich in mir das Böse offenbart und zittere jetzt mit dem Verlangen, das Böse zu korrigieren. Ich bin über diese Offenbarung froh und dankbar.

Versuche, die Gebete am Tag der Sühne mit Freude anstatt mit Weinen auszusprechen und du wirst in ihnen etwas ganz anderes bemerken.

Wie kann man in der Nähe vom Schöpfer weinen? Denn du zeugst jetzt, während der Zeit des Bedauerns, dass der Schöpfer deinen Zustand hervorgerufen hat, was bedeuten würde, dass der Schöpfer für dich nicht mehr gut ist, und das Gute nicht schafft? Diese Empfindung soll im Prinzip niemals vorkommen.

Der Schöpfer offenbart das Zerbrechen in dir, damit du dich freust, diesen Mangel korrigierst und Ihm durch selbständige Arbeit gleich wirst. Und umgekehrt, wenn Er dich Sich gleich ohne eine selbständige Teilnahme geschaffen hätte, dann würdest du an Ihm wie ein Klebeband kleben.

Aber Er hat dir jetzt ermöglicht, die Unterschiede zu erkennen, Er hat die Situation vorbereitet, die dir sagt: „In diesen Eigenschaften unterscheidest du dich von Mir. Erfülle die Arbeit und du wirst wie Ich sein“.  Wirst du wirklich deswegen weinen, dass Er mit dir so gehandelt hat, und dir jetzt die Chance gibt, Ihm gleich zu werden?

Im Gegenteil, du freust dich: „Ja, wir sündigten und gingen fremd. Ja, ich bin schuldig, bin ein Dieb und ein Lügner …“ Und du genießt deine innere Offenbarung. Du bist darüber froh, dass Er dich geschaffen hat und dir vorführt, mittels welcher Veränderungen man die Verschmelzung mit Ihm erlangen kann.

Es ist eben das Dienen für den Schöpfer, die Arbeit für den Schöpfer. Muss man dabei weinen? Du befriedigst doch den Schöpfer dadurch. Du erkennst, dass Er das alles für dich vorbereitet hat, und bist dafür dankbar, dass Er dich anders geschaffen hat.

Eigentlich küsst du den Stab, die Peitsche, und neutralisierst dadurch den bösen Anfang. Jetzt ist er schon nicht mehr böse, denn dank dem Wechsel deiner Beziehung ist er gut geworden.

Frage: Freuen wir uns, weil wir das Gegenteil zum Schöpfer in uns offenbart haben?

Meine Antwort: Nein, wir sind darüber froh, dass Er uns die Möglichkeit gewährt, Ihm gleich zu werden. Ich bin Ihm für die ganze Vorbereitung, für Seine Barmherzigkeit mir gegenüber, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Zukunft dankbar. Alles, was Er macht, das Zerbrechen und die schrecklichen Nöte, die uns geschickt wurden, ist eigentlich die vollkommene Barmherzigkeit. Wir werden gerade diese Empfindung offenbaren. Und alles hängt von meiner Lebensauffassung ab, die ich ändern möchte.

 

[116722]

Der Schöpfer befindet sich in allem Seienden

Frage: Macht es für den Schöpfer einen Unterschied, wie ich IHM gebe, zum Beispiel durch das Geben an mein Kind oder an einen Indianer, der in Südamerika lebt?

Antwort: Der Schöpfer ist die allgemeine Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die alle Teile der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur umfasst. Er befindet sich in all diesen Komponenten. Das Problem unserer Wahrnehmung ist, dass wir Ihn nicht getrennt von allem, was existiert, fühlen können.
Mit anderen Worten, diese Eigenschaft existiert in allen Geschöpfen, in unserer Beziehung zu ihnen, aber in keiner Weise getrennt von ihnen. Du kannst den Schöpfer von ihnen unmöglich trennen und sagen: „Das ist der Schöpfer, und das ist Seine Einkleidung in den Menschen.“

Bemerkung: Wenn ein Mensch über den Schöpfer nachdenkt, stellt er sich normalerweise ein Objekt vor,  er betet oder dankt ihm ohne jegliche Verbindung mit der Menschheit.

