Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wahrnehmung'

Neue Studie: Die Augen sehen mehr, als das Gehirn unserem Bewusstsein meldet

In den Nachrichten (aus Science Daily): „Entdeckungen werfen ein neues Licht darauf, wie das Gehirn verarbeitet, was die Augen sehen“ –  Forscher, am Zentrum für Molekular- und Verhaltens-Neurowissenschaften an der Rutgers Universität in Newark, haben die Notwendigkeit erkannt, ein neues Rahmenwerk zu entwickeln, für das Verständnis der „Wahrnehmungsstabilität“ und wie wir die Welt wahrnehmen durch deren Entdeckung, dass der visuelle Eingangswert, den man während der Augenbewegungen erhält, vom Gehirn verarbeitet, aber vom Bewusstsein geblockt wird.

Mein Kommentar: Wir sind von all den spirituellen Welten umgeben, jedoch können wir diese nur bis zum Grad unserer Gleichartigkeit mit ihnen wahrnehmen. Denn alle Welten, mit Ausnahme unserer Welt, sind in der Kraft des Gebens enthalten, statt im Empfangen (Anziehung), daher empfinden wir sie nicht.

Wenn hingegen ein Mensch die Wissenschaft der Kabbala nutzt – die Methode, um sich die Eigenschaft des Gebens anzueignen, dann beginnt er in dem Maße, in dem er diese Eigenschaft erwirbt, die Höheren Welten zu spüren und fühlt seine Existenz in ihnen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Wirklichkeit befindet sich in unserer Vorstellung
 
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Die Wirklichkeit befindet sich in unserer Vorstellung

Michael LaitmanFragen, die ich über die Wahrnehmung der Wirklichkeit erhielt:

Frage: In dem Artikel „Introduction to the Preface to the Wisdom of Kabbalah“ (engl.), sagt Baal HaSulam: „Alle Welten, sowohl die Höhere, als auch die niedere, befinden sich im Inneren des Menschen“. Besagt die wahre Bedeutung dieser Worte, dass die gesamte Wirklichkeit nur in unserer Vorstellung existiert und mit unseren Sinnen (Gefäße zur Erkenntnis) wahrgenommen wird?

Antwort: Ja.

Frage: Wenn dem so ist, sind physische Körper dann überhaupt real?

Antwort: „Real“ ist, was ich wahrnehme.

Frage: Aber wir haben stets gelernt, dass sich die Seele durch alle ihre Zustände hindurch in dem bedeutungslosen physischen Körper befindet.

Antwort: Das habe ich nie gelehrt. Möglicherweise habe ich über den Körper der Seele gesprochen (nicht über den physischen Körper) – dem Parzuf oder Kli, und die Seele ist das Licht darin.

Frage: Wenn wir das akzeptieren, bedeutet es dann nicht, dass alles um uns herum (einschließlich unserer Freunde und Familie) nicht wirklich existiert, sondern nur ein Produkt unserer Vorstellung ist?

Antwort: Ja. Allerdings müssen wir, anstatt uns Dinge vorzustellen, den Zustand erlangen, in dem wir alles, was außerhalb von uns ist, als in uns seiend wahrnehmen.

 

Verwandtes Material:

Blog-post: Wir haben Zivilisationen in uns

 

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Was ist die Schwere des Exils vom Gefühl des Schöpfers?

Frage: Was ist die Hauptlast und der Schrecken, wenn man sich davon entfernt, den Schöpfer zu empfinden?

Antwort: Nur das es vom Schöpfer kommt. Nichts Anderes.

Wenn ihr diesen Krieg gewinnen wollt, müsst ihr euch vorstellen, dass ihr gegen den Schöpfer kämpft. Ihr müsst die Einheit einer höheren Kraft in der Welt bestätigen. Das ist unsere Mission. Dann wird euch alles offenbart werden.

Der Kampf ist notwendig, damit ihr euch ausreichend anstrengen könnt. Damit ihr in euch bestimmte Fähigkeiten erschafft und ihr ein Gefühl dafür bekommt, was euch fehlt. Diese Bemühungen schärfen euch, verbessern eure Wahrnehmung für eine höhere Kraft.

