Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Erfindungen über die Kabbala

Frage: In Wikipedia steht geschrieben, dass die Kabbala (vom Wort „das Empfangen“, „das Annehmen“, „ die Saga“) eine religiös-mystische, esoterische Bewegung im Judaismus ist. Was können Sie dazu sagen?

Meine Antwort: Die Kabbala ist eine Wissenschaft, die von jenen Menschen studiert wird, die die höhere Welt fühlen und sie haben ihre Offenbarung nicht mit Hilfe von mystischen Handlungen, sondern mit Hilfe von bestimmten inneren Handlungen in sich selber erreicht. Diese Menschen erlernen die Gesetze des höheren Aufbaus, der höheren Kräfte, die sich auch jetzt um uns herum befinden. Wir spüren sie nicht, aber die Kabbalisten offenbaren sie.   

Diese Kräfte heißen höhere Kräfte, weil sie in der Sphäre des Gebens existieren, das sind die Kräfte der Eigenschaft des Gebens und nicht der Eigenschaft des Empfangens. Deswegen deuten und definieren wir sie so.  

In der Kabbala gibt es nichts Religiöses, Mystisches oder Esoterisches. Die Kabbala ist eine reine Wissenschaft. So haben die alten Philosophen, die diese Weisheit bei den Kabbalisten im antiken Israel gelernt haben, über sie geschrieben, genau wie die Wissenschaftler im Mittelalter und bis zu unserer Zeit.  

Diese Wissenschaft hat keine Verbindung zum Judentum. Das Judentum ist viel später entstanden. Es ist aus der Kabbala entstanden und stellt die Anwendung der Kabbala bei den alltäglichen Handlungen in unserer Welt dar.

Die Menschen, die in unserer Welt eine Beziehung mit dem Schöpfer „aufnehmen“ wollen, haben aus der Kabbala rein äußerliche Beschreibungen entnommen und haben daraus ihre Religion erschaffen. So wurde die spirituelle Lehre durch den wachsenden Egoismus die Grundlage des Judaismus und anderer Religionen.

Kommentar: In Wikipedia steht geschrieben, dass die Kabbala im XII. Jh. entstanden ist.

Meine Antwort: Das ist auch falsch. Die Kabbala ist vor fast 5777 Jahren entstanden. Dieses Datum feiern wir als das jüdische Neujahrfest.

Die Entstehung von Adam und seiner Offenbarung des Gesetzes der Natur, innerhalb welchem wir uns befinden, deutet auf die Geburt der Wissenschaft der Kabbala hin. Da beginnt auch unsere Zeitrechnung.

Ab dem XII. Jh. aber beginnt die Verbreitung der Kabbala, welche bis ins XVI. Jh. als ihre offizielle Offenbarung für alle anhält.

Folglich ist der einzig richtige Punkt in Wikipedia, dass die grundlegende Verbreitung der Kabbala im XVI. Jh. angefangen hat. Alles andere ist erfunden, weil die Kabbala keine Philosophie, keine Mystik, keine Religion und kein Judaismus ist. Dabei verwirren sich absolut alle, die religiösen Juden eingeschlossen. Sie erklären die Kabbala zu einem Teil ihrer Religion.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 1/22/17

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Die Möglichkeit, dein Schicksal zu wählen.  Teil 3

Frage: Ist mein ganzes Leben wirklich vorprogrammiert, und ist in diesem Programm jede Lebensminute detailliert vorgegeben?

Antwort: Wie kann irgendein zufälliges Ereignis auftreten? In der Natur gibt es keine Zufälle, wir verstehen nur ein Prozent von dem, was passiert. Und deshalb schreien wir wie kleine Kinder, wenn wir einen Vorfall im System der Natur beobachten: „Es fiel von selbst, es zerbrach von alleine!“

Aber in der Natur gibt es klare Muster, und alles ist bis ins kleinste Detail vorgeschrieben. Es ist naiv zu glauben, dass etwas zufällig passiert. Und woher kommt das, wenn nicht aus dem Gleichgewicht der Kräfte?

Jedes Ereignis wurde von Kräften befehligt und war das Ergebnis seiner spezifischen Kombination. Wunder geschehen nicht. Nichts geschieht von selbst, ohne Ursache, ohne in der Natur vorgeplant zu sein.