Antwort: Das ist nämlich das Problem, man darf sich den Schöpfer nicht getrennt von der Menschheit vorstellen – nur zusammen. Hinter jedem Menschen muss man den Schöpfer sehen, sonst wirst du Ihn nicht fühlen können.
Wenn du zu den Menschen eine richtige Beziehung aufbaust, wirst du in ihnen die vereinende Kraft finden, die „der Schöpfer“ genannt wird.

Frage: Wenn ich versuche, einem Menschen etwas Gutes zu geben, bedeutet dies, dass ich dem Schöpfer etwas Gutes tun möchte?

Antwort: Wenn du versuchst, einem anderen Menschen Gutes zu tun, ohne dabei dich selbst in irgendeiner Weise  mit einzubeziehen, dann wirst du darin den Schöpfer finden.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 18.03.2018

[# 230898]

Das System von Verlangen und Absichten

Es stellt sich heraus, dass die Enthüllung des Schöpfers keine einmalige Handlung ist, sondern eine schrittweise Aufdeckung aller höheren Stufen über eine ausreichende Zeitspanne hinweg, von oben nach unten sowie von unten nach oben. Am Ende einer jeden von ihnen wird der Schöpfer offenbart.
Wie ein Kenner aller Länder und Schöpfungen dieser Welt, der nicht sagen kann, dass ihm die ganze Welt offenbart ist. Bis er das letzte Land und die letzte Schöpfung studiert hat, solange kann der Mensch nicht behaupten, er hätte die ganze Welt begriffen. (Baal HaSulam, „Die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“)

Es gibt ein riesiges System – ein System von Verlangen und über ihnen die Absichten, die wir entwickeln, miteinander verbinden und daraus unsere eigene Seele bilden müssen.
Die Verlangen  bleiben unten und verändern sich praktisch nicht. Das Wesentliche sind die Absichten. Ihre Beziehung zueinander baut nämlich zwischen uns das auf, was man als „Seele“, als „spirituelle Welt“ bezeichnet. Die spirituelle Welt ist eine Welt der Absichten, meiner Einstellung gegenüber den anderen.

Dies basiert auf den Verlangen und vielleicht auf einigen Handlungen. Aber im Prinzip endet damit unsere Welt. Wenn wir anfangen, den Absichten den Vorzug zu geben, dann verlieren alle Handlungen unserer Welt ihre Helligkeit, ihre Kraft, ihre Wichtigkeit.

Frage: Sagen wir, ich unternehme jetzt etwas, und ich verstehe, dass ich es für mich selbst mache. Die Kabbala sagt hingegen, dass ich mich durch eine Willensanstrengung überwinden und etwas für den anderen tun muss. Funktioniert das nicht?

Antwort: Das funktioniert, aber ausschließlich in einer Gruppe. Als Mitglied der Gruppe versuche ich alles zu tun, was möglich ist, damit die Gruppe erfolgreich voranschreitet.

Bemerkung: Aber ich halte dabei nicht die richtige Absicht.

Antwort: Das spielt keine Rolle. Durch die Handlungen für die Gruppe ziehst du das höhere Licht auf dich heran, welches deine Absicht formt.

Frage: Aber Sie sagen, dass das Anziehen des höheren Lichtes durch das Lesen von Quellen hervorgerufen wird, nicht aber durch meine Handlungen?

Antwort: Nein. Alles funktioniert nur durch die Freunde, und zwar in dem Maße, wie du in der Gruppe ein gemeinsames Verlangen anregst, und auf keine andere Weise. Bücher und Studium sind vorbereitende und recht kraftlose Mittel, mit deren Hilfe du dem Ziel etwas näher kommst. Am effektivsten ist die Wirkung  auf dich und die Gruppe  dann,  wenn du deine Freunde zum spirituellen Fortschritt anstößt.
Selbst wenn du dabei Handlungen ohne die richtige Absicht ausführst, ist das bereits sehr gut.

