Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Das Gute dem Schlechten zuwenden

Frage: Der Schöpfer schuf den bösen Trieb und den guten. Es steht geschrieben, „Ich schuf den bösen Trieb.“ Und woher kommt der gute Trieb?

Meine Antwort: In Wirklichkeit gibt es keinen guten Trieb. Es gibt nur die Neigung zum Bösen, die ursprünglich vom Schöpfer erschaffen wurde. Daher informiert er uns, dass er den bösen Trieb geschaffen hat. Aber wir korrigieren ihn mit Hilfe der Thora und verwandeln ihn in den guten Trieb.

„Trieb“ ist Verlangen. Das Verlangen bleibt. Aber „böse“ bedeutet, dass ich ständig um meiner selbst willen empfangen will, und das schadet mir dann, weil ich mich in dieser Welt abschotte wie ein kleines Tier, das all die Jahre nur überlebt, die es zu leben hat. Dies ist die elendste Art von Leben, die in Wirklichkeit möglich ist.

Der gute Trieb bedeutet, dass wir versuchen, uns in der Gruppe zu vereinigen und verstehen, dass wir dazu nicht in der Lage sind, und beginnen, aufzuschreien in einem gemeinsamen Gebet. Dann erscheint das Licht, das verwandelt, und schafft Einigkeit unter uns, und im Innern dieser Einigkeit wird die Absicht zu Geben, wird das Licht enthüllt. Dann haben wir anstelle des bösen Triebes den guten, dasselbe Verlangen, aber mit der Absicht, uns mit dem Nächsten zu vereinen.
Auszug aus dem 3. Workshop des ONE Kongresses in New Jersey, 12.05.2012


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