Frage: Warum leben wir dann? Warum wird dem Menschen Leben gegeben, wenn alles schon bis ins letzte Detail festgelegt ist?

Antwort: Und warum leben Milliarden von Fischen im Meer und Millionen von Tierarten in der Natur? Aber die Menschen bekommen ein Leben, um einen Zustand zu entwickeln und zu erreichen, wo sie selbst an diesem Programm teilnehmen und die richtigen Änderungen vornehmen können, auf die das Programm wartet. Das Programm möchte die Menschen so weit entwickeln, dass sie es verstehen und in dem sie zu aktiven positiven Elementen werden können. Die Kabbala hilft dabei. Und dann fängt eine Person an, das Programm zu verstehen, sich ihm anzuschließen und über seiner eigenen Natur zu handeln, über dem Programm, das darin läuft.

Indem eine Person die Wissenschaft der Kabbala studiert und ihre Methode in der Gruppe verwirklicht, erhält sie die Macht, das Programm zu ändern, sich über ihr „blindes Schicksal“ zu erheben, programmiert von Anfang bis Ende, und sie beginnt, es zu kontrollieren. Sie wird zu einem besonders wichtigen Bestandteil dieses Programms und dies beeinflusst ihr eigenes Schicksal und das Schicksal aller Bewohner dieser Welt.

Frage: Warum ist eine Person nicht sofort in der Lage, ihr Schicksal zu kontrollieren, stattdessen muss sie zuerst mechanisch leben?

Antwort: Zunächst lebt eine Person wie alle anderen Tiere, die ihr ganzes Leben auf dem Gras weiden. Und plötzlich wacht sie irgendwann in ihrem Leben auf, schaut auf und sagt: „Nein, ich will nicht leben, indem ich meinen Kopf in einem Futtertrog vergrabe!“

Ich will wissen, woher die Macht kommt, die mich regiert! Ich möchte sie kennenlernen und mein Schicksal selbst regeln. Ich will keine einfache tierische Existenz. Schließlich sind das Gras und mein Körper immer tierisch. Und ich möchte mich so entwickeln, dass ich mich bewusst dem Programm anschließe. Es gibt ein Programm des Lebens, und ich möchte ein selbständiges Element werden. “

Fortsetzung folgt…

 

Aus KabTV’s “Ein Neues Leben” 7/25/16

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An der Schwelle einer „Postegoistischen“ Ära

Die Menschheit möchte wissen, wo sie sich befindet, wofür sie lebt, was das Geheimnis des Lebens ist und was danach sein wird? Woher kommen wir, wenn wir in diese Welt geboren werden? Wohin gehen wir, nachdem wir gestorben sind? Sind wir nur Tiere, die nichts anderes als ihre eigene biologische und materielle Existenz spüren?

Die neuesten Entwicklungen in der Physik, der Chemie, der Biologie und insbesondere der Quantenmechanik enthüllen neue Formen des Daseins; wir beginnen damit, mehr Ebenen der Komplexität, die unsere Welt besitzt, aufzudecken. Anscheinend besteht unsere Welt aus vielen Dimensionen, eine in der anderen. Sie enthält eine Vielzahl von Lebensformen, von denen uns bisher noch einige unbekannt sind.

Wir leben in einem winzigen Fragment der Realität. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Realität nicht einmal real ist, sondern nur in unserem sehr begrenzten Bewusstsein erzeugt wird. Es erscheint uns so, als ob wir in physischen Körpern, in einer großen Welt, in einem gewaltigen Universum existieren. Im Wesentlichen ist dies alles eine Repräsentation in unserem Geist: Die Quantenphysik findet dies bereits heraus.

Diese Art des Verständnisses ist vor allem für die  Verhaltensbestimmung in unserem Leben wichtig. Sehen Sie, wie stark die Religion die Weltanschauung eines Menschen verändert, wenn er daran glaubt, dass er in dieser Welt lebt und nach dem Tod die Möglichkeit hat, das Leben in einer anderen Welt fortzusetzen.