Aus dem Unterricht in Russisch, 25.03.2018

[#230875]

Was ist der Unterschied zwischen der offenbarten und der verborgenen Tora?

Frage: Was ist der Unterschied zwischen den offenbarten und den verborgenen Teilen der Tora?

Antwort: Der verborgene Teil der Tora ist der Teil, der einem Menschen offenbart wird, wenn er an seiner spirituellen Entwicklung arbeitet. Die Tora ist dem völlig entgegengesetzt, was die Menschen denken.

Frage: Demnach wird es immer offenbart und es hängt nur von uns ab, ob es uns verborgen bleibt oder offenbart wird?

Antwort: Die Tora ist das Kontrollsystem des gesamten Schöpfungssystems. Sie ist in Bezug auf einen Menschen individuell verborgen. Sie wird uns nach und nach in dem Maß aufgedeckt, wie wir uns intelligent und produktiv daran beteiligen können.

Frage: Wie ist die Tora mit dem Buch als ein System der Kontrolle der Welt, welches vor 3000 Jahren geschrieben wurde, verbunden? Ist es die geschriebene und mündliche Tora?

Antwort: Sie beschreiben beide das System, in das wir eintreten, um etwas zu lernen und um uns damit zu beschäftigen.

Frage: Was ist die mündliche Tora? Es sieht so aus, als ob einige Gesetze auf ein Stück Papier geschrieben werden konnten und es gibt Gesetze, die nur mündlich überliefert werden konnten?

Antwort: Die mündliche Tora ist ein Gesetzessystem, das von Lehrer zu Schüler weitergegeben wurde: über 20 Generationen von Adam bis Abraham, dann über die restlichen Generationen bis hin zu Rabbi Shimon, der Autor des Buches Sohar. Es wurde dann alles verborgen. Das Wissen über die Welt, über die Arbeit des Individuums, sich dem Schöpfer anzunähern, wird „Tora“ genannt. Es wird von dem Wort „Or!“ (Licht) abgeleitet. Dieses Wissen wurde von einer kleinen Gruppe von Menschen nach und nach an jede Generation weitergegeben. Erst jetzt, beginnend mit Ari (17.Jahrhundert) und später, wurde alles wiedergeboren.

 

Aus dem russischen Unterricht 18.3.18

[230763]

Höre die Einladung des Schöpfers

Frage: Wann hört jemand die Einladung des Schöpfers: „Komm zum Pharao“?

Antwort: Es hört jemand solch eine Einladung, wenn er beginnt, ein Partner des Schöpfers zu sein, gut über Ihn denkt, versteht, dass alles Böse nur für ihn offenbart wird und er es korrigieren und sich selbst erbauen kann.

Dann braucht ein Mensch den Schöpfer und wird sein Partner. Sie beide verrichten die gleiche Arbeit. In jedem Zustand ist der Mensch dann bereits bereit, den Schöpfer bei allem was ihm widerfährt zu offenbaren – in sich selbst und seiner Umwelt. Wenn ihm etwas zustößt, erkennt er, dass es vom Schöpfer kommt. Er wendet sich dann sofort an Ihn, betet, weint, lacht, schreit, egal wie. Er möchte dieses Problem nur dem Schöpfer offenbaren und es lösen.

Jedes Mal, wenn der Schöpfer einem Menschen einen Zustand offenbart, stellt sich heraus, dass Er ihn einlädt, ein Partner zu sein. Wenn ein Mensch richtig auf diese Einladung reagiert, steht er im ständigen Kontakt mit dem Schöpfer. Er möchte Ihn in allem was geschieht im Voraus erkennen und diese Probleme mit Ihm lösen, die Probleme die der Schöpfer für ihn geschaffen hat.

