Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Studium der Kabbala'

Warum sollen sich Egoisten verbinden?

ravFrage: Warum sollen sich Egoisten verbinden?

Meine Antwort: Wir verbinden auf keinen Fall Egoisten. Wir verbinden in kleinen Gruppen nur die Menschen, die „einen Punkt im Herzen“ haben. Die bereit sind, den Sinn des Lebens zu suchen und die Zeit und Mühe dafür opfern, ihn zu finden. Denn sie fühlen sich schlecht ohne die Erkenntnis, wozu sie leben.
Diese Menschen ziehen wir heran, schaffen für sie kleine Kreise – sogenannte „Zehner“, und geben ihnen die Methode, die hilft, sich innerhalb der Zehner so zu annullieren und zu verbinden, dass sie den Schöpfer untereinander spüren können.
Der Zehner ist ein Sensor, ein neues spirituelles Sinnesorgan, in dem sie die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, was Schöpfer heißt, spüren können.
Und alle anderen Menschen bedrängen und zwingen wir nicht. Wir  wollen nur, dass sie wissen: alle Probleme unter uns und auf der ganzen Welt bestehen nur wegen der Abwesenheit der Verbindung.
Diesen Menschen erzählen wir nichts über höhere Welten und die Höhere Kraft, sondern erklären einfach, dass und wie sie sich richtig organisieren sollen, und dann wird die Welt besser. Im anderen Fall ist die Welt voller Menschen, die sich gegenseitig vernichten werden. 
Das ist unser Ziel – Zehnergruppen aus Menschen zu bilden, die nach dem Sinn des Lebens fragen und danach streben, ihn  zu erreichen. Und die anderen Menschen sollen sich einfach in guten Vereinigungen versammeln, damit sie ständig lernen können, wie sie darin gute Lebenszustände erreichen können, nicht mehr. Denn in ihnen ist der spirituelle Wille noch nicht geboren. Aber die, die schon einen Wunsch zum Spirituellen, d.h. einen Punkt im Herzen spüren, sollen zu uns kommen.

Aus dem Unterricht in russischer Sprache vom 18.12.2016
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Wer bin ich überhaupt?

Frage: Wenn der Schöpfer Wünsche erweckt und aus ihnen Gedanken erwachsen, dann stellt sich heraus, dass die Wünsche und Gedanken nicht mir gehören. Wer bin ich dann?

Antwort: Niemand. Du bist derjenige, der begreift, dass Gedanken und Wünsche, Verstand und Herz durch dich durchfließen. Mehr nicht.

Wie kann ein Mensch etwas Eigenes haben? Der Körper wird geboren, er wächst und entwickelt sich. Wie kann irgendetwas Eigenes in einem Menschen auftauchen? Wovon? Vom Einfluss der äußeren Welt? Er ist ein Teil der äußeren Welt, und was er fühlt, was durch ihn durchfließt, hängt davon ab, wie ihn die Welt beeinflusst. Gehört das wirklich zu ihm? Nein, es ist das, was durch ihn hindurch geht.

Das ist unser tierisches Leben. 

Tatsächlich ist jeder Mensch wirklich groß, aber er verbleibt in einem schlafenden, inaktiven Zustand, bis er erweckt wird und seine Augen öffnet. Bis dahin leben wir unser Leben; wir kommen immer wieder zurück bis unsere bewusste Teilnahme erforderlich ist.

All unsere Zuhörer haben einen Punkt im Herzen, der zu irgendeinem Zeitpunkt in ihnen aufgetaucht ist. Sie funktionieren nicht länger  wie Roboter. Sie wurden dazu gebracht zu hören, zu verstehen, die Methode zu sehen, das große System des Universums in dem sie existieren wahrzunehmen, und wie sie anfangen können, selbst darin bewusst und effizient zu arbeiten.

Aus meiner Perspektive sind diese Menschen vollkommen anders als alle anderen; weil bei jenen, die um uns herum einfach existieren, der Punkt im Herzen noch schläft. Im Buch Sohar werden sie „Schlafende“ genannt. Ihre Augen sind nach innen gerichtet, weil sie nur ihren Egoismus schätzen und sonst nichts. Sie können noch nicht rausschauen, um alles durch die Eigenschaften von Geben und Liebe zu sehen.