Eine bestimmte Weltanschauung kann Ideen über das Leben völlig kippen, sie kann zu Kriegen und Konflikten führen, Menschen trennen und vereinen. Dies ist die wichtigste Frage. Sie gibt unserem biologischen Leben und dem, was sich jenseits dieser Lebensgrenzen befindet, so wie sie uns erscheinen, einen Sinn.

Daher ist es sehr wichtig, zu einer richtigen Wahrnehmung der Realität zu kommen. Hier kollidieren wir mit dem Widerstand seitens der Religion und anderen Formen der Glaubenspraxis, mit der Unentschlossenheit der Menschen und mit den Wissenschaften.

Dieses Thema wird totgeschwiegen und zugedeckt; es ist unangenehm darüber zu reden. Wenn wir öffentlich darüber sprechen, wird es Widerstände geben, es wird die Lebensphilosophie der Menschen völlig auf den Kopf stellen, es wird die Art und Weise verändern, wie sich Menschen auf ihre Existenz und den Sinn des Lebens beziehen. Das ist keine einfache Sache.

Bis jetzt hat die Wissenschaft dies nur vermutet und fängt langsam an, ein wenig darüber zu sprechen. Es ist sehr gut, wenn die Menschen herausfinden, dass unsere Welt wirklich außerordentlich komplex strukturiert ist, dass sie nur eine von vielen Welten ist, in der wir uns verändern und uns von Welt zu Welt bewegen können. Was wir dazu brauchen, ist die Veränderung unserer Wahrnehmung und unserer Sinnesorgane.

Wenn wir von einer möglichen Stufe zu einer anderen aufsteigen, verlieren wir den Kontakt zu diesem materiellen Leben. Wir fangen an, das Leben ganz anders wahrzunehmen: nicht durch einige hundert Jahre begrenzt, sondern endlos in Zeit und Raum, über allen Beschränkungen.

Wenn diese Beweise in sämtlichen Quellen der Massenmedien erschienen, würde  das viele zum Studium der Kabbala anziehen, denn es ist speziell die Kabbala, die jedem Menschen die Möglichkeit eröffnet, zwischen den Welten zu reisen.

Die Ära der egoistischen Kontrolle ist vorüber. Die Menschen haben sich verändert und schon kann der Egoismus sie nicht mehr kontrollieren. Die egoistische Programmierung erschöpft sich nach und nach. Wir beginnen, die totalitäre Kontrolle des Ich von unserer konsumorientierten Einstellung zur Natur zu befreien. Deshalb fühlen wir uns weniger eingeschränkt und beginnen zu spüren und zu vermuten, dass es etwas Höheres als unsere egoistische Wahrnehmung der Welt gibt.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir letztendlich die Wahrheit enthüllen werden. Dann wird sich alles ändern: Religion, Glauben basierte Praktiken, und die Art und Weise wie sich der Mensch auf das Leben bezieht.

 

Aus KabTV: „Diskussion über die Wahrnehmung der Realität“

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Die Wünsche anderer erfüllen so als wären sie meine eigenen

Kommentar: Viele Menschen glauben, dass Spiritualität Meditationen oder Ähnliches bedeutet.

Meine Antwort: Spiritualität ist keine Meditation, sondern kontinuierliche Arbeit an deinen Wünschen. Es gilt die Wünsche anderer wahrzunehmen und an ihnen zu arbeiten, als wären es deine eigenen.

Frage: Was meinen Sie damit, die Wünsche anderer zu fühlen?

Meine Antwort: Wenn du z.B. etwas willst, nehme ich dein Verlangen und fülle es. So vereinen wir uns zu einem ganzheitlichen System und ähneln dem Schöpfer.

Frage: Wie können wir wissen, was der Wunsch des anderen ist?

Meine Antwort: Ich möchte die anderen fühlen, dann müssen sie mir nicht sagen, was ihre Wünsche sind.

In dem Maße, in dem ich beabsichtige, ihnen Gutes zu tun, beginne ich, die Wünsche anderer zu spüren.