Er macht nichts alleine, sondern er benutzt diese Probleme, um den Schöpfer darum zu bitten, sie zu lösen.

Es ist kompliziert, aber notwendig zu wissen, wie man nach dem Prinzip „dem Arzt wurde die Erlaubnis zum heilen gegeben“ handelt. Wir müssen mit den Werkzeugen dieser Welt und mit den Mitteln des Schöpfers arbeiten. Der richtige Ansatz ist am wichtigsten. Ich versuche den Schöpfer in allem, was mir offenbart wurde, dass er alles tut und mich immer wieder vor Probleme stellt, zu finden und zu verstehen.

Darüber hinaus bitte ich den Schöpfer, nachdem ich erkannt und geklärt habe, dass das Problem von Ihm kommt, etwas damit zu tun. Je mehr ich mich an den Schöpfer wende, desto mehr spüre ich, dass Er sich darum kümmert.

Gleichzeitig muss ich die Aufgabe auf der materiellen Ebene lösen. Es ähnelt einem Arztbesuch. Wir gehen häufig zum Arzt, zahlen Geld, holen Medikamente, legen sie in den Schrank und nehmen sie nicht ein. Wir haben bereits eine Heilung vom Schöpfer erhalten.

 

Aus einem Gespräch in Island 18.05.18

[231838]

Das Studium der Kabbala – ohne Einschränkungen

Frage: Für wen ist die Kabbala bestimmt?

Antwort: Für alle, ohne Ausnahme. Weil alle, die auf der Erde geboren sind, ihren ewigen Zustand begreifen und darin bleiben können, indem sie die Gelegenheit nutzen, die ihnen in diesem materiellen Leben gegeben wird.
 
Frage: Ist es überhaupt notwendig für die meisten Menschen, sich mit dieser erhabenen Wissenschaft zu beschäftigen?

Antwort: Es ist notwendig, den Sinn des Lebens zu verstehen, um die nächste Stufe der Existenz bereits in diesem Leben, auf dieser Welt, zu erreichen.

 

Aus dem Unterricht in russischer Sprache, 18.03.2018

[230085]

Die Einstellung der Massen zur Kabbala

Frage: Warum ruft allein die Erwähnung von Begriffen aus der Wissenschaft der Kabbala eine sehr negative Reaktion bei den Menschen hervor, die sie nicht studieren?

Antwort: Die Sache ist die, dass im Laufe der Jahre so viele Erfindungen um die Kabbala in Umlauf gekommen sind, dass es natürlich ist, dass ihr niemand gleichgültig gegenüber steht.

Die Kabbala wird nur von wenigen verstanden, und diese sind auch ihre Anhänger. Und alle anderen interessieren sich sehr behutsam und vorsichtig dafür. Sie betrachten sie als etwas Dunkles, Böses und Gefährliches.

Und am wichtigsten ist, dass die Religion auch gegen die Kabbala ist, weil sie nur auf blindem Glauben beruht: sie sagen wie ich mich verhalten soll, und ich handle wie ein Spielzeug und führe mechanisch alle Handlungen durch.

Und Kabbalisten sagen: „Nein, du musst diese Welt erforschen, den Schöpfer mit deinem Verstand erkunden und erlangen. Erlange den Schöpfer, um wie Er zu sein, um Ihm zu dienen, indem du Ihm gleich wirst“. Dies ist der Zustand, zu dem wir kommen müssen.

 

Aus dem Unterricht in russischer Sprache, 18.03.2018
[230562]

Alle wie Eins in Europa

Baal HaSulam, „Frieden in der Welt„: Sei nicht überrascht, wenn ich das Wohlergehen eines bestimmten Kollektivs mit dem Wohlergehen der ganzen Welt vermische, denn tatsächlich sind wir bereits zu so einer Stufe gekommen, dass die ganze Welt als eine Gemeinschaft und eine Gesellschaft betrachtet wird. Das bedeutet, dass jeder Mensch in der Welt sein Leben und seinen Lebensunterhalt von allen Menschen in der Welt bezieht, und er wird genötigt, für das Wohlergehen der ganzen Welt zu dienen und zu sorgen.