Es gilt einer für alle und schließt alles ein. Wir müssen uns darauf vorbereiten, es zu empfinden. 

Aus dem Unterricht 24.03.2019

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Die Wahrnehmung der Welt

Die Wahrnehmung der Welt

(Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Sohar“, Punkt 34 )

Mit unserem Sehsinn sehen wir eine großartige Welt vor uns,

In ihrer wunderbaren Fülle.

Doch in Wirklichkeit existiert das alles nicht

Außer in unserem Inneren.

Wir haben eine Art Leinwand im hinteren Teil unseres Gehirns

Auf der alles, was wir wahrnehmen, abgebildet wird.

Es existiert nichts außerhalb von uns.

 

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Würdest du durch eine Wand gehen, die du nicht wahrnehmen kannst?

Frage: Ich bin ein Student des virtuellen Lernzentrums und zusammen mit anderen bin ich in ungeduldiger Erwartung auf eine Rückmeldung dieser Frage. Im Buch Kabbala, Science and the Meaning of Life auf Seite 128 fand ich folgendes Zitat: „Da ein Höhlenbewohner nicht die Sinneswahrnehmung haben würde, um eine Wand als Materie oder als Form in der Materie wahrzunehmen, wäre er fähig, durch Wände zu gehen, als ob sie Luft wären.“

Wenn ich die Information nicht missverstanden habe, ist diese Aussage in sich falsch. Nur weil jemand ein Objekt nicht kennt, bedeutet das nicht, dass er damit nicht interagieren kann. Der Text vermischt Konzepte aus der Quantenmechanik und der Realität der Makrowelt. Die angewendete Logik ist nicht logisch. Materie wird immer als solche wahrgenommen werden, unabhängig von der Form, die sie annimmt, denn unsere Sinne sind dafür gemacht, um Materie wahrzunehmen. Dort wo unsere Sinne nicht ausreichend sind, kann Materie durch geeignete Instrumente wahrgenommen werden.

Beispiel: Als ich meinen ersten Tauchgang gemacht habe, war ich von einer riesengroßen Anzahl neuer Formen und Gestalten umgeben, die ich zuvor nie gesehen hatte. Trotzdem waren meine Sinne fähig, sie wahrzunehmen. Bitte erklären Sie obige Aussage.

Antwort: Lasst uns vom Gegenteil beginnen: Es gibt Wände, die wir nicht wahrnehmen. Werden wir darüber stolpern oder werden wir durch sie hindurchgehen, ohne sie zu bemerken?

Alles existiert in uns, in unseren Eigenschaften oder in unseren fünf Sinnen. Wenn sie anders wären, würden sie uns eine andere Welt darstellen. Das Buch spricht über einen „Höhlenmenschen“, denn neben unseren Eigenschaften haben wir auch gespeicherte Informationen und Systeme, welche die „umgebende“ Illusion erschaffen.

Bis wir eine Eigenschaft erlangen, die uns entgegengesetzt ist – das Geben, werden wir die Eigenschaften der Anti-Materie nicht verstehen und werden nicht erkennen, dass die Welt innerhalb von uns selbst „abgebildet“ wird.

 

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Blog-post: Neue Studie: Die Augen sehen mehr, als das Gehirn unserem Bewusstsein meldet
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Wir haben Zivilisationen in uns

LaitmanFrage: Ich habe gehört, dass Sie sowas sagten wie: keine der Zivilisationen der Vergangenheit werde im „Enthüllten“ ersichtlich. Bedeutet dies, dass alles, was Wissenschaftler jetzt herausfinden (zur Unterstützung einer Theorie der früheren Zivilisationen) in unseren Sinnen als eine Realität erscheint, die wir selbst fordern? Mit anderen Worten, die externen Kräfte reagieren auf unsere Verlangen, indem sie noch mehr neue „Ausschmückungen“ schaffen?