Ich steige über mich hinauf, höre auf, meine Wünsche zu spüren und beginne somit, die Wünsche anderer genauer wahrzunehmen. Indem ich alle ihre Eigenschaften, Absichten und Möglichkeiten in mir aufnehme, erhalte ich die Füllung vom Schöpfer. Ich erhalte von ihm die Kraft, da ich mich in einem spirituellen Zustand befinde. Nachdem mich dieser Wunsch selbst erfüllt hat, trenne ich ihn von mir und gebe ihn dem Menschen, von dem ich den Mangel empfangen habe. Ein Mensch mag seine spirituellen Wünsche nicht wahrnehmen, aber ich fühle und fülle sie und bereite sie somit auf eine spirituelle Mission vor.

Frage: Wie erlangen wir in unserer Generation die Kenntnis von Spiritualität, die Offenbarung der Welt und des Schöpfers?

Meine Antwort: Kabbalisten haben diese Wünsche für uns vorbereitet. Es spielt keine Rolle, dass sie nur wenige im Vergleich zur ganzen Welt waren. Sie haben es geschafft.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 12.03.17

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Wo fängt Liebe an?

Frage: Was ist absolute Liebe? Warum ist sie in Beziehung zwischen Eltern und Kindern nicht möglich?

Meine Antwort: Es ist eine Tatsache, dass es in unserer Welt keine Liebe im engeren Sinne dieses Wortes gibt. In der Kabbala bedeutet Liebe ein Zustand, bei dem ich alles an einem anderen Menschen weitergebe. Ich existiere in ihm mit allen meinen Erwartungen und lasse nichts in mir zurück. Mein Herz, mein Geist, meine Kräfte sind leer, ich gebe alles den anderen. Dies wird „Liebe“ genannt. In unserer Welt gibt es so etwas nicht.

Mit anderen Worten, es gibt bis heute keine solchen Möglichkeiten mit den Qualitäten, mit denen wir geboren wurden und selig existieren, da der Egoismus absolut anders funktioniert. Es spielt keine Rolle, wie wir es drehen, es wird sich wenden und alles dafür tun, um gut für den Egoismus zu sein. Auch wenn wir anderen etwas geben und ihnen alles Gute wünschen, ist es so, da wir davon profitieren und es sich deshalb lohnt, Gutes zu tun. Daher ist es keine Liebe. Es vervollständigt einfach den Egoismus.

Liebe beginnt mit der Tatsache, dass wir versuchen in einer Gruppe miteinander zu arbeiten. Wir versuchen uns auf richtige Beziehungen einzustellen, so als ob wir in unserem Zehner etwas von uns selbst an andere geben, teilen und selbstlos verbreiten. Noch können wir es nicht. Es wird uns klar, dass uns die Kraft des Gebens, die Kraft der Liebe fehlt.

In diesem Fall entsteht das Bedürfnis, sie zu finden, zu enthüllen, zu erkennen und zu empfangen. In der Natur – der Eigenschaft des Schöpfers, gibt es die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Das bedeutet, dass wir vom Schöpfer etwas von dieser Kraft erhalten müssen.

Wenn wir in unserem Zehner versuchen, uns richtig  auf das Geben und die Liebe einzustellen, sehen wir, dass wir das nicht können. Dann fangen wir alle an, vom Schöpfer zu fordern: „Gib uns die Kraft des Gebens, der Liebe und der richtigen Beziehung zueinander. Du musst uns korrigieren. Du musst uns helfen“. Dann erhalten wir diese Kraft.

So offenbart der Schöpfer zwischen uns die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Es ist wirklich möglich dies zu tun. Der Zehner ist unser Labor, in dem wir alles miteinander besprechen, Entscheidungen treffen, handeln und diese positive Kraft an uns heranziehen und umsetzen.

Kommentar: Sie sagen immer, dass der Schöpfer in den Beziehungen zwischen den Menschen offenbart wird.

Meine Antwort: Nur im Zehner, in der richtigen Vereinigung von Menschen untereinander und in der richtigen Verbindung zwischen ihnen. Das ist nicht einfach. Das ist die Arbeit nach einer klaren Methode über einen langen Zeitraum hinweg.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 11.06.17

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Die einzige Möglichkeit einen Krieg zu verhindern

Kommentar: Im Artikel „Die Letzte Generation“ schreibt Baal HaSulam, dass drei Grundlagen der Verbreitung der Kabbala existieren. Eine davon ist „die Beweise dafür, dass es für die Welt keine andere Form der Existenz gibt, vor allem in der Zeit der Atom- und Wasserstoffbomben.“

Antwort: Wir versuchen, die stärksten Kräfte der Natur zu beherrschen, sie befinden sich aber jenseits unseres Begreifens. Wir versuchen dies zu tun, damit wir unser Schicksal ändern, ändern dabei aber nichts, weil sich das alles in Einheit mit der höheren Kraft befindet und nicht mit der Kraft der Atom- oder Wasserstoffbomben. Deswegen hoffe ich, dass all diese „Spielzeuge“ nicht in Betrieb genommen werden.