Das spüren wir schon heute. Aber es wird sehr offensichtlich werden, wenn die Welt auseinander fällt, was bald geschehen wird. Dann werden wir verstehen, dass wir nicht in der gleichen egoistischen Form zusammen sein können, die bis jetzt funktioniert hat; wir können nicht in dieser Einheit bleiben. Es ist nicht möglich auseinanderzugehen oder sich zu vereinigen.

Dies ist ein sehr gefährlicher Zustand, der zu einem Krieg führen kann. Stellt euch vor, die Europäische Union zerfällt, alle Länder brechen die Verbindungen miteinander ab. Kein Land wird in der Lage sein, isoliert zu existieren und selbst seine grundlegendsten Bedürfnisse zu befriedigen. Diese Spaltung wird Auswirkungen auf die gesamte Menschheit, die Gesellschaft und die Familien sowie auf alle sozialen, wirtschaftlichen und staatlichen Systeme in jedem Land haben.

Die Menschen werden dann verstehen, dass Einheit nicht nur notwendig ist, um uns mit Nahrung, Kleidung und allen anderen Bedürfnissen zu versorgen. Die Natur zwingt uns, uns innerlich zu vereinigen. Wenn wir uns nicht innerlich vereinen und uns nicht gegenseitig ergänzen, dann werden alle anderen Systeme, die wir aufgebaut haben, nicht funktionieren.

Das ist eine sehr schwierige Lehre, wenn wir sie mit Hilfe der Weisheit der Kabbala lernen. Sie wird nicht zu viele innere Suchen und Anstrengungen, Kriege und Blutvergießen erfordern. Umgekehrt, wenn wir das Wissen der Kabbala in der Welt nicht verbreiten, wenn wir es versäumen, die innere Verbindung in den kabbalistischen Gruppen in ganz Europa zu verwirklichen, dann wird es einen vollständigen und sehr schmerzhaften Zerfall in Europa geben.1

Wir müssen eine innere, spirituelle Verbindung zwischen unseren Gruppen in Europa aufbauen, die als eine interne, spirituelle Regierung auf diesem Kontinent handelt. Jeder wird spüren, dass diese Menschen etwas Besonderes haben: es gibt Prinzipien, ein höheres Ziel, eine Methode, und sie können die drängenden Fragen beantworten.

Schließlich verstehen sie, warum es eine Krise gibt: nicht wegen geldpolitischer oder ökologischer Probleme, nicht wegen des internationalen Handels oder der Erhöhung der Einfuhrzölle. Nichts davon wird zu einer Lösung führen. Die einzige Lösung besteht darin, nun korrekte und freundliche Beziehungen zwischen allen innerhalb des gemeinsamen menschlichen Systems aufzubauen.

Und das kann niemand außer den Kabbalisten. Ein richtiger Ausgang des Kongresses ist daher die Organisation einer europäischen Gruppe, die eine innere, spirituelle und ideologische Grundlage für den gesamten europäischen Kontinent bilden wird.

Das mag fantastisch und unrealistisch erscheinen, aber vor zehn oder fünfzehn Jahren schienen meine Prognosen über die kommende europäische Krise auch unrealistisch. Heute ist diese Krise, die durch die Tatsache ausgelöst wurde, dass die Union ohne die Korrektur der menschlichen Natur geschaffen wurde, für jeden offensichtlich. Und ihre nächste Stufe wird viel schneller enthüllt werden.2

 

Aus dem Kongress in Italien, „Alles wie Eins“, 26.7.18

Vorbereitungsstunde
1. Minute 14:40
2. Minute 24:30 Uhr