Aus der russischen Kabbalalektion 1/15/17

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Ist es möglich für andere zu beten?

Frage aus Facebook: Die menschliche Natur passt nur auf das auf, was sie innig liebt. Ist es wirklich möglich, dass wir für andere beten? Das ist absolut unnatürlich und verlogen.

Antwort: Unbedingt. Du hast Recht. Das ist schon ein echter Ausgangspunkt. Ist es möglich, unsere Natur ins Gegenteil zu korrigieren, sie zu verändern und das richtige Gleichgewicht zwischen uns zu finden? Wenn die ganze Natur – noch pflanzlich und tierisch – in einer integralen, gegenseitigen Verbindung existiert, wie können dann die Menschen auf dieser Weise miteinander leben? Wir sehen, dass dies in einem begrenzten Bereich möglich ist: In der Technik, im Handel, der Wissenschaft, der Kunst, aber nicht in der Kommunikation der Menschen untereinander. Wie kann das erreicht werden? Nur durch die Veränderung der menschlichen Natur, vom Egoismus zum Altruismus. Dies liegt außerhalb unserer Kontrolle. Wir können uns nur wünschen, dass es geschieht. Es gibt jedoch eine Kraft in der Welt, welche die Höhere Kraft genannt wird, die sich über unserem Egoismus befindet. Sie kann uns korrigieren. Wir werden ein Gefühl entwickeln, das uns spüren lässt, dass wir uns gegenseitig näher sind als unsere Brüder, Schwestern, Eltern und Kinder. Wir erlangen dieses Gefühl und es wird uns dazu verpflichten, wie eine Familie zusammen zu sein.

Frage: Muss ich daran denken, dass ich in diesem Prozess die Höhere Kraft anziehe?

Antwort: Das ist nicht wichtig. Es ist eine Frage der Methodik. Es gibt unterschiedliche menschliche Stufen. Die Hauptsache ist, dass es eine solche positive Kraft in der Natur gibt, die uns, wenn wir sie an uns heranziehen, verändern kann.

 

Von Kab TV „Neues mit Michael Laitman“ 27/3/17

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Was ist eine Seele?

Frage: Was ist eine Seele?

Antwort: Ein Mensch hat viele Wünsche, in denen er die ganze Welt und sich selbst spürt. Aber unter diesen Wünschen existiert ein Teil eines gemeinsamen Wunsches, das den Schöpfer fühlt.

Frage: Wo befindet sich diese Wunschseele? Wenn wir einen gewöhnlichen Menschen fragen, sagt er: „Ein Wunsch befindet sich in mir, ich wünsche“.

Antwort: Und wenn wir ihm sein Herz austauschen, wird er dann das gleiche wünschen?

Als zum ersten Mal eine Herztransplantation durchgeführt wurde, dachten die Menschen, der Mensch sei danach ein ganz anderer. Aber so war es nicht, nichts hatte sich verändert. Also befinden sich die Wünsche nicht im Herzen. Das Herz reagiert einfach darauf und deswegen verbinden wir unsere Wünsche mit ihm. Ich denke, selbst wenn wir den Kopf transplantierten, werden wir feststellen, dass es in ihm weder Wünsche noch Gedanken gibt.

Wünsche befinden sich außerhalb des Menschen. Man kann sie in zwei Bereiche teilen: egoistische und altruistische. In den egoistischen Wünschen erspüre ich mich selbst und die ganze Welt. Aber es besteht die Möglichkeit, die egoistischen Wünsche teilweise in altruistische zu verändern. In diesen werde ich die anderen tatsächlich lieben und nicht nur in Worten.

Dann werde ich, in diesem Wunsch, in dem ich anderen liebe, den Schöpfer spüren.