Einerseits balanciert die Menschheit immer auf der Grenze. Auf der anderen Seite aber gibt es eine höhere Führung, welche (so hoffe ich) den Glücksrittern nicht erlaubt, auf den roten Knopf zu drücken.

Die einzige Möglichkeit Kriege zu verhindern ist die, wenn alle Völker für sich ein ideales kommunistisches Regime annehmen, also ein altruistisches Regime.

Es gibt keine Notwendigkeit zu sagen, dass heute, bei der Erfindung der atomaren Waffen und auch bei der Erfindung der Wasserstoffbombe, es keine Zweifel daran gibt, dass nach einem oder zwei solcher Kriege die gesamte Zivilisation und die Menschheit zerstört werden, ohne eine Spur von sich zu hinterlassen. (Baal Sulam, „Die Letzte Generation“)

Heutzutage ist es sehr schwer uns damit Angst einzujagen. Die Menschen haben sich an diesen Gedanken gewöhnt und sie leben so, als ob sie morgen nicht mehr existieren könnten.

Kommentar: Die Psychologen nehmen an, dass der Mensch ein irrationales Geschöpf ist, welches nicht von logischen Überzeugungen abhängt. Hier aber nennt Baal HaSulam ein Beispiel des Krieges als ein Argument für den Menschen.

Antwort: Das, was die Psychologen wissen, interessiert uns wenig. Ihr Wissen beeinflusst die Welt in keiner Weise.

Wir sind die Menschen, die sich zur Offenbarung des Schöpfers bewegen. Wir können vieles schaffen und wir können die Welt auf die positive Seite der Waagschale hin bewegen.

Frage: Erwähnt Baal HaSulam diese Kriege als Beweis oder gibt es einen tieferen Sinn von diesem Beweis?

Antwort: Die Menschheit hat die Möglichkeit das Leben auf der Erde auszurotten. Die Menschheit berücksichtigt aber nicht auf welche Weise sie funktioniert, wie in der Menschheit die Befehle der höheren Führung realisiert werden.

Dass wir uns zerstören können, ist ein Fakt. Die Menschheit hat sich aber daran gewöhnt, sie ist sich nicht bewusst wohin sie steuert.

 

 Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“

[#213396]

Der Eintritt in das höhere Lenkungssystem

Dazu muss man den Aspekt der Unsterblichkeit der Seele hinzufügen und die Belohnung in der kommenden Welt, sowie die Ehre des Individuums und die Ehre des Volkes. (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“)

Das Problem der menschlichen Beziehungen in der Familie, der Gesellschaft und dem Volk ist sehr groß. Wenn du dem keine Beachtung schenkst, wirst du mit Gewalt dazu gezwungen. Wir sehen wie in dem sogenannten vereinten Europa die individualistischen und nationalistischen Bewegungen erwachen. Das ist das Erste.

Das Zweite ist, mit Hilfe der Kabbala offenbart der Mensch das ewige und vollkommene Lenkungssystem. Er tritt in dieses System ein wie in ein Flugzeugcockpit. Er beginnt auch das Flugzeug zu lenken. Dabei sieht er wohin, wofür und wieso er fliegt. Dieser Flug ist ewig.

Auf der anderen Seite gibt es keine Möglichkeit für den Menschen diesen Flug zu verlassen. Dabei ist es noch wichtiger, den Flug steuern zu können und zu verstehen, wohin man fliegt.

Frage: Welche Verbindung gibt es zwischen der Unsterblichkeit der Seele, der Belohnung in der kommenden Welt und „der Ehre des Individuums und des Volkes“?

Meine Antwort: Dies alles zieht den Menschen an.