Antwort: Sie haben absolut recht! Als Folge des Abstiegs aus der Spiritualität, als das Verlangen, das vom Schöpfer erschaffen wurde, sein niedrigstes Niveau erreichte, empfing es in sich selbst das, was wir als „Selbst“ empfinden und die Welt, die uns umgibt (als außerhalb vom „Selbst“). Die Vorgänge und inneren Veränderungen begannen als Zeit, Raum und Bewegung wahrgenommen zu werden (wiederum außerhalb vom „Selbst“). So nimmt eine Person wahr, dass etwas schon existiert hat, bevor sie auftauchte. Doch wer hat dies tatsächlich empfunden? Ohne Sinne existiert nichts. Alles existiert in unserer Vorstellung, in unseren Sinnen. Lesen Sie den Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 34.

Verwandtes Material:
 
Purchase the Print Version of the Book: Kabbalah, Science and the Meaning of Life
 
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Wie kann man unsterblich werden?

Frage aus Facebook: Sie sagen, dass ein Mensch unsterblich sein kann und nicht sterben muss, um den Schöpfer zu sehen. Ein Mensch ist jedoch körperlich und so lange er lebt, wird dies nicht eintreten. Um uns den Schöpfer anzuschließen müssen wir unseren Körper und unsere Seele verlassen.
Wie kann das umgesetzt werden, wenn Sie sagen, dass es nicht nötig ist zu sterben?
Antwort: Der menschliche Körper hat nichts mit den Gefühlen unserer Welt zu tun. Es ist ein rein äußeres Erscheinungsbild und sonst nichts. Aus diesem Grund erscheint es uns, als würden wir diese materielle Welt durch unsere fünf Sinnesorgane wahrnehmen.
Um die höhere Welt zu empfinden, müssen wir unsere fünf Sinne spirituell entwickeln. Die Wissenschaft der Kabbala beschäftigt sich mit dieser Entwicklung und erklärt, wie ein Mensch damit beginnen kann die spirituelle Welt zu erfahren. Es ist demnach nicht notwendig zu sterben.

Frage: Versprechen Sie den Menschen die Unsterblichkeit, wenn wir unsere Seelen vereinen und entwickeln können?
Antwort: Zweifellos! Das ist nicht mein Versprechen, sondern die spirituelle, realisierbare Methode. Heute kannst du in dieser Welt Menschen treffen, die in dieser Weise die höhere Welt verstehen und die Welt als ewig und unsterblich erfassen.

Aus dem TV Programm“ Antworten auf die Fragen aus Facebook“, 10.03.2019
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Wie reagiere ich auf den Antrieb des Schöpfers?

Frage: Wie kann ich richtig, auf den vom Schöpfer geweckten inneren Antrieb reagieren? Soll ich nicht mit dem, was er mir schickt, einverstanden sein? Er ist doch gut und Gutes tuend. Wie kann ich gegen das sein, was er in mir weckt?

Antwort: Auf keinen Fall. Du sollst zwischen uns mit einer noch stärkeren Kommunikation reagieren. Nur so kannst du seinen Einfluss auf uns, positiver und gütiger zu sein, erzwingen. Wir beeinflussen Ihn in der Kommunikation zwischen uns so, dass wir seine Führung auf eine gute Weise ändern.

Frage: Woher weiß ich, dass Er mich dazu drängt? Ist es das, was Er korrigiert?

Antwort: Dazu muss man den Kabbalisten zuhören. Bis du das System enthüllt hast, erkennst du nichts.

 

Aus dem Unterricht 17.03.2019

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Kabbala und die Natur des Lichtes.

Frage: Außerhalb von uns gibt es einige Wellen, die durch unsere fünf Sinnesorgane geleitet werden. Sie werden vom Gehirn verarbeitet. Baal HaSulam schrieb: in mir gibt es eine Linse, welche die Realität auf einem Bildschirm abbildet und ich sehe sie als Teilchen der Materie.
Bedeutet dies, wenn ein Mensch diese Wellen betrachtet, sie als Partikel sieht und wenn er sie nicht beobachtet, sie sich wie Wellen verhalten?

Antwort: Es geht um die Wellen und Ganzheitlichkeit des Lichtes. Vor einigen tausend Jahren wussten die Kabbalisten aus ihrem Verständnis heraus, dass diese Wellen und Partikel zur gleichen Zeit bestanden. Wenn es sich um das Empfangen von Licht handelt, quantisieren wir es; wenn wir über seinen allgemeinen Inhalt sprechen, dann messen wir es in Wellen, in Eigenschaften.

