Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Die zehn Todesstrafen sind nicht das, was sie dachten

Frage: Was fühlt ein Mensch, der die zehn Todesstrafen durchgeht und von der Wüste in das Land Israel übergeht? Ich bin der Meinung, dass sich jeder diese Schläge vorstellen kann…

Meine Antwort: Nein, das sind ganz andere Schläge! Es sind nicht solche Schläge, an die wir uns gewöhnt haben. Der Schlag kommt nicht als eine schlechte Empfindung zum Vorschein, diese schlechte Empfindungen können wir uns vorstellen.

Der Schlag kommt darin zum Ausdruck, dass ich zu verstehen beginne, dass meine Natur sich als das Böse offenbart. Genau diese Auffassung wird als Todesstrafe bezeichnet, denn sonst sind es keine Todesstrafen.

Wenn ich mich nur schlecht fühle, ist es kein Schlag. Mir ist schlecht, weil ich mich schlecht fühle, weil ich das Böse meines Verlangens zu genießen empfinde, meines Egos. Der Schlag zeigt mir den Grund meiner Bösartigkeit und ist selber nicht das Böse.

In Wirklichkeit bringen diese Schläge nicht so viel Leiden mit sich, die Menschen in unserer Welt leiden viel mehr. Das Wichtigste ist, dass der Mensch eine direkte Verbindung zwischen den Leiden und den egoistischen Eigenschaften spürt: „ Du leidest nicht, weil du so bist. Wenn du dich von deinen egoistischen Eigenschaften befreist, dich darüber erhebst, dann wirst du nicht mehr leiden!“

Der Mensch möchte sich von diesen Leiden befreien, nicht weil er sie nicht empfinden will, sondern er empfindet seine Minderwertigkeit, seine Bösartigkeit, vor allem in der Beziehung zu der Umgebung.

Hier gibt es einige Beschreibungen: der Schöpfer, der Pharao, die Empfindung des Bösen und der Grund der Empfindung des Bösen gegen das Gute. Der Mensch möchte nicht vom Schlag fliehen, hier gibt es kein Problem! Mit der Hilfe des Schlages begreift er die richtigen Gründe und möchte nicht einfach die Schläge übergehen, sondern sich darüber zu der Eigenschaft des Gebens erheben.

Er möchte die Verbindung zum Schöpfer erlangen, sich von dem Pharao, der schlechten Empfindung loslösen. Er kommt von der Bewertung nach dem Prinzip „süß – bitter“ zu dem Begreifen des Prinzips „die Wahrheit – die Lüge“, er möchte sich der Wahrheit anschließen! Deswegen erheben ihn diese zehn Todesstrafen und führen aus Ägypten heraus.

Auszug des Programms „Der wöchentliche Artikel“, 06.01.2011

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