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„Gerechter“ und „Sünder“ sind spirituelle Zustände in einer Person

Michael LaitmanZwei Fragen, die ich über die Begriffe „Gerechter“ und „Sünder“ erhielt:

Frage: Sie haben in einem Ihrer Morgenunterrichte erklärt, das ein „heiliger Mann“ durch die Menge seiner ausgeführten Anstrengungen definiert wird. Andererseits erklärten Sie, dass ein „heiliger Mann“ (Zadik) jemand ist, der den Schöpfer auf der Stufe seiner spirituellen Erlangung rechtfertigt (Mazdik) und dass rechtfertigen nicht bedeutet, darüber zu reden, sondern es für sich selbst zu entdecken und die Handlungen des Schöpfers dadurch wertzuschätzen. Also wird Heiligkeit durch die Gleichheit der Form eines Menschen mit dem Schöpfer definiert. Doch welchen Unterschied macht es, wie viele Anstrengungen man macht, wenn Heiligkeit am Ergebnis gemessen wird, daran, wie sehr jemand den Schöpfer rechtfertigt?

Meine Antwort: Um die Stufe eines „gerechten Mannes“ zu erreichen – um die Handlungen des Schöpfers zu enthüllen und zu rechtfertigen – muss jeder Mensch die gleiche Menge an Anstrengungen machen, wenngleich es für jeden Menschen spezifische Anstrengungen gibt und sie bezüglich seiner Fähigkeiten und Stärke „gezählt“ werden.

Frage: In Shamati 86: „Und man setzte Fronvögte über sie, die sie mit Zwangsarbeit bedrücken sollten“ heißt es: Wir finden vor, dass die Gerechten die Kraft, von einer Erkenntnis zur anderen fortzuschreiten, mittels der Sünder schöpfen. Und diese wurden zum Staub unter den Füßen, und die Gerechten treten auf ihnen, da sie Sünder blieben.

Und diese Arbeit ist nicht deswegen wichtig, dass sie erzwungen ist, wie es ihnen früher erschien, als sie Jezer Ra hatten. Jetzt sehen sie auch ohne ihn, dass es sich lohnt, für das Geben und mithilfe des Glaubens zu arbeiten.

Was ist in diesem Auszug mit „der Gerechte“ und „der Sünder“ gemeint?

Meine Antwort: Der Gerechte und der Sünder sind die vergangenen und gegenwärtigen Zustände in einem Menschen.

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