Es passiert so etwas wie aus sich selbst herausgehen- aus dem Leben für sich  in das Leben für andere. Und das befindet sich nicht im Körper des Menschen. Der Körper existiert wie ein Tier. Unser Herz- ist ein Motor, der den ganzen Organismus mit Blut versorgt. Unser Gehirn leitet den tierischen Körper und nicht mehr.

Frage: Und was belebt der Körper? Wir gehen, fühlen, atmen, spüren uns, fühlen den anderen. Wird das nicht Seele genannt?

Antwort: Machen die Tiere nicht das gleiche? Das hat mit der Seele nichts zu tun.

In keiner von irdischen Wesen. Es gibt eine Lebenskraft, die es dem Körper ermöglicht zu existieren.  Und die Seele ist ein Teil vom Schöpfer, von oben. Die Seele ist unser Wunsch, einen Zustand der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zu erreichen, also die völlig uneigennützige, selbstlose Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Das existiert außerhalb des menschlichen Körpers, außerhalb seines egoistischen Wunsches. Das ist ein erworbener, aber ewiger Bestandteil unseres spirituellen „Ich“. Das ist das spirituelle „Ich“ eines Menschen, wenn er es erworben hat. Und wenn nicht, ist er ein Tier. Einige streben danach, die andere nicht. Aber in jedem, der vom Baum geklettert ist und sich vom Affen zum Menschen entwickelt hat, gibt es schon ein Embryo der Seele und damit die Fähigkeit und Möglichkeit, die Seele zu entwickeln. Aber sie ist unter einer  gewaltigen Schicht von Egoismus begraben.

Frage: Wie schaffen wir es, dahin zu kommen?

Antwort: Ein Mensch hat keinerlei Antrieb dazu. Er hält die verschiedenen, kulturellen, gesellschaftlichen Anstöße wie Kunst, Musik und so weiter für die Seele.

Aber auch Tiere singen. Da ist nichts Besonderes. Alles, was ein Mensch beginnend mit der Geburt entwickelt, hat keine Beziehung zum Spirituellen, zum Höheren, sondern stellt nur die Entwicklung seiner tierischen Wünsche, Triebe und Gedanken dar.

Frage: Strahlt dieser Punkt, Embryo der Seele, einen besonderen Genuss aus, zu dem ein Mensch strebt?

Antwort: Wenn ein Mensch wirklich nach der Entdeckung der Seele strebt, bekommt er  schreckliche Sehnsucht, Depression und Leiden durch diesen Wunsch und gleichzeitig ist es ihm unmöglich, den Sinn des Lebens zu finden: wozu lebe ich, warum lebe ich, wer führt mich, wie kann ich aus den Zwängen dieser Welt austreten und anfangen, außerhalb ihren Begrenzungen zu existieren.

Das ist der Antrieb zum Erwerb der Seele. Jetzt äußert sich das schon bei vielen Menschen, weil wir uns von Generation zu Generation entwickeln und in unserer egoistischen Entwicklung erreichen wir Zustände, die uns aus unserer egoistischen Natur befreien. Der Egoismus selbst stößt den Menschen aus sich selbst hinaus, indem sein Leben mit negativen Empfindungen erfüllt wird.

Frage: Die Leiden in unserer heutigen Welt werden immer größer. Roboter ersetzen Arbeitskräfte und fördern so die Arbeitslosigkeit. Werden die Menschen auf so eine Art und Weise zur Einsicht geführt, was die Seele bedeutet?  

Antwort: Selbstverständlich, dass alles passiert im privaten und gesellschaftlichen Leben, in der Welt, in der Natur, im Kosmos. Es geschieht nur, damit wir uns dem Schöpfer nähern, ihn enthüllen, ihm vollkommen ähnlich werden, bis zur Verschmelzung mit Ihm. Wenn wir alle unsere egoistischen Wünsche in den Wunsch wandeln, wie der Schöpfer zu werden, nämlich gebend und liebend, kommt es zur vollkommenen Korrektur der Seele.

Der ursprünglich egoistische Wunsch, für sich selbst zu empfangen, wird allmählich umgewandelt in den Wunsch, dem anderen zu geben, um dem Schöpfer ähnlich zu werden.