Das heißt, dass ich mich erhebe, mich in der Entwicklung vorn anstelle, von mir hängt die Welt ab. Dabei sehe ich mich innerhalb meines Volkes, innerhalb der Menschheit, als sein Retter, sein Anführer.

„Ich führe die Menschen zu einer besseren Zukunft“ so fühlt der Mensch, der Kabbala studiert, weil jeder von uns diese individuelle Aufgabe erledigt, welche keiner außer ihm erfüllen kann.

Dieser Zustand verbindet sich mit der Unsterblichkeit des Volkes, mit der Unsterblichkeit der Seele, mit der Unsterblichkeit unserer Existenz. Es existiert kein Tod. Es existiert nur der Tod des tierischen Körpers, der dafür notwendig ist, damit wir zum nächsthöheren Niveau aufsteigen können. Wir haben eine bestimmte Frist, um dieses Niveau erreichen und weiterhin auf ihm existieren zu können.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“ 

[#213378] 

Die Wirtschaft der Letzten Generation

Frage: Wie ist die Wirtschaft in der Letzten Generation nach Baal HaSulam?

Die Antwort: Nehmen wir an, wir sollen absolut alle Menschen mit allem Nötigen versorgen. Ihr macht eine Liste und zählt die 20 bis 30 notwendigsten Sachen für den Menschen auf, angefangen mit der Kleidung, Haushaltgeräten, Essen und bis zu Schulutensilien für die Kinder. Nehmt diese Liste und seht was ihr benötigt.

So eine Planungsökonomie kommt aus der Notwendigkeit: “Was braucht ein Mensch im Prinzip?“. Er beschäftigt sich nur damit, dass er über die innere spirituelle Verbindung mit anderen nachdenkt und darin immer größere Niveaus des höheren Zustandes offenbart. Was ist alles nötig, was braucht er alles für seine Existenz.    

Man sollte ihn deswegen damit versorgen, weil wir nicht auf den Wolken leben, wir sind  realistische  Menschen. Der Mensch soll seine Kalorien bekommen, seine Kleidung, seine Elektroenergie, Licht, Wasser, Gas.

Wie kann man das alles gewährleisten? Dafür braucht man einen Wirtschaftsplan. Der Mensch aber soll  bei seiner Arbeit ständig darüber nachdenken, wie er einen größtmöglichen Nutzen dazu beitragen kann.

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen der Wirtschaft der Zukunft und der spirituellen Entwicklung?

Meine Antwort: Auf jeden Fall! Der Ansporn ändert sich.

 

Aus dem TV Programm „die Letzte Generation“ 

[#214098]

Die Offenbarung von Abraham

Der Schöpfer, das ist die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Er ist vollkommen. Und nur so zeigt Er sich uns. Er will Seine Geschöpfe sich ähnlich machen. Er schuf uns aber Seiner Natur entgegengesetzt, wie es heißt: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen“.

Indem Er uns als böse Wesen erschaffen hat, die jeden Tag noch egoistischer werden, hat Er uns gleichzeitig ein Werkzeug der Korrektur gegeben. Das Problem ist nur, dass all dies allmählich geschieht, nach den Gesetzen der Natur.

Die Natur entwickelt sich nach den Gesetzen der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen. Laut der Wissenschaft der Kabbala unterscheidet sich der Mensch vom Tier nicht, indem er auf zwei Beinen mit hocherhobenem Kopf geht (denn auch der Strauß läuft auf zwei Beinen), und nicht indem er denkt.  Der Mensch strebt nach dem Ziel des Lebens, aber ein Tier nicht.

Das ist ein deutliches Streben nach dem Sinn des Lebens. „Wo komme ich her, wo gehe ich hin?“, „Was ist der Sinn meines Daseins?“, diese Fragen beschäftigen viele Menschen. Aber sie finden keine Antwort.

Der erste, der vor 5777 Jahren die Fragen zu beantworten versuchte, war ein Mann namens Adam, der mit seinen Gedanken, Gefühlen, inneren Streben und seinen tiefen Überlegungen die Geheimnisse des Universum durchdrang und darüber ein kleines Buch „Der Engel Raziel“ schrieb, das bis in unsere Zeit erhalten ist.