Aus dem TV Programm „Grundlagen der Kabbala „ 26.11.2018
[247230]

Wie man eine Reise in die „jenseitige Welt“ antritt

Aus den Nachrichten (Horizon Research Foundation): „Was ist eine außerkörperliche Erfahrung?“ Ein Team Schweizer Ärzte hat ein Verfahren angewendet, das oft bei Patienten ausgeführt wird, die an unheilbarer Epilepsie leiden. Dabei wurden Elektroden ins Gehirn implantiert, um verschiedene Areale des Gehirns zu stimulieren. Die Patientin berichtete, dass sie sich selbst „von oben, im Bett liegend“ und auch an der Zimmerdecke „schwebend“ gesehen hätte.

Die Schweizer Ärzte waren in der Lage bei jemandem eine Art außerkörperlicher Erfahrung herbeizuführen, was die Vermutung nahelegt, dass das Gefühl den Körper zu verlassen, von dem bei der Begegnung mit dem Tode berichtet wird, einfach auf eine Einbildung zurückzuführen sein könnte, die durch die abnorme Stimulierung eines bestimmten Bereiches der rechten Gehirn-Hälfte, Gyrus angularis genannt, entsteht. Die Schweizer Forscher schlossen daraus, dass Nahtoderfahrungen auf einen Bereich des Gehirns zurückzuführen sein könnten, der bei Stress Fehlinformationen liefert.

Mein Kommentar: Jetzt kann jeder eine Stimulierung des Gehirns buchen und auf die Reise ins Jenseits gehen; vielleicht können die Leute sich sogar aussuchen, was für Abenteuer sie erleben möchten!

Es ist an der Zeit die Theorie vom „Leben nach dem Tode“ von Raymond Moody zu verabschieden, ebenso wie alle anderen Theorien verschiedener Forscher. So sehr wir an unseren süßen Hoffnungen für die Zukunft festhalten wollen. Es ist Zeit der Wahrheit ins Auge zu sehen: wenn der Körper stirbt, bleibt vom Menschen nur der Teil von „der Welt im Jenseits“ übrig, den er während seines Lebens im physischen Körper enthüllt hat.

Ein kabbalistischer Text sagt: „Du wirst Deine Welt sehen, noch während Du am Leben bist!“ Und wenn Du die Höhere Welt nicht enthüllst (was nur durch Verwendung der Kabbala geschehen kann), dann wirst Du sterben, wie ein Tier.
Danach wirst Du ein neues (aus Proteinen geschaffenes) Leben erhalten – eine weitere Gelegenheit die Höhere Welt noch während Deines Lebens zu enthüllen. Daher heißt es:
„ Wenn ein Mensch nicht die Kabbala studiert hat, wird er wieder in diese Welt zurückkehren müssen.“ (Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Früchte der Weisheit“)

Ein Mensch ist in jeder Hinsicht wie ein Tier, und so wie bei den Tieren, ist der eigene Tod endgültig! Es gibt nur eine Alternative: Sich die Eigenschaft des Schöpfers anzueignen, die Liebe für den Nächsten. Mit dieser Eigenschaft kann man das Höhere Leben erfahren, weil man aus sich selbst herausgeht und sich in Andere hineinbegibt.

Keines der Versprechen der Religionen im Hinblick auf „ein Leben nach dem Tode“ (von jeder Religion auf andere Weise interpretiert) wird wahr werden. Es wartet „dort“ keine Belohnung auf uns für etwas, das wir hier getan haben. Wir können die ganze Schöpfung und den Schöpfer nur „hier“ in diesem Leben erfahren.

Daher „Muss jeder Mensch die Kabbala studieren. Und selbst wenn ein Mensch all die Feinheiten der Tora gelernt hat und darin besser ist als alle Gerechten dieser Welt, muss er dennoch, wenn er nicht die Kabbala studiert hat, wieder in diese Welt zurückkehren, um die Kabbala zu studieren.“ (Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Früchte der Weisheit“)

Kabbala Akademie

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum müssen wir immer wieder hierher zurückkommen?
Blog-post: Ein Gespräch über Liebe