Das ist der Weg zur Nächstenliebe und man beginnt den Schöpfer zu spüren; dieser Weg der Korrektur wird Seele genannt.

Finden Sie die Seele!

Aus der TV-Programm “ Gespräche über die Seele“ von 30.03.2017

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Die höhere Kraft aus der Sicht der Kabbala

Frage: Der größte Teil der Menschheit ist religiös. Sie haben ihre eigene Vorstellung von der höheren Kraft, von Gott, dem Schöpfer. Was ist die höhere Kraft in der Kabbala und worin besteht der fundamentale Unterschied?

Antwort: Die Menschheit hat sich immer vor etwas gefürchtet und tut dieses bis zum heutigen Tag. Sie versucht immer, eine Methode zu finden, um sich vor unerwarteten und grausamen Naturkräften zu schützen.

Das gleiche wird auch von Abraham gesagt, der erst ein Priester im alten Babylon war und später die höhere Kraft entdeckte, welche Natur oder der Schöpfer genannt wird; sie ist eine einzige und gute Kraft, die keine Rituale und Opfer fordert.

Basierend auf dieser Entdeckung führte er Forschungen und Klärungen durch und vielleicht unterrichtete er auch die Menschen. Auf diese Weise wurde die kabbalistische Sprache geformt; ihre Basis kam von dem ersten Kabbalisten Adam, der vor 5.777 Jahren lebte.

Seitdem entwickelte sich die Weisheit der Kabbala von Adam zu Abraham und von Abraham zu uns; sie erweitert ihr konzeptionelles System durch vier Sprachen, mit denen die Kabbalisten die höhere Welt beschreiben. Durch diese Sprachen nehmen wir allmählich wahr, was die Kabbalisten fühlten und beschrieben.

Aus dem russischen Unterricht, 22.01.2017

[206396]

Was erforscht die Wissenschaft der Kabbala?

Frage: Was sagt die Kabbala über das Geheimnis der dunklen Energie oder dunklen Materie?

Meine Antwort: Die Kabbala erforscht nicht die Phänomene unserer Welt. Man kann einige Parallele zwischen der Höheren Welt und unserer Welt ziehen, aber diese Vergleiche sind relativ und stehen nicht direkt in Verbindung zu einander.

Frage: Was erforscht die Kabbala dann? Könnte man sagen, dass diese Wissenschaft das Bewusstsein des Menschen und die Verbindung zwischen den Bewusstseinszuständen untersucht?

Meine Antwort: Nein. Die Kabbala studiert zwei Eigenschaften: die Eigenschaft des Gebens und die Eigenschaft des Empfangens. Beide liegen unserer Natur zugrunde. Die Wechselwirkung dieser beiden Eigenschaften/Verlangen – welche davon überwiegt, zu welchem Ausmaß etc. – erbaut alle Teile und Stufen der Schöpfung.

Frage: Was bedeutet „Die Kabbala erforscht nicht unsere Welt“?

Meine Antwort: Damit beschäftigt sich die herkömmliche Wissenschaft. Und die Wissenschaft der Kabbala erforscht die nächsten, so genannten Höheren Stufen. Aber dafür müssen wir uns auf der Stufe befinden, wo wir die Kabbala studieren wollen.

Aus der russischen Lektion, 25.12.2016

[#205224]

Der Schöpfer als Freund

Was ist das für ein Bild, das sich vor uns entfaltet? Es ist die Natur, die mehr und mehr innerhalb und außerhalb von uns aufgedeckt wird. Wir entdecken die Natur in ihrer Tiefe und sehen, dass wir in diesem System existieren. Je nachdem wie wir darin existieren, führt uns das System zum Ziel. Auf der einen Seite ist der Mensch ein Produkt der Natur, auf der anderen Seite sind wir besondere Geschöpfe, welche ihren Schöpfer offenbaren können.

Wer hat uns erschaffen? Die Natur. Wer bringt uns voran? Die Natur. Wohin bewegt sie uns? Nach der Geschichte unserer Entwicklung und dem Prozess der Evolution zu urteilen, können wir herausfinden, in welche Richtung wir gehen. Lasst uns das also untersuchen und aufklären.