Dank dieser Offenbarung und Arbeit an sich selbst war er der Erste, der begann, die Kräfte der Natur für seine Entwicklung richtig einzusetzen. Er wurde Adam genannt. „Adam“ kommt vom Wort, dem Schöpfer „ähnlich“ sein.

Viele Menschen in verschiedenen Generationen nach Adam verwendeten diese Methode. Nach 20 Generationen erreichte sie Abraham, der in Babylon lebte und zunächst ein Prediger war und nicht ganz die richtige Einstellung zur Natur hatte. Er glaubte, dass die Spiritualität in viele Götter unterteilt sei, die angebetet werden sollten.

Aber dann entdeckte er, dass die Kräfte der Natur, die unabhängig voneinander arbeiten, auch in einer positiven und negativen Wechselwirkung sind und ähnlich wie die vielfältigen antiken, griechischen Götter in Wirklichkeit aus einer einzigen Quelle, dem Höheren Verstand, kommen.

Diesen Höheren Verstand muss man untersuchen, erlangen, sich ihm annähern. Erst dann wird man erkennen und verstehen, was der Sinn des Lebens ist. Andernfalls, wie Abraham glaubte, sind alle Zeiten, die zwischen Adam und ihm liegen, spur- und nutzlos.

Im Prinzip untersucht man die verschiedenen Kräfte, die tatsächlich existieren. Aber sie haben keine gemeinsame Basis, keine gemeinsame Quelle und man müsste sie offenbaren. Das tat Abraham.

Er erlangte die Einzige Kraft der Natur, die über allen anderen Kräften steht, die die Menschen angebetet hatten, einschließlich ihm selbst. Als er diese Kraft untersuchte, stellte sich heraus, dass sie absolut gütig und einzig war. Das erklärte Abraham den Babyloniern.

Es scheint uns, dass es zwischen Polytheismus und Monotheismus keinen allzu großen Unterschied gibt. Aber der Glaube an die Einzige Kraft bedeutet nicht Monotheismus, sondern die Ähnlichkeit der Form. Wenn der Mensch seiner Bestimmung nachgeht und versucht, die Ähnlichkeit der Eigenschaften zu erreichen, ändert er sich. Sein Verhalten, seine Handlungen ändern sich, die Einstellung zum Leben, sowie die Wirkung und Beziehung auf und zu seiner Umgebung. 

Indem man sich ändert, ändert sich auch die Welt, die Gesellschaft und die Familie. Man baut alles nach der gleichen Schablone auf, nach dem selben Beispiel, das man von Oben empfängt, untersucht, absorbiert und gibt man weiter.

Das tat im Prinzip Abraham. Er versuchte seinen Schülern alles zu erklären und sie folgten seinem Weg. So wurde eine Gruppe von Menschen gegründet, die nannte man „Das Volk Israel“, was bedeutet „Isra-El“(„Isra“-gerade, „El“-der Schöpfer), direkt zum Schöpfer. Mit anderen Worten, dies ist eine Gruppe, die nach der Verschmelzung mit dieser einzigen, gütigen Kraft strebt, dem Schöpfer.

 

Aus der russischen Lektion, 06.04.2017

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Einen Chip dem Menschen einpflanzen

In den Nachrichten (USA Today): „Willkommen in der Zukunft“?

Ein amerikanisches Unternehmen im Bundesstaat Wisconsin hat  entschieden, seinen Arbeitern zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger einen Chip einzupflanzen. Viele Arbeiter stimmten zu, weil sie mit Hilfe des Chips Essen kaufen können, Türen öffnen, an die Computer angeschlossen werden und die Bürotechnik verwenden können.

Mein Kommentar: Es sagt etwas über die vielseitige Anwendbarkeit aus: anstatt die Karte in der Tasche zu haben, gibt es hierbei die Möglichkeit, direkt verbunden zu sein. Die Karte kann man verlieren, sie kann von jemand anderen benutzt werden, während hier alles korrekt und sicher ist.

Ohne Zweifel betrifft das in Zukunft jeden. Den Kindern werden die Chips schon bei der Geburt eingeführt werden, wie eine Injektion und das war’s.

Frage: Warum ist der Mensch damit einverstanden?

Antwort: Es erleichtert ihm das Leben. Und nichts anderes.

Frage: Was erwartet uns?

Antwort: Wir werden  dahin kommen, dass wir einen Pass haben werden, in dem alle Daten eines Menschen festgehalten sind: die Versicherung und die medizinische Karte, sämtliche Information über ihn. Darauf kann man alles aufzeichnen, und von da alles auslesen, zum Beispiel die Ergebnisse seiner medizinischen Untersuchungen, und alles andere. Das ist sehr gut und bequem.

Kommentar: Außerdem stimmt der Mensch immer mehr zu, dass er observiert wird, egal wo er sich befindet, an allen möglichen Orten.

Antwort: Und was haben wir zu verbergen?!

Kommentar: Aber ich habe ein Privatleben! Ich bin verheiratet…

Antwort: Welches Privatleben?! Was ist unklar in diesem Privatleben?!

Frage: Also Sie wollen sagen, der Mensch hat nichts zu verbergen?

Antwort: Absolut nichts! Das sind alles unsere Schwächen. Das alles ist unsere Natur. Es gibt nichts zu verbergen. Im Gegenteil, wenn wir uns über all das erheben werden, wird es für uns viel einfacher sein. Wir werden nicht mehr wie kleine Kinder spielen. Was macht es für einen Unterschied, ob sie alles über mich nachlesen können?

Kommentar: Der Mensch verbirgt alle möglichen Sachen, dies und das…

Antwort: Das passiert deswegen, weil die Menschen in ihrer Umgebung solche Bedingungen schaffen, als ob es etwas gäbe, was man verbergen muss.

Kommentar: Der Mensch wohnt in einem geschlossenen Haus, hinter Wänden. Er hat ein Badezimmer, eine Toilette …

Antwort: Stelle dir vor, dass es eine solche Kamera gibt, die dich überall durch zehn Bretter hindurch sieht. Ja und? Lass sie sehen! Was können sie sehen? Wenn ich vor anderen heuchle, wenn ich versuche, ihnen etwas vorzuspielen, wenn ich andere ausnutze, dann habe ich etwas zu verbergen. Aber wenn ich mich im Gegenteil zu anderen offenherzig verhalte, was habe ich zu verbergen?

Ich bin sicher, dass wir uns bis zu einem solchen Zustand entwickeln, dass die Menschen absolut offen sein werden.

Was gibt es zu verbergen? Ich verstehe das nicht. Was kannst du mir vorwerfen? So wurde ich geschaffen! Wenn ich niemandem etwas Übles antue, schau auf mich von allen Seiten. Komm und untersuche mich, wo und wie du willst. Nur wenn du mir vorwerfen kannst, dass ich jemandem etwas Schlechtes angetan habe, dann ja, dann habe ich einen Grund besorgt zu sein.

Frage: Und ich verberge es?…

Antwort: Egal, ob ich das verberge oder nicht, es macht keinen Unterschied; ich soll mich nur dann fürchten und mich schämen, wenn ich jemanden verletzt habe. Und wenn es nicht so ist, wofür soll ich mich  schämen?

Frage: Was sagt die Kabbala darüber?

Antwort: Die Kabbala sagt, dass sich der Mensch vor anderen nicht verstecken soll. Er soll seinen „Schirm“ (Massach) verbergen und sich vor seiner Selbstsucht verstecken, aber nicht vor anderen Menschen. Im Gegenteil, er soll anderen Menschen gegenüber ein offenes Herz haben und sich selbst nur durch den „Schirm“ zeigen.

Frage: Dann ist es so, dass die ganze Psychologie, über die Sie sprechen, dazu führt, dass der Mensch sich dem antiegoistischen Schirm annähern wird?

Antwort: Der Mensch wird sich mit anderen Möglichkeiten, anderen Problemen beschäftigen, z.B. wie man wirklich das Besondere, das sich in etwas befindet, offenbaren kann.

Frage: Welche Schlussfolgerung kann man daraus ziehen?

Antwort: Die Schlussfolgerung ist sehr einfach: außer der Nichteinhaltung des Prinzips „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ gibt es nichts, worum man sich sorgen muss. Das ist alles.

 

Aus dem TV Programm „Neuigkeiten mit Michael Laitman“, 03.08.2017

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