Die Weisheit der Kabbala unterscheidet sich von den Religionen dadurch, dass sie einem Menschen Werkzeuge für die Offenbarung der höheren Kraft gibt. Es wird ihm gesagt, was er anderes tun kann, anstatt alle möglichen Götzen anzurufen, die wir selbst in der Hoffnung erschaffen haben, um für ein gutes Leben zu bitten. Die erfolgreichste Art, einen Menschen zu helfen, ist das Studium der Weisheit der Kabbala. Das ist der Unterschied zwischen der höheren Kraft, wie sie sich die religiösen Menschen vorstellen, zu den und der Vorstellung der Kabbalisten, die die Beziehung zu dieser Kraft entdeckt haben. Kabbalisten können die höhere Kraft ansprechen, von ihr empfangen und mit ihr in Wechselwirkung treten.

Die höhere Kraft, damit ist die Natur gemeint, möchte in einer solchen Interaktion mit uns sein. Durch die Arbeit mit dem System der Natur beginnen wir allmählich den Geist und die Gefühle, die sich immer auf der nächst höheren Stufe befinden, zu offenbaren. Das Problem ist, dass wir uns nicht vorstellen können, dass die höhere Kraft nicht in Materie und Form gekleidet ist.

Wenn die höhere Kraft die ganze Natur ist, dann wird sie unwahrnehmbar für uns. In der Verbindung zwischen uns jedoch offenbart sie sich in einer ganz klaren Weise. Wir müssen den Schöpfer als unseren Freund enthüllen.

Aus dem 3. Teil, der täglichen Kabbala-Lektion 18/1/17

(201732)

Nur das Verlangen ist wichtig

Frage: Wird die Entwicklung des Studenten beschleunigt, wenn er stets Fragen an den Lehrer stellt?

Meine Antwort: Nein! Dies sagt nichts aus. Es gibt welche, die ständig fragen, weil sie alles ganz genau wissen wollen. Und es gibt solche, die im Gegenteil, nur schweigen. Man versucht sie zum reden zu bringen, aber sie schweigen dennoch. 

Es spielt keine Rolle, in welchem Stil die Studenten lernen: Einige schreiben jedes Wort auf, andere schauen herum, als hörten sie gar nicht zu. Für mich spielt es keine Rolle. 

Mir ist nur wichtig, dass die Student irgendwas von mir lernen will. Und gemäß seinem Verlangen nehme ich seinen Punkt im Herzen, sein kleines Kli (Gefäß) und fülle es. 

Darum habe ich viel Geduld und werde nicht müde. Ich bin bereit, jeden Tag zu unterrichten, und habe Angst, Zeit zu verschwenden: Wenn ich irgendwohin fliege, versuche ich Zeit aufzuholen, um zum Unterricht rechtzeitig da sein. Ich teile meine Tage nach Stunden auf, in denen ich unterrichte. 

Aus dem russ. Unterricht.

[#200355]

Der hinterlistige Feind Amalek

Amalek ist der schlimmste Feind des die Spiritualität anstrebenden Menschen. Wenn dieser Amalek uns überwältigt, dann empfinden wir Mangel in der Wichtigkeit der Spiritualität, den Nebel, die Müdigkeit.

Er nimmt uns das Verlangen, uns zu bemühen, die Natur des Schöpfers zu enthüllen, um Ihm gleich zu werden. Wir finden eine Menge von Gründen, warum wir die Spiritualität nicht brauchen. Und dieser Zustand heißt „Macht des Amalek“.

Er steht uns nicht wie ein offener, bekannter Feind gegenüber, sondern schleicht sich unmerklich an und flößt uns die Müdigkeit, die Faulheit ein, und entzieht dem Spirituellen jede Wichtigkeit.

Wir beschäftigen uns dann lieber mit tausend verschiedenen Arbeiten, statt eine konkrete, wichtige Handlung zu setzen, die uns zum Ziel führt. Man ist mit allem einverstanden, nur nicht mit der Anstrengung! Genau das wird als Amalek bezeichnet.

Er wird uns nicht als Feind offenbart, der uns angreift, weil er uns hasst und gegen den wir uns verteidigen müssen. 

Auszug aus der Stunde nach dem Artikel von Rabasch, 02.09.2011

Was überliefert uns die Tora?

Es ist unmöglich, den Text der Tora unmittelbar zu verstehen. Deshalb erschienen Religionen und all ihre Verdrehungen aus ihrem Missverständnis, und sie wollen uns weismachen, dass wir ihre Regeln in unserem körperlichen Leben erfüllen sollten.

Und die Tora sagt, dass die von Abraham gegründete Gruppe nach Ägypten aufbrach, d.h., sie fühlten nun einen größeren Egoismus.

Dann entschlossen sie sich, den Egoismus zu verlassen, darüber zu steigen, was der Exodus aus Ägypten genannt wird. Sie sind dazu bereit, sich untereinander zu verbinden, um sich über ihren Egoismus zu erheben, mit anderen Worten, sie akzeptieren die Bedingung der gegenseitigen Bürgschaft.

Um jedoch diese Bedingung zu erfüllen und dann den Egoismus zu korrigieren, indem man ihn in der Absicht des Gebens und der Liebe realisiert, brauchen wir noch die höhere Kraft namens Tora, was Licht bedeutet. Und sie bekommen sie. Das Licht sollte in ihre egoistischen Wünsche eintreten, und deshalb bauten sie zwangsläufig das Goldene Kalb.

Moses ist der Teil, der sie vereint, sie über den Berg Sinai erhebt, was Berg des Hasses bedeutet. Er teilte das Licht und es tritt in ihre Wünsche ein, die das Goldene Kalb genannt werden, er vermischt sie, und erhält die Mischung von sehr starken, gegenseitigen, egoistischen Wünschen, in denen das Höhere Licht existiert.

Nun können sie anfangen, mit dieser schrecklichen Mischung zu arbeiten, indem sie nach und nach die erforderlichen Teile aus ihr extrahieren und sie mit dem korrekten System verbinden.

Das geschieht, wenn Moses zum zweiten Mal mit den neuen Bundestafeln von Jom Kippur (dem Tag der Buße) vom Berg Sinai herunterkommt, zehn Tage nach Rosh HaShanah (Neujahr), das heißt, nach der Realisierung der inneren Erhebung und dem Auftreten vollkommen anderer Ziele, Gedanken und Kräfte für die Korrektur – die Existenz eines neuen Systems.

Mit anderen Worten, in zehn Tagen, d.h. in zehn Sefirot nach Keter, erreichen sie Malchut, und sie erlangen vollkommen das System, in dem sie existieren. Deshalb beurteilen sie sich an Jom Kippur selbst, sie verstehen, was sie tun müssen, und sie entscheiden, wie sie weiter leben möchten. Und die tatsächliche Korrektur beginnt nach dem Tag der Buße.

Die ersten Bundestafeln sind das unveränderliche Licht von Chochma, das stärkste Licht, welches schließlich alle Wünsche erfüllen muss und den Zustand der Welt der Unendlichkeit erreicht, unendliche Erfüllung. Sie symbolisieren Zimzum Alef (die erste Einschränkung).

Die zweiten Bundestafeln sind nach der Bedingung von Zimzum Bet (die zweite Einschränkung) gebaut, wenn wir uns vollständig, furchtlos, ohne Fehler zu machen, korrigieren können, weil das Höhere Licht nicht mit derselben Kraft wie beim ersten Mal zu uns kommt, und dann fühlen wir, welche Wünsche miteinander verbunden werden können und wie wir uns selbst richtig korrigieren.

Mit anderen Worten, die zweiten Tafeln symbolisieren den kleinen Zustand, währenddessen wir unsere Natur durch graduelle Handlungen korrigieren. Die ganze Wanderung durch die Wüste spricht genau über diesen Weg.

Aus KabTV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 8/